Band 
Zweyter Theil [3].
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1694
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rbyL Spengler.

rühmt / nebst seinem feinen Kunsigeschmack, auchseine gelehrten Kenntnisse., Er war Mitglied derKönigl. Dänischen Societät der Wissenschaften/und mehr anderer auswärtigen gelehrten Gesell-schaften. Dieser geschickte Mann besaß auch einschönes Gemäld-und Naturalienkabinet. Seinesehr vollständige Sammlung von Cvnchilien wurdeschon in i?6-j. von dem Könige angekauft. Einleidlich gestochenes Bildniß desselben hat MenvHaas nach der Zeichnung von Corn. Hoyer (6el.Hakn. 1776.) gefertigt.

Spengler (Wolfgang)/ wahrscheinlich desobigen Joh. Georgs Sohn, übte gleiche Kunst,und lebte noch ih/jo. Von ihm findet man Fen,sterscheiben, die wirklich vortreflich sind. Er hattesehr viel in St. Gallen gearbeitet. Mec.

— — ( ), des obigen Loren; ältester Sohn,

arbeitete, unsers Wissens, in gleicher Kunst, undwar Nachfolger seines Vaters in der Stelle einesKönigl. Kunstkammer - Verwalters.

— — ( ) ebenfalls aus Schaffhausen ge-

bürtig, war 1807. bey seinem Herumwandern zuDresden angekommen, und anerbot fich durch denDresdner-Anzeiger, Jahrg. 1807. S. V 55 .zum Silhouettiren.

Sper ( ). Mit diesem Namen bezeichnet,

besaß H. Achilles Ryhiner in Basel um 1780. einekleine, sehr artige historische Zeichnung.

— s. auch Speer im Lex. und in dengegenwärtigen Zusätzen.

Spera (Clemens), ein Mailändi'scher Malerdes XVIII. Jahrhunderts, Zeitgenoße von Alex.Magnasco, Liffandrino genannte, arbeitete öftersin Gesellschaft dieses letzter». In Gallerien sindseine Perspektive nicht selten. L6. terr.

IV. 257.

* Sperandei oder Sperandeus ( ),einer der beßten Stempelschneider des X V. Jahrh,wie man glaubt gebürtig von Mantua . Seineübrige» Schicksale sind unbekannt; der Nameallein findet sich auf seinen herrlichen, ewigenRuhms würdigen Werken. Von ihm kennt derDerf. der Beitrage Gesch. d. Gchauniün;.a. neuerer seit, an der Spitze der Jen. A.L. Z. 1810. S. Vl—VII. zwey große gegosseneSchaumünzen, die eine (dort abgebildet) auf denHerzog Friedrich von Urbino, die andre (schonim Lex. erwähnte) auf den berühmten Rechtsleh-rer Alex. Tartagni von Jmola. Von der erster»beißt es I. c. „Hier sind, möchte man sagen,die Schranken zwischen Kunst und Leben nieder-geworfen; die Nase scheint Athem einzuziehen,der Mund sich bewegen zu wollen; die Wangewahrhaftiges, hautüberzogenes, weiches Fleisch,die Rüstung hingegen starr und steif zu seyn, vonwelcher sich aber die Filzmütze oder Baret wiederdurch etwas verschiedenen Charakter unterschei-det; und dieses Alles ganz ohne Anmassung, ohnemühselig pünktelnden, glättenden Fleiß, mit leich-ter, unbedingt den Stoff beherrschender Meister-hand. Da der Revers ungefähr denselben Ge-genstand , wie derjenige des Medaglione auf Sirgism. Malatesta von V. Pisano (s. oben dessenArt.) enthält, so kann diese Rückseite uns zurVergleichung der beyden Meister dienen. Kunst-fertigkeit, Verhältnisse und Formen sowohl, alsdas Malerische im Geschmack, haben von derZeit des Pisano bis auf Gperandeus (d. i. etwain Zv. I.) sehr beträchtlich zugenommen. Aufder zweyten der genannten Schaumünzen ist dasBildniß des Tartagni ebenfalls wahrhaft geistreichund mit reinem Natursinne aufgefaßt; dann aberder Merkur auf dem Reverse etwas mager ge-zeichnet, so daß man leicht gewahr wird, daßunser Künstler mehr dir Natur als den Styl derAntike nachzuahmen getrachtet. Noch kennt manvon ihm zwey andre solcher Medaglione; das eineauf P. B. Avogari bey Moehsen (Berl.

