Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1702
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i^or (L-poett.

Dieser führte > 656 . eine Hauptreparatur an derKirche St. Sebald in seiner Geburtssiadt aus.will'« Nürnberg . Münzbel. I. »97. Jobst,Formschneider und Briefmaler, geb. » 583 . st. > 665 .Christ führt sein Monogramm S. 276. an Allediese Künstler sind unS nicht durch ihre Werke,sondern bloß durch ihre Bildnisse bekannt.

* Spoerr (F. I.), s. imLex. u. oben: FranzLaver, und Franz Joseph Spaer, Spaerhoder Spaerr.

Spofforrh (R. wohl Robert), ein Kupfer-stecher zu London um 1690. Derselbe etzte, nebstandern Künstlern mehr, zu:taFrapüra (I.onllon 1691. 4°.)

Spohn (Heinrich). Ein solcher lernte aufder Kunstschule zu Magdeburg 1811. die Archi-tektur.

Spohr (Jacob), Juwelier von Frankfurt a.Main , gebürtig aus Antwerpen . Derselbe wurdei 6 o 5 . räuberischer Weise zu Halle in Sachsen er-mordet, und des bey sich habenden Reichthumsan Kleinodien und Juwelen beraubt.

Spoier, oder Gpolerti (Peter Loren;),Maler, geboren zu Finale im Genuesischen »68o.und gest. »726. Derselbe war Schüler von Do-minicas Piola. Seine größte Kunst bestand darin,zu Madrid die Bilder von Murillo und Titian zucopiren;- eben so diejenigen andrer großen Mei-ster, »ach Kupferstichen, die er dann in vergrös-sertem Maaßstabe bisweilen wunderschön wiedergab. So z. B. kenne man von ihm zwey großeBilder im Chor der Kirche St. Blastus seinerGeburtsstadt, deren eines die Verklarung nachRaphael, das zweyte die Himmelfahrt Maria»ach Rubens darstellt. In Werken von eigenerErfindung hingegen that er sich nie besonders her-vor. Dafür soll er an den Spanischen und Por-tugiesischen Höfen trefliche Bildnisse geliefert ha-ben. ^a»r:r L6. tsr2. V. 34 g. /kattr.

* Spolverin» (Hilarius Mercanki), vonParma, st. 77. I. alt 1734. Derselbe war eingeschickter Schüler von dem Brescianer FranzMonti, und gleich diesem vornämlich durch seineBataillenstücke berühmt; ja noch mehr, als seinMeister, so daß man ob nach der Wahrheit,oder übertrieben ? zu sagen pflegte: Wenn LssionrisSoldaten drohen, so todten Spolverinis seine.Eben so schrecklich, und dafür geschätzt, warenandere von ihm gemalte Mordsceneu, so wie erüberhaupt allen seinen Darstellungen durch lebhaf-ten Ausdruck einen besondern Reit; zu ertheilenwußte. Meist arbeitete er für den Herzog Franz,dann aber auch in Oel und Fresco größer« Werkein der Hauptkirche, in der Carlhause, u. a. w.in der Stadt und dem Herzogthume Parma ,/.an?» Lst. terL. IV. m. Fiorillo II- 68586. Noch vernehmen wir bey diesem letztem vonihm, daß er die Pferde gemalt habe, worauf dieHerzoge von Este zu sitzen pflegten, so wie mandiese Bilder noch jetzt in der Citadelle zu Piacenza finde. Von seinen schönsten Werken sollen sichzu Buffetts im Pallaste Pallaviciui finden.

Sponeck (Graf von). Ein solcher lehrt ge-genwärtig auf irgend einer deutscher Akademie(aufwelcher, ist uns leider! entfallen), nebst Na-turgeschichte der Dierfüßigen und Vogel, und ebenso auch der praktischen Forstwissenschaft (diesemit besonderer Rücksicht auf Jägerey) auch dasZeichnen von Pflanzen und Vögeln. Oeffenrl.tZachrichren.

* Spooner (C.). Derselbe hieß ssarl, geb.um 1720. blühend zu Dublin und London um1760. und gestorben an letzterm Ort 1767. RostIX. 189190. Don ihm werden dort, und ineinem Verzeichnisse meines sei. Vaters, .urhrereBildnisse, aber nicht vorzüglich berühmter Män-ner, nach T. Adams, F. Cotes, I. Meyer, I.

