Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1674
JPEG-Download
 

r 674 Sdlis.

und dessen Hund braten, mit der schöner! Nutzan-rvendung:

Uns H«ase>, ist ein Schanz gerathen,

Daß wir jetzt Hund und Jäger braten.

Die uns ffengen, schunden und aßen,

Die zahl(n) wir jetzt auch solcher Maßen,

Die vornehmsten Europäischen Reiche, unter demBilde der 5 klugen und 5 . chorechten Jungfrauenvorgestellt. Man rathe! . . Germania , Frank­ reich , Zralia, Flandern , England die klugen;Grecia , Hispania, porrugall, Drabandr,und L» Ferar-orrh (?).... Wie würde einKünstler von heute sie reihen? Ein König undeine Königin reiten über eine Drücke, unter wel-cher sich mehrere Personen mit Schwimmen retten.Oben liest man: Ehebrecher-Brücke. EinKartenspiel von 62. Bl. Die Carreaux sind durchLöwen, die Coeurs durch Papagaien, die Trefflmdurch Affen, die Piquen durch Pfauen bezeichnet.Von ganzen betitelten (gestochenen) Folgen kenntman von ihm, Etlicher guter conrerfectischerLaubwerk Art, durch virgilius Solls;»Nürnberg geordnet i 55 Z. (2,.Bl.). Lkk^ies

ro^uin k'irinoorurn omnium öco. LoelatoribusXorik. et A'rrxto l'ieu-

rino, dkoriber^W ,576. (nicht , 566 . Wie Malpösagt). Dies also gemeinschaftlich mit Amman ,und ,4. Jahre »ach Solls Tod erschienen (2».Bl.). Und nun von Holzschnitten: BiblischeFiguren des alren und neuen Testaments,ganz künstlich gerissen durch den weit berühm-ten vergiiium Solis zu Nürnberg 4°.Franks, am Mayn ihtzn. (147. Bl.); und miteben diesem Titel i nur daß darin Solis mit demEpithet Maler und Lunststecher bezeichnet ist),drey Jahre nach seinem Tode, eine zweyte Aus-gabe Ebendas. , 565 . in zwey Abtheilungen vonioc>. Vl. des Alten, und ny. des Neuen Testa­ ments (also setzt um 69. DI vermehrt). Drey-zehn derselben tragen, neben seinem Monogramm,noch ein anderes. Alle sind gut gezeichnet, aberwahrscheinlich von verschiedenen mehr und minderverständigen Formschneidern ausgeführt. Ille-tamorpboses Oviüii äro. ülustrst^ per !)I. ch8prsnßium. Ona oum vivis Lco. iconibus aXo/e, eximic» pictore, 6elinestis 8".krancof. , 563 . (118. nicht ,70. Dl. wie BasanL6. «so. sagt), gut gezeichnet, theils ohne Mo-nogramm, theils mit dem seinigen, theils miteinem gothischen h. signirt. Eben dieselben imgleichen Jahr, unter dem Titel: SerE»---«eurir tetrssticba in s)ur'a?i iVIetkamor. 1.. XV.Lre. Schone Figuren mir Fleiß gerißendurch vergilium Solis.Irgendwo wirdnoch eine dritte Ausgabe, ex recen8. Aar. Ms-cM 8°. L'rancot. 1267. genannt.b'atrulse elvAantissümis eiconibu8 vera3 anima-lium 8pseie8 k>6umbrante8. kl>8 aeceggerunt s.p. (lerrnersbemü in ginAul. kabul . LpiArarn-rnntn. 80. krancos , 566 . und Ebendasselbe imnämlichen Jahr: ^ce80pi Pyry^i 8 kabulw Lcc.Noch eine vierte Ausgabe: lkabitu posticc, Mer.virr Zo. sraneof. H7Z. Schöne und kunstrei-che Figuren über alle Fabeln Esopi, allenStudenten, Malern, Goldschmiden undBildhauern zu hsuy und Frommen gerissen,durch virgilium Solis, so sein letzterBiß gewesen, und mit deutschen Beimenerklärtdurch H. Gchapper von Vzeumark(194. Dl.). Diese beyden letztgenannten Arbeiten(Ovid und Aesop) sind, das erstre gut, das zweyteartig gezeichnet, und letztres auch ziemlich gutgeschnitten. Eine Folge von 67. Bl. wieder Alt-und Neu-Testamentlicher Geschichten, mit zwey. Titeln: Die Propheten, all Teutsch. D.istlarr.Lurh. und: Das neue Testament D. Marc.Lurh. fol. Franks. 157». also wieder acht Jahrenach Solis Tod; davon 3 o. ganz ohne Zeichen,7. noch, neben dem seinigen, mit einem andern,und I. mit 8. k. signirt. Dreyerley Paßionnach Dürer , von 18. 24. u. 07. Bl. (8. O.).

