Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1707
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Stabil, s.

S'tabius (Joh.), gekrönter Poet, Geographund Historiograph Maximilian l. Derselbe lehneauch die Mathematik zu Wien , und wir kennenvon ihm ein: kioroscnpium universale. Hierwird er genannt, weil unter seiner Leitung dersogenannte Triumphwagen (triumphirende Einzug)dieses Kaisers, zu Nürnberg auf'90. OK. bis aufi2g.)Holzstöckcn von Albrecht Dürer , Birkmayr, u. a.gefertigt wurden. Hemecke ltl. 193201.

Sraccoli (Franz), ein um 1810 noch leben,der Römischer Maler, Schüler von A. Maron.Don ihm heißt es im Tübinger Morgenblarr1810. S. im.Derselbe war von Kindheit aufeiner der fleißigsten Künstler. Besonders hatte ersich in den letzten Jahren eine von ihm selbst er-fundene Art des Aquarells eigen gemacht, woriner Außerordentliches leistete. Viele seiner Arbeitensind von Oelgemalden kaum zu unterscheiden,und doch mit unglaublicher Leichtigkeit und Durch,sichtigkeit gemalt. Er hat eine Menge eigener,zum Theil glücklicher Ideen, hauptsächlich mytho-logische Figuren, meistens in halber Lebensgröße,ausgeführt, und ausserdem nach vorzüglichen Ori-ginalgemalden wohlgerathene Kopien verfertigt.Bey der in genanntem Jahr in Rom stattgehab-ten Ausstellung sah man einen in seiner erwähntenManier gearbeiteten Kopf nach Denner, aus derGallerte zu Florenz , und zum Gegenstück einenalten weiblichen nach der Natur, welcher allge-meinen Beyfall erhielt; und noch mehr das Bild-niß eines Bischofs, eines gebornen Jrländers,der vor Kurzem im Neapolitanischen gestorbenwar. Kein Künstler ist dabey gefälliger beym Un-terricht, und keiner bereitwilliger, selbst unent-geldlich, was Erfahrung und lange Mühe ihmEigenes gaben, wenigstens der Theorie nach, mit-zutheilen". Dort wird auch (l. c. 11057. und1011.) ein höchst seltsamer Vorfall erzählt, der,in denselben Tagen, diesen Künstler in dem Dorf,gen Nazarette im Neapolitanischen betraf.

Stachelberg (von). So wird im:nsck s. Uom 1810. 8. 272. ein Russischer Künst,ler unter der Rubrik der damals dort lebendenGeschichts - und (oder) Bildnißmaler genannt.

Starker (Heinrich), ein alter Kunstverlegervon München . In seine Hand fiel, nach Barrsch(Xll. 67.) eine Madonna mir dem Kinde vonHH. umgeben, ein Camayeu de quatre Ptanchesvon A. Andreani (i 585 ) nach Ligozzi , von wel-cher er sehr schlechte Drücke gab, und solchen sei-nen Namen, als Verleger, beyfügte. Noch spa-tere Drucke, wo dieser Name wieder ausgekratztsey, sollen »och elender seyn.

Stab der (I. C ). So nennt der einzige Ca-talog von paignon - Dijonval einen Künstler,der in 1790. vier Blätter in Tuschmanier (Ansich-ten der Brücken, zu London , Westminster undBlacfriars, dann des Platzes von Svmmerscl)geetzt habe.

Sradelmann (Georg), ein geschickter Zim-mermeister in der Beunt (?) zu Nürnberg . Durchmehrere Arbeiten, vorzüglich aber durch eine be-sonders künstliche Schliessung der einen hohenLhurmspitze. der Kirche St. Loren; daselbst, er-warb er sich in O98. viel Lob bey seinen Zeitge-nossen. will'« Aürnberg. Münzbelustigun-gen lV. 3 Vi.

(W ) ein Kupferstecher um 1800. Der,selbe hat Einiges zu Alb. W. kvorh's Oatalecc»öotaoica geetzt.

Grad ler (D.). So heißt bey von StertenS. 5 oi. ein Medailleur zu Augspurg, von demein schönes ovales Schaustück mit 7 kleinen Bild-nissen der dortigen Stadtpfleger und Geheimenbekannt sey.

