Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1701
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Spintharus.

* Sp > nthLrus. Nach Milizia ( L6. terr!.I. i819.) blühcte dieser Baumeister 55 o. (a. b./M.) ». X. L. Derselbe war es bekanntlich, derden ursprünglich von Trophonius und Agamedeserrichteten, dann aber den abgebrannten Tempeldes Apollo zu Delphi wieder neu erbaute. Spä-hin setzte der Architekt Theodor aus pbociennoch die kleine Kupole auf diese berühmte Baute,aus welcher Nero an die 5 oo. Bildsäulen vonGottheiten und berühmten Männern weggeraubthatte, und welche, neben andern Merkwürdigkei-ten, auch die Aussprüche der Amphyktionen undder sieben Weisen Griechenlands, im Vorhofe,zum allgemeinen Volksunterricht enthielt; wiez. B. das güldene:Kenne dich selbst und An-dere!" das:Nichts zu viel"! und so viel An-deres, was so Wenige befolgen.

Spinringen ( ). Von einem Kupferste-

cher dieses Namens kennt man sechs FolioblätterStudien von Pferdeköpfen, nach der Natur ge-zeichnet von Wolmars. OatsloAue st«

Oifo-rva/.

* Spinrker, s. Splinther.

* Sp«' nrucc 1 (Jacob). So nennt Gandel-lini den Jakob Spinrhusius des Lexicons.-Ob irrig oder besser, als dieser, ist uns unbe-kannt.

* Spirinx (Franz). Nach einer für denGroßadmiral von England, Grafen von Nottin-ham verfertigten Zeichmmg von C- Vroom kannteman von ihm eine Tapete, welche die glorreiche Niederlage der Spanischen Armada in i 588 .schildert, die man noch gegenwärtig im Hauseder Lords bewundert. Pine hat sie in Kupfergestochen. Eine Beschreibung derselben s. in Oent-loniiin's äla^ssins P. I^XX. ?. II. x. 624. vomI. 1800. FioriUo V. 2 fr. Dann nennt eineunsrer Handschriften von ihm das zwar nur mit-telmäßig gearbeitete, aber charakteristische Bild-uiß des Jesuiten Theophilus Maynandus, ohnewcitern Namen, als den feinigen.

* (Ludwig). Ein Verzeichniß meinessel. Vaters führt von ihm ein Zwanzig BildnisseHeller und dunkler Französischer Männer undFrauen (Franz de la Mvkhe le Bayer, Mariade Valence, kille pleuse, u. s. f) an, welche ervon ib 53 63 . ohne andern Namen als den (ei-nigen gestochen hat. Dann (wohl für irgend einhistorisches Werk): le Luc ste I.orrsiue preisle serment ste üstelite ä houis XIII. en itiHi.S. auch oben den Art. F. Mills. Theils nochein Bildniß von ihm (des Arztes C. Hofmann)zu dessen Institution. IVIest. 40. I>u^stuni 16/, 5 .Baldingers M Mag. für Aerzre I. 339.)theils die Titelvlgnette in A. Novari's: Hxio-inat. ?h^ 8 . 1 'keol. I^ußst. 644 - fol. (dieseebenfalls von einem Spirinx gestochen) führt ei-nen unsrer Freunde auf die Vermuthung, dasLex. hätte seinen Ludwig vielmehr von Lyon alsvon Dijon benennen sollen. Auch von Geschicht-lichem kennt man von ihm ein großes Blatt:MartyrtodSt.Sebastians,nach einem AltargemäldeIoh. van Aachen in der Michaelskirche zu Mün­ chen das nämliche, was auch Ioh. Müller ge-stochen hat) ohne andern Namen, als den unsersStechers.

* s. auch Spierings.

* Spirito oder Spirit (Monsu). AuchG. Tasnier Hai nach einem Gemälde des Spirit,oder vielmehr nach einer durch I. B. Branbildavon entnommenen Zeichnung, die Margarethavon Savoyen, Herzogin von P»rn,a, zu Pferde,und auf der Jagd, in Fol. gestochen.

Sp»'tra (August Friedrich Wilhelm), ein Kon-dukteur und Feldmesser zu Berlin um ; 8 oo. wirdin dem Berliner-Adreßkalendec erwähnt.

