Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1695
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Sperling.

* Sperling (Hieronymus ), geb. i 6 g 5 - a. k>.97. (nicht 92. wie es bey Rost 11 . 55 . beißt, undam Allerwenigsten, wie der leidige Basan L<l.sec. faselt, 1727. zu Prag ) und gest. 1777. Der-selbe verband richtige Zeichnung mit einem schönenGrabstichel, und zeichnete sich besonders in archi-tektonischen Blättern aus. Don ihm nennt Li-porvskp ein großes Feuerwerk zu Turin (1742.).Dann der Katalog von Mmkler, als ein schönesBlatt: Den Medaillon des Herzog Wilhelm V. von Bayern in den Wolken, von zwey Engelngehalten, und derjenige von Brandes 12. allego-rische Blätter über die zwölf Monate, mit denBildnissen des Papstes, und des Kurfürsten vonKolkn. Redendem kennt man von ihm Heiligen -Bilder nach I. W. Baumgartner, und allerleyBildnisse dunkeler Männer nach I. I. Hayd, C.Hecke!, Kenkel, I. M. Schmidt und Spitzel.Hinwieder hat (oder haben) R. et L. nach ihmdasjenige eines G. M. Pceu gestochen. Rost l-e. ss/cc. Dann arbeitete er in die: Oallerie (leslVlrirbrss sntigues llans la Osllerle cle Qrsscien1722. Noch führt eine unsrer Notitzen von ihm6. Quartblatter allegorisch - mythologischer Scenen,nach eigener Zeichnung (in Verlag von Ier. Wöl-fen Erben zu Augsburg ), „mit" (heißt es dort)„ etwas geschmacklosen Einfassungen, so wie ihmüberhaupt Wohl zu viel Ehre geschehe, wenn dasLex. ihn einen der beßten Kupferstecher benenne".

— — (Johann Carl Gottlieb), Sohn einesverabschiedeten Soldaten, geb. zu Dresden 1790.und Schüler von Lindner, Unterlehrer bey derDresdner-Akademie, seit i8oj. Auf der Aus-stellung gedachter Akademie 1806. sah man vonihm eine Zeichnung nach Schenau: Der Knabemit den Käfern.

— — (Johann Christian). Heinecke I. 252.will (besser alö van der Os)erff selbst) wissen,daß nicht Er, sondern Heinrich von Limborchdessen beßter Schüler gewesen sey. Von ihm be-sitzen in Deutschland , unserH Wissens, einzig dieDresdner -Gallerie: Dertumnus und Pomona;dann diejenige von Salzchalum (einst) Venus,die einem Paar sich schnäbelnder Tauben zusieht;im Hintergründe schärft Amor seine Pfeile, bey-des kleine Bilder auf Kupfer; Ebendieselbe, aufHolz, gleichfalls klein, die Weisen aus Morgen-land. Nach ihm gestochen, sind folgende Fürstenaus dem Hause Anspach - Bayreuth: Der Mark-graf Wilhelm Friedrich , nebst dem ErbprinzenCärl Will). Friedrich, in einer Allegorie, auf dergroßen Vetterischen Landkarte des BurggrafthmysNürnberg, dabey auch ein Prospekt und Grundrißder Stadt Anspach, von ihm 1719 erfunden undgezeichnet, und von I. W. Windter gestochen;oben gedachter Markgraf in Form einer Medaille1722. gezeichnet und von Windter zu Bcnj. Neu-kirch's Leichenpred. dieses Fürsten (Onolzbach 1722.)gcetzt. Der Markgraf Christ . Friedrich CarlAlexander sot. 7. von G. Lichtensteger, behuflicheines Anspacher - Beichtbuches gestochen ; undMarkgraf Georg Friedr. Carl, wieder von Windter.Dann: Wilhelmina Fried Freyfrau von Secken-dorf, von Georg Lichtensteger Fol.; Benjam. Neu-kirch, zu seiner deutschen Uebersetzung des Telermach (2.Theile, Anspach 1727. ff. fol.), von GeorgLichtensteger (auch zu dem Text hat SperlingBlätter gezeichnet, die Windter radirte); Joh.Wilhelm dc Lith, von Joh. Balth. Probst. —Schad'« pinacorhekS.22. 27. 4«- 55 . 82.111.»2j. S. auch die beyden gleich ff. Art.

* — — (Joh. Heinrich). So nennen dieKataloge von LDinkler und Brandes irrig denobigen Joh. Christian Sperling, und führendann nach ihm zwey schöne Brustbilder, eines jü-dischen Oberpriesters, und eines Türken im Profil,beyde von I. I. Haid geschabt an.

