Soufflot.
jene Reise mit dem Marquis von Marigny in Ita lien war, welche Lochen in drey Octavbanden be-schrieben hat, die bekanntlich so viel scharfsinnige,aber auch so vieletheils flüchtige, theils schiefe Be-merkungen in sich fassen. Auf dieser Reise maß undzeichnete Soufflor die Ruinen von Poestum. Womögen diese Zeichnungen hingerathen seyn? SeinKunstkabiuct, wovon sich ein gedruckter Katalog fin-det, wurde bald nach seinem Tode versteigert. Ge-stochen nach ihm kennt man den (wahrscheinlich obenin der Anmerkung genannten: plsn er Llevatwr»äs ls pshsäe äs PDötel-DIsu s D^on von F.Blondei (1748.)— Pecneil äs plusieurs Partiesä'Arsüitssturs en 200. teulll. von G. M. Dumont,Und: Vr»e st sierspsetive äs l'Dxterieur äs l'D§-liss äs 8t. Oenevieve, äeäiee snx Nsnes äs1'^rekitecte von Ebendemselb. — klau äs In msmsL^lise, nach Desboeufs Zeichnung cj. Bl. S.auchden Art. Desboeufs in den gegenwärtigen Zusä-tzen. — Eben diese Kirche von C. Bellicard in 6. Bl.—Ebendieselbe in den Volkes pittorssques äs lskrsnse. Ebenfalls Bellicard die Wechselbank zuLyon . Dann von Ungenannten, oder gar vonihm selbst: lVIouumeus ä'^rclntectnre konisineL Ü. Bl.); Däitices äsns !s /sräia äu iUarquisäs lVlsnsrä (4- Bl.)> psllaäium, svec äeuxxsrtiss äu Llistesu äs ls Uns äs l'^rirre sec.(Z. Bl.); Ulan äs plusieurs snAmentstions,smplitications st embslllssemsns äs- ls Vllleäs U^on. S. auch perrenor in den gegenwär-tigen Zusätzen. Wie sehr dieser Künstler die so-genannte Gothische Baukunst nach ihrem wahrenWerthe zu schätzen gewußt, und zu dem Endealle Eathedralcn Frankreichs untersucht habe, be-merkt, neben Andern», Daliawap 1 . /»». Zehn Hand-zeichnungen von ihm besaß noch »81». daS Ca-binet päignon-Dijonval zu Paris , wovon 9.die Aufrisse, Spaccaten u. s. f. seiner Kirche St.Genevieve, und einer einen Triumphbogen zu Eh-ren Ludwigs X V. enthielten. Vortrefliche Bemer-kungen über jene Kirche, in wie fern nämlich S.bey ihrer Erbauung noch dem Geschmacke seinerZeit gehuldigt habe, was ihr, namentlich auchin Absicht auf die Sicherung ihrer Dauer nochfehle, u. s. f. finden sich bey Lands»». (Annal.X. (»9-72.)
Soufflot ( ), der jüngere, oder der
Römer. So heißt in den blouvslles äes Hrts1801. (l. 1H7) ebenfalls ein Baumeister zu Pa ris , Neffe des Obigen (M-c.), von welchem dorteine in »/8b. gefertigte Baute des Hotel Montho-lou auf dem Boulevard Montmartre angeführtwird, deren Aufriß sich im XII. Hefte von Araffr'splann äs8 plus bellss msisons äs Paris befin-det. Anderes und zumal Neueres indessen ist unsnicht von ihm bekannt; und schon der Hlmsnsckäes Psaux-Hrts 1802. nennt ihn unter den da-mals, wenigstens zu Paris lebenden Architektennicht mehr.
Soulavie ( ). So heißt im -Umsnssl»
äs Eornmeres i8ll. ganz ohne Weiteres, eindamals zu PariS lebender Maler.
— — ( ), der junge. Und so in
Landon's Xouvelles äes Hots von 180Z. (III.180.) ein Ingenieur-Geographe zu Paris , vonwelchem sich im XIX. Hefte der i-listoirs äs l»Vis äs Zssus-Llirist des P. de Ligny eine Kartevon Palästina mit einem Plan von Jerusalem be-findet. Ob derselbe noch lebe, ist uns unbekannt.
Sourches (Marquis von). So nennt Ba-st»,1 (b)ä. sec. 1789.) einen damals wahrscheinlichnoch lebenden Kunstliebhaber, welcher Verschiede-nes nach St. della Delta gestochen habe.
