Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1675
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Solon.

Solm« (Reinhard, Graf von). Dieser Herrgab: Lurzer Auszug und Ueberschlag, einenBau anzustellen und in ein Regiment undOrdnung zu bringen, mir denen so daraufmit aller Arbeit seyn würden. Cölln i 556 . fol.s. Scheid el's Einleit. zur mathemar.-cherkennrniß I. 120. In i 563 . trat von ihmauch zu Frankfurt eine Schrift über den Adel infol. ans Licht.

* Solon. Von diesem alten Stempelschneiderkennt man, mit seinem Namen bezeichnet: Diormedes, der das Palladium bewahrt, zweymal;einmal stehend, dann sitzend, letztem in erhobenerArbeit, Und fast um ein Drittheil kleiner, als derin vertiefter Arbeit von Dioscorides, sonst dem,selben ähnlich; einst im Besitz« des Grafen vonMaurepas. Dann den Kopf des Mecänas, mehr-mals ; wie z. B. im Cabinet Riccardi zu Florenz ,und in demjenigen des Königs von Neapel (einenGlasfluß des letztem besaß der Baron Stosch).Das Fragment einer Victoria, die den Ochsentobtet, mit diesem Namen, schenkte der KardinalAlbani dem Abt Winkelmann. Einen Medusen-köpf im Kabinet Ludovist, und einen andern be-rühmten im Kabinet Strozzi (doch nicht von s»hoher Schönheit, als ein ähnlicher im gleichenKabinet, und ein dritter im Kabinet Farnese zuNeapel ). Den unsrigen auf einem Chalcedonier,der durch die Ungeschicklichkeit eines Anticagliersmitten entzwey gieng, kaufte früherhin der Kar-dinal Albani für 5 . Zecchini, und verkaufte ihnwieder für 100. Scudi. Auch kennt man zweyCopien davon, eine sehr schöne von Carl Con-stanzi, einst im Besitze des Kardinals von Polig-nac, und eine zweyte kleinere, ebenfalls gute, vonMad. Preißler. Die erstre, gleich dem Urbildauf einen Calcedon von derselben Farbe gegraben,soll mehr als einen Halbkenner betrogen haben.Einen stehnden Cupido auf einem Carniol, beymSenator Cerretani zu Florenz ; eine Bacchantin,Paste, bey Stosch (Schweikart hat sie gestochen);«inen Kopf des Hercules (en Face) mit Lorbeergekrönt; Kopf eines trunkenen Fauns; Kopf derLivia Noch bemerken wir, daß Einige die Me<cänasköpfe unsers Künstlers, wegen seinem beyge-setzten Namen, für Solons-Köpfe genommen, cie

Sokvyns (F.Balthasar) geb. zu Antwerpen ,ein Schüler von Vincent. Bey einem i 5 . Jahrelangen Aufenthalt in Bengalen, dessen Veran-laßung uns unbekannt ist, hatte er schon zu Cal-cutta Skizzen von den Sitten, Gewohnheiten,Ceremonien , u. s. f. der Indus, nach seiner eige-nen Zeichnung, mit einem kurzen englischen undfranzösischen Texte ans Licht gestellt, wovon spä-terhin auch eine schlechte Copie in London erschie-nen war. Seither kehrte er wieder nach Frankreich zurück, und fieng 1806. an, ein größeres Werk(ies kiincions, c»u «iescription 6e jeurs moours,coutumes» ceremonies, costurnes ücc.) in 4«Folio-Banden, welche 262.00» ihm selbst geetzte,dann mit dem Grabstichel vollendete und nachher col.Blätter enthielten, ebenfalls mit einer summarischenErklärung in franz. engl. und deutscher Sprachezu liefern, wovon monatlich 2. Hefte, jedes zu 6.Blättern um den Subscriptionspreiß von 3 V. L.erscheinen, somit das Ganze (42. Hefte) 1612.L. kosten sollte. Diese Arbeit wurde von demNational-Institut zu Paris eigens untersucht, undsehr preiswürdig gefunden, Genauer heißt

es dann von ihm bey Fiorillo (V. 72Z. und72930 ), vörderst, daß derselbe schon an den :^ntiquities ok Inciin, Xll. Viexv» kram tkeärsvvinA» ok 7 V«. Ocrmell. tsken in tke ztears1790. » 1793. koi. als Zeichner mitgearbeitethabe, was dann von einem andern (W.) Daniel!

