Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1727
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Steiner.

sich von ihm: Der H. Joseph; ein Chemiste; dieBildnisse des Angela Soliinena und des Fürstl.Kaunitzischen Stallmeisters Ridel. Bey Mensel11.(1789.) dann werden überdieß von ihm genannt:Ein Altarblatt in seiner Geburtsstadt; die Bild-nisse des Fürsten von Kauniz, des letzten Jesui-tengenerals Ricci, Metastasto's, Landon's u. s. f.Neueres haben wir von ihm nichts vernommen.Mensel (N. K. L.) fragt (1809.) lediglich: Lebter noch? Wohl aber, wie wir eben bemerken,noch Verschiedenes über ihn, was zugleich aufeinen schon vor 1799. Verstorbenen zu deuten scheint,ebenfalls bey Mensel Misc. IX. 108—9.in dem baldfolgenden Art. seiner Tochter. Gestochenund geschabt nach ihm haben, von obigen Bild-nissen: I. Gregor! Metestasto's (1786.); I. G.Hayd Solimena's; Schmutzer des Prinzen vonKaunitz. Dann I. Ph. Haid Joseph's ll. unddes Grafen F. B. von Harrach .

Sreiner (Joseph), zu Berlin , um i8un.Derselbe verfertigte Wasch - Maler - und Tusch-farben, letztere nach englischer Manier, zu Du-tzenden in Mohagonikästchen. Mn.

— — (Moritz), wird in dem Rvnigl. U)ür-remberglschen Hof - und Sraarshandb.als Stadtbaumeister zu Rolhenburg 1809. genannt.

— — ( ), die auch oben in u. Supplem.

8. v. Rrafr erscheint, Tochter (heißt es in Me u s.

Misc.IX. 109.) eines ehemal. Hofmalers Stei-»er's, des beßten Historikers seiner Zeit in Wien ,vermahlte Brafr, ebenfalls Künstlerin, die sichum 1799. in Prag befand, und im Bildnißmaienviele, nicht mittelmäßige ihrer Kunstgenossen hin-ter sich zurückließ, »Dieselbe" (wird dann fort-gefahren) »besitzt außerordentliche Talente undKunst im Treffen; ihr mißlingt kein Bildniß; auchmalt sie mit solcher Leichtigkeit, daß sie, wie erstkürzlich, vier Köpfe in etwas über zwey Stunden aufein Bild setzte. Ihre Manier ist männlich dreist,und ihre liebste Arbeit in breiten pastosen Stri-chen. Nie hat ein Frauenzimmer, meines Wissens,so kühn gemalt. Ihre Studien - und Conversa-tionsstücke nach der Natur scheinen ein Mittelzwischen Honkhorst und Rcmbrandt zu seyn. Mitnächstem Frühjahr reist sie vermuthlich über Ham-burg , nach England ", Hierauf wird (wie gesagt)gelegentlich auch noch ihres verstorbenen Vaters(merkwürdig genug) erwähnt, wie folgt: „Mansieht von seiner Hand, die man manchmal mitseinem Freund R, MengS vermengen könnte, inWien mehrere Gemälde auf den Strassen, die inGallerien zu hangen verdienten. So sind z. B.die Laden der Apotheken zum goldenen Hirsch,auf dem Graben zum Storch, und auf dem Hof,dann auf dem Peter die Aushängtafeln desGeschmeidegcwölbes zur Venus genannt ebenfallsvon ihm; auf einer derselben ist ein sich schmü-ckender auf den Zehen in den Spiegel schauenderKupido, ein neckischer Gedanke. Ein Paar dieserStücke verdienen in der Gallerie des Belvederszu hängen."

— — ( ), Gebrüdere, hielten in 1786.

eine Farbenfabrik zu Zwickau . Sie verfertigtenbunte Tuschen; wollten auch um gedachte Zeit6. Couleuren zum Färben von allerhand Zeug er-funden haben; dann Carmin und Carminlack, anGüte dem Englischen und Französischen gleich,liefern, u. s. f. Dresdner -Polir, AnzeigerJahrg. 1784. N°. 36 . Jahrg. 1786, N^. 56 .

). So heißt auch bey FiorilloV. 462. ein uns bisher ganz unbekannter Schwei-zerischer Künstler, Schüler von Warner, oderWerner (wohl Joseph Werner ), den er in derKunst nachahmte, und mit der Malerey auch Ar-chitektur verband, der, wie es scheint« sich einsZeitlang in England aufhielt.

