Stanley.
zu Nanc» zeigte. Granislaus wurde geb. 1677:Sein Vater war Groß-Schatzmeister von Polen .Er erhielt endlich nach gedachter Abdankung dasHerzogthum Lothringen , zeigte sich als einenFreund und Wohlthäter der Menschheit, lebte zuNancy in der Stille, und st. 1766. Die Thrä-nen seiner Unterthanen, der schönste Lobsprucheines Fürsten, benetzten lange noch sein Grab.
Stanley (Carl Friedrich), dessen im Lex.unter dem Art. seines Vaters Simon Carl s Er-wähnung geschieht, den er in der Kunst weitübertraf. In 1778. wurde derselbe zum Professorder Akademie von Kopenhagen erwählt. Auchwar er Ehrenmitglied derjenigen zu Florenz . Inferner rv's Biographie von A. I. Bar-st ens S. 55 . wird derselbe von diesem Ictztcrnein vortreflicher Zeichner und Komponiste, derein reiches Talent zur Erfindung hatte, genannt,dem Carstens viele Gefälligkeiten, und manchegute Anleitung zu verdanken hatte. Er lebte noch178g. zu Kopenhagen mit dem Rang eines Ju-stitzraths. Dänisch. Hof-und Staarskal. d.g I. Nach Einigen erscheint er vollends noch 18 ..als Hofbildhauer.
— — ( ). Ein solcher gab, nach Beug-
bem's marhemarischer Bibliographie, eineKarte von Jamaika 167.. zu London ans Licht.
Stannarius (Johann), Baumeister zuCaffel, wo er um den Anfang des siebzehntenJahrhunderts arbeitete. Gelegentlich nennt ihnStrieders Herrsche Gelehrrengesch. XV.217.
Stau ron (Thomas), ein Englischer Bild-hauer aus der zweyten Hälfte des XVll. Jahr-hunderts, Zeikgenoße des 1701. verstorbenen I.Bushncll. Don ihm nennt verrue bey LValpole(S. 585 .) ein iobenswcrthes Denkmal in der Kirchezu Strakford an dem Avon. Fiorillo V. 5 : 5 .
* Sranzioni (Maximus). Bester als keinAndrer aus der Neapolitanischen Schule betratderselbe die Bahn der Caracci. Mit dem Ge-schmacke seines Lehrers Caracciolo hatte der (ei-nige viel Aehnlichkeit. In einer Handschrift vonihm (worinn sich mancherley Nolizzen über dieKünstler der erwähnten Schule finden) nennt erauch Lanfranco als seinen Meister, und den Co-renzio, der als Frescante nur Wenigen weichendurfte. In Bildnissen folgte er den: Styl vonSantafede, und wurde in dieser Gattung ein treff-licher Nachahmer von Titian . Alsdann gicng ernach Rom , sah dort die Werke von Annibal,machte, nach Einigen, Bekanntschaft mit Guido,und strebte in der Zeichnung dem erstern, so wieim Colorite dem zweyten nach; und zwar lctzkresmit solchem Erfolge, daß er am End den Bey-namen des Vseapoliranischeu Guido erhielt.So konnt' er es bald mit den Beßten seiner Zeit-genosten aufnehmen. In der Karthause zu Nea-pel malte er einen todten Christ mit den Marien.Da dieses Bild bald in etwas nachgedunkelt hatte,gab der über unsern Künstler eifersüchtige Riberaden einfältigen Mönchen den Rath, solches durchihn waschen zu lasse»; wozu er sich dann einesEtzwassecs bediente, der das Werk so sehr verdarb,daß nun hinwieder Hranzioui nicht weiter Handdaran legen wollte, und sagte: Ein so schwarzesBubenstück mäße vor der Welt nicht bedeckt wer-den. In derselben Kirche, die ein wahres Mu-seum von Kunstwerken ist, deren Meister, umKeinem der klebrigen zu weichen, sich alle gleich-sam selbst übertrafen, sah' man von Maxim::»noch andre westliche Bilder, und zumal die wun-derschöne Altartafel seines St. Bruno, der seinenMönchen die Ordensregel überreicht. Auch inStaffeleygemälden findet man ihn zu Neapel nichtselten, und in auswärtigen Gallerten sind solchesehr geschätzt. Endlich war er nicht minder einguter Frescante, wie z. B. in den Plafonds vonGiesu nuovo und St. Paolo seiner Vaterstadt.
