Sieger.
den, da der innige das Zweckmäßige mit demSchönen vereine.
Steger (Christoph), ein Maler welcher zuHalle in Sachsen um und nach der Mitte desXVII. Jahrhunderts blühte. Johann Dürr hatden Gottesgelehrten G. Olearius, den Rechts-gelehrten Conrad Carpzov (16HZ ) und mehrereandere Bildnisse nach ihm in Kupfer gebracht;auch von Nicl. Weißhuhn, nach ihm gestochen,kennen wir drey Sarge eben so vieler Prinzessin-nen, die in 1662. zu Halle beygesetzt wurden.Nach einer spater erhaltenen Notizz war unserKünstler Hofmaler bey dem Erzbischofe und nach-maligem Administrator von Magdeburg , HerzogAugust von Sachsen,Weißenfels, der seine Re-sidenz eben zu Halle hatte. Das Bildniß diesesHerrn und auch dasjenige seiner Gemahlin, derAnna Maria von Mecklenburg , hat vorgenannterDürr „ach ihm in Fol. gestochen. Don gleichenKünstlern ist dann zu den Funcralien der verwitt-weten Landgräfin zu Hessen , Christinen Sophien(E8.) das allegorische Lilelkupfer mit derenBildniß und eine große Vorstellung des Leichen-zuges geliefert worden. Noch ersehen wir ausden Fumeralicn der Prinzessin Anna Maria (ge-storben Halle 1671.) daß unser Hofmaler sie gleichnach ihrem Absterben noch schildern mußte. Indiesen Funeralien finden sich, ohne jede Künstler-bezeichnung, öo. Blätter, die aber von Gregorgezeichnet sind.
— — (Hans Friedrich, auch Johann),Churfürstlich - Sächsischer Landbaumeister. AufBefehl Johann Georg I. mußte er von 1618 bis1620. an dem Churfürstlichen Schlosse Hartenfelszu Thorgau die Vordergebäude, den Thorweg,den Glockenthurm u. s. f. neu aufbauen und über-haupt mehrere andere Veränderungen vornehmen.Gregemann lebte noch ib36. und stand in die-sem Jahr dem Steinmetze Just Niclaus Dathanzu Wittenberg Gevatter. Er muß auch zu Thor-gau gestorben seyn; denn hinter der Kanzel desKlosterkirche daselbst, findet man sein zierlichesEpitaphium: Thorgauische vNerkwürdig-keiren u. sJachrichren 1749. 4°. S- 28.
* — — (I.). Nach demselben hat E. Hain-zelmann: Christus, der den Segen ertheilt —M. Küsset einen Thesis von P. C. Chiaky, und
G. A. Wolfgang ein Glatt zum Gedächtnisse des
H. Märtyrers I. Sarcander gestochen.
— — s. auch Steiger und Stecher.
* Stegh (A.) Nach ihm (der aber keinAnderer, als der Abrab. Stech, ebenfalls desLex. ist), hat I. Munikhuysen das Bildniß desin 1680. verstorbenen Danzigcr-Pfarrhcrrn Abra-hams tzeysseus gestochen.
Steglich ( ) ein Baumeister, studierte
seit ungefähr 1777. zu Dresden unter Hölzer,und war um 1780—87. Mitglied dortiger Akade-mie. Um 1788. gieng er von Dresden nach Ber lin , und erhielt hier eine Anstellung, jedoch nichtals Künstler, sondern, wenn wir nicht irren, andasiger Roßarzneyschule. Ec.
— — s. auch Sraglich.
Steg mann ( ). Nach einem solchen
soll Halle in Berlin ein Bildniß des L- von Ereil(Pr. 8 Gr.) gestochen haben.
Gregmüllee (D.) Ein uns sonst ganz un-bekannter Künstler, von welchem H. PaignourDijonval zu Paris , noch 1810. vier getuschte Zeich-nungen besaß: Zweye, die Ruine» von Bredes-dale; dann die Ansichten einer Kirche, und einerDorfstrasse. Lstalo^ äs
Srehlin (Peter), s. oben Srählin.
