Band 
Zweyter Theil [3].
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1686
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1VZ5 Souville.

ohne des Stechers Namen; einen Christ am Kreutze:Olamsus vocs lilg^ns (in schönen Drücken, dieseltenste von allen diesen Vorstellungen nach Ru­ bens ); Christus im Grabe, nachwerts von Wit-towek aufgestochen, um dem Blatte mehr Nachdruckzu geben; den Stur; der Verdammten (nicht mitdein Fall der gefallnen Engeln zu verwechseln);denn in unserm Blatte" (bemerkt derscharf-sichtige Bastrn),finden sich auchWeider"!Dies (seltene) Blatt, versteht sich, unaufgesto-chen, vor der Adresse von Ph. Douttals*). Fer-ner : Die Weihe eines Bischofs ; einen Proserpinen-Raub (vorder Adresse von de Wit); Venus aufden Wellen (sehr selten); den trunkenen Eilen;den Großsultan oder seinen Vezier, an der Spitzedes Heeres; und endlich zwey Löwen-zwey Eber-eine Wolfs-und eine Crokovill-und Hjppotamus-Jagd (lauter schöne, und zum Theil seltene Blat-ter) **). Von allen diesen Arbeiten nach Rubens bemerken wir noch überhaupt, daß solche nicht alledas wirkliche: sculps. sondern viele bloß das(gezeichnet) und exc. von Gourinannkragen. Noch nennt dann von ihm Rost V. 271.St. Francisc vor einem Crucifixe nach Cara-vaggio, und'eine schlafende Venus nach Titian (sie liegt vor uns, verfiammandert, uno in denUmrissen sehr hart ^). Ferner ein Verzeichnißmeines sel. Vaters: Die Gefangennehmung imGarten, nach einer Zeichnung von van Dyck(geetzt)-f-s-); St. Fraucisc, der das Kind Jesuaus den Handen der H. Jungfrau empfangt, nachW. Kocbergcr; endlich von Meistern, nach denener gestochen hat, hier ohne Benennung der Blatter:

A. Elzheimer, I. van Eyck, A. Gccbber, L vanLeyden, und Moro. Nach ihm hinwieder gesto-chen haben: Dasan, A. van der Does, I. C.Francois, N. Gaillard, I. Louis, Matham, P.vanSompcl, D. Sornique, I. Suyderhvef, vaudc Velde und C. Visscher, unsers Wissens lauterBildnisse. Diejenigen von Basa», Francois,Gaillard und Sornique Copieu nach der erstge-nannten dieser Reihen. Visscher's: Die Heiligenvon Flandern (19. Bl.), welche wir anderwerts(wahrscheinlich dasselbe) mit: Lvöques äcs pu/s-bas 2i. Bl. rubrizirt finden, u. s. f.

Souville ( ). So heißt bey Frorillo V. 458 .ganz ohne Weiteres, ein Malerin England unterder Regierung Carls I. S. auch den gleich ff. Art.

( ). Nach einem solchen (ob etwa

nach dem Obigen?) kennen wir ein Blatt ausdem Telemach, wie nämlich dieser und Meurordas Königreich Creta ausschlagcn und den Ari-stodemus krönen lassen. Jacob de Favanne hatsolches in kl. /so. geetzt.

Souze ( ). So nennt der Catalog von

Oaignoii-Dijonval einen Englischen Bildnißma-ler um i 65 o. nach welchem ei» Ungenannter (oderEr selbst) dasjenige von Wilhelm Sanderson (soc.68.) in kleinem Oval gestochen habe.

Sowerby (Jacob), ein Maler in London ,der sich auch einige Zeit zu Paris aufhielt, und,heißt es 1794., schon langst als ein fleißiger undvorzüglich geschickter Blumenmaler bekannt ist.Romer's neues botanisches Magazin (Zürich

B. I. 1794. 8°. S. ibä. i 65 . 226. 2^6.) nenntfolgende Kupferwerke die er selbst herausgab: 1 'beklorist's Oelißht. bouckon 1791. st- Lol. jedeNummer I2. Shell.: /Lri ess/ Introckuctiori to

<ben Orte allerley sonst wenig Bekanntes über die

gezogenen Kopien beybringt.

Soye.

