Sorbi.
Keilwerke aus, womit er aber so geheimnißvollverfuhr, daß ihm bey der Ausprägung wederFrau noch Kinder, geschweige sonst jemand, zu-sehen durfte. „Und ist endlich", heißt es weiterbeym Tenzel, „nach dessen Tode in Magdeburg ,(wonach es scheint, als ob er hier verstarb) „seinKeilwerk daselbst an einen Hufschmied verkauftund verschmiedet worden, weilen selbiges niemandmehr zu gebrauchen gewußt", als der bekannteN)ectnurh r (s. unken dessen Artikel), der aberdamals den Besitz desselben nicht erlangen konnte.Ueber diese Maschinen vergl. E. E. Dürr in künf-tigen Nachtragen.
'* Sorbi (Johann). Nach ihm hat F. M.Visconti ein Blatt: Den H. Joseph von Leoneßa,Kapuziner, und Nicl. Billy die Carmeliterin, RosaMaria Serio gestochen.
Sorbolini (Joseph). Nach der Zeichnungeines solchen soll Cajet. Vascellini das Bildniß desDaniel Ricciarelli, genannt da Vollerm, in Fol.gestochen haben.
* Sorch oder Sorgues , s. Zorg im Lex.und künftigen Nachtragen.
Sordino, s. oben Jac. Alex. Calvi .
Sordo (Johann del), VNone von pisa ge-nannt, ein eben nicht ganz verächtlicher Malerdes XVIl. Jahrhunderts, der sich jedoch besseraufs Coloriren als aufs Erfinden verstand, wirdauf diese Weise von Lanzi (Lll. terr. I. 258 .)kurz angeführt.
* — — da Sestri, f. Travi.
Soreau (Daniel). So nennt der wmk-lersche Katalog einen uns sonst ganz unbekanntenFlandrischen Maler, der zu Anfang des XVll.Jahrhunderts in Hainaut geblühcc habe, und nachwelchem er ein von Joh. Jener gestochenes Blattanführt, das den im Gefängniß enthaupteten St.Johann, und Herodias mit dessen Kopf in derSchüßel darstellt.
* Sorell s. Scooreel.
* Sorell« (Simon), s. auch den Art. Ui-lelmo de Grandl in den gegenwärtigen Zusätzen.
* Sorello (Michel), geb. in Spanien umi/i 5 . (wohl früher). Derselbe wußte sich dieManier seines Meisters, Jacob Frey, sehr gutzu eigen zu machen. Rost IV. 162. Dort undanderswo werden, nebst den Blättern nach Ra-phaelö Tapeten, und nach der Zeichnung von Ma-ratti, Coroi u. s f. von ihm angeführt: Ein Tsttelblatt zu dem: DlcmoloAlum Orrecorum (diesschon 1726.) nach S- Conca, vielleicht dasselbe,was anderwerts: Der Lahme am Teich heißt,nach einem Gemälde in der großen Spitthalskirchevon St. Maria della Scala zu Siena ; die Geburtund die Reinigung nach Coroi; eine Verkündi-gung, und St. Peter, zum Oberhaupt der Kircheerklärt, nach Marakti; St. Cajetan , nach derStatüe C. Monaldi's in St. Peter; eine Aufer-stehung, die Jünger von Emaus, Christus alsGärtner, der Kapuziner St. Seraphim von Ascoli (rxäo.); eine Verkündigung, nach F. del Castro;ein Feuerwerk an St. Peter und Pauls Tage zuRom , und einige Blätter in das HcrkulanischeAlterthums-Werk (1767— 61.), so wie in dieBildniße - Sammlung der Gallerie von Florenz .Heinecke (Idee p. big.) nennt ihn irrig tJicolo.Ein Bildniß Ludwig XV. en Medaillon (großesBlatt) kennt man von ihm, mit 17ZZ. datirt.