Srehmann (Carl Gerhard), nichlGebhatd,wie es bey Meusel heißt, ein um 1809. und noch181Z. zu Leipzig lebender geschickter Künstler, ge-
Steidlin. 1721
bortn 1780. lernte anfangs das Gürtlerhandwerk,legte sich aber seit i 8 o 5 . ohne alle fremde Anlei-leitung auf die Holzschneidekunst, worin er schoneine Menge Vignetten und ein großes Thierstuck,und zwar (heißt es in Meusel's rJ. R L-)mit so glücklichem Erfolge geliefert hat, daß sicheinst etwas Ausgezeichnetes von ihm erwartenläßt. Eine Titelvignette von ihm sieht man z. B.auf dem Leipziger Adreß- Post- u. Reise-kalender, wo er (S. iZü.) eben irrig Earl Geb-hard heißt. In 181Z. schnitt er nach Carl Au-gust Mihauser's Zeichnung die neuen KöniglichSächsischen Reisepässe.
Srehyn (Jakob), ein Glockengießer zu Dres den , wo er um ihZ6, genannt wird. G- Ger -lach Reparar. des Birchrhurms zu Leubnitz 1666. Meisten 4°. S. 68.
Seei (P.). Ein solcher (heißt es irgendwoohne Weiteres) schabte gute Bildnisse nach I.Tow, den wir eben so wenig kennen.
Sterb (Theod.) s. oben Thomas Schrveicker.
Treidel (I. F.), Maler zu Bamberg , ver-fertigte 1707. für die dortige Stiftskirche St.Stephan das Altarblatt, welches diesen Hei-ligen darstellt. Liporvsky.
Steidl oder Sreidlin (Melchior). Mitdem erster» Namen benennt ihn Liporvsky. EinMaler aus der ersten Hälfte des XVIll. Jahrhun-derts zu München ; von ihm wird dort angeführt:Das Innere der Stiftskirche Obermünster zu Re gensburg (also wohl in Fresco); dann ebenda-selbst ein Altarblatt: Mariahülf. In der Fran-ziskanerkirche zu Straubing das Altarblatt: St.Anna, und in der Theatlnerkirche zu Salzburg :St- Cajetan (1706.) Endlich in der Dominika-nerkirche zu Eichstädt, das in Hirsching'sNachrichten von Gemälde - u. Lupferstich-samml. VI. 62. (wo unser Künstler Sreidlinheißt) schön genannte Deckcnstück, das den Fisch-zug Petri darstellt. Einer unserer Freunde nenntdiesen Künstler einen sehr geschickten Zeichner,dann Geschichts- Fresco- und Archiiekturmaler,Zeitgenossen von Joh. Andreas Wolf, dessen Schü-ler er vielleicht seyn mochte, oder nach dem er sichwenigstens ganz gebildet hatte. Er starb zu Mün chen 1706.
— — (Michael). Ein solcher malte 1706.das Altarblatt auf dem Seitenaltare der Epistel-seite der Kirche der Cajetaner zu Salzburg . Das-selbe stellt den H. Cajetan dar. Dasjenige aufder Evangeliensette, zeigt die Familie Christi vonPaul Trägers Hand. Hübner's Beschreib,von Salzburg I. 283.
— — s. auch Treidel und Sreidlin.
Sreidlin (Johann Matthias). So heißtirgendwo, ganz ohne Weiteres, ein Kupferstechervon ziemlich schlechten Blättern, zu Frankfurt (1707.) und Regenspurg. An letzkcrm Orte sahman von ihm, gemeinschaftlich mit AndreasGeyer, ein Blatt in Querfol. welches eine da-selbst aufgeführte Illumination von Siegs - undFreudengerüsien darstellt. Nach Hüsgen (N. A.S. 5 rö.) wo er ebenfalls mittelmäßig genanntwird, lebte er noch zn Anfang der i74oziger Jahrekümmerlich zu Frankfurt , und arbeitete nämlichVieles für die dortigen Buchhändler, von wel-chen er (heißt es, schrecklich zu hören i) „nachdem Maaßstab dieser Herren" bezahlt wurde.
— — (Matthäus), s. unten Sreudlin.
— — oder Sreudlin (N.) Maler. DieDeckcnstücke der Stiftskirche St. Moritz zu Augs burg , sind seine Arbeit. Selbige enthalten: DieErschaffung der Welt, die Kceutzignng und dieSendung des H. Geistes. Hirschings Vlach,richten v. Gemälde- und Lupf-rsiichsamml.IV. 239.