Spät.
Spät (Georg Wilhelm ). So hieß bey Meu-sei l. (1778 ) ein Maler zu Nürnberg , geb. da-selbst 1727. dessen vornehmste Geschicklichkeit imGlasmalen und in Verfertigung der Glaser zuoptischen Maschinen besiehe. Bey Mensel II.aber (1789.) liest man dann kurz: «Ist auszuistreichen
— — (Johann Leonhard), geb. zu Augsburg 1769. befand sich um 1802. als Professor derMathematik, Physik, der Forstwissenschaften undals Bauinspektor bey der Universität zu Mors.Wir bemerken ihn als einen Landkartenzeicher, z,B. von einer Karte des östreichischen Kaiserrhumsund anderer für den Verlag von Schneider undWeigel zu Nürnberg . Unter mehrern Mathematiksehen Schriften, gab er auch eine: Geodäsie,oder Anweisung zum Feldmessen (Nürnberg und Allorf »790. 8°. m. Kupf.) in s. Theilen ausLicht; dann eine: Statik der hölzernen Bo-genbrücken, nach der Ronsiruktion des H,von Viebeking (München und Burghausen gr, 8°. Pr. 21. Gr.)
— — ( ). So heißt bey Men-
sel l. (»778.) ganz ohne Weiteres ein damalslebender Maler zu Bamberg , der Ebendas, II.
(1789.) nicht mehr erscheint.
— — s. unten auch Sperh.
* Spaett, s. gleich oben Gpaet.
Spaggiari (Johann), nicht Gpaggiali(wie es bey Lanzi K8. ter?. I V. üb. durch Druck-fehler heißt) ein Theatermaler von Reggio , ar-beitete seit 1726. in Diensten König August II. inPolen, erhielt von Benedikt XIII . den Titel einesCavaüere aurato und Coiue del sacro Palazzo ebella Corte Lateranense, und st. zu Warschau 1780.Von seinen eigentlichen Arbeiten ist uns dafürnicht das Mindeste bekannt. ?rraboLcür 328—29,
— — (Pellegrin), wahrscheinlich des Obi-ge» Sohn, ebenfalls Theatermaler (mit dem Ti-tel eines solchen am Herzoglichen Hofe zu Modena ),Schüler der Gebrüder Bibiena ; arbeitete in seinemVaterland 1726., und 27. u. 28. zu Mailand ; hierdie Theatervcrzicrungen für die: Oiclone avbsn-ttonrwa. In Modena dann sah man von ihmPlafonds in der Kirche Gt. Darrholomeo, wasnämlich Perspektiv und Verzierungen betraf; ebenso im dortigen Corridore von St. Carl», wo erangefangene YIrdeik von Joseph Dallamano vol-lendete. Mehx indessen z» Reggio , was abermeist beym Nicderreissen einiger Kirchen zugrund-gegangen ist; die Verzierungen des Hochaltarsvon St. Dominico ausgenommen, und den SaalLi Rivaltella, was man für sein Veßtcs hält.Er verließ dann aber Italien , gierig mit demHerzoge von Dendome in Frankreich , und starbdaselbst um 1746. Tn-ai-onür 329. Auch Ber-noullt in seinen Zusätzen zu voikmann sprichtvon jenen Plafonds in St. Bartholomeo zu Mor.dena, mit der weitem Bemerkung, daß die Fi-guren von Iacopino ssonsetri aus Modena her-rühren, aber sehr elend (also gerade wie seinBuch!) seyen. ^
Spagna (Julian), ein Römischer Künstler,wie es scheint hauptsächlich in Bronze - Zierra-then, welchen Don I. B. Crescenz,, Marquis vonTorre um 1619. für die Dienste Philipp III , ausItalien, nebst mehrern Andern, mit sich nach Spa-nien nahm, um den Escurial und andere seinerPalläste mit ihrer Arbeit auszuschmücken. FiorilloIV. 183—84. 27a.
— — * (Peter). Derselbe blühete um i 58 o.nicht 168«. wie das Lex. sagt.
— — (loEin noch älterer Maler diesesNamens, als Obiger. Derselbe wird nun hin-wieder von Einigen für den ersten Lehrer von P.Perugino gehalten. Von ihm sieht man in der
Spaiser. ikgtz
St. Peters-Kirche zu Perugia ein 1433. an dieMauer gemaltes Marienbild.