SolmsrLanbach^

--- Endlich: iV. ^?e«;neri Lmblemsta 4 °- k'rancos., 58 ,. Bey diesen wieder dieselben Figuren, wiebey den oben angeführten Ovidischen Verwand-lungen und Aesopischen Fabeln. Von einzelnenHolzschnitten mit seinem Monogramm führt Barrschdas einzige Blatt der Anbetung der ehernenSchlange an. Lonf. er 6-vmiier. Erstrer

nennt zwey Dildniße mit Solls Monogramm,die wir bey Barrsch nicht gesunden haben: Hans von Kulmbach , Maler in Nürnberg , und JacobBaumann, Wundarzt; letztres schon von , 556 .datirt. Indessen kennt Barrsch noch etwas Frü-heres, welches er zu unsers Künstlers ersten Ar-beiten zählt, nämlich sein: Wappenbüchlein. ZuEhren der Römischen Rais. und Rön. Mas.u. s. w. durch virgili Solls, MalerundBürger zu lJürmberg , 555 . (öi. Bl), nochvon einem trockenen Grabstichel, und das Ganzesehr wenig anziehend in Absicht auf die Kunst.Endlich führt noch ein Verzeichniß meines sei.Vaters (freylich, wie wir glauben, ziemlich un-sicher) von Solls an: Eine H. Familie (nachHeinecke II. 412. die berühmte, die sich in Frank­ reich befindet), bann Psyche's Hochzeit, nach Ra-phael, und: ^eciistviorum antchuorum pro>pec-tu8, nach der Zeichnung von L. Tb. Solichio;dann, ohne andern Namen, als den seinigen:Einen Schweitzermarsch über eine Brücke, dieDildniße der Maler Deham, Valentin und Wohl-gemuth, u. s. f. Lipowsky dann: Ueber die Machtder Liebe, drey Blatter (nicht zu viel!). Endlichkennt Murr (Merkwürbigk. S. 507.), aus derHagenschen Kunstsammlung zu Nürnberg , ein vonihm ,554 gemalres Brustbild Christi. S. auchden gleich vorhergehenden Art. Niklas Solls.

Sollbrig (Johann Gottlob), Miniaturma-ler und Gilhouerteur zu Dresden , geb. zu Ma-rienthal bey Zwickau 176). studirte seit 1784. beyder Akademie zu Dresden , und genoß vorzüglichenUnterricht des Direktors Casanova. Nachdem ersich da gebildet hatte, gieng er nach Danzig ,hielt sich einige Jahre dort auf, und machte alsMiniaturmaler sein Glück. Seit 1794. wählte erDresden zu seinem Aufenthalts - Ort. Lebte nochzu Dresden um 1809. Mensel rJ. R. L.

Solley sei, s. oben Soleysel.

Sollima (Peter), ein geschickter Maler ausMessina , blühere um , 65 o. Derselbe war ein sol-cher Bewunderer von Albrecht Dürer , daß erseine eigne Manier verließ, und diejenige unsresgroßen Deutschen nachahmte, was ihm in kleinenBildern so gut gelang, daß Manches davon fürdie Arbeit des letzter,, verkauft wurde. ö>'n 5 i»»oVite <ls kittori !Vl 688 ine 8 j. ,724.

Solms (F.M. Grafvon)ein Kunstdilettante,der etwa um 1770. in Sachsen lebte. Derselbeetzte (ohne Namen) zu einem Gedichte von 3 .Bogen in kl. Fol. die den Titel tragen: Denkmalder Liebe einer noch herrühren Tochrer, beidem Grabe einer vorrrestichen Murrer, zweyVignetten. Beyde sind von leichter Nadel undangetuscht, und lassen vermuthen, daß Oeftr seinLehrer gewesen sey. Gedachtes findet sich in demVolumen der Kunstliebhaber auf dem Königl.Kupferstichsalon zu Dresden .

- - Laub ach (Christian«, Grafinvon).In der öffentlichen Ausstellung der Kunstwerkeder Academie zu Cassel 178,. deren Ehrenmitgliedsie war, fand man dieser Dame eignes Bildniß,von ihr in Profil in roth und schwarzer Kreidegezeichnet, welches wegen der Sauberkeit undniedlichen Ausführung mit Recht bewundert wurde.Meusel Misc. X. Heft, S. 25 ,. Nach ihrgestochen hat Chodowiecki das Bildniß des Ge-heimden Raths und Professors zu Gießen, An-dreas Böhm, zum TX VH. B. der A. O. Bibl.Sie lebte noch ,8us.