>L> p r a n g e r.

van Nost, Rcmbrandt, u. besonders nach Reynoldsangeführt; nach letzterm zwey bey Brandes schöngenannte des Herzogs von Cumberland, undGeorge Keppel's. Dann Garrik, in der Rolledes Königes Lear, nach Houston . Ferners ver-schiedene Gattnngsblatter, nach I. H. Benwell,Mercier, wieder Rembrandt , G. Schalken undD. Tcniers. Endlich zwey mythologische Blätter:Diana und Actaon, nach P. Burchet, und: Erdeund Wasser, nach R. Pyle.

Sporck (Hans), ein Steinmetz zu Zwickau ,verfertigte für die Catharinenkirche daselbst, » 538 .die Kanzel. Schmidt sshron. von Zwrckau,Th. I. S. 81.

* Sp 0 rer (Johann ). Nähere Notitzen überdie von ihm in 147a. herausgegebene ^rs mo-rioncii, s. in Heinecke's Nachrichten II.200222, und in dessen Illee Aenc-rsle p. 39g428. wo p. 426. neben Andern» auch bemerktwird, daß ein Johanessen Sparer noch 1498.und 99. als Buchdrucker zu Erfurt , und noch weitspäther (i 545 .) abermals ein Hans Sparererscheine. Hingegen heißt es in BreirkopfsGeschichte der Erfindung der Buchdrucker-kunst S. 55 . und in Ebendes. Geschichteder Schreibekunst, daß unser Joh. Sparerin der Hrs morienöl sich Briefmaler zu Erfurt nenne, wogegen das Lez:. ihn nach Nürnberg setzt,und l. c. werden auch ihm die spätern Druckevon 1498. und 99. zugeschrieben.

Sporleder (Gottfried), Hofmaler in Qued­ linburg (wohl derselbe Maler G. Sporleder»der um 1745. noch zu Halle in Sachsen lebte«und nach welchem C. Fritzsch, Lieber, I. M.Bernigeroth, u. s f Bildnisse gestochen haben,lctztrer z.B. dasjenige von Joh. Pct. Miller). Die-ser Künstler war Vater von

(Joh. Christian Heinrich), einem ge-schickten Bildnißmaler zu Halle in Sachsen, geb.1719. Um 1774. war er dortiger UniversrtätSma-ler. Nach ihm hat I. C. Sysang die Bildnissedes Köuigl. Preußischen Kriegsrakhs Michaelsei»und des Rechtsgelehrten I. T. Carrach gestochen.Pranger.

Sporrer (Fidel ), ein Bildhauer zu Altorfbey Weingarten, arbeitete in der Mitte des XVUl.Jahrhunderts für genanntes Kloster, auch später-hin zu St. Gallen in der Schweiz .

Sportteil» (D.). Nach einem solchen ken-nen wir ein mit: 6. ^er/cttr forms bezeichnetesum 1700. vermuthlich ausgefertigtes Bildniß desFr. Carl Maria da Coslano zu Venebig in 4 °.

Spostno oder Spastni, s. Pier- Anto-nio in den gegenwärtigen Zusätzen. Seiner ge-denkt auch , doch ohne Weiteres, ph. Hackerrin seiner Selbstbiographie S. 19».

Spoude ( ), ein Maler zu Paris , wird

in A Wareau's Lebensbeschreibung als dessenFreund angeführt. Derselbe ist aber ohne Zwck-fei kein Andrer, als der obenangeführte I. I.Spoede. Oata/aKne fle /.oranFere p. 178.

Sprang er (Anton). Vermuthlich ein irri-ger Name. S. oben den Art. von Joh. Philippvon Schlichten, am Schluße.

* (Bartholome). Derselbe war Soh»eines angesehenen Handelsmanns; allein sein Da-ließ ihn seinem Hange zur Kunst folgen- Anfangshatte er mehrere mittelmäßige M-lster, (Einigezählen an die 3 o.) die ib» wenig zu fördernwußten. In Rom machce er sich zuerst durch ei-nige Landschaften (namentlich aber durch eine,welche ein- Hexenversammlung mitten unter denR««»en des Colossaums darstellte) bekannt. Dannarbeitete er drey Jahre für den Kardinal Farnese.Sein jüngstes Gericht soll sich noch jetzt in einemKloster (aux Bois) zwischen Pavia und Alexan,