Stapf. 171z
Seinen wohlverdienten Ruhm erhielt er so lange,bis der gute Mann eine adcliche Dame heirarhcte,alsdann, um die Prachtljebe derselben zu bestreiken,ins Pfuschen gab, und damit des argen Ant.Cocchi (linZionom. clel Natrimonio p. 4»-)Spruch bestätigte, daß ein vorzüglicher Künstlerkeine Frau nehmen sollte. Lei. ter?. II.
027-28. Auch Fiorillo II. 809 - 12. spricht vonunserm Sranzioni ausführlich, und mit Lanziungefähr in gleichem Sinne- „Nach dem Todedes Dominichino" (heißt es dann dort weiter)„wurden die Arbeiten in der Kapelle del Tesorozu Neapel getheilt; Lanfranco mußte das Gewölbeüber dem Altar der Kapelle, Spagnoletto aberund unser Massimo die Oelgemälde übernehmen."Ferner: „Da Philivp lll. beschlossen hatte, zwölfBilder, welche die merkwürdigsten Thaten aus derRömischen Geschichte vorstellen sollten, von 12.der berühmtesten Künstler malen zu lassen, so fieldie Wahl auch auf Stanzioni. (Die übrigenwaren Albani, Arpina, Barbieri, Beretino, Gen-tileschi, Lanfranco, Poußin, Reni, Sacchi, San-drart und Zampieri)." „In Bildnisse» stand ereinzig dem Titian nach." „Sein Aufenthalt iuRom hakte eine» entschiedenen Einfluß auf seinenGe-'chmack; äusserst glücklich wußte er die Vorzügevon Hannibal Caracci sich z» eigen zu machen,damit viel von dem Styl des Guido zu vereini-gen, und sich so eine Manier zu bilden, die sehroft mit derjenigen deS letzten: verwechselt werdenkann." „Den Ritterorden von Urban VIlk.erhielt er für zwey Tafeln, deren eine die Verlo-bung der H. Catharina, die andre ihre Vorbe-reitung zum Martertode vorstellt. Von seinenFrescoarbeiten wird hier geurtheilt, baß solche,zumal die in Giesu nuovo, denjenigen von Lan-franco nicht weichen dürsten. Die Kuppel vonSt. Paolo hat die wirksamen Predigten Er. Perersan das Neapolitanische Volt, und eine andre zuSt. Martin» die Niederlage der i. I. 788 ausNeapel verrriebenen Saracenen zum Gegenstand.Noch sah man in letzrrer Kirche von ihm eineGrablegung, in die Wette mit Spagnoletto, undim Chor ein Abendmal. Sein St. Bruno wirdauch hier vollends „ein unsterbliches Merk" ge-nannt. Endlich werden noch seine gelehrten Ar-beiten erwähnt, da er nämlich nicht bloß Anmer-kungen über die Biographieen von vasar, schrieb,sondern auch Nachrichten von Narionalkünstlcrnsammelte, welche späterhin in die Hände des Do-menici fielen, der damit seine bekannte Geschichteder Neapolitanischen Ma>er bereicherte. InDeutschland besitzt von ihm, unsers Wissens,einzig die Galleric zu Mönchen eine büßendeMagdalena, ganze Figur Lebensgröße. Bey vonMännlich heißt es von ihm: „Seine Manier istzart, fest, kräftig, und seine Zusammensetzungvon edler, guter Art(?)." Gestochen nach ihmkennt der einzele Gantkatalog von Brandes zweyseltene kleine Blätter von I. F. Greuther: Fleiß,und Stärke der Liebe rubrizirt.
Graps: (Franz). Von einem Stukkatorendieses Namens heißt es bey Ascoso ganz kurz:„Die Sakristei) der Kirche Corpus Domini zuBologna ist mit seiner letzten geschmackvollen Ar-beit geziert."
Stapf (Johann Ulrich), Kupferstecher, denFabrici in seiner Histor. der GelehrsamkeitLh. lll. S. 973 - anführt. Er lebte zu Augsburg ,vermuthlich zu Anfange des vorigen Jahrhunderts;so wie wir auch denken, daß er derjenige Srapfsey, von dem man irgendwo :2. Bl. Basreliefs,in kl. Fol. gestochen, benennt. In dem: Hoch-beehrten Augsburg, oder Einzug beyder)väin. kaiserlichen Majestaen rc. von M. I.F. LV (Augsburg 1690. 4°. S. 65 .) wird er alsKupferstecher zu Augsburg 1689., gelegentlich er-wähnt. Auch schreibt er sich auf einem von Jerem.Kilian in gr. Fol. gestochenen Biloniffe KaiserJoseph (des Ersten) als Kunsthändler gedachterStadt; und eben so ist ein Opfer zu Ehren der