Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1708
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1708 Stägiich.

und anhaltenden Eifers, immer größere Fort-schritte zu machen, ungeachtet, bis jetzt" (und,wie es scheint, leider! nie)keine höhere Unter-stützung gefunden; sonst würden seine Arbeitenbald die redendsten Beweise seiner Kunst abgebe», u.er bey einigem Unterricht in den Alterthümern,der Geschichte und den schönen Wissenschaften,als worin es ihm noch fehlt, nicht leicht einerBegehungs- oder Unterlassungssünde wegen geta-delt werden können."

Stäglich (C.). Ein solcher ctzte, nach Cho-dowiecki, in Bücher und Almanache.

Srähelin (I.), ein Landschaftsmaler vonBrienz , im Oberlande des SchweizerkantonsBern. Von ihm sah man verschiedene wackereArbeiten in Oel auf mehrern Zürcher - Salons.So z. B. 1806. eine Gegend seines Geburtsorts;bann eine andere von Pomerola bey kocarno,beyde in Aquarell ; in 1811. eine dritte von Jselt-wald am Brienzer -See.

Staebli (Samuel). So heißt bey Hallerein zu Anfang des XVIII. Jahrhunderts lebendermittelmäßiger Stempelschneider zu Burgdorf , imEchweizerkantvn Bern.

oder Stehlitt (Peter), Kaiserlich-Russischer Gesandschaftsrath. Von ihm gezeich-net und gestochen kennt man: Vus ä'une mai-son csmpaAne et yls'isanae prös cle 8 t.petersbour^. Fiorillo R G. H- 98. Auf demBlatt schreibt er sich Srehlin.

Sraelboom (Johann). Nach einem solchenuns sonst ganz unbekannten Künstler, der wahr-scheinlich um die Mitte des XVIII. Jahrhundertszu Stockholm lebte, hat C. Fritsch 1766. dasBildniß des Gottesgelehrten H. I. Siewers ge-stochen.

* Sraen s. Sreen.

Staer> d od. Sraendte, unrichtige Schreib-arten des Namens Steud.

Sraeps (Johann), ein bekannter Schreibe-meister zu Leipzig . In ixZZ. gab derselbe 3 . Theileeiner EaUigraphie; sodann: Initlalbuchftaben,Züge und andere große Vorschriften, auf 21.Blatt in qu. Fol. i/Z-j.; und endlich: Schulvor-schrifren, auf 26. Blatt in qu. 4°. 17)3. ImGanzen zeichnen sich seine Schriften, die zum Theilnach den, in Sachsen sehr beliebten, Schmott-herrschcn Grundsätzen ausgearbeitet sind, nichtsehr aus. Breilkopf's Gesch. d. Schrei-bekunst, herausgeg. von Roch, S. 6r. EinerAnkündigung indem Dresdner polit. Anzei-ger Jahrg. 1750. N°. II. zufolge, erschien nochvon ihm 1760.: Große Vorschrift, mir allennur erssnnlichen schönen Laubwerken undPosituren, ausgezierren Eingängen v. Ge-burt«- Lehr - u. Abschiedsbriefen, ssanzley-Frakrur- Initial - und ssapitalbuchsiaben rc.auf 29. großen halben und ganzen Bogen (Pr.16. Gl.). Sraeps erinnert dabey auch an seineehedessen herausgegebenen rr. Sorten Vorschrif-ten. Von seinen Arbeiten wurden noch 1810. zuLeipzig neu aufgestochen. Er st. 1764. zu Leipzig .S. I. c. Jahrg. r/ 54 - N°. XI.V. Vielleicht warJoh. Friedrich Staeps junior, der, wie Jo-hann, als Schreib- und Rechenmeister zu Leipzig lebte, und uns durch ein Avertissement (I. c.Jahrg. 1749. N°. VI. vom Jahre 1749.) bekanntist, sein Sohn. Aus dieser Ankündigung ersah,ren wir, daß er sowohl ei» Rechenbuch, als auch:Die auf alle Fälle selbstlehrende Schreibe-schule (Pr 2 Gl) verfaßt habe. Die zu letzlrerPie<;e gehörigen Instrumente (?) both er zu 4.Gl. aus.

7- (Joh. Friedrich), f. den gleich vorher-gehenden Art.

S t a g e.

