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ganten; Glaucus und Scnlla; Salmacis und denHermaphrodit; zwey Ulyß mit Circe ; Venus mitMars; Merkur mit Venus (alle diese meist kleineBilder). — München : Susanns mit den beydenSilken (schwach Lebensgröße.) — Schleißheim:Herodias mit Johannis Haupt in der Schüssel;die büßende Magdalena, zwey kleine, und: DieZeit erhebt die Wahrheit, ein großes Bild. —Salzrhalum einst eine H. Familie. — Düssel dorf «inst: Tarquinius und Lncretia, klein. —pommersfeldem: Diana im Bade, und dasUrtheil der Midas, Nein. — H. Fischer in Pots dam : Ein ganz kleines Götter-Conzil. — HerrHof- und Landgerichts-Advocat Schmidt zu Kiel (noch 1809.) eine Madonna, Joseph und dasKind, mit zwey musizierenden Engeln, und Mars,Venus und Cupido, jenes zumal als etwas ganzVorzügliches genannt. — Dreyzehn Handzeich-nungen von ihm besaß noch 1810. H. Paignon-Dijonval zn Paris . Drey davon sind religiösen,drey allegorischen, die übrigen mythologischenInhalts, meist getuscht auf weiß Papier, einigeauf gefärbtes mit Weiß erhöht; eine kleine H.Familie, sehr angenehm in Aquarell colorirt.Dann fünf andre (noch 1809.) der Künstler Jac.August de Sylvester, ebendaselbst. S. den Catalogseiner Kunstocrlassenschaft. Die (meist guten)Stecher dann, welche nach diesem carrikaturiren-den Künstler gearbeitet haben, sind: Clock, C.Cvrt B.u.Z.Doleudv, J.de Gheyn, M.(?)Ghisi,
H. Golzius, I. Grankhomme, C. Gregori, R.Guidi, P. Jode, L. Kilian, I. Matham, I.Müller, E. van Pandern, A. Pauli , E. I. undR. Sadeler, A. I. Scacciati, ein Anonymus in
I. I- Thourneysens Verlag u. s. f. Unter diesennennt der Katalog von winkler besonders alsschöne Blatter: Die drey Marien am Grabe vonGuidi; Herkules und Omphale , von E. Sadeler,und eben den Gegenstand, anders behandelt, voneinem Ungenannten, dessen Monogramm in einem- 4 . neben einem Helme besteht; Perseus von Mi-nerva und Merkur bewaffnet, um Andromcdenzu befreyen, ein Meksterblatt von Müller. End-lich, als merkwürdig, von Ebendemselben: Cu-pido und die schlafende Psyche, nach einem leirmernen Modelle (in gr^illa, form» kemlsplise-rics) unsers Künstlers. Mehr andere rubrizirtdann der (freygebigere) Katalog von Brandes.Unter die sehr schönen: Loth mit seinen Töchtern,von Müller; unter die schönen: Spranger's undseiner Gattin Bildniß auf Einem Blakt, mit alle-gorischen Figuren auf den Tod dieser letzter,!, vonE. Sadeler; die Hochzeit der Psyche von Golzius;eine H. Familie, einen St. Hieronymus und dievon der Liebe gefesselte Weisheit, alle drey vonL. Kilian; eine Geburt, den von Herkul und Sci-pio in den Ehrentempel geführten Helden, das »insvaccko et Lerere, und eine Bellona, alle vonMüller. Don neuern Stechern nach ihm findetsich, unsers Wissens, das einzige: Urtheil desMidas, von A. Scacciati. Ein lustiges Blattnennt noch ein Verzeichniß meines sei. Vaters:Die auf ihrem Mann reitende Frau, von I. Sa-deler. Füßli endlich (l. c. 66.) führt als seine,in einer zwar flüchtigen, aber sehr geistvollen Ma-nier selbst geetzten Blätter, neben dem Evangelist Johannes , der in ei» offenes Buch schreibt, nocheinen St. Bartholomaus, ebenfalls mit einemoffenen Buch in der einen und einem Messer inder andern Hand (1289.), und den an einen Baumgebundenen St. Sebastian an. Dann nennt Eben-derselbe I. c. 6i. 66. als vorzügliche Blätternach ihm: Von Golzius (meisterhaft) den Leich-nam Christi von Engeln gehalten; eine H. Fami-lie, und Venus und Mars auf dem Bette; vonMüller: Die Nymphen der Erde bringen der Ve-nus ihre Erstlinge dar, und den Faun, der sicheinen Dorn aus dem Fuß ziehen laßt; von E.Sadeler: Minerva , welche die Unwissenheit mitFüßen tritt, und; eine Geburt Maria, von einemUngenannten mit LI. 6. k. i 58 j. bezeichnet.