Spo erl. 170»

* Spitzel (Gabriel). Von ihm selbst, oderfeiner Ehefrau, geb. Corvinu«, nach eigenenUrbildern in Schwarzkunst geschabt, kennt manz. B. die Bildnisse von P. I. Crophius, demRathsmann, I. C. Hertius, dem Augsburger-Kausmann I. B. Gullmann, dem Grafen F. G.A. von Wolfstein . Hinwieder haben nach ihmgestochen und geschabt ein 5 n. Bildnisse meist dun-keler Männer: M- G. Crophius, Degmair, Sich-ler, P. G- Harder, I. I. Haid (des Künstlerseigenes), vornehmlich, D- Herz, I. I Klein-schmied, I. G. Nagger, G. Pfau;, I. A. Pfef-fel, B. Probst, Salmusmüller, A. Scheller, H.Sperling, Sysang und G. A. Wolfgang.

Spitzer (Johann), Maler, geboren zu Prag 1711. lernce die Kunst bey Franz Dominik Bar-bieri, einem Italiener der sich einige Zeit zu Prag aufhielt, und studirte dann drey Jahre auf derAkademie zu Wien . Nachdem er daselbst hinlän-liche Geschicklichkeit im Bildniß und in dem Ge-schichtsfache erlangt hatte, giena er in seine Va-terstadt zurück, wo er sowohl in Oel als in Frescoarbeitete, 1770. Oberältester der dasigen Maler,gilde in der Neustadt wurde, und 1774. starb.N. Bibl. d. Schön. Wissenschaften, Tb. XX.2. S. 287.

Spitznaß (Carl). Von einem solchen sahman auf der Stuttgarter -Kunstausstellung 1812.Figuren und Anderes aus metallischer Kompositionsowohl als aus Holz. Tlksc.

Spline (I). Ein Gantkatalog will, daßein solcher, nach Salom. Coningh, ein todtes Kind,an dessen Bette die weinende Mutter sitzt, nebstmehreren herzukommenden Personen, in kl. Fol.gestochen habe.

Spiitrorf (Johann Ludwig), war 1764. inDiensten des Landgrafen von Hessen-Cassel , In-genieur und Baudirektor zu Rheinfels. H essen-Cassel . Staars - und Adreßkal. auf 1764»

* Sp 0 ede (I. I.). Der: vo^en 6es?sln-tres, den I. Guclard, nicht Guerard, wie esim Lexikon auch nicht R GaiUard, wie esin gegenwärtigen Zusätzen s. v. Bolureau heißt,nach seiner Zeichnung gestochen hat, stellt nichtSpoede selber, sondern eben einen QuidamBolureau vor. Spoede war auch Kunsthänd-ler. Tlfrc. tzandzeichnungen von ihm besaß noch1810. H. Paignon-Dijonval zu Paris . So z. B.Fortuna, auf einem von Soldaten bewachten Faßesitzend, nebenbei) ein Besoffener und ein Schwein;dann Pierrot, der mit einem Mädchen schön thut,beyde in rother Kreide; endlich sieben akademischeStudien a la Sanguine, mit 1742, 43 . ».datirt. Der Katalog gedachten Kabinets nenntihn, als in 1740. zu Antwerpen blühend. S. un-ten auch Spoude.

Spoendonck, s. oben Spaendonck /

Spoerer (Jacob), ein Jubelier um 160a.Leider (für ihn!) kennen wir ihn nur aus demTitel des folgenden Buches: Mördliche uner-hörte Tbar Jacob Spörer's Jubilirersv.Antorff, an einem Bürger von Frankfurt a. M- begangen, und des Tbarers Exeku-tion iko 5 . 4 °.

Gp 0 ering (H. D) In den 1744 - zu Stock­ holm in 4°. erschienenen Akte» der Königl. So-cietät der Wissenschaften zn Upsal trifft man,zu einer dort von ihm gelieferten Anatomischen Abhandlung, eigenhändig von ihm nach der Naturgezeichnete und von E. Geringius gestochene Ge-genstände an. ^

Spoerl (Conrad, zwey Hanse, und Jobst),Künstler von Nürnberg . Conrad, Steinmetz,geo. 1^4. gest. 1617. Hans, Steinmetz daselbst,geb. ih2 «. st. 1682. Ein anderer Hans, Werk-meister der Steinmetzen, geb. i6iö. st. 1679,

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