iö66 Soemmerring.
der Familie von Ioh. Daniel Soehnhold, der1811. als Raths-Mäurerpolirer zu Leipzig vor,kömmt.
Soemmerring (Samuel Thomas ). Die,fer bekannte große Zergliederer, geboren zu Thorn1755. und seit » 8 o 5 . Königl. Bayerscher Leibarztzu München , soll die Zeichenkunst gut verstehen.In den wenigen seiner vielen Schriften, die wirvor Augen hatten, finden wir ihn aber nicht ausdriick,lich als Zeichner angegeben; dagegen find die Ku,pfer, z. B- zu seiner Abhandlung über das Organder Seele (Königsberg 1796. 4°.) bezeichnet: §oem-
äirex. KoeLle sel. I.uävv. 8clinii8t so.
* Soens, Sons oder Goons (Hans).Nach Lanzi (Lä. terr:. IV. 107—8.) soll er sichSons unterzeichnet haben. Geboren (heißt esdort) zu Molduch (wohl Herzogenbusch), soll er,nach Örlandi, zuerst in Parma gelernt, und sichnachwerts in Antwerpen vervollkommnet haben(was wohl gerade umzukehren ist). Auch scheintes, daß er Ribera vor Augen gehabt. Don ihmsah man einst eine jetzt zerstörte Kapelle von St.Maria Bianca zu Parma so schön gemalt, daßman sie, wie Scara»nuccia sagt, für Coreggio'sArbeit halten konnte, und solche wirklich L. Carac,ci's Nacheifer soll erweckt haben. l.ett. pittor.I. 2ii.). Lanzl selbst nennt ihn kurz einen ge,schickten Figuren, und noch geschicktem Land,schaftsmaler. Nach dem Guido di piacenzawar er 160^. 57. I. alt, und nach Affo lebteer noch 1607.
Soenrgens ( ), ein Maler, von dem
man auf dem Rathhause zu Cölln, in dem soge-nannten Rathszimmer, das jüngste Gericht 1696.gemalt, und ein Crucifix, in dem Geschmacke vonle Brun recht brav gearbeitet, antrift. H ir,schings Nachrichten v. Gemälde, und Bu,pferstichsammlungen V. 35 i.
* Soest , oder Zoust (Gerard). Derselbehatte sich bereits rühmlich bekannt gemacht, alser nach England kam, und daselbst sofort vieleBestellungen erhielt. Die dortigen Villen bewah-ren eine Menge seiner treflichen Arbeiten. ZuWeibeck steht man von ihm ein Bildniß der LadyL. Hollis, mit 16H7. datirt; fein eigenes hangt zuHoughton. In diesem Kopfe liegt ein wun,dcrbarer Reichthum von Seelenausdruck; er hatein außerordentliches Relief, und ist sorgfältigvollendet. Gewänder von Sammt ahmte er auf'sTäuschendste nach. Nachwerts scheint er, wieschon das Lex. bemerkt, van Dycks grandiosemGeschmack zum Muster genommen zu haben. Die,ser Künstler, der sich einzig mit der Bildnißma,lerey beschäftigte, war ein Nebenbuhler von Lely,konnte sich aber nie zu einem Lieblingsmaler derDamen erheben, weil er (zwey Capitalgebrechen)eine unbestechliche Treue und ein zurückstoßendesAeusseres hatte. Mißfiel ihm jemand, so gieng erweg, oder verleugnete sich, indem er die Rolledes Bedienten spielte, was ihm, wegen seinereinfachen Kleidung, sehr leicht wurde. Walpole(S. 3 is.) erzählt mehrere Anekdoten von seinemEigensinn. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehörtein Bildniß des Mr. Joh. Norris, das im Be-sitze des Malers Jervase war und von diesem oftkopirt wurde. Walpole bewahrte ein anderes desbekannten Griffiere in einem purpurfarbigen Man,tel von Sammet, der ungemein lieblich in dieAuge» fiel. Ferner sieht man von ihm eines desDr. John Wallis , in der Königl. Societät; denLord Mayor Sheldon, eine ganze Figur, in demGildenhause der Tuchmacher; einen Kopf des Bi-schofs von Lincoln, Füller , in dem Hörsale vonChrist,church zu Oxford , und viele andere Sachenin Privatsammlungen, von denen Walpole I. c.die merkwürdigsten angeführt hat. Gestochen nachihm hat Johnson das Bildniß E. Hyde's, Gra,fen von Clarendon, und ein uns Unbekannter das,jenige von Samuel Buttler.