Sreiner's ( ). Und so in Meusel's

Musi 269. ein Scholar von Casanova, voi,

Steingruber. 1727

welchem auf dem Dresdner - Salon 1794. einegute Zeichnung in schwarz und weisscr Kreide:Die Muse der Musik, nach Dominichino, halb-lebensgroße Halbfigur, ersichtlich war. S- auchoben Silbermann und Sreimes.

Sreinert (Emanuel). So heißt in Dres-den z. Kenntniß s. Häuser, ein Scholar derdortigen Kunstakademie 1798. Ob hierunter etwader oben genannte Emanuel Sreiner von Win-terthur gemeint sey?

— — (Johann Friedrich), ein Bürger undStuckaturarbeiter zu Dresden um 176b. SeinName wird in den Artickeln der Dresdner-Trini-tatis-Begräbniß-Beneficien-Classe vom Jahre 1755 .(S. 21. N°. 24.) angegeben.

— — (Matthäus). Die eigentlichen Noti'z-zen über ihn sind uns durch Zufall verloren gegan-gen. Er starb zu Leipzig 1760. 66. I. alt Leip-ziger Allerley^ von 1760. S. 208. uebri .enstragt er dort, fälschlich wie es scheint, den Vor-namen Jacob.

( ) Feldjäger in Königl. Preußischen

Diensten. Er war einer der Zeichner von der to-pographischen Karte von Westphalen, welche aufBefehl des Königs von Preußen, durch den Ge-neral le Coq 1806. in 22 Bl. gegeben wurde..Allgem. geographische Ephemeriden XVII.180b. S. 49 i,

— — ( ), erscheint in den Berliner -

Adreßkalendern um 1800. als Hofbanrath desPrinzen Heinrich von Preussen, zu Reinsberg.

Sreingrinher (Niclaus), ein 1649. ver-storbener Gold- und Silberarbeiter zu Nürnberg ,ist uns bloß durch sein Bildniß bekannt.

Sreingruber (Johann David), Baumei-ster und Landbauinspektor zu Anspach. In 1740.wurde unter seiner Leitung Mehrcres in der St.Moritzkirche zu Coburg , mit einem Kostenaufwand!:von 10000. Thqler verändert. Gruner' s Be-schreibung des Fürstenrhums Eoburg-Saal-feld Thl- II. S. 66. Dann erbaucte nach sei-nen Rissen der Mäurer- und SteinhauermeisterGeorg Conrad Ebner 1760. die Pfarrkirche zuCadolzburg , M- Walther EadolzburgischesDenkmal (Onolzbach 1701. 9^.) S- 87. AlsSchriftsteller lieferte Sreingruber (geb. 1701.und gest. 1787.) Arckiksctura civilis Nürnberg 1700. Fol.: practica bürgerlicher Baukunst,mir den Haupt - und Gpecialrissen und Ge-simslehren, mit 76. Kupferraf, III- Thl. 1766.4°. (mit neuem Titelblatt, Nürnberg 1778.; neueAuflage, Frankfurt und Leipzig 1786. 4°.; nochheißt es — ob richtig? — auch, Ebendas. 1790.40.); Architektonische irreguläre u. reguläreGrund - p. Aufrisse, nach dem lateinischenAlphaberh, bestehend aus 5 o. Nissen; dannzwanzig Laiserl. Rvnigliche, Lhur- und ho-her Fürsten dstanren in Grunds und Aufris-sen (?) Nürnberg od. Schwabach 177Z. II. Thl.in Fol. (Eoiif. oben Sreinburger.)

— — (Joh- Jacob) Sohn von vorstehendemJoh. David, Architekt und Hof-Designateur zuAnspach; gest. 1790. Einige Prospekte mit Ge-mälden der Stadt Uffcnheim zeichnete er 1760.zu: Georg's Isffenheim. iJebenstunden.Schad's pinacorhek G. 134. 209. Wennaber I. c, 126. ein Prospekt des Residenzschlosseszu Anspach in 4 °., gehörig zu des Oberstallmei-sters v. Reitzenstein vollkommenen Pfer-dekenner (Anspach 17 . . 40.), nach der Zeich-nung von I. A. Sreingruber und von A- Hof-fet gestochen angeführt wird, so ist dieß für ei-nen, der dort nicht wenigen, Druckfehler anzu-sehen, und dem unsrigen oder seinem Vater zu-zutheilen.

— — (I. A.), s. den gleich vorhergehendenSsit. am Schlüsse.

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