1723 Steingruber.
Steingruber, s. oben den Art. vonJoh.Gsrvald und Job- tthristian Berndr, Behsrend, Lehrend oder Bernd.
Greinhaeuser oder Steinhaeusser(Christoph Ernst), Münzwaradein von BadensDurlach 1766. erscheint in dem Staats - undAdreßkalender dieses Landes.
— — (Johann Adam), starb zu Dressden 1757. 86 . I. alt, als Inspektor emerit.der dasigen Bildergallerie, mit dem Prädikateeines Königl. Pohlnisch - und Churfürst!. Säch-fischen Geheim. Kammeriers. Dresdnersvoiit. Anzeiger Jahrg. 1767. N°. II. Ob dersselbe selbst ausübender Künstler gewesen sey, istuns unbekannt.
— — (Johann Friedrichs. So heißtin Sicul's Annal. G. 620. ein Golds undSilber,rrecl er zu Leipzig (dessen Wittwe st. 1727.)
Steinhaeusser ( ). Ein solcher war
in 1770. Hofsilbcrarveiter des Herzogs von LadensDurlach .
Sreinham (F. C.), s. den gleich folgendenArt. F. L. Sreinhammer.
Sreinhammer (F. L.). So nenntder winklersche Gartkatalog einen Maler undKupferetzer, von welchem dort ein schön composnirres Querfolio-Blatt in einem eben so schönenLandschaftsgrund nach seiner eigenen Erfindunggeetzt, mit seinem Namen bezeichnet, und mit1612. dalirt angeführt, und dabey von Hubecbemerkt wird, daß dieses durchaus Alles sey,was er von diesem geschickten Künstler kenneund wisse. Anderwerts heißt es von demselbenBlatte, daß solches mit: F) L'tei-rbnM inv.1612. bezeichnet sey, und Christum vorstelle, wieer einen Besessenen heilt.
* Geeinharr (Matthias), s. oben den Art.B. Ableituer.
' * — — ( ). Nicht unwahrscheinlich ein
Sohn des Obigen. Von ihm nennt Liporvskyauch Arbeit in der ehemaligen Karthause Prüllbey Regcnsburg.
Steinhaus (Arnold W'rner), der StadtWien Unteringenieur. S- Jacob Marinoni in denkünftigen Nachträgen.
Steinheil (B. F. von), vermuthlich einTeutscher, etwa aus dem Baireuthischen. Jrsgendwo lesen wir, daß um 1788. (zum Gebrauchedes Russisch-Kaiserlichen Cadettenkorps bestimmt,auf zwey aneinanderzustehenden großen Bogen,
lang, i A/ Rheinl. hoch) zu St. Petersburg erschienen sey: Nsbleau cls8 flrflerente8 psrtiesäu liessin <le8 Lsrtes topo^rapkigues st «lesj'Isng mrlitslre8, ste88lns p. orüre äs 8vn i^xs.Non8ieur le Lomts ll'^nkult, pgr V. cieL'te/srüer/. Diese Muster zur Plan s und Kartenszeichnung, an denen, rücksichtlich der Vollständig-keit, wohl Einiges zu erinnern wäre, find vonI. C. de Mayr gestochen.
Steinholz (Joh. Zacharias), mathematisscher Instrumentmacher, in der letzter« Halste desXVlII. Jahrhunderts. Derselbe hatte einen neuenPerftektiv-Transportcur (gewöhnlich Srorchschnasbel genannt) erfunden, welcher viel Vortheile darszubieten scheint. So konnte man z. B. perspekstivische Zeichnungen damit anamorphofisch versziehen, und umgekehrt. Wir finden diese Nachsricht mit Abrissen erläutert (ausgezogen aus denAbhandlungen der schwedischen Akademieder Wissenschaften) in I. G Geißle rsBeschreibung d. neuesten Instrumente undKunstwerke. XI. Zittau u. Leipzig I8»u. S. 127.
Steiniger ( ). In dem Dresdners
polir. Anzeiger, Jahrg. 1811. N°. 84. (Thorszettel) finden wir unter den damals bort einpas-
Steinkopf.
flrten Fremden einen „Panoramazeichner diesesNamens aus Langenlois ?"
Steinkirch (Johann Christian), war um176». als Ingenieur sämmtlicher Fcstungsgebäudein Chur,Sachsen bestellt, und lebte auf dem Kösnigstein. Bey dieser Festung insbesondere, undeben auch dort wohnend, stand damals CarlLudwig Tülmann, als Ingenieur.
Steinkopf (Gottlob), Sohn des nachfol-genden Hofs Thiermalers zu Stuttgart , ein junsger geschickter Landschaftsmaler, hielt sich i8uh.und noch 1807. zu Wien auf. Berruch II. 7V.In letztgenanntem Jahr erhielt derselbe mit eisnem seiner Bilder das Accessit des im Tübin-ger-Morgenbl. ausgesetzten Preises, welchesihm die Cottaische Verlagshandlung mit 60. startder bestimmten 28. Dukaten bezahlte. Eine aus-führliche Beschreibung und Würdigung diesesBildes s. 1 . c. 1807. S. 1210. .Es war eine Land-schaft von mehr schönem als ernstem Charakter.Die Luft, und die (vielleicht zu wenig bestimmten)Fernen hatten einen Ton, der an Claude erinnerte.In 1809. befand sich dieser Künstler in Rom ;und es gab dort eine Arbeit von ihm Gelegen-heit zu einem guten Aufsätze über die xandichaftssmalerey, der ebenfalls erwähnter Zeitschriit von1809. S. 1216-17. und 22 — 24. beygerückt ist;so wie ein zweyter über ein noch neueres seinerBilder: Morgen eines Opferfestcs, 1 . e. 1811.S. 9 — 10. und 16 —16. das, der dori 4 gen —etwas überladenen Beschreibung zufolge, vollendsein tadelloses Meisterstück seyn soll, welches Würdeund Anmuth, Großes und Liebliches in sich ver-einige, und zwar so, »daß die letztem" (Anmuthund Liebliches, wie wir's verstehen) »nur alsrcitzende Zugabe erschienen. Nirgends bemerkte manein Buhlen, zu gefallen. Es würde schwer fallenzu sagen, was an diesem Bilde am vorzüglichstengemalt sey, weil man überall die gleiche Sorg-falt und Liebe in der Ausführung wahrnimmt.Vor Allem indessen verdiene die Klarheit des Him-mels, das Spiel der Töne in den Bergen, unddie große Masse des Helldunkels im Nahgrundebemerkt zu werden. Fast drey Viertheile des Gan-zen stehen im Schatten, und dennoch hat es fastkeinen Schatten, weil aller Schatten in Helldun-kel aufgelöst ist. Eine bewundernswürdige Sorg-falt dann ist auf das unzählige Detail verwandt;und dennoch ist, auf der andern Seite, diesesDetail der Wirkung des Ganzen vollkommen un-tergeordnet. Wenn wir ja etwas", heißt es dannam Schlüsse) »unbeschadet der Eigenthümlich-keit, uns hinzuzuwünschen erlauben möchten, sowäre es — wir bedienen uns des Ausdrucks, umuns verständlicher zu machen — etwas mehr jenerruhigen, die Lebendigkeit der Farbe durchaus»»-läugnenden Harmonie, welche in den beßten Bil-dern von Niclaus Poussin, namentlich in seinemDiogenes (in Paris ) wahrgenommen wird."
-- — (Johann Friedrich). So heißt einLandschafts- (s. ü. