-^6 Staupan.
XVII. Jahrhunderts ein guter Glasmaler zuZürich in der Schweiz . Leu.
Stäup an (Bernhard) und Hekmoldt; ir-gendwo heißt es, daß dieselben zu Lausanne ,vermuthlich in oder nach der Mitte des XVIII.Jahrhunderts, gute Pastellfarben zum Malen ver-fertigt hätten. Wir glauben, der erstere hieß Stupan.
Stapler (Älen). So heißt bey FiorilloV. iv6 ein alter Englischer Künstler, der sich,unter der Regierung Heinrich III. durch seineMiniaturen in den Büchern der Abtey St. Albans ,zur Zeit des dortigen Kunst liebenden Abt John'svon Hertford berühmt machte.
Srayner (I.). Von ihm kennt man ;. B.s l a^lor ridinA; dann: Vienx lAess (IVliss?)aprenant ä clsn8er, nach I. Collet; und: Fsilleur»llsnt ä cireval ä krentfort, dies ohne Namendes Malers, und beyde, wie wir glauben, ohneden Taufnamen I.
* Stech (Andreas). Nach ihm haben, zumTheil sehr geschickte Künstler: I. I Bensheimer,A Blooteling, Edelink, P. van Gunst, E. Hain-zelmann, C. de la Haye, L. Hekenauer, I. Saalund L. Bischer, die Menge Bildnisse meist dun-keler — aber dafür wahrscheinlich vornehmer undreicher Danu'ger u. s. f. gestochen; Bensheimer ,Saal und Bischer, dann auch, »ach seiner Zeich-nung, die Blätter zu J. Bre^eus: klsntis exo-ticis 678. Ferner ju: //eve/ir Lometo^rnphia,u. a. zum Theil sehr seltenen mathematischen undastronomischen Werken dieses letztem. Auf solchenBlattern ist sein Name bisweilen bloß mit 8.-angegeben. S. auch unten A. Gregh.
Stecher (Christoph), s. Johann patschan den gegenwärtigen Zusätzen.
— — (Johann Gottfried), ein geschickterBildhauer zu Penig in dem Schönburgischen. Er,nebst seinen vier Söhnen, verfertigte 1770. fürDie Kirche zu Seelitz , einem unfern bey Rochlitz gelegenem Dorfe, den schönen Altar und dieKanzel. Man bemerkt noch, daß man ihm 35 o.Thaler dafür auszahlte, ein Geld, was kaum dieHälfte des wahren Werthes dieses Kunstwerkesausmache, und wobey sich der arme Mann, beyder damals herrschenden Theurung, knapp dasBrodt verdient habe. I. F. Gühling Ein-weihung d. Rieche zu Seeliiz 1771- (Rochlitz4 ) S. 33 . — Ein Johann Gottfried Stecher ,vielleicht der Vater des obigen, oder er selbst,und Christian Friedrich Rraft, staffirten undmalten auch in 1741. den Altar der Stadtkirchezu Frankenberg , einem in der Gegend von Penig liegendem Orte. C. A. Bahn lJachr. vonFrankenberg und Sachsenburg (Gchneeberg
-702. 4 -) S. 79.
— — (Joh. Paul), ein geschickter Baumei-ster; arbeitete um 1706. zu Berlin . hJicolai.
— — (Nicolaus) ein Steinmetz und Bürgerzu Dresden . Derselbe starb, zufolge der Wit-tenberger-Kirchenbücher, zu Wittenberg 1616.
— — s. auch Sreger.
Srech inelli (I. F.). So heißt, in einerunserer sichern Quellen, ein ziemlich guter Bild-nißmaler, der in 171z. bey Hildesheim wohnte.
Gteckhoven (Adrian), ein ehmalsbekann-ter Gärtner (Florist) zu Leyden, wurde auf Be-trieb des berühmten van Swieten 17-33. von Kai-ser Franz I. »ach Wien berufen. Er richtete inEchvnbrunn Treib-und Glashäuser ein, und warso zu sagen der erste Gründer des dasigen (frü-herhin bloßen Lust-) Gartens. Zum ersten Gar-tcnmeister berief man sodann den Richard van
Steen.
der Schort, Sohn eines Gärtners (Floristen)in Delst, nach.Gchönbrunn. Dieser unternahm1754 . mit Jacquin dem Vater eine Reise nachAmerika , und kehrte zwey Jahre darauf, vonMartinique aus, mit vielen Bäumen und Gewäch-sen zurück. Dessen Sohn, Joseph van derSchott, hatte 1791. mit Bredemeper ebenfallseine Seereise angetreten, die aber, widriger Um,stände wegen, fruchtlos abgelaufen war. Josephlebte um 1797. als Vorsteher des Kaiserlichenbotanischen Univerfitätsgarrens zu Wien . fsl. I.Jacqurn: Uortus äcbosnbrunnensis Vvl. I.in der Vorrede.
