Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1724
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1724 Steinberger.

den I. <5. Steinberger des Lex. obschon da-selbst die Blüthezeit des letztem ganz verschiedenvon derjenigen des unsrigen angegeben wird.Uebrigens wird jene Folge von Blättern aus demLeben der Maria und Jesus, in kl. quer Folio,anderwärts nach Joh. Hölzer gefertigt angegeben,und dabey bemerkt, daß einige derselben (wieB die Flucht nach Egypten, und Jesus imempel lehrend) Hölzer selbst geetzt habe. Auchder Katalog von Paignon-Dijonval nennt aus-drücklich von einem I. < 5 . Steinberger nachHölzer: Die Verkündigung, Geburt, Bcschnei-dung, Anbetung cher Hirten, Reinigung und Kin-dermord- jedes mit 6. lat. und deutschen Versen.

* Steinberger (I. C- od. C.), Maler undKupferstecher, arbeitete zu Anfang des XVIII.Jahrhunderts zu Augspurg, und wahrscheinlichauch zu Nürnberg , ssach ihm (heißt es ir-gendwo ganz umgekehrt mit, der Notiz; ausVOinkler jn dem vorhergehenden Art.) kennt maneine Folge von Blättern, welche das Leben Christi,von M. Speer gestochen, darstellt, von ihmdann hinwieder: Die Geburt Christi , nach I.Hölzer ( 5 . kl. Quer Oktavbl.); Moses der an denFelsen schlagt (Quer-Fol.), ein Bildniß Max.Josephs, Sohns Kaiser Kar! VII. nach Weiß;männliche und weibliche einzelne Figuren, nachberühmten Meistern (D. Herz exe.); Prospektevon Augsburg , und: Dstinient äs 1 s ^rsncls6sr6e s Oregcle, k'ol. (Jer Wolf exc.). Auchin: I. <k- v(olkamer's) zskürnbergischenHesperiden (Fol. Nürub. 1708.) trifft man, so-wohl von ihm als von einem L- Steinberger(wohl von demselben) Prospekte an. Liebhaberbesitzen auch von einem I. <t- SteinbergerZeichnungen in Kreide. S. auch den gleich vorher-gehenden Art.

* — — (Leonh. Michael), Schriftenstechcrzu Augsburg , geboren daselbst 1719. und gest.176b. Von ihm kannte man auch Landkarten,perspektivische und andre mathematische Figuren,Bilder, Wappen, u. s. f. Mensel 1 . II.

— — ( ), ein 1809. noch lebender Me-

chaniker nnd Kunstdrechsler zu Salzburg , wirdin Hübner's Beschreibung dortiger Merkwür-digkeiten sehr gerühmt wegen seiner Geschicklich-keit und Genauigkeit in Stahl und Messingarbei-len, und Verfertigung physikalischer und mathe-matischer Instrumente. Ob, oder in wie weit erauch zu den bildenden Künstlern gehöre, ist unsunbekannt.

Steinbock, auch Sreenbocku. Sten-b 0 ck (Magnus Graf von). Dieser große Mann,Feldmarschall unter dem Könige von Schweden Carl XII. geboren zu Stockholm rbbH. ist nichtallein als ein guter Dildnißmaler bekannt; son-dern er verfertigte auch zu seiner Unterhaltungartige und subtile mechanische Künsteleyen, wo-von man z. B. in dem Kunstkabinette der Uni-versität Lund noch Proben antrifft. Als er Lon-ningen forcieren wollte, halte er das Unglück,vom Hunger gezwungen, sich mit seiner ganzenArmee auf Capitulation in die Gefangenschaft derDänen begeben zu müßen. Er starb in derselben2717. zu Friedrichshaven. Mann nennt ihn denletzten Helden seines Landes, einen guten Staats-mann, tugendhaften Bürger, treuen Unterthan,die Stütze und das Opfer der Angelegenheitenseines Königs. Sein Bildniß soll Bergquist nachLoenbom gestochen haben.

Sreinbögken (Hans Georg), ein Stein-metzmeister zu Dresden , der um 1V70. die äußereArbeit an dem daselbst, unter Klengels Leitungerbaueten Komödienhauie vollführte. S. eine altehandschriftliche Baurechnung.

Steinbrecher (Hans Georg), Steinmetz-meister zu Dresden . Derselbe war in 1648. beydem Drchenbaue zu Kötschenbrode, unweit Dres-den , beschäftigt.

