Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1688
JPEG-Download
 

-688 Spada.

Umriß I. c. II. 8486.). Gestochen nach unsermKünstler kennt man, neben dem Erwähnten, einzig:Seinen St. Dominic , von I. M. Metelli, in oenIconibus öcmoniensium plctorum öcc. kolo^na

sol. 167z. Dann Ebendasselbe von I. Wagner(dieses letztem schönstes Blatt); dann das (lustige)Wunder St. Benedikl's, von I. M. Giovanni,in dem Werke: II LIaustro <u 8t. Nickel« inLosco, külsAn» sol. 1696. *), und endlich (dasmöchten wir wohl sehen!) sein und Campugnano'sBildniß auf Einer Tafel,,von P. A. Pazzi. Dannin neuern Tagen den erwähnten Martyrertod St.Christophs in Filhol's Nusss Napoleon, N°.218. hier mit der Bemerkung, daß dieses Bildaus der Gallerie zu Modena herrühre, und zuseinem Beßten gehöre, was er noch als Zöglingder Carracci gemalt, ehe er zur Nachahmung desCaravaggio übergieng. Weiter in dem ersten Heftevon Gaulr de St. Germain: I^es passions et ssleur Expression den Schrecken, aus seinem(ehemals Dominichin zugeschriebenen) Bau vomTroja, gezeichnet und gestochen von le Mirc undTassaert.

* Spada (Valerius). Derselbe (heißt esbey GandeUlni) war ein wackerer Miniaturzeich,ner mit der Feder, sehr geschickt im Erfinden, undaller Gattung Charackter auszudrücken. Nach St,della Bella eyte er sechs Blätter, welche mit:Ralletto, ä'Invenrione äi §t. st. Zellarubrizirt,und historirt sind. In andern seiner Blätter findensich Assen, Bären u. s. f.

Spaendonck (Cornelius van), ein Bruderdes nachfolgenden Künstlers, der mit demselbenin gleicher Gattung arbeitete. Fl'onllo III. 64*.Arbeiten von ihm fand man schon in dem Museespecial de Versailles i8o3. AImsn. stes keaux-Arts 180Z. p. 56. Dann seither auf dem Salondes I. XIII. für Wahrheit und reiche Harmoniesehr gerühmte (Xouv. stes Art« IV. 62.) undin neuern Tagen noch auf denjenigen von 1806.und 1808.

(Gerard van), ein Holländer, geb.zu Tilbourg 1746. lernte die Kunst zu Antwerpen .Alsdann gieng er, um seine Studien fortzusetzen,in 176g. nach Paris , wo er sich vorzüglich aufdie Pflanzen-Blumen-und Früchtemalerey legte,in 1773. zum Mitglied der Königlichen Akademie,und 1774. an die Stelle der Madame Basseporte zum Zeichner des Botanischen Gartens zu Paris erkiest wurde. In seinem Diplom führte er zwarnur den unbestimmten Titel eines Königlichen Mi-niaturmalers, erhielt aber, nach der neuen Orga,nisation des Museums, zugleich die Würde einesProfessors der Ikonographie, dessen Pflicht esist, die Jugend in der Nachahmung aller Artennaturhistorischer Gegenstände zu üben. Auch heißtes irgendwo ausdrücklich:Unter seiner Aufsichtarbeiteten i. I. i8o3. die geübtem Zeichner imJardin des Plantes ", und eben so späterhin (1806.)die Zeichner zu F. Peron's Entdeckungsreise nachden Ländern des Südpols. Die zahlreichen Werkedieses Künstlers befinden sich theils in den Handender Liebhaber, theils in dem Musee special zuVersailles , wo man Einiges von ihm sieht, dasdem Schönsten von Huysum gleich kömmt. Einsolches Bild besaß auch von ihm der SenatorNhode von Lübeck , das in Hinsicht der Composi-tion sogar die Arbeiten des letztem übertreffensoll. Auch hat er es dahin gebracht, Blumen undFrüchte in Pastell glühend, saftreich, und in ihrerganzen Pracht darzustellen. Daß er in neuernLagen auch eine Stelle im Institut der schönenKünste erhielt, kann man sich denken. Nach ihmgestochen hat le Grand: kleurs stessinees ri'sprssnatuie ä I'usaAs lies Faunes »rtistes, stes sle-vcs stcs scolss ventrale« st stss stessinateursstes m-niufactursL. 6r. in Toi. wovon die Lies

Spart.