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Soest (I.), ein Landschaftsmaler, dessen Bitsder I. Zoffani bisweilen mit Figuren staffirte.Ein solches soll ein uns bisdahin unbekannterHoudon (vielleicht Houston ?) gestochen haben.
* Soeur (Hubert le), s. Seur.
* Soggi (Niclaus). Von ihm heißt es beyLanzi (Lcl. rerr:. l. 8i.): „Um in Florenz mitbessern Pinseln, als der seinigewar, nicht in Con,flickt zu gerathen, lebte er meist in Arezzo , woes ihm auch nicht an Auftragen gebrach. In sei-ner Geburt in der dortigen Kirche Madonna delleLagrime u. a. andern Stellen daselbst und in derRunde findet man Vieles, was immer beweist,wie genau, fleißig und vollendet er war Daßer kein größeres Genie war, ist nicht seine Schuld."
Sohl (Joseph). So heißt bey Liporvskp,ohne Benennung seiner Blüthezeit, ein Maler in»Bayerschen Markte Lrostberg, von welchem dasmathematische Museum im ehemaligen Kloster Rairtenhaslach ausgemalt wurde.
Sohn» (Jsaac). Und so im Schrväb-,scheu Breis - und Adreßkalender von 1752.ein Geometer und Bauschreiber der ehemaligenReichsstadt Lindau .
Sohn (E. A.). So schreibt sich bisweilen derKupferstecher E. (Ekienne, Stephan) Andersohnoder Andresohn.
— — (Johann Carl). Ein solcher wurdeum 1767. zum Hof, Gold, und Srlberarbeitecdes Herzogs von Weimar ernannt,
Soiron (F. D). So heißt im CatalogOaignon Difonval ein Künstler, der in 1790.nach G- H. Morland eine Familie, die den Theein ihrem Garten, und eine andre, welche Milchim Parke zu St. James nimmt, in punklirter Ma,nier, braun und colorirt geliefert hat.
— — ( ). So heißt bey FiorMo III.
Zgg. und 565 . einer der vorzüglichsten Französi schen Emailmaler neuester Zeit, der auch für dieKaiser!. Porzellanfabrik zu Sevres arbeitete. ImHlmsnscli cle IZesux-^rts 1802. findet er sich schonunter den damals zu Paris lebenden Künstlern,namentlich bereits als Maler an der gedachtenPorzellan, Fabrike. Auch ist es ohne Zweifelderselbe, welcher noch dort im ^lmanacl, Ue Oc>m-rnerce 1811. unter dem Namen Soiron, dervarer, als Schmelz, Bildnisse, Schlachten- undGatkungsmaler erscheint.
— — ( ), wahrscheinlich des obigen Sohn.Don ihm heiß es im T ü b. VNorgenblarr 1808.S. 88/z. er sey aus Genf gebürtig, und nenne sich,zum Unterschied eines seiner Anverwandten, Goi,ron, der jüngere, ein viel versprechender Malerauf Email. Unlängst habe derselbe einige sehrgute Bildnisse des Königes Hieronymus auf Kas sel geschickt. Eine seiner ersten Arbeiten, wodurcher bekannt worden, sey das Abendmal nach daVinci, auf einem Kelch für die Kaiser!. Schloß-kapelle. Sein Bildniß der Mad. Nigri dann,welches nach St. Petersburg kam, wurde für ei,nes der gelungensten Werke dieser Art gehalten.Ueberhaupt besitze dieser Künstler die treffliche Ei-genschaft, daß er sich nicht nach der Manier ir,gend eines Meisters ausschließlich bilde, sonderndas Gute zu vereinigen, und jede Kritik zu be,nutzen strebe. Späterhin lesen wir el-enfalls imLNorgenbl. 1810. S. 1810. S. ss48. „HerrSoi-ron, der vorzüglichste Maler in Email, der sichbesonders durch das Collier der Herzogin vonMontebello auszeichnete, welches auf fünf Email'len die fünf Köpfe der Kinder der Herzogin, mitEngelsfittichen, in Wolken, enthalt, ist von demKönige von Wcstphalen zu seinem Hofmaler er-nannt worden, und wird nächstens nach Kassel abgchn."