Band 
Zweyter Theil [3].
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1715
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Starke.

auf Ak. Joh. Hier. Wie gieb, Pfarrherrn zuHalle im Magveburgischen. i/Zi. 4». S. 5 i.

Starke ( ), ein vermuthlich Sächsischer

Künstler, nach welchem E. C. Dürr um 1666. einBlatt auf das Absterben der Frau des Chursäch,fischen Kammerraths P. Werdermann's, schlechtin Fol. gestochen hat. Er mag von obigemHelm Starke wohl zu unterscheiden seyn.

" ( ). Ein von ihm herrührendes

Recept zum Aetzen auf Eisen, theilt die: LurieuseKunst-und Werkschule von I. K. (Nürnberg 170h. I. Th. S. mit. Dies ist Alles, waswir von ihm wissen; vielleicht ist er Eine Personmit dem Kupferstecher Joh. Georg Starke desLexikons.

( ) ein bey der Porcellainfabrik zu

Meißen angestellter Künstler; welcher Gattung,wissen wir nicht. Von seinen Arbeiten sah manauf den Dresdner -Kunstausstellungen von 1797

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s. gleich oben auch die Art. Stark.

Stackloff (August). So heißt ein Form-schneider, der um i8ro. zu Gotha arbeitete, 7 k/rc.

* Gtarnina (Gerard). Lanzi (Cst. terr.I. 5 i.) nennt ihn einen Maler von munterm Styl,und einen der letzten aus dem Zeitalter des Giotto,deren nächste Nachfolger sich schon mehr derneuern beßern Weise näherten. Ueberbleibsel sei-ner Arbeit finden sich noch in einer Kapelle vonSt. Croce zu Florenz . Durch einige Spanier,die seine dortigen Bilder gesehen hatten, und denMangel kannten, der an guten Künstlern inSpanien herrscht:, ließ er sich bewegen (i 4 i 5 .)sie in ihr Vaterland zu begleiten Dort blieb er,unter der Regierung Don Juan I. mehrere Jahre;allein von seinen dasigen Arbeiten ist nichts aufunsere Tage gekommen, Florillo lV. 5 i 52 .Dem gleich vorerwähnten Datum zufolge müßteer wohl an ein zwanzig Jahre länger gelebt ha-ben , als ihm das Lex. nach Vasari giebt. DerAlmanach aus Rom 1811. im Künstl. Kalend.so. Nov. setzt seine Blüthezeit in i 58 o. und erwähntvon ihm Bilder in der Kirche del Carmine zuFlorenz . Von ihm behauptet der Verfasser der:Oonsiäerations sur 1'Ltsr äs I» Veinture euItslie öans les gustre siäcles gul ont preceäöcelui äs Rspkael äcc. in Paris , noch i8il.nicht weniger als vier kleine Staffeleybildcr be-sessen zu haben; nämlich eine Verlobung der H.Jungfrau mit St. Joseph, eine Taufe Christidurch St. Johann, eine Abnahme vom Kreutz,und die Marter von St. Laurenz, wovon er daszuerst genannte für besonders merkwürdig halt,da solches späterhin dem Andrea del Sarto denGedanken zu seinem ai Fresko in der Gallerte vorder Kirche de l'Annunziada zu Florenz gegeben zuhaben scheine. Noch eine Madonna, vor demliegenden Kind auf den Knieen, mit dem kleinenSt. Johann, in eben dieser Sammlung soll ausStarnina's Schule seyn.

* Stars folo (Benvenuto), verdorbener Na-me des treflichen Benv. Garofolo.

Starost (Caspar), ein Schreiner, welcher fürdie Bergkirche zu Mußkau in der Lausitz i 555 .eine neue Kanzel fertigte, die jedoch nickt mehrdaselbst vorbanden ist. Eru sius MußkauischeKirchen-Zierde. Guben 1671. 4 °.