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mit großem Fleiß gestochen und illuminkrt wurde.Dann spricht er von seinem Anfangs erwähntenfrühern, in Calcutta selber erschienenen: tkeLostume ok Hlinioostsn eluciäateci kzr I.X.coioureä Lngrsvingz vritk Oescriptions inLnßlisk et krenck, tslren in tke z-enrs 1798.»1799. b/ Sattüara»- ok Oalcutts 40. und

nennt solches bereits ein großes, kostbares Werk,das von ihm dem Präsidenten und den Directorendes Ostindischen Hauses gewiedmet wurde, und:Eine Frucht der von Wellesley gestifteten, miteiner Zeichenfchule begleiteten Universität zu Fort- William , welche 70,000. Pf. St. jährlichen Un-terhalts kostete, und aber, zur ewigen Schandeder Nabobs von England, in i 8 o 5 . wieder auf-gehoben wurde". Was die Ausführung der Plat-ten in jenem Werke betreffe, so seyen dieselbenvon Scott flüchtig geetzt; daher man eine Präci-sion in der Zeichnung, besonders der Arme undFüße nicht fodern dürfe. Allein die Hauptsachesey die Treue und Schönheit, womit die Costume'su. s. f. selbst, in Farben ausgeführt sind. Bey denmeisten Figuren ist der Hintergrund eine kleineindische Landschaft, aus den Gegenden, wo sie zuHause sind, kunstreich angebracht, u. s. f. Dasspätere größere Werk dann erschien (wie nun auSFiorillo zu erhellen scheint) anfangs, und zwarschon 1800. ebenfalls Englisch , unter dem, mitdem neuen Französischen vollkommen übereinstim-menden Titel: Ikke Ijinlloos, or vesrriptiou»ok tkeir msnners, costums» ceremooies üce.«irntvn krom nsture in öen^nl smi erigrsve«!in LLH.II. ?lstes, b/ Lattüarar ä'o/vM-. kol.so daß das nunmehr zu Paris erscheinende, unser-Wissens noch unvollendete, bloß eine (wohl aus-gesonnene) Benutzung der kostbaren frübern Un-ternehmung seyn mag. Eine gehaltvolle Anzeigedieses Werks, was zumal den schriftstellerische«Werth desselben betrift, von L Langles findetsich im Französ. Momreur vom 5 . Nov. 1809.und deutsch im Tübing. Morgenbl. 1810. S.569. u. ff. Ueber sein artistisches Verdienst dannheißt es dort: »Man wird H. Solvyns nichtstreitig machen, die erste malerische, originaleund authentische Sammlung über Indien ausge-arbeitet zu haben, die noch je in Europa erschie-nen ist. Auch können wir nicht unbemerkt lassen,daß diese Unternehmung, im umgekehrten Verhält-nisse zu andern dieser Art, in ihrem Fortgang«immer vollkommner wird."

Sonr (Ludwig), ein Kupferstecher, lebte umden Anfang des XVIII Jahrhunderts, vielleichtzn Lindau . In des Joh. Gaupp mechanischerSonnenuhrkunst steht man (mittelmäßige) Blättervon ihm, zum Theil nach eigner Zeichnung.

Somebody ( ). Ein solcher soll den Tod

des General Wolfe , nach West, in Quartformat gestochen haben.

* Somer auch Someren und Somme-re» (Johann van), Maler, Kupferstecher inSchwarzkunst, und Kupferetzer, geb. in Holland um 1640. wahrscheinlich von der Familie derKünstler van Someren. Von ihm führen RostVI. sko. und die Kataloge von Brandes undVl'nkier an, von Geschichte: Die drey Engel er-scheinen dem Abraham, nach P. Lastman; denEngel, der Hagar die Quelle zeigt, ohne Namendes Malers (1676.), malerisch geetzt und selten *),und Christus heilt den Lahmen, nach du Jardin.Von Gattungsblättern: Drey Bauern in derSchenke, nach I. Both; eine Tabagie nach Osta­ de ; ein holländisches Conzert, nach D. Teniers ;den Mann der eine Pfeife stopft, nach Terburg,mit einer jungen Frau zur Seite, die ihm zutrinken reicht, malerisch geetzt und selten. Ferner,

*) Der Kntalog von Pnignon-Dijouvnl nennt vollends sechs von ihm (-« 75 - 77 .) selbst gerbte Blätter nacheigener Erfindung: Die Engel führen Loth ans Sodoma ; Abraham, von den Engeln be'ucvt; Haaar, rom Engel getröstet; Jacob ringt mit dem Engel; der Engel mit dem jungen Tobias: der Engel, der den Elia-«e»l. Noch hat erwähnter Katalog von ihm rwey Blätter: Einen Christ»- im Gebet, und: Den Vergolde«l« seiner Werkstatt«, die mit: lec. bezeichnet sind.