Steiner.

Steinbrenner c ). Jn Meusel'sArch. I. ( 3 .) itzo. liest man, daß sich in der imKüffnerschen Verlage zu Nürnberg (1804) erschie-nen Eudora der Sreinbrennerische Entwurfeines Fricdenmonuments finde, welches zu Straß-burg errichtet werden soll. Wohl dürfte aber hiervielmehr von einem Entwürfe von Weinbrennerdie Rede seyn.

Steindruck (Joseph). So heißt in Dres-den , ;. Lenntniß seiner Häuser, ein Scho-lar der dortigen Kunstakademie 1798. von demwir seither nicht das Geringste vernommen haben.

Steinb rück oder Steinbryck (N.). Soheißt ein Maler, welcher um die Mitte des XVII,'Jahrhunderts zu Gotha lebte. Das Bildniß desGottesgelehrten S. Glaffms hat P. Troschel nachihm gestochen.

Sreinbuch (Johann Georg), Doktor derAczneykunde, vermuthlich zu Erlangen . Zu seinenAnnalecren f. d. zJarurkunde (Fürth 1802 8°)bann zu St. 28. des »Jarurforschers (Halle1799. L°.) und zu < 5 . H- T. Schregers Be-schreibung der chemischen Gerarhschafren,hat er Zeichnungen gefertigt, welche I. F. Vol-kart und A. Gabler geetzt haben.

Steinburger ( ). Jn einem Verlags-

Verzeichniffe, das mehrere ältere Werke (d. h.aus der ersten Hälfte, und der Mitte des vorigenJahrhunderts) enthalt, und von Schneider undWeigel zu Nürnberg 1789. ausgegeben wurde,finden wir einem solchen zugeschrieben: isivilbau-kunft, nach französischer Bauart in 24 Kupf.Fol. Pr. 2 Rchsthlr. — Jn der That aber scheintdieser Steinburger, nur eine Verdrehung deSNamens des nachfolgenden Joh. David Srein-gruber's.

Steindl( ). So heißt in Meusel'sA. R- L. ein um 1809. noch lebender Bildniß-maler in Miniatur und Pastell, zu Prag , der in-dessen nicht unwahrscheinlich mit dem gleich untenfolgenden Prokop Steinet Eine Person ist.

Steineck ( ), vermuthlich ein Kupferste-

cher. Das sehr mittelmäßige Bildniß von Louftsaint Louverture, gehörig zu Rainsford'sGeschichte von Sr Domingo, aus dem Engl.übers. (Hamburg 180b. 8°) ist sonderbar, ohneWeiteres bezeichnet: KeZAL üc LteiuscL.

Steinel (Prokop), geboren zu Schediez inBöhmen 1782. der (nach Meusel 1.) zu Prag inMiniatur und Pastell um 1778. Bildnisse gemalt,wohl Einer und derselbe, oder dann der Vaterdes obigen Gteindl. Jn Ebendess. Mus.XI. 491 dann heißt es von ihm, unterm Dar.Prag s 5 . Jan. 1790. „ Es befindet sich hier auchein geschickter Pastellmaler mit Namen Greinel,der fast gar nicht bekannt ist, und doch alle Auf-merksamkeit verdient." Dieß zu einer Zeit, wodort selbst ein Q Iahn, aus Mangel an Arbeit,mit — Strümpfen handeln mußte.

Steiner (Anna Barbara), gebsrne Stei-ner, und Gattin des unten folgenden JohannEonrad Greiners, s. den Art. dieses lctztcrn.Auf dem Zürcher -Salon 1802. sah man von ihrauch eine Waldparthie in Kupfer geetzt.

— — (Carl Friedrich Christian). Einen sol-chen nennt man in dem Herzogl. weimari-schen Hof- und Adreßkal. für 1812., alsHerzoglichen Architekt beym Civilbauamt, und Leh-rer der mathematischen Wissenschaften bey demfreyen Zeicheninstitute zu Weimar .

— — (Caspar), geboren zu Wlnterchur imSchweizerkanton Zürich 1734, lebte von seinenJünglingsjahren an zu Bergamo , als Vorstehereines ansehnlichen Seidenhandels. Neben denTalenten für seinen Beruf besaß er aber dasje-nige zum iZeichnen und Malen (welches Haupt,