* Spagnuolo oder Spägna (Johann,Jphann Baptista oder P-tcr Johann), Maler-blüheee um löss. und nach Baldinucci vielleichtnoch länger. Derulbe war einer bör vielen Ul-trgmontancr, welche P. P.rugino in der Kunstunterrichtete. Die meisten derselbe pflanzten seineManier jenseits der Berge fort- Dieser hingegensetzte sich zu Spoleto , wo er sich durch seinenedeln Charackter das Bürgerrecht erwarb, nach-dem neidische Künstler von Perugia ihn dort wegrgebjssen hatten. Zu Spoleto und zu Aßisi hinter-ließ er seine beßten Werke, in welchen man, wievasari bemerkt, das Colorit seines Meisters beßer,als bey keinem seiner Mitschüler wahrnimmt. Soz. B. in einer Kapelle degll Angioli unter Aßist,wo er die Bildnisse der Gefährten von St. Fran-cisc vorstellt, der dort sein Leben beschloß; auchhat wohl keiner aus dieser Schule dergleichenbester gemalt, außer Raphael, mit welchem frey-lich kein Anderer zu vergleichen ist Lanzi L<k.ter?. II. 33 . Fiorillo I V. 63 . Daraus, daß erbey Letzterm angezogen wird, sollte man vermuthen,daß er denn doch auch in Spanien gearbeitet hab?.
* — — s» auch vroom.
* Spähn od Spann (Franz Anton od. An-ton), geb. zu Uttingen in Bayern (nicht zu Augsburg wie das Lex. sagt), lernte die Anfangsgründe derMalerei) bey seinem Vater, und wiedmete sichdann im Kloster Llchingen den Wissenschaften -Allein sein innerer Trieb zur Kunst bewog ihn,sich zu seinem Vetter Franz Anton Krauß (damalszu Maria Einsiedet in der Schweiz ) zu begeben,wo er sich vollends ausbildete, und im Bildniß-malen in Oel und Pastell große Geschicklichkeiterwarb, weswegen er von dem Fürst-Bischof Jo-seph zu Augsburg als Hofmaler angestellt, undin dieser Stadt? anfäßig wrrrde. Liporvskv s. v.Spann, Nach ihm hak ein uns Unbekannter dasBildniß des Go.ktrsgele.brl§n G. A. Michael ge-stochen. Wahrscheinlich ist er auch der Malerdesjenigen vom Arzte I. G- Schaffet zu RegenS«bürg, welches I. E. Hald 1782. in Schwarzknnstgeschabt, und das mit: Hoa» xmx. 1749. be-zeichnet ist.
. — — ( ), des Obigen Vater. S. gleich
Oben.
— — ( ), Franz Anton, Bruder, übte
— — s. gleich unten auch Span.
Spahring (Christian Friedrich), s obenEphraim Benjamin Derrerich. Noch ist unszu bemerken, daß er auch iu Kupfer stach. Wirkennen einen in 1766. nach Heinecken's Zeichnung,gestochenen Grundriß des Gartens zu Alt-Döbern von seiner Hand. Eigentlich schreibt er sich Sparring.
Spaichel (Dalihafar), Roth-und Glocken-gießer zu Wittcnberg, wo -r 161^. und 1620, ge-nannt wird. Man führt ihn auch unter demNamen Spechling auf. Ein Georg Spaichel,Roll)-und Glockengießer von Nürnberg , heirarthete 1610.. zu Wittenberg und st. hier 161Z.
— (Georg), s. den vorstehnden Art.
Spaksex (A.), ein flüchtig abgefaßtes Ver,zeichniß der Gemälde-und Kupfxrstichsammlungder Abtey Et. Blasien nennt einen solchen, unterden Niederländern, ob als Maler oder Kupferste-cher, wird nicht bemerkt. Man findet dasselbe inHirsching's (Zachr. von Gemälderund Ru-pferstichsammlungen V. 72. wo er in dem Haupt-register, Theil VI. auf gut Glück, als Kupferste.cher angezogen ist. Sollte vielleicht Spaiser in