Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1722
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1722 Sreidlil».

Seeidlin, s. auch Treidel und Seeidl.

Sreidner (D.), so soll ein Kupferstecherheißen, der die Jahreszeiten, auf 4 Blätter in 4°.und dann eine Paßion in mehreren Folioblätterngestochen habe.

s. auch Sreudner.

Sterdtz ( ), ein uns sonst ganz unbekann-

ter Künstler, von welchem H. Paignon-Dijonvalzu PariS noch 1810. zwey von 17Z9. datirte Aqua-rellzeichnungen besaß, welche Plafönds-Verzierun-gen mit Gemälden und Sculpturen darstellten.

Steig (Heinrich), Münzmeister, s. untenScheibersdorf (Albert von).

Geeigenberger, irriger Name für denfolgenden Gottfried von Steinberg.

Steiger (Christoph), ein Werk - und-Bau-meister, der in 1646. die Stadtkirche zu Leisnitzin Chursachfen reparirte. Ramprad's Leis-nitzer Lhronica (das. 1 / 53 . 4°.) S. 178.

(T.), ein Maler, der in der letztenHälfte des XVII. Jahrhunderts, vielleicht zuQuedlinburg lebte. Das Bildniß des Gottesge-lehrtcn I. Henning's hat I. C- Böcklin nach ihmgestochen.

s. auch Seeger und Steickerr.

Steigleder (Johann Caspar), ein Gra-veur zu Suhl , wo er 1812. arbeitete. Derselbeist ein Schüler von Joh. Veit Döll.

(Joh. Ulrich), ein Organist und Com-ponist zu Ulm. Derselbe gab: 'Cabulaturs Orxa-rns et Or;;a»cL(il8 uuice inserviens. DIm. 1624.Dieses Werk hat er eigenhändig in Kupfer gesto-chen. Meyer mann Vlachr. v. Ulmer-Ge-lehrten S. 486.

Sreinres s. oben Silbermann , und untenSteiners.

Stein (Anna Maria), geb. Preißler, gebo-ren zu Nürnberg , und noch dort lebend um 1809.Tochter des ehemaligen Akademie-Direktors Joh.Juft. preißlers, und der berühmten SulannaMarie, geb. Dorsch, von der sie die Kunst, inorientalische Steine zu schneiden, gelernt hat.So hieß es schon 1787. bey Mensel II. undjetzt, ohne Weiteres, neuerdings in Ebendess.N. R. L.

* (A. L.), heißt August Ludwig,Zeichner, Kupferstecher und Unterlehrer bey derKunstakademie zu Leipzig (schon um 176b.), ge-boren zu Pavia (?) 174a. Der Katalog vonMinkler sagt wohl richtiger, zu Leipzig 1734.Bereits in 1768. kannte man von ihm einen Pe-truskopf im Gebet, nach Guido (denselben,den auch Premier in Mezzotinte gab) aus demMinklerschen Kabinette; 1771. Venus und Amor,nach Cignani, mit schwarzer Kreide gezeich-net; jungen Kopf (Litus Rembrandt ) nachRembrandt , wieder aus dem Kabinet Winkler.Dann: Erste Folge Altenburgischer Trachten,gcctzt und ausgemalt (). Bl. in 8°. Leipz. 772.);Ansicht des Dorfes Thräne im Altenburgischen,eben so (Fol. obl. Leipzig 77Z.); Dresden vonder Gegend des Holzplatzes, eben so (Fol. obl.Leipzig 778.); Ansicht der Festung Königsstein,nach der Natur geetzt, und im Aaberlischen Ge-schmacke colorirt in 1780. (nicht 89. wie es beyMeusel heißt); Kopf Mosis in Lebensgröße,Originalzeichnung in schwarzer Kreide; Zeichnungdes abgebrannten Schlosses zu Gera ; carvellirke(?) Bildniß - Profile, 7. Bl. Von da an nichtsmehr. Meusel l. u. 1 l. und B. L. Steinlebte noch 1812. zu Leipzig , (obschon er seil i8uZ.im Chursächsischen Hofkal. nicht mehr erscheint)wurde aber in gedachtem Jahr, seines Alters we-gen, als Emeritus erklärt, und seine Stelle