(Franz), ein Etzer und kandschafts-zeichner zu Dresden , wo er noch 1811. damals

Skaedtler. 1707

ungefähr nahe an 5 o. Jahr alt, am Leben war.Wir kennen von ihm, nach der Zeichnung von A.Balzer in qu. Fol. radirt und kolorirt, zwey Blat­ ter : Der Fall der Elbe bey ihrem Ursprünge, undden sogenannten Zuckerbut in Hdersbach. Dann,nach eigenerZeichnung, das Lustschloß Pillnitz , geetztund colorirk. Jene zumal sind mittelmäßige Arbeit;einige darauf befindlichen Figuren sind ganz ver-zeichnet. Ueberhauvt urtheilte man, daß eine un-geregelte Lebensart ihm seinen Werth als Künst-ler so ziemlich benommen habe.

Sradier (Hs. Casp.) Sohn, geboren zu Zürich 1780., wurde zuerst von einem in der Zimmermanns-kunst sehr erfahrenen Vater zu gleichem Berufe erzo-gen , und sodann auf seinen Reisen, namentlich auchzu Paris , weiter ausgebildet. Schon in 180/j. sahman von ihm auf dem Kunstsalon zu Zürch dasModell des Hängewerks einer g 3 ' langen gedeck-ten Brücke über einen Fluß von niederen Ufern,oder ohne Landvesten, worauf dieselbe könntegestemmt werden; hier den Fuß zu einem halbenZürcherzvll verjüngt.

(Joseph). So heißt bey L- von Win-kelmann ein Künstler zu Rcgeuspurg, der um1775. fleißige Architekturstücke, das Innere vonKirchen, u. s. f. gemalt habe.

(I. C ). Von einem solchen kennen wireinige (in England) radirte und kolorirte Land-schaften nach I. Atkinson; eine Ansicht von Lon­ don nach N. C. Black in gr. Fol. u. s. f.

Staedelen (M. k.). Ein solcher gab, nachder Zeichnung von I. A. Ammanu, eine trigono-metrische Karte von Schwaben , welche zu Dillin-gcn in dem Animalischen Kunstverlage »802. er-schien. Man wollte aber seinen Stich eben nichtsehr loben. Gedachte Karte sollte indessen bloßals Vorläufer und Probe einer vollständigen Ge-neralkarte dienen, die Amman aus Licht zu gebengeneigt war. AUgem. geograpb. Epbemeri-den. Xl. 1800. S. 81.

Skaedtler (Joh. Leonhard), eines Schnei-dermeisters Sohn, geboren zu Rößleinsdorf, einerVorstadt von Neustadt an der Aisch im Fürsten -thum Bayreuth 1769.; lernte zuerst das Schrei-nerhandwerk bey dem geschickten KnnstschreinerSchiedmayer , Bruder des bekannten ErlangischenKünstlers in Verfertigung des Forke - Piano's.Allein ein unwiderstehlicher Hang zog ihn znr Ma-lerey, in welcher er von dem Stadtapocheker undzugleich geschickten Miniaturmaler Straßkircherzu Neustadt treuen Unterricht erhielt. Anfänglichmachte er sich durch trefliche Copieen bekannt;dann aber ward sein Lieblingsfach vorzüglich dasLandschaftmalen,worin er" (wie wenigstensF. R- G. Hinschlug um 1788. bezeuget)sehrartig und der Natur getreu componirt," auf derenStudium sein Lehrer ihm vorzüglich verwiesenhakte.Scine Bilder" (heißt es dann weiter,etwas einfältig),denener viel Leben giebt, sindmeistens nach der Manier eines Schütz ausge-führt, nach dessen Mustern er auch schon Vielescopirt hat". Eine Menge dergleichen malte er be-sonders für einen Herrn von Z * *, der sich da-mals in E*** aufhielt, und (wir wünschten densaubern Herrn zu kennen) Gradtlers Arbeitendann weiter in andere Gegenden , in die Schweiz ,besonders nach Basel , zum Theil als Originale,oder alsStücke großer Meister" versandte.Auch scheint diese Täuschung ganz nicht demKünstler beyzumessen zu seyn, der späterhin seineWerke meistens unten, oder auch in der Mitte (?)",mit den Anfangsbuchstaben seines Namens bezeich-nete. Wie dem Allem seyn mag, glaubten wir(ohne von unserm Künstler je das Geringste ge-sehen, oder von ihm weiter vernommen zu haben)am Liebsten, was uns Htrsching am End seinesAufsatzes (Meusei'« Museum IV. 9Z98.)versichert:Es ist nur zu bedauern, daß dieses soherlichc Genie, seiner vorzüglichen Natnrgaben,