Starorv (Iwan Eghorowitsch), berühmterRußischer Hof-Architekt, unter der RegierungCatharina II. der sich (wie es bey Fiorillo K. S-S. 5 g. heißt) besonders durch die Bauten desPantheons und (1790.) der neuen Kirche imNewskyschen Klosters unsterblich gemacht habensoll. Eben so leitete er den Bau der koloßaiischenKathedralkirche zu Sophia, welche über i 5 v,oov.Rubel kostete. In 1794. wurde derselbe zum Ad-junkt-Rector der Akademie ernannt. S. l. c. 56 .67. 7 t-

Stauffacher.

* Starr (Cornelius du), s. Sart.

Grasen, f. Sraasen.

Grassens (Sebastian), gebürtig von Gent ;erhielt 1770 den zweyten Preiß im Zeichnen beyder Akademie zu Mannheim . Exrer's pfälzi-sche Münzen II. L21.

Starker. S. Rünerus in künftigen Nach-tragen.

Staub (Caspar von). In der Kunstkammerzu Dresden findet sich ein Gemählde, das mitfarbigen Sand auf einen klebrigen Grund schSngestreut ist. Es zeigt ein todtes Kind, sehr gutin Verkürzung gezeichnet, umgeben mit Allegorieauf den Tod. Ein darin, neben Anderm, ersicht-licher Brief ist unterzeichnet (ül.o.) OXXI. und:Laspar v. Staub.

s. unten Sraude und Sceud.

Stauber (Hans), Glasmaler zu Nürnbergum - 555 , Man siehet von seiner Arbeit im Chöreder dasigen S, Jacobs - Kirche. Murr S. 024.

Staub (Matthäus). So heißt irgendwoein Königl. Schwedischer Baumeister, nach dessenZeichnung M. Merian ein überyöhetes Folioblatt,mit der Aufschrift: piramis erectus in rnt-mo-riinr lkbeni l'rajectus per tiefem 8uecire ten-vsti gestochen habe.

s. auch sofort Staude.

Staude (Georg Friedrich), Münzmeister desHerzogs von Sachten-Kotha, in der Krcismünz-stadt Saalfeld. Ungeachtet er früher schon diesenPosten verwaltete, so wurde er doch erst 1680.von Reichswegen verpflichtet. Sieben Jahrespäter befand er sich »och in dieser Stelle.

( Johann Gottlob) wird in dem Oder,lausitzischeu Adreß - Post-und Reiseka-lender, als Architekt und Mauermeister zu Dau-tzen in 1794. genannt.

s. auch oben Staub und unten Steud.

Sraub er (Jacob Carl), ein Maler aus Con-stanz. Er verfertigte und vollendete 1721. dieFrescomalerey in der Benediktiner -Klosterkirchezum H. Kreutz, zu Donauwerth. Der schönePlafond des obern Speisesaales gedachten Klo-sters wurde, mit der Vorstellung der Stiftungdes Klosters, von Johann Baptist (Haupkvor,name Johann) Enderle von Donauwerth 1780.gemalt. Enderle fertigte auch 1704. eine H.Anna, und 1776. einen H. Anton von Padua ,für die Kapuzinerkirche seiner Stadt. Das Chor,blatt letzterer Kirche, mit dem H. Joseph, wurde175,. von Gallrap in München geinolt. Her,sching's Aachr. von Gemälde-und Kupfer-stichsamml VI. 272:,. Fast vermuthen wir,daß der in gegenwärtigen Zusätzen enthalteneCarl Stander, mit unserm Srauder Eine Per-son sey.

Gtaveley( ). So heißt bey FrorilloV. 872. ganz ohne Weiteres ein Englischer Maler,der in 1787. auf dem Salon zu Liverpool etwasvon seiner Arbeit ausgestellt hatte.

* Gtaveren (Jacob van), genannt Iver.

Entweder nach diesem, oder nach dem zweytenim Lex. angeführten Künstler dieses Geschlechts,hat I. Heudelot ein Dlait: he kubis 8ur I'onßle,gestochen, das auf eines der bekannten Sprich-wörter: Bis auf den Nagel auskrinken, oder:Sich auf den letzten Heller bezahlen lassen, Bezughaben muß. Bey Paignon-Dijonval

wird dieses Blatt ausdrücklich dem I. van Bra-veren zugeschrieben, dort aber dessen Geburts,jähr zu frühe um 1694. angesetzt.

Srauffacher (Anton), war zu Anfang des