»6Z2 Soria.
* Soria (Johann Baptist)/ geb. r 58 i. Vonihm (heißt es be» MlllZia, L6. ter?. Ii. i 85 .)ist zu Rom die Facade der Kirche dclla Viktoria,welche derjenigen von St. Susanns ähnlich, d. h.eben so fehlerhaft ist. Eben so die von St- Carldc' Cawnari. Das größte Verdienst von beydenist ihre Größe, der Reichthum.des dabey gebrauch-ten Travertins und der Sculpturen. An Et.Gregorio in Monte Celio dann, wo die Facadeund der Porticus (dessen auch das Lex. gedenkt)ebenfalls von ihm sind, ist die erstre gemein; dieletztre von zwey Ordnungen, mit gewohnten Miß-brauchen, übrigens aber schlank und elegant, wo-zu ihm die Lage auf dem geräumiges Rücken desMonte Celio sehr behülflich war. Die dazu füh-rende Stiege ist groß, aber unbequem. Das Son-derbarste indessen ist, daß diese Faqade bloß zueinem mit Bogengängen umgebenen Dorhofe leitet,und die wirkliche Kirche erst im Hintergründe steht;d. h: daß die schöne Lage derselben bey Weitemnicht benutzt ist, wie sie es seyn konnte. Auch beydem Porticus von St. Grisogno, und an der KircheSt. Catharina de Siena, zeigte dieser Künstler nichtviel mehr Genie. Dieser Architekt (sagt eine uns-rer neuern Notizzen) gab mehrere architektonischeBücher seines Lehrmeisters lMonrani ans Licht.In demjenigen, was betitelt ist: 8cielta 6i varii^empietti sntickn findet sich das Bildniß desHerausgebers mit der Umschrift: Aoa,r»e§ Vax-
üomanus. s. Xlckl. in Me-
daillon, von Hieron. David zu Rom gestochen.In dem: Dswernaeoli cliversi ist das Blatt N".4. von Soria selbst erfunden, gezeichnet, undebenfalls von David gestochen. Dann sieht manin dem durch Joh. Jac. de Rubeis 1684. zu Rom herausgegebnen Werke: Insiz;nium Korns: Dem-xlorurn prospectus, groß Fol. auf dem fünfzig-sten Blatte eine Baute unsers Soria von einemUngenannten gestochen. Diese Baute ist benennt:kacies exterria 8. Laroti, vul^o acl Lattina-rios k. ?. Larusbitarurn.
* Soriani (Carl), Maler von Pavia , blü-hete im XVII. Säc. Derselbe ist im Auslandeminder, als er es verdiente, bekannt. Sein schonim Lex. angeführtes Altarblatt soll ein graziösesBild in der Manier des Sojaro seyn. LanziL6. terx. IV. 254 - Irgendwo finden wir auchein von ihm selbst geetztes Blatt: St Joseph,angezeigt.
— — (Niclaus), ein in 1499. verstorbenerMaler, den man für einen Cremoneser, und, alsmütterlicher Oheim des Garofalo, für den erstenLehrer desselben hält. /.ansi Lä. terr:. V. 24Z. ,
Soria no (Johann Ruiz), ein spanischerMaler, geb. zu la Higuera de Aracena 1701. legtesich auf die Nachahmung des Don Alonso Mi-guel de Tobar zu Sevilla , und hatte sich durchzahlreiche Bilder in seinem Vaterlande hervorge-than. Indessen fehlte es ihm, wie seine Arbeitenim Kloster Et. Francesco daselbst beweisen, angründlichen Vorkenntniffen und einem gefälligenColorite. Auch seine Compositionen sind aus Ku-pferstichen entlehnt. Er starb 1760. FiorilloIV. 4 « 5 .
* Soriau (Daniel und Peter). Peter heißtbey Hüsgen (N. A. S. 2Z0.) Sohn eines Ma-lers und Baumeisters von Neu-Hanau. NachGandrare malte er zu Frankfurt um 1676. Bild-nisse, Blumen, Früchte u. s. f. »Ich habe" (fährtdann Hüsgen fort) »dergleichen von ihm gese-hen, die ihm Ehre machen, und wo besonders dastodte Federvieh der Natur so ähnlich war, daßes Jedermann bewundern mußte."
Gorieux ( ). Von einem Kupferstecher
dieses Namens, der vermuthlich zu Paris um 1800.lebte, kennen wir ein Blatt: Mars, nach Raphael(Paris ckes Dessari) in einer Art punktirten Ma-nier schlecht gearbeitet.