S p e r l.

Medagl. Samml. S 97. und 107. gut abge-bildet; das zweyte auf Camilla Sfortia de Ar-ragonia, Wittwe des 1482. verstorbenen Const.Sfortia, dessen in Hauschi ld's BeytragenG. 862. Erwähnung geschiehet. An einem andernOrt liest man von jenem Schaustück auf Tartagni(etwas blöde): Dasselbe sey von Meßing , demAnsehn und der Zeit nach ein Guß, folglich Roth-oder Goldschmieds - Arbeit, jedoch—sehr sauber.Und bey Moehsen I. c. S. 102. heißt es (auswelcher Quelle ist uns unbekannt), Sperandeisey eigentlich Maler gewesen.

Speranza (Franz). Ein Maler dieses Na-mens wird, ganz ohne Weiteres, in: Romamo-äerun p. 60. angeführt.

*— — (Johann), aus dem Vicentinischengebürtig. Man kennt von ihm einiges Geschätztes,wenn schon eben nicht von starker Färbung. Aufeinem seiner Bilder liest man: Ao.

6s (was etwa ein Weiler in gedach-

tem Gebiet seyn mochte), me pinxit.

*— — (Joh. Baptist). Dieser, noch dazujung verstorbene Künstler war einer der beßtenFreskanten, den Rom zu seiner Zeit besaß. Wennman seine Arbeiten in St. Augustin , St. Loren;in Lucina u. s. f. betrachtet, siehet man bald, daßdie Epoche der Zuccheri vorüber, und eine bessereeingetreten war. L6. terr. II. 174. V. ro 5 .

- — (Stephan), des Obigen Bruder,welcher im Lex. unter dem Art. desselben erscheint.Eine Abbildung des von Bernini und ihm gemein-schaftlich verfertigten Grabmals der Gräfin Ma-thildis findet sich, von H. Frezza gestochen, inBonannCs. Ü. 'Q V- p. 88.

Sperber (Hans), ein Maler welcher 1617.oder 18. die von dem Zittauer -Tischlermeister Bar-tholomäus Seifferr neu verfertigte, getäfelteDecke der H. Dreyfaltigkeitskirche zu Zittau ,sauber ausmalte. Larpzov's: bssto-

rum 2ittavien8um (das. 1716. Fol.) S. 125.

Sperco (Carl), studierte um 1798. auf derDresdner -Akademie unter Schenau und Klengel.Nachgehends arbeitete er bey dem BataillenmalerHeß und dem Kupferstecher Günther; bey ersteremmalte er in Gouache, bey letzterm radirte er Land,schaften in Contouren, die jedoch selten mit seinemNamen bezeichnet wurden. Mehreres an Land-schaften, was man auf den Dresdner -Ausstellun-gen von ihm sah, erhielt des Kolorits wegeneinigen Beyfall. Sperco wurde zu Dresden ,von Eltern italiänischer Abkunft (sein Vater waraber kein Künstler) gebohren, zu Warschau erzo-gen und dann wieder nach Dresden versetzt. Ein-getretener Augenschwäche wegen, gerieth er jedochin dürftige Umstände, und sah sich um 1807. ge-nöthigt, Dresden zu verlassen und als Kammer-diener in Dienste eines Hr. von Fran^ois zu treten,auf dessen Gute zu Niemegk bey Wittenberg inSachsen er auch noch 1810., damals 3 -j. Jahralt, am Leben war.

Sperges (Freyherr von). Ein solcher (obselbst ausübender Künstler, ist uns unbekannt),war um 1788. Präsident der Akademie der bilden-den Künste zu Wien , und erhielt damals eineGehalts-Zulage von fl. 1000. Meu sel's Mus.IV. 97.

Gperl (Johann). Don einem solchen sollman, nicht allzu große, fleißig mit der Feder aus-gearbeitete Handzeichnungen, z. B. Figuren, Kon-zerte, rc. antreffen. Vielleicht ist Sperl nur eineAbkürzung von Sperling; oder sollte in Sportgeschrieben seyn. Vielleicht ist er auch derjenigeGperl, der, ohne Vornamen, in dem wür-rembergijchen Adreßbandbuch auf 1768.als Ober-Blaumaler bey der Herzogl. Fayence-Fabrik zu Ludwigsburg vorkömmt.