*— — — — ein Maler zu Hamburg , nachwelchem Joh.Jac. Hayd zu Augsburg , für eignenVerlag, zwey schöne bärtige Köpfe mit Mützen,

Speyrr. ,695

auf Rembrands Akt beleuchtet, in gr. Fol. (wohldie gleich Vorgenannten) geschabt hat. Derselbe istsomit sicher kein Anderer als der Obige, oder viel-mehr, als der vorstehnde Joh. Christ. Sperling.

Sperling (M. L), Zögling der Berliner-Kunstakademie und Maler an der dasigen Porcel-lan, - Fabrik. Auf der Berliner - Ausstellung von1789. ließ er von seiner Arbeit sehen. Die Chro-nik von Berlin IV. i/, 58 . bemerkt bey dieserAnzeige, sehr nichts sagend, „die Farbenmischung„sey eine besondere nothwendige Wissenschaft."

— — ( ), wird, bey irgend einer gleich-

gültigen Gelegenheit, im Jahre 1809. als Raths-mäurermeistcr zu Berlin genannt. L^re.

Sperr (Michael) ein Maler, der, in 1696.die Schwibbogen unter dem Schülerchore derKirche St. Peter und Paul zu Bautzen „fleißig„und künstlich mit Malwerken gezierer." GeorgMilrvo lf's Chronik von Bautzen , von 1608.ein handschriftliches Werk.

Gperrhack (Fr.) Schüler der Akademie zuLeipzig, zeigte auf der Dresdner -Kunstausstellungvon 1805. und 7. Zeichnungen nach Raphael, H.Carracci undPoußin, und auf derjenigen von ,808.eine H. Familie, Kopie in Sepia getuscht. Einanderer G. gebürtig aus Strehla in Sachsen ,ließ eben daselbst 1799.00» seinen Arbeiten sehen.Letzterer mag Eine Person mit dem gleichnamigenMaler seyn, der sich zu Dresden , vorzüglich imStubenausmalcn, auf eine vortheilhafte Art zeigte.Ob dieser aber noch am Leben sey, wissen wirnicht zu bestimmen, da er 18,1. an einer gefähr-lichen Krankheit in gedachter Stadt darnieder lag.

Gperth ( ). Ein solcher (ob als Künstler?)

gab mit dem braven Radirer primavesi, 12. An-sichten von dem Heidelberger-Schlosse, nebst einerkurzen historischen Nachricht (Heidelberg 1804.).Reichard's Passagier, vierte Aufl. S. 1001.

Sperh (Eugenius ). So hieß einst ein Mönchim Kloster St. Gallen in der Schweiz , nach wel-chem Match. Küsset mystische Mönchsvorstellun-gen in Kupfer gebracht hat. Vk/rr.

— — (P.). Ein solcher soll nach I. G.Pforr in Aquatinta, Querfol., einen Bauer zuPferde nebst andern ländlichen Figuren in einerLandschaft geetzt haben.

*— — (P.E.). hieß p. Eugen. Nach ihmsoll auch Barch. Kilian einen Christus der guteHirt, in 4°. gestochen haben.

— — s. oben Speech.

Specner (Christoph), Maler, der in derletztem Hälfte des XVIl. Jahrhunderts (a. 5 .schon um i 6,5 ) zu Leipzig blühte. Folgende Ste-cher haben um 1664 u. s. f. zu Leipzig u. s. f.Bildnisse nach ihm in Kupfer gebracht, als: Christ.Romstedt, I. C> Höckner, Joh. und E. C. Dürr,Joh Reinhold Schildtknecht, I. B Paravicinus«. a. I. Dürr z. B eines von Luther, und desTheologen Christian Lang; Romllett zwey HH.Bürgermeister von Leipzig , eine Frau Joh. Lau-renkia von Adlersheim, u. s. f. Daß Specner zuseiner Zeit in gutem Ansehn stand, scheint darauszu erhellen, weil man ihn auseesah die verstorbenePrinzessin Magdalena Sophia, Tochter des Her-zogs Christian von Sachsen - Merseburg (vonwelchem Fürsten er etwa den Titel als Hofmalertrug), im Sarge (liegend) abzuschildern; welchesGemälde (nebst dem dazu gehörigen, was denverzierten Sarg der Prinzessin vorstellt), dann schonerwähnter Ranstedt in Fol. nach ihm gestochen hat.

Speyer (Georg von), Bürger zu Straßburg ,goß dort in i 5 ig. eine große Glocke von 4 k".Ctnr. die jedoch schon 1221. während einer großenKalte zersprang. Liccerac. des BacholischenDeutscht. IV. St. 4 - S. 47 k.

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