Stamm.
nicht ganz. AIs Etzer dann kennt man von ihm,schon aus frühern Tagen. unter der Leitung seinesAnfangs erwähnten Lehrers gefertigte Blatter .So nennen z B. die Anzeigen der H,I scher«schen L»nst«und Buchhandlung (1788.) i«.dergleichen kleine von ihm geetzte, und nach derNatur ausgemalte (Pr. 5 . Th 9. Gr.); dann
1791. eben solche nach Klengel geetzt un^ schwarzabgedruckt (Pr. 12. Gr.). Noch heißt es, erhabe 0787) ungefähr 12. Sächsische Prospekte,wieder nach Kiengel geetzt, und (Dresden 1794.qu. 8°.) 6. Bl. Meißner« Gegenden, nach C. W.E- Dietrich und I. G. Wagner. Wieder 6. Bl.von dem Schöiiburgischen Landsitze Grüuficld beyWaldenburg an der Mulde, von ihm gezeichnet,und in Aaberlischer Manier ausgemalt, die zu-sammen 8. Th. kosteten, werden in den Deut-sche »! Runstbl. 4°. 79g. I. Zi. sehr gerühmt,doch die Färbung minder grell gewünscht, undEbendaf S. 28. ein Morgen und ein Abend(Original-Zeichnung von ihm) jede zu 18. Th-zum Kauf ausgeboten. Irgendwo indessen werden6. Aussichten von ihm in der Gegend um Dres-den zwar „wohl aufgefaßt und abgezeichnet, aberziemlich mager ausgeführt", so wie anderwertsder Effekt seiner radirten Blätter »nicht malerischgenug", und, »och an einem dritten Ort, dieseletzter» kurz »mittelmäßig" genannt.
Gramm (J P.). So nennt man einen Feld-messer, nach dessen Zeichnung I. C. Eckard um
1792. eine Karte der Hauplfabrik-und Manufak-tur- Oerter des Herzvgthums Berg gestochenhabe.
Gram mari, s. gleich oben Stainar».
* Gram part (Franz). Nach de Fonrena»war Ts'ßrens (richtiger einer der Tyssrens vonylntwerpen) sein erster Lehrer; dann setzte er sichvan Dyck und de Vos zu Mustern vor; aberbald die bloße Natur. Hofmaler war er noch unterKaiser Franz . Füßli Ann. 1 l. 70. zählt diesenKünstler zu denen, welche in einer zwar wenigerwahren und großen Art, als Kupetzky, doch abermit weit bißerm Geschmack, als der vormaligeFranzösische (Rigaudsche) war, und mit leichteinund angenehmem Vortrag, ihre Bildnisse gemalt.Von ihm sieht man im Untern Belvedcre der Kais.Königl. Gallerie zu Wien dasjenige Kais. CarlVl. schon bey Jahren, geharnischt, Knieestück inLebensgroße. Dann besaß die Gallerie zu Pom-mcrsfclden sechse in ähnlicher Große: Des er-wähnten Kaisers, der Kaiserin, des KurfürstenJoh. Philipp und Lothars Franz von Mainz , ausder Schöiibornsche» Familie, u. s. f. Geetzt hater selbst, gemeinschaftlich mit A. Premier in diebeyden bekannten Werke: Icho-urnm ^rtis Uio-tariso Lee. 728—Zö. und: Urollromus Nkostri7?5. (S. oben A. prenner). Gestochen undgeschabt hinwieder nach ihm haben: P. vanGunst das (wohl nicht das oben erwähnte?)Dildniß Carl 111 . von Spanien , nachherigenKaisers Carl Vl. — Pfeffel dasjenige der Ge-mahlin dieses Fürsten — B. Vogel des MalersJoh. Kenkel's.
* Stampfer (Johann Jakob, gewöhnlichJakob), folgte i 54 o. seinem Vater in der Stelleeines sogenannten Zeugherrn (Aufsehers des Arse-nals) seiner Vaterstadt. In » 544 - ward er zumMitglied des Großen Raths, 1220. zum Zunft-meister, i 56 a. zum Statthalter (einer der erstenWürden der Republik ), dann 1270. zum Land-vogt der Herrschaft Wädcuschweil erkiest. Um1 - 564 - schnitt er die Stempel zu der von demPfalzgrafen Wolfgang von Zweybrücken zu Mei-senheim wieder aufgerichteten Münze. SeineSchaumünzen tragen das Gepräge einer, nochetwas rohen, aber immerhin edeln Einfalt. Leu.Er. Nach einer unsrer Handschriften war Stam-pfer der Lehrer des Goldschmieds und Malerscheinr. Laurensack. S. dessen Art. in künftigenZusätzen.