fernng 6 . Livr. kostete- S. Hecastr eM'omx/stg«»An IX. Ventose p. 453. Fiorillo III, 54142.Gerühmte Arbeiten von ihm sah man noch aufden Pariser-Salons 1808. und 10. Im Alms-nack lies lleaux'Arts i8o3. erscheinen die bey-den Gebrüder van Spaendonck unter der Rub-rik der Blumen-und Slill-Lebenmaler, als deraltere und der jüngere. Ein Aufsatz in Meu-sel's Arch. II. (s.) iZv. nennt Cornelius aus,drücklich den jüngern und Schüler von Gerard.In 1811. finden wir im Almanach ste Lommercenur noch einen dieser Bruder, als (wenigstens zuParis ) lebend, wir glauben den ältern.

Gpaet oder Spaerh (Balthasar), geb. zuMannheim 1776. wiedmete sich den Wissenschaf-ten, und in der Folge dem geistlichen Stande.Eine große Neigung zur Zeichenkunst bewog ihn,dieselbe in früher Jugend zu lernen; und unterAnleitung des Gallerie - Diccdirectors Dörnermachte er darin bald solche Fortschritte, daß ersehr artig in Miniatur Bildnisse u. A, malte. Soz. B. Copieen nach G. Reni und Tikian; dannvon Bildnissen diejenigen der Gattin seines Leh-rers, des Herzogs Carl Theodor , u. s. f. DerLitteratur-und BunstanzeiSer (München , beyGiel) enthalt von ihm schätzbare Aufsätze überKunst und Kunstwerke. Um 1810. lebte er zuMünchen als Hofmeister beym Königl. Oberhof ,marschall, Freyherm von Gohr. Liporvsky.

(El.). So soll ein Kupferstecher heißen,der den H. Cajeran, welcher aus den Händen derMaria das Jesuskind empfängt, in 4°. gestochenhabe.

* Spaerh oder Gpaerr, auchSpoerr (Franz Taver, Franz Joseph oderauch Joseph Taver), Kupferetzer, geboren zuMünchen und Hofkupferstecher daselbst, wo erum 1710. schon arbeitete. Derselbe wurde frühernach Frankreich und Italien gesandt, um sich dortmehr auszubilden. HeinecTe.I. 120. nennt ihnden ersten Lehrer yon Joseph Wagner , der ihmVieles zu verdanken hatte. Nach I. Vivien kenntman von ihm mehrere Bildnisse, wie z. B. CarlAlberts, Prinzen von Bayern , des Barons F. I.von Unertl, und des Kupferstechers G. Edeliük(1708.) wahrscheinlich während seines Aufent-halts in Frankreich , s. v. F. I. Spoerr; danneines des Reichsgrafen M. C. von Lowenstein- Wertheim nach I. A. Wolf, welches, nebst demdes Prinzen Albert, vorzüglich gerühmt wird.Ferner als selten diejenigen des Grafen P. I. von Terring in Seefeld/nach I. I. Wellagitsch,und das kleine einer ungenannten Dame, das,nach der artigen Unterschrift: Llsißies istkseeOpus est amoris et artis; kwc aliis ipsam sculp'§it,.ar ills sidl, des Künstlers Geliebte oderGattin vorstellen soll; dieses ohne andern Namenals den seinigen; eben so eines von Kaiser CarlVII. Dann nennt der Katalog von Drnkler vonGeschichtlichem: Den Schutzengel, der eine» Jung,ling den Klauen des Hochmuthleufels u. a. hölli-schen Geister entreißt, wieder nach I. A. Wolf,und den, auf Vermittelung der H. Jungfrau, derErde geschenkten Frieden (!), ein großes allego-risches Blatt, nach G. Bergmüller. Endlich nen,nen einige unsrer handschriftlichen Notizzen (einev. F. I. Gpaerr) drey von ihm in den I.173234. nach F. I. Deich gestochene , mit vie-len Figuren staffirte sehr große historirte Land-schaften, nämlich eine Anbetung der Hirten, dieSammlung des Manna, und die Speisung der5 ooo. Mann, welche ebenfalls zu unsers Künstlersbeßern Arbeiten gezählt werden. Derselbe starbzu München 1735 . Noch führt eine unsrer

Handschriften von ihm eine Mutter der Schmer-zen (ohne andern Namen als den seinigen) alsNachstich an.

-«) Die Zelsina pittrica spricht von einem zubereiteten neuern Werke über dies« Klosterbilder n>oiu Fadri dieBlätter liefern sollte, das aber unsers Wissens nie erschien.