Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1723
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Stein.

mit Verzierungen an Kapellen oder Häusern be-schäftigt war, so studirte er doch griechische Kunstund brachte die Ideen der Vorzeit, wo es sichthun ließ, an. Von seiner Arbeit sind nebenAndern: Die Statue Friedrichs II. im Gartenzu Carlsruhe ; das Monument des Generalsvon Seidlitz im Garten zuMinkowsky, so auchin Kupfer gestochen ist; das Froukispice am»Fricdrichsthore zu Breslau ; und verschiedenesowohl Statuen als Köpfe in Schcuting vorder Stadt Breslau ." Einer seiner Schülerwar Joh. Joseph Hoffmann.

Grein (Paul), Goldschmied zu Nürnberg ,.1602. 5 e. I. alt, ist uns bloß durch sein Bildnißbekannt.

(Peter). So hieß ein Bau-und Mau-rermeister zu Wittenberg um i 5 ?o.

(Theodor Friedrich), ein Bildnißma-ler, lebte um 17b». und noch 1766. zu Hamburg .Nach ihm kennt man diejenigen des Arztes P.Carpter, vonBernigeroth(i76».),Gottfr. Schütze'svon I. I. Haid, und des Consul Renzel's zu Ham­ burg von I. C- G- Fritsch. Sein Nekrolog inMeusel's Mus. VI. 100. lautet:Am 1. Aug.2788. starb zu Lübeck der allgemein beliebte undgeschickte Portraitmaler Herr Tb. Fr. Stein, aneiner Brustkrankheit". In den: ttambur^. Xünst-lernacbr. .8. 4 » 4 i- wo sein Tod zu Eutin i?8o.angeführt wird, heißt es von ihm:Er malte inMiniatur, und vorzüglich in Pastell Portraits,als Brustbilder oder ganze Figuren von jungen,schönen Damen, in manniafaltigen reihenden Stel-lungen und mit einem gefälligen Colorite. SeineManier in Miniatur gliech völlig Klingstetts , so-wohl in der Behandlung als Darstellung". Jr,gendwo heißt er auch ein Miniaturmaler im hi-storischen Fache. Noch bemerken wir, daß Gche-reling in seiner Jkonographischen Bibl. V. nebenunserm T. F. Grein (S. roo. u. i»i.) noch ei-nen I F. tzrein (S. 67. 70. (,7. 99.) und nachdemselben (der wohl kein Andrer als der Unsrigeseyn kann) mehrere Hamburgerbildnisse von Chr.Frickch, wie z. B. des Kaufmanns P. His und desProfessors H. S. Rcimarus anführt. Weit eherindess n vermuthen wir, daß der Taufname I. F.der irrige sey.

(Valentins Silberarbeiter zu Augsburg 1689. Wird gelegentlich erwähnt in dem: Hoch-beebrren Augsspurg, oder Linzucs bevderRöm. Raiserl. Majestäten von M. I. F. W.Augsburg 1690. 40. S. 5 o.

( ). So heißt irgendwo, ohne

Weiteres, ein Maler, der um 1780. in der Aka-demie z» Casscl studirt habe, und kaum der vorge-nannte Tb. ^riedr. seyn kann.

( ), ein geschickter Schreiner zu Des­ sau

, wo er 1812. noch lebte. Derselbe war 1800.von Berlin dorthin gezogen.

Grein de Terror ( ).) Nach den geo-

metrischen Vorarbeiten eines solchen, nnd desKriegsraths Sorzmann, erschien im General-Kriegsdepot zu Paris 1808. eine reduzirte Kartevon Ost-Preußen auf 17. Dl. welche 4 § fl. kostete.

Gteinackers ) aus Wien , ein Künstlerder sich um 1799. ru Dresden befand, und aufdem dasigen Kunstsalon etwas, das wir aber nichtzu beneimen wissen, ausstellte.

Sreinauer (Christian Wilhelm) zu Meisten,und Königl. Sächsischer Commissarius bey derdasigen Porzellain-Fabrik noch in tst>2. Derselbe,st ein geschickter Kunstdilettant im Zeichnen. Obet etwa Eine Person mit dem unten wlgendenO). Sreinauer seyn dürfte ist uns unbekannt.

.(Joh. Christian), ein geschickter Ju-belier zu Naumburg an der Saale , in der erstenHälfte des vorigen Jahrhunderts. Der HerzogChristian von Sachsen.Weissenfels war ihm sehrzugethan, und beehrte ihn mit dem Titel einesCommerzienrathes. ss-rc.