( Stein.

provisorisch dem Kupferstecher Grünler anvertrautVonk. n. B. d. Sch. w-ssensch. XXXV. 1Z4.Noch nennt eines unsrer Privatverzeichnisse vonihm Ornamente (4. Bl.) nach Berain, und (wieLs scheint ein ganzes Heft) ?er8pective8 8sxon-ne8, 6e88inee8, z;rnveo8 et enlumlnee8 psrL. (wohl die schon genannten). Weiterenthält der Winklersche Katalog von ihm: Einenackende Nymphe, die sich zusammenrafft, undihre Haarflechten hält; den jungen Savoyard mitseinem Murmelthier, und drey Costume-Köpfe(einen männlichen und zwey weibliche), die Nym-phe mit: Xt. I. den Savojard mit: ( 7 . inv.Xtei» ssc. ng. fort. und die drey Kopfe bloß mit:§. I. bezeichnet.

Stein (Carl). So hieß ein geschworner Zimrmermeister bey dem Stadtoberbauamte zu Main ;1791. Churmainzischer Hof- und Staarska-lender.

* (Franz von den), so schreibt sich bis-weilen Franz van den Sreen.

(Fr.). Von einem solchen sah manauf der ersten Stuttgarter -Kunstausstellung 1812.ein historisches Bild in Oek: Ulysses bey demKönige Alcinous.

Georg Wilhelm), ein Arzt, der sich inseiner Kunst auch als Schriftsteller bekannt ge-macht, geb. 1778. zu Cassel, wo sein Vater Frucht-MagazinssAdinüustrator war. Zu seinem Vergnü-gen dann lernte er auch das Zeichnen und Radirenum 1790. bey dem Gallerieinsprktor Tischbein. Ini 8 « 3 . gierig er von Cassel als ordentlicher Pro-fessor der Arztney - und Entbindungskunst nachMarburg . Grrieder's Hessis. Gelehrren-geschichre XV. 292. ff.

(Gerhard), Münzmeister, s. untenSchreibersdorf (Albert von).

(Gottfried), lebte zu Anfang d.XVkll.Jahrh., und arbeitete Manches für den Verlag vonJcrem.Wolf. Von ihm kennt man Christus vorCaja-phas, und die Geisclung, nach I. Rubens ; Jo-seph in Egypten verkauft, und vor Pharao , nacbSchwarz; dann für irgend ein historisches Werk,nach P. Beckers Zeichnung: Plan und Einnahmevon Kaiserswerth , und Einnahme von Trarbach(1702.). Auf seinen Blättern schreibt er sich bis-weilen auch Scain.

(HeinrichSimon), Hofgärtner, s. un-ten Wilhelm Ludwig Sreiz.

(Jacob), von Altenburg . Wir habenein altes Stammbuch vor uns, worin ein sol-cher in 169b sich eingeschrieben und zugleich seinWappen mit Deckfarben eigenhändig dazu gemalthabe.

(Joh. Heinrich), Gärtner zu Halbemim Fürstenthum Minden; sodann tzofgärtner zuDetmold wo er noch 1802. am Leben war. Eingeschickter Mann in seiner Kunst, der auch bota-nische Schriften aus Licht gab.

(I F>). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Maler, nach welchem I. I. Haiddas Bildniß des Pros. Gottfried Schutzius ge-schabt habe.

f. auch unten Theod. Fried.Stein.

* (Ludwig), des kex. ist mit demvor-angeführten A. L. Einer und derselbe.

-- (N.), ein geschickter Bildhauer zuDreslau, wo er 178g. oder gc». starb. Von ihmheißt es in der Beschreibung der Stadt Breslau ,Brieg 1794. 8°. S. 407. »Er unterschied sich

sowohl durch gute Formen als feine Ausarbei-tung, und obgleich sein Mciffel meisteutheilsmit bekleideten Heiligen und Tugenden, theils