Gredelin (David Anton), geb. zu Steinenim Schweizer - Canton Schwytz 1707- lernte z»Turin die Kunst eines Gold-und Silberschmieds,worinn er sich sehr hervorthat, welches häufigein den Kirchen der Katholischen Schweiz sich be-findende schöne Stücke beweisen. Er legte sichauch auf das Staklschneiden, und genoß darinder Anleitung seines großen Landmanns, Hedlin-gers. Um 1772. ward er Wardein und Münz-meister des Standes Schwytz . HaUer.
Stedler (Johann Sebastian ) zu Erlangen ,soll: versuch ganz neuer zu /-Vu-tr/k-
cire» (Nürnberg I/Zr. 40. m. Kupf ) herausge-geben haben. Vermuthlich also ein Ingenieur.
* — — s. auch Srerrler.
Stedman (I. Gabriel), ein Hanptmann inholländischen Diensten. Als die Holländer um1772 Truppen nach Surinam schickten, um dieMaron-Neger zu Paaren zu treiben, war er bey demedeln Geschäfte. Nach seiner Zurückkauft gab er einWerk in englischer Sprache über jene Vorfälle zuLondon in 40., was bald in mehrere andere Sprachenübersetzt wurde. Die vielen Kupfer desselben hater eigenhändig gezeichnet. Oeffenrl. hJachr.
Sree (P.). So nennt der einzige Katalogvon paignon - Dijonval einen Künstler, dernach Joh. Toer (blühete um 1778) das Bildnißeiner Miß Salethea Dawkens gestochen habe.
* Steei nweghe (I. P.), s. ^reinwegheim Lexikon sowohl als in gegenwärtigen Sup-plementen.
Sreen (E. van). So nennt der einzigeKatalog von Paignon-Dijonval einen Künstler,den er von dem nachfolgenden Franz ausdrück-lich unterscheidet, welcher Costume-Blätter nachD. Teniers : Alter Mann und alte Frau, welcheGeld zählen, dann vier kleinere mit Trinkern (allein Abr. Teniers Verlage) geliefert habe.
* — — (Franz van den) *). Nach RostV. 420. geb. illoj. Dort, und in einem Ver-zeichnisse meines sel. Vaters finden sich von ihm:Vürderst Bildnisse nach H. van Eyck, H. Golzius,I. van Hert, Rubens , A. Willaerts; andre ohneNamen des Malers. Dann Geschichtliches nach: A.Allegri, M. A. Buonaroti, H. Carracci , Cecchi-no del Frate, A. Dürer , A. va» Dyck, H. vanEyck, I. van Hoeck, Manfredi, F. Mazzuoli, G.Reni, Rubens , A. del Sarto, D. Teniers , M.Valentin, A. Darotari, T. Vecelli; also, wie mansieht, nach den Berühmtesten; aber wahrhaftigfür den Stich unsers Wissens nichts Treffliches.Das Verdienst derselben besteht nämlich darin,daß sie uns —die Schatten berühmter Bilder ausder ehemaligen Gallerie von Brüssel, und derjetzigen Kaiserlichen zu Wien dürftig genug dar-stellen. So z. B. Jupiter, der den Ganymedentführt; Ebenderselbe, der die Jo liebkost, undAmor, der sich aus Herculs Keule einen Dogenschnitzt, alle drey nach A. Allegri, in der Thatäußerst seltene Blätter, die daher (wie das Lex.bemerkt) schon aus Mariette's Kabinet für s 3 c>.
2) Nur bisweilen schreibt er sich Stein. So z. B. auf Blättern von Fest'vitären, welche (heißt es in einerunsrer Handschriften) Carl Pasetti (?) erfunden, und N. von Hoje geieichner habe.