StaniSlaus - Lescinsky. /
* Stampfer (Johann Ulrich), der altere,Vater des Obigen, dessen dort unter dem Art. seinesSohns Erwähnung geschieht, Goldschmied, ur-sprünglich von Constan;, ward 1602. Bürger vonZürich ; Mitglied des Großen Raths i 5 » 4 - und1226. Zeugherr. St. 1540. Ec.
— — — — — , der jüngere, des Obi«gen Sohn, und Joh. Jakobs Bruder, wardMünzmeister zu Zürich , und st. i 58 o. Er. NachLeu hingegen hätte letzkrer erst noch i 6 » 5 . damalsals Zunftmeister gelebt, es wäre denn daß dieserSchriftsteller ihn mit einem andern gleichen Na-mens verwechselte, der ebenfalls von 1561—79.mancherley Stellen im Staat, und zuletzt, gleichdem Joh. Jakob, diejenige eines Obrisien Mei-sters i.krocon8u1is) bekleidete.
Stander (Carl). So soll ein Maler heißen,nach welchem B. Kiiian ein Blatt (8. OonraclusLpiscopuü) in Fol. gestochen habe. Vcrgl. untenJakob < 5 arl Srauder.
Standfuß ( ), geb. zu Groß-Sedlitz
bey Pirna in Sachsen , studierte die Architekturbey dem Pros. Hölzer zu Dresden , seit ungefähr1798. bis 1804., wo er sich als Maurermeister inseinem Geburtsorte niederließ. Derselbe zeigtevon 1799. an Mehreres auf den Dresdner -Aus-stellungen ; so z. B. 1802. ein herrschaftliches Gar-tengebäude, 180Z. ein herrschaftliches Landwohn«gebaude, 180/,. ein fürstliches Schloß.
Stanert ( ) einer jener italiänischen Künst-ler, die von dem Prinzen Eugen verschriebenwurden, seine Gebäude und Gärten zu verzieren,und denen man damals die Leitung aller wichti-gen Bildhauer - Arbeiten in Wien anvertraute —und solche für sehr gut fand, wenn sie (0 desJammers!) nur unter ihrem Namen, obschonvon innlä'idischen Künstlern, ausgeführt wurden.Bey seinen mannigfaltigen Unternehmungen be-diente er sich, neben Andern, häufig seines ge-schickten Schülers, Schlerrerers. Iüßli An-nalen II. 18.
Srange ( ) Maser, vielleicht der gerin-
gern Sorte, zu Halle in Sachsen , wo er beyeiner gleichgültigen Gelegenheit in 1714. genanntwird. Dreybauprs Beschr. des Saalkrei-ses, Th. II- S. 221.
— — ( ) erlernte um 1720. die Bild-
hauerey zu Dresden . Wir wissen einzig von ihm,daß er zu dieser Zeit, wegen bösem Reiße» inArm und Fuß, sich der Arbeit begeben mußte,und seine Heilung in dem Gesundbrunnen zuRadeberg, bey Dresden , suchte. I. C. Leb-manns Gründlicher Beweiß, daß der öf-fentlich verworfene Badeberger - Gesund-brunnen , fo gesund--zu gebrauchen, als einBrunn in der Welt (Leipzig 1722. 4°. S. 28.
b!°. 4.)
Träniere (R.). So nennt der einzige Ka-talog von s)aignon-Dijonval einen EnglischenStecher in punktirter Manier, der in 1788. eingroßes Blatt: Cleopatra auf dem Schiffe, die denMarc Anton sucht, in gleichem Jahr eine Dameauf einem Kanapö, die einen Brief liest, dannLindor und Clara, zwey Blatter aus einem Ro-man (diese drey letzter»» colorirt), alle viere nachF. Wheatly, und endlich ein Bildlich der Herzoginvon Rukland (1787.) nach Stecker, in gleicherManier geliefert habe.
Stanislaus-Lescinsky, auch Sra-nislas Leczinski. Dieser Herr, der unterdem Namen Sranislas I. in 1702 zum Königevon Polen ernannt wurde, nachgehends aber aufseine Krone zu Gunsten des Königes August, vo-rigen Besitzers derselben, Verzicht leisten »nutzte,halte nicht allein glückliche Anlagen zur Mecha-nik, sondern verfertigte auch schöngenannke Ge»maide in Pastell, die man, wenigstens ehedem,