Sosirates.
Sorin ( ). Von einem uns sonst ganz
unbekannten Kupferstecher dieses Namens wirdirgendwo ein gutes Bildniß des Canonicus P. Cl.de la Forest, nach der Zeichnung von L. Herluysvnvon Troyes (cle Dro^es) genannt, den wir ebenso wenig kennen.
* Soriro (Johann Baptist), der Kupferste-cher. Drlandi führt ihn genau in 1621. an.
Gornique (Dominicus), Stecher mit derNadel und dem Grabstichel. Rost VIII. 192 u.a. geben seine Geburt wohl irrig in 1722. an.Dort heißt es von ihm: »Derselbe führte seinInstrument mit vieler Leichtigkeit und Einsicht."Dann wird daselbst und anderswo von ihm ge-nannt, von Geschichtlichem: Jo, in die schlafend»Diana verwandelt, nach A. Allegri; eine Madon-na, Statüe, nach E. Bouchardon ; der verwan-delte Actäon , »ach Boulogne ; der Sabinerinnen-Raub, nach L. Giordano (aus der Dresdner-Gal-lerie), dies nach seinem Tode von Beauvarletvollendet; der junge Symphonist (a. d. die Kopf-putzmacherin, nach Jeurat; die Freuden der Ta-backsgesellschaft, nach Teniers . Dann ohne an-dern Namen, als den seinigen: Die Wucherinn,und der schwimmende Amor; Allerley Geschicht-liches, für irgend ein historisches Werk, nachHumblot u. s. f. Ferner für die: Oranlle 6sleriells Versgilles (1722.) nach le Brnn; dann andie 2». Bildnisse nach Dumee, van Eisen (fürdie Vies lies peiutres von Descamps), H.Holbein, G. Kneller, Desmarees, Mignard,Nanteuil, H. Rigaud, Roußel, P. Schenk, Sout-mann, und Vivien; wir glauben, die meisten fürOdieuvre's Verlag. Lonk. Lstal. «le
6 cc. Gandellini nennt nochvon ihm das Titelblatt zu Rousseau's : Oiscourssur l'ori§ine äcc. <Ie l'IneZslite 6 re. 175g. alsodrey Jahre nach des Künstlers oben angegebnemTode.
Sorokin (Jephim). So heißt bey FiorilloR. S- II- 172. um 1794. ein Eleve der Kunsta-kademie zu St. Petersburg (in welcher Gattungwird nicht bemerkt), der bey der Exhibition deSgemeldten Jahrs, nebst mehr Andern, die göldneMedaille erhielt. Neueres von ihm ist uns nichtbekannt.
Sorrel ( ). Ingenieur der französischen
Kolonien, gab (karis an XI. 180Z.) eine Kartevon StDomingo, die in den AUgem. Geograph.Ephemeriden gelobt wird. ,
Sorres (Christoph) ein Feldmesser, Malerund Baumeister von Verona ; arbeitete zu Venedig um 1280. S. den Art. vielmo de Grands.
Sorrini (C-). So heißt irgendwo, ganzohne Weiteres, ein Maler, nach welchem I. Ok-taviani 1767. ein Bildniß des Sk. Joh. FranciscaFremiot gestochen habe.
* Sosocles. Sein Medusenkopf, von wel-chem das Lex. spricht (im Besitze des EnglischenGrafen von Carlisle), soll sehr tief geschnitten,und in neuern Tagen durch Abdrücke geschädigtworden seyn.
* Sostrates, lebte Zoo. I. a. n. L. Mili-zia (K<I. terx. I. 62.) nennt ihn den berühmtestenBaumeister des Alterthums, und von dem KönigePtolomäus Philadelphus so geliebt, daß er einFreund und Günstling desselben genannt wurde.Dann bemerkt er, daß Lucrari von einem Kriegs-baumeister Sostrares spreche, der, gerade umge-kehrt, gegen den erwähnten Fürsten gedient, seineArmee zugrundgerichtet, und Memphis zur Ue-bergabe, ohne weiter« Angriff, bloß dadurch ge-zwungen, daß er den gewohnten Lauf des Nilsabzulenken gewußt habe; und frägt dann (scharf-sinniger, als man beym ersten Anschein denkenmöchte): „Dürften nicht diese beyden Künstlerdenn doch Einer und Derselbe seyn"? Wie dem