^ Sraerklin (Heinrich). Nach Liporvskywäre dieser des nachfolgenden Joh. HeinrichsSohn, von dem er völlig dasselbe, was das Lex.sagt, und ihn aber Johann Rudolf nennt.

* oder Gtoerklin (Joh. Heinrich).Sein Geburtsort heißt genauer Kamm im Bayer,scheu Regenkreiie. Derselbe ist mit dem JohannHeinrich Sroerklein, ebenfalls des Lex. wahr-scheinlich Eine Person. Von ihm kennt man z. B.die Bildnisse eines Dr. Eiajas Waldmann, sonstGeiger, und des Sekretairs S. Koleser von Ke-rcser, beyde ohne wettern Namen als den (eini-gen. Dann nach ihm (er war auch Bildnißmaler),von seinem Sohnssohne Joh. Rudolf, dasjenigedes Predigers U- Probst.

* (Johann Rudolf), der im Lex. unterdem Art. seines obigen Vaters oder Großvaterserscheint, s. die beyden vorhergehenden sowohl alsden gleichfolgenden Art.

* oder Sroerklin (Joseph

und . . . ), nach Liporvsky Söhne Heinrichs,nach dem Lex. hingegen Joh. Rudolfs, derenlm Lex. unter dem Art. ihres vorgedachten Groß»Vaters Joh. Heinrichs Erwähnung geschieht.Joseph geboren zu Augspurg 174 . . Von ihmrannte man schon 1778 punktirle Bildnisse undEalanteriestücke, dann die beyden letzten Vorfiel,lungen zu den von Slettenschen Briefen. Bal,dinger's Neues Magazin für Aerzre I.S. öbg. kennt von ihm ein kleines Bildniß deSGrafen Joh. Friedrich von Struensee. Er ar-beitete auch zu Mannheim und Basel , und starbt778. Der im Lex. ungenannte hieß Johann,zeigte sich als guter Bildnißmaler, starb aber alsJüngling bereits 1776. Meusel I. und II. s. vGtörklin. Diesen letzter« im Lex. unge-

nannten heißt hingegen L'powsky Joh. Rudolf,und führt von ihm das Titelkupfer zu Defele's:8cript. Kar. öoic. (ixöZ.) an.

* s. auch im Lex. und unten

Sroerklin; welche beyde Namen, wie es scheint,nur Eine und dieselbe Familie bezeichnen.

* Srarhius ( ) form>8 B. auf den

Blattern die P. Perret 1682. zu Rom in Kupferstach) ist Stativs Flamen des Lexikons.

Staeuck od. Sraeudr (Friedrich August),einPorcell«inmaler, der, gegen die Mittel). XVIII.Jahrhunderts, bey der Porcellainfabrik zu Meistenangestellt war. Tl^rc.

Seaeud, s. unten Sreud.

Staffel (Christian Friedrich), wurde alsKammerkonduktenr in Chursächsischen Diensten1767. bestallt. In 1771. ward er dann weiterzum Landbauschreiber befördert. Dresdner Anzeigen 1767. N°.IV. u.1771. N°.XXXVIII.

Stafford (Lord Eduard, Herzog von Bugs),ein Englischer Kunstliebhaber unter Carl I. besaßeinen Pallast zu Tarthall, welcher in neuern Ta-gen dem Obrist H. Howard zu Tbornbury in derGrafschaft Gloucester zugehörte (?). Derselbebesaß Verschiedenes aus dem berühmten Arundel -schen Nachlaße. Dallarsay l. 9Z. II. 26960.

Srage (Conrad Heinrich), ein Buchhändlerzu Augspurg, ist als Künstler lediglich durch eingroßes emblematisches Blatt mit zwey BlatternAuslegung (deutsch und französisch) bekannt, wel-ches er der Kaiserin Catharina II. wahrend demKriege der Russen und Türken zugeeignet hat,und das zum Titel führt; les Arrecs ss!s pro-visence (welches die Vernichtung des Gesetzesvon Mahomet zu Konllantinopel, und die Herr-schaft des Griechischen Cultus daselbst, ausspricht).Oben die Dreyeinigkeit, mit einem Haufenhimmlischer Tugenden; unten Mahomet, mit sei-nen Gefährten aus der Hölle, der ein häßlichesFrazzengesicht schneidet.