OrannriA Flowers socoröinZ to I^sturs qu. 4^.

mit 6. Kpfr. schwarz 2. Sh- bunt Sh ; Ln§-lish Koran / London 1790. st. 8 °. wovon vieleHefte erschienen, welche anfangs mit 3 . Oktav-kupfern, zu r. Sh., dann mit 6. Oktavkupf., zu2. Sh. 6. Pence und endlich mit 12. Kupfert. zu 5 .Sh. verkauft wurden. Ooloursck siZures ok Ln§-lisk ssunxi. 2. Vol. m.2/,0. Kpf. (boncl. 1796. u. 97.kol.). Jedes dieser Werke bringt unserm KünstlerEhre; für sein Meisterstück aber, und was kühnlichden Arbeiten eines Ehret an die Seite gestellt werdenkönnte, hielt man 1794. die von dem großen Botani-ker I. E- Smith herausgegebnen Icones pickwplantarum rariorum (bonck. 1790. st. kol, maj.).Hier findet man die seltensten und schönsten Pflanzen,deren kolorirte Abbildungen ein besonder großesFormat erfordern; die anderen erschienen in klei-nerm Formate, mit dem Titel: 6 leAninZ 5 ok Ko­ ran/ , jedes Heft mit 12. Kupf. 10. Sh - 6. Den.Sonst zeichnete er auch, nebst andern Künstlernmehr, zu John Lighrfoor's biora 8 cokic».honllol, 1777. 2. Theile 80. gestochen von P. Ma-zell, und zu l'Herltier's 8 tirpesovss aut mi-nus coAnitse, Paris 1780. ss- gr. fol. Noch heißtes irgendwo 1801., daß seitdem Mackenzie gestor-ben wäre, er den Stich (selbst?) von Gibrhorp's:flora grosca besorge; wovon indessen die ersteLieferung erst in 1806. nach der Zeichnung vonFerdinand Bauer, erschienen war. Das Ganze(hieß es damals) sollte, nach 10,000. Zeichnun-gen, 20. Foliobande ausmachen. Als Zusatz zugegenwärtigem Artikel giebt uns noch einer unsrerFreunde die Anzeige von : 8 pecimen c>f Ichs

Kotsn/ os dls'?/-tlollani!, b/ A. 8 )-rit/i^tlis fi^ures b/ Aames (l.oncl. 179Z.

st. 7,°.). Um dieselbe Zeit erschien auch, in Hef-ten. jedes mit 4. ausgemalten Kupfern, heraus-gegeben: Aooloz;/ os blsvr-blollunck b/ 6 .Küars-,' tks ii^urss bv Aa»r. gr. 4 °.

Von ihm heißt es endlich auch im Tubing.Morgenbl- 1807. S. 724. Er wolle eine neuevermehrte Auflage seines botanischen Zeichenbuchsgeben. Auch beschäftige er sich mit einer neuenStuffenleiter der Farben (8caia «chronisch»).Bey dem Industrie - Komptoir zu Weimar erschien1797 - gr. 4. Pr. 9. Gr. Jac. Sowerby'sbotanisches Zeichenbuch, oder leichter Unter-richt, Blumen richtig nach der zClarur zu zeich-nen, mit 2. illuminirt. Kupfertafeln.

* Soye (Philipp), lat. 8sricus. 8ericius,8irceus. 8/ticus, (die zwey letzten Namen wohlsicher bloße Verhunzung), geb. um i 558 . Zeitge-nosse und, zu gleicher Zeit wo Ph. Lhomaßin, Schü-ler von C. Cork, der sich, wie dieser sein Meisterzu Rom niederließ. Von seinem Leben, sogar vonseinem Geburtsland« weiß man nichts; doch mochteer entweder Niederländer, oder noch wahrschein-licher Franzose seyn. Immerhin werden seineBlatter geschätzt, und verdieuen's. Er arbeitetemit breitem Stichel, aber minder correkt alsCork . Nach I. Strurr soll von ihm 1068. zuRom eine Folge Bildnisse aller Papste vom I.20/,. an, erschienen seyn. (Eine andre unsrerNotizzen nennt eines von Pius V. mit i 566 . da-tirt). Indessen macht gedachter Schriftsteller ausunserm Künstler (wohl unrichtig) zweye, wovoner den einen eben Sericius und den andern Soye(8o;ur>) nennt. RoftV 1Z6 58 . Dort werdenvon ihm angeführt: Ein Silentium, und Christus

von diesem klassischen Bilde in ältern und neuern Tagen

*) Füßli IV. 14545. beschreibt es sehr gut.

"*) Diese lehtre und eine der LLwenjagden beschreibt Füßli IV. > 95 97 - und 199.

f) Füßll III. 65. nennt dieses, in guten Drücken seltene Blatt nicht eben eine Venus, aber sonstein den Ti-riauischen Liebesgölstnen ähnliches liegendes nacktes Frauenzimmer, das auch Strange zwar richtiger gezeichnet,übrigens aber in seinem Stiche minder feines Gefühl für die Wirkung des Lichts und Helldunkels und fürdie charackteristische Darstellung des Fleisches gezeigt habe." Wir nehmen deswegen unser Urtheil im Tcrtekeineswegs zurück. Ist es wohl dieses Blatt, welches Gandeümi eine Dause nennt, die den Baker derGötter in Gestalt eines güldenen Regens in ihren Schooß aufnimmt?

ff) ktllßlr IV. L-n. beschreibt es.