Steinberger.

Sreinauer (W.) ein Künstler, der um 1780.vermuthlich zu Weimar oder Jena lebte. In ei-ner kleinen Brochüre, welche die Lebensbeschrei-bung des Hofraths zu Jena , I. E- I- walch,enthalt, findet man nach seiner Erfindung ein Be-grabniß-Monument, aufgedachten Gelehrten geetzt.Dann aber nennt ebenfalls nach ihm der Gant-katalog von Brandes ein von Geyser gestoche-nes Folioblatt zu Schweißers Composikion vonWielands Oper: Alceste. S. auch oben den Art.Christ. AVlh. Sreinauer.

* Steinbach (Erwing, oder Erwin von),st. i 3 i 5 . Das von ihm im reinsten gothischenStyle erbaute Münster zu Straßburg wurde 28.Jahre lang von ihm besorgt. Oben auf dem Munster -platze sieht man an dem Thurm, der Wasserschaalegegenüber, das Bildniß dieses Baumeisters.

(Matthias), Errvin's Sohn. Ob die-ser mit demjenigen derselbe sey, den das Lex.unter dem Art. seines Vaters, Johann heißt, istuns unbekannt. Derselbe entwarf den Plan derseit 1Z21. errichteten Terrasse zu. Bern , baueteaber nicht das (erst 1421.) ausgeführte Münster da-selbst, und eben so wenig dessen Sohn, wie es inReichards malerischer ^eise durch d. SchiveizS. 253 . heißt.

* Sreinbeck oder vinleck ( ), Die-

ser schwedische Formschneider des XVIII. Jahr,Hunderts befand sich zu Paris zugleich mit dembekannten Grafen von Tessin . Heinecke III. iZ2.

Sreinberg (Gottfridt de) so. Man. (Mün­ chen ). So bezeichnet sich der Stecher einesnicht übel in Fol gravirten Bildnisses des Bayer-sehen Prinzen Maximilian Josephs, »ach dem in1743. verfertigten Gemälde von Franz JosephWeiß. Man findet dieses Blatt als Litclkupsereiner 1743. gedruckten Dissertation dieses Prinzen.In dem Krönungsdiarium Kaiser Karl VII. (derbeygedruckten Fourierliste) werden als Hofmaler undKupferstecher genannten Kaisers, vormaligenChurfürsten von Bayern , und als bey dessen Krö-nung zu Frankfurt -742. anwesend, N)eiß undSteigenoerger angeführt. Daß letzcrcr Nameunrichtig geschrieben sey, folgt wohl aus Obigem.Dieser Künstler ist ohne Zweifel derselbe GottfriedSteinberg, der auch bey Liporvsky Kupserste-cher zu München heißt, welcher meistens Schrif-ten gestochen habe; dann auch die Blatter zu dergeographischen Beschreibung der Propsteyen undStifter der regulären Canoniker in Deutschland .Von ihm heißt es in so eben erhaltenen Notizzeneines unserer Freunde:Derselbe war Kurfürstli-cher Truchseß und Kupferstecher in München . Db-wohl er nun in dieser Kunst nicht ungeschickt war,so scheint es doch, daß er solche vielmehr zu sei-nem Vergnügen geübt habe; und daher mag esauch kommen, daß man, außer einigen von ihmgestochenen Bildern von Heiligen und Andachts-stücken , sonst Weniges von seiner Arbeit antrifft.Er starb in München 1782.

G reinberger (Heinrich), erscheint um 1789.als Schüler der Berliner-Kunstakademie, und ließdamals auf den dasigen Ausstellungen Zeichnun-gen nach bekannten Meistern sehen. In 1800.war er Zeichenmeistcr an dem Cöllnischcn Gym-nasium und a» der Cöllnischen Stadtschule zu Ber­ lin . /Ikc.

* (Johann Christoph). So nennt derU)inklersche Gantkatalog einen Zeichner, Kupfer-stecher und Kupferetzer von Regensburg , der um1740. geblühet habe, und von welchem es dortheißt: Sein Bedeutendstes seyen sieben Blätter(neben einem achten von D. Nessenthaler), die ernach seinem Mitbürger, Martin Speer, sehr gutgeetzt und gestochen habe, welche die Geschichtender Menschwerdung Christi bis zur ReinigungMariä (diese von Nessenthaler) darstellen. OhneZweifel ist er der nämliche, mit dem gleichfolgem