Soutmann. 1685
* Sourlay (Hieronymns). Fiorillo II).rgi. nennt ihn Philipp Hieronpmus, und sagtkurz von ihm: „Er machte brave historische Bil-der.'' Nach ihm gestochen haben: Ein Anony-mus, in F. Poilly's Verlage, ohne Souriay'sNamen, ein großes schönes Blatt: St. FranzLaver, in Anschauung des Kreuzes entzückt, umihn her allerhand Nationen; was späterhin, ingleichem Verlage, unvollständig und schlechter er-schien ; Tardieu ein kleines Oktavblatt zu irgendeinem Werke: 8t. Pierre sazrsnt äs käme; deBoßu (vielleicht das Original des gleich Borge,nannten) ein: Domlne» qncrvsäis? Edelink eineMadonna, die den Schleyer von» Kinde hebt:Lxo äilscto meo; und Picart: Jesus , das Kreutzauf den Schultern, erscheint dem Petrus — wohlwieder das: Domineöcc. Eine kleine Handzeich-nung von ihm (Kind auf einer Muschel) besaßnoch i8r„. das Kabi'net Paignon - Dijonval zuParis .
Gousa (Franz Anton de), erscheint in demportugiesischen Staatskalender von » 8 o 5 . HIms-nsck äo Xnno äs » 8 o 5 . Diskos. 16".) als Bau-meister an der Patriarchalkirche zu Lissabon .
Sourer (Adrian). So heißt irgendwo einuns sonst ganz unbekannter Maler, nach welchemI. van Velde etwas dort ebenfalls Ungenanntesgestochen habe.
— — ( ). Und so im iLImsnssl» äs
Lommercs i8n. ohne Weiteres, ein damals zuParis lebender Graveur in Metallen.
Sourmann (J>). Von einem Stecher diesesNamens, den der Catalog von paignon-Dijon-val von p. Sourmann ausdrücklich unterschei-det, »ind der doch wohl kein Anderer als dieserist, nennt gedachtes Verzeichniß z. B. eine Dar-stellung Christi vor dem Volke, nach Caravaggio (die nämliche, welche auch Basan nach diesemBilde, in neuern Tagen im Kabinet Brühl gesto-chen hat), dann mehrere, nach Rubens besonders,welche doch offenkundig p. Sourmanns berühmteArbeiten sind.
— — (Peter), Maler, Kupferetzer und Ste-cher, geb. um i 58 o. „Seine Stiche" (heißt esbey wareler und Rost) „sind stark vorradirt;indessen ist seine Nadel mager, und seine Taillen,wenn man sie einzeln ansieht, haben wenig Ver-dienst. Oft sind sie unordentlich; oft scheint ihreAnordnung und ihre Wahl gegen die Kunsttheoriezu sey»; aber ihr reizendes Ganzes bringt Blatter hervor, die nicht ohne Verdienst sind, und (be-sonders) das Weiche des Fleisches und das Ko-lorit des Meisters anzeigen, »ach dem sie gemachtsind. Mit den nämlichen Vorzügen und den näm-lichen Fehlern hat er auch mit dem bloßen Grab-stichel gearbeitet; welche Art er aber wählte, hater sich immerhin als Meister gezeigt; und seineManier ist durch die bessern seiner Schüler, wievan Sompel, Suyderhoef, I. Louys u. a. nochverbessert worden." Seine Blätter datiren sichvon 1626—20. Er war auch Kunstverleger, we-nigstens desjenigen, was er durch seine Schülerstechen ließ. Bildnisse von ihm selbst gestochen,kennt man nur wenige; wie z. B Joh. Wolffert,Dynasre von Brederode, und dessen Gattin nachG. van Honthorst ; nach Rubens den ErzherzogMaximilian von Oestreich. Dann aber Geschicht-liches, vornehmlich eben auch nach Rubens (Ba-st»,» zufolge).- Die Niederlage der Armee desGennachcrib durch den Würgengel (schön undsehr selten»; den wunderbaren Fischzug; Christusgiebt Peter die Schlüssel (von Rubens nach Ra-phael gezeichnet); eben so das Abendmal (vonRubens »ach dem berühmten Bilde des da Vinci*),
*) Dieses nennt Füßli I. >r. ein merkwürdiges, in guten Drücken seltenes, und alsdann theuer bezahltes (n"9"' hohes, und 59 i", s'" breites) Blatt,, und nu>»l darüber treffliche Bemerkungen, wie der Zeichnersowohl als der Stecher solches —Der»rubensel habe. Nach cSaiidcllini dann mangeln in diesem Blatt (demer ke-nerley anderes Verdienst als ein schönes Helldunkel »ugesrehen will) die Füße der Avostel, welche, wiees scheint, schon vor RubenF Zeiten, bey Gelegenheit einer Erweiterung der Thüre zum Refektvrw (Freß-saql) der Dominikaner wären verdorben worden. Noch bemerken wir bevlaustg, daß Eandellin» an, namll»
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