Sorg (Anton) zu Augsburg 2477 ; HeinrichRnoblochzer in Gtraßburg I ',77.; Leonkard Hol!in Ulm r/chä.; Bartholomägs (öhoran in Lübeck 1488. ; Martin Schorr in Straßburg 1488.; HansSchönsperger in Augspurg (welcher von KaiserMaximilian l. zum Drucke des Tbeuerdanks be-rufen wurde) 1488. Ferner die Gebrübere Jo-
Sorka. rkgi
hann und Günther Zainer (die ersten welche Bü-cher in deutscher Sprache druckten, und auch di«Schriften verbesserten), Johann in UlmGünrher in Augsburg 2471.; Johann Baemkeroder Boemler in Augspurg 1470.; Anton Ao-berger (der auch zu Lyon eine Druckerey hielt),in Nürnberg 2473. und endlich Ludwig Hohen-rvang in Nürnberg > 477 - Alle diese benenntBreirkopfs Geschichte derSchreibekunft,herausgegeben von Roch S. 169. rc. als Buch,drucker, die ihre Werke mit Holzschnitten auszuzie-ren pflegten, und von denen zu vermuthen stände,daß sie die Formschneiderey selbst ausgeübt hätten.
Sorg (C C. F.), geb. zu Leipzig , und Schü-ler der dafigen Kunstakademie in der Architektur.Auf der Dresdner -Ausstellung 2806. sah man vonihm eine Kopie nach Weinlig: Die perspektivischeAnsicht eines Gartengebäudes.
* — — (H. a. K. H. M). So heißt in einemunsrer Verzeichnisse ein Künstler, nach welchemMatham, dann in Covien P. van Gunst, und H.Bar», in F. de Witt's Verlage, alle drey das Bild-niß des Arminianischen Goktesgelehrten, Simon Episcopius , und A. Blooteling in C. de Jonghe'SVerlag dasjenige des Vice-Admirals Cornel deWith gestochen haben. Auch der Catalog vonpaignon-Dijonval nennt diesen H. Sorg, alsholländischen Tildnißmaler, um 2665. Ob nichtdarunten Zorg, Heinrich Rockes genannt, dürfteverstanden seyn? S. auch den gleich ff. Art.
— — (M.), Maler in Holland , wo er gegender Mitte des XVII Jahrhunderts blühte (viel-leicht der vorige). Nach ihm hat Matham denBischof Simon in groß 4°. gestochen; dieses Bl.hat P. v. Gunst kopirt.
Sorgen frey (Andreas), Bau-und Maurer-meister zu Wittenberg , wo seiner 1579. gedachtwird.
Sorges (Gottfried), wird im FrorirendenLeipzig , als ein dortiger Maler, um 2740.angeführt.
* S 0 ri oder S 0 rdi (Peter). Nicht nachRom , sondern nach Venedig war es, wohin seinSchwiegervater Oassignano ihn führte. „Erbe-fließ sich dann" (heißt es bey Lanzi Lci. rerr. I.355 — 56 . V. 3i2.) „dessen Manier, die man eineMischung der Florentinischen und Venetianischennennen möchte, und zwar so sehr, daß man sieeben so schwer unterscheiden, als einem vor demandern den Vorzug geben konnte. So schnellarbeitete er freylich nicht, wie sein Schwiegerva-ter; dafür aber hatte er ein dauerhafteres Colorit,und vielleicht eine graziösere Zeichnung Die St.Bastians-Bruderschaft zu Siena , welche von denbeßten Arbeiten ihrer Mitbürger damaliger Zeitauszuweisen hat, besitzt ebenfalls eines seiner Bil-der. Sonst findet man in seiner Vaterstadt We-niges von ihm; denn meist hielt er sich zu Florenz und in andern Städten von Toscana auf; dorttrift man an jedem bedeutenden Orte auf Probenseines leichten und anmuthigen Pinsels; ganz be-sonders im Dome zu Pisa in einem großen Bilde,welches die Einweihung dieser Kirche, und in einemandern, das den Streit Christus mit den Lehrern,mit sehr schöner Architektur-und andrer Staffi-rung nach Caliari's Weise darstellt. Anderes dannin der Karkhause zu Pisa , und in Genua , wo erebenfalls eine geraume Zeit verweilte, und dortUnterricht gab". Nach Einigen st er 60 (nicht66.) I. alt 1622. Sein Bildniß, nach ihm selbst,in der Gallerie zu Florenz hat P. A. Pazzi ge-stochen.
Sdria (Franz), wird in: Koma modern»p 45. als ein mit dem nachfolgenden Joh. Bap-tist Goria gleichzeitiger Baumeister angeführt.Derselbe gab die Zeichnung zu der Hauptpforttdes Vatikanischen Pallastes.