Sprenger.
* Gprauer ( ). In der Gemäldesamm-
lung des Geh. Rath Böller zu Eichstädt, fandsich um 1790 ein Holländisches Stück, von Nar-renkönigs Lustbarkeit, von Sprauer, 8" breit
uud 5 " hoch." Hirsckings Nachr. vonGemälde - und Rupferfiichsammlungen VI.76. Der Inhalt und das Vaterland gedachtenGemäldes, so wie der Name Sprauer, lassenbeynahe vermuthen, es möchte Adrian Brourverder wahre Meister desselben gewesen seyn.
Sprecchis (Pompejus ), lieferte, nachHal-lers klbliotli. botan. I. 409 eine eigenhändigeAbbildung (Zeichnung oder Stich?) zu seinerSchrift: ^ntsbsinttinim Llsvenos (Venek.
i6n. 4°). Haller nennt unsern Pompejus,Arzt zu Venedig um 1611., als einen eingebilde-ten Kopf.
Sp rechter (Georg Gerhard), Königl Dä-nischer Brückeninspektor, welcher in dem Rönigl.Dänischen Hof« und Sraarskal, auf 1789.benennt ist.
* Spremb (Joh.Agric.), ein Deutscher Form-schneider um G62. Dieser Artickel, den das Lex.nach Papillon aufgenommen hat, ist ganz widersinnig und giebt einen Beweis mehr ab, wirPapillon ins Blaue hinein schrieb. Wie ichfinde, so muß ihu folgendes Werk darauf gebrachthaben: »Die zwelff Artickel vnsers Christlichen» glaubens, sampt der heiligen Aposteln ankunfft,»beruff- - Durch Joban. Agric. Spremb:"(Witteuberg, gedruckt Gabriel Schnellboltz)N. I). HXll. 40. Man sieht hierin gute Holz-schnitte unsers Heilands und der 12. Apostel. Wirbemerken aber erstlich, daß der wahre Name desAngezogenen: Johann Agricola , gebürtig ausSpremberg in der Lausitz , ist; und andern Theils,daß er nur den Text zu den Figuren, worauf sichder Künstler nicht angegeben hat, lieferte. Agrirkola that dieß überhaupt zu mehrern Schriftenmit Holzschnitten, die aus der Druckerey desSchnellboltz giengen. Adelung, in den Sup-plementen zum Jöcher, vermengt diese Schriftenirrig mit denen des Johann Agricola von Eis leben , des Theologen, der durch seine vielenStreitigkeiten bekannt ist. Der unsrige studirtezu Wiltenberg, blieb dann hier und zwar von i 56 Z.bis i 566 . als Hofmeister eines studirenden H. vonLobkowitz, kam darauf zu Colau (r 566 .), zu Lüb-ben, und zuletzt zu Bauzen, als Prediger in Be-stallung, wo er 1690- starb. Diese seine Lebens-beschreibung, in der man jedoch mit keinem Worteseiner Schriftstellerey gedenkt, s. Nachlese Gber<lausitzischer Nachr. Jahrg. 1768. St. 18.S- 276. ff.
Sprengel (Christian Conrad). Zu seinem:Entdecktem Geheimnisse der Natur im Bauund in der Befruchtung der Blumen (Berl.179Z. 4°). zeichnete er nicht nur das verzierte Ti-telblatt, sondern auch 26. zum Text gehörige Ta-feln, welche W. Arndt, Capieux und Wohlge-muth radirt haben. Nach Meusels Gelehrt.Teutsch!, war derselbe 1760. zu Brandenburg ge-boren, befand sich von 1780—94. als Rektor zuSpandau , und privatisirte seitdem zu Berlin .
— — (Joh- Heinrich), erscheint 1787. gele-gentlich als Königl. Preußischer Kriegs- Domai-nen- und Taurakh zu Eleven.
— — ( ), der Sohn des bekannte»
Gelehrten, Curr Sprengel zu Halle im Mag-deburgischen, radirre einige Kupfer nach eigenerZeichnung zu seines Vaters Werke: Laro/. Liimaer
philoLopdia botanica. Lllit. 4- skull. 0. Hore»-Ls/ (llal. 1809. gr. 8°.) Schrader's neuesvoran. Journal iV. St. 1. u. 2. (Götlingen1810. 8°) S. 256 .
Sprenger (Mattheus) von Lichtenau, undChristoph Baldauf, führten (unter der Leitungdes Baumeisters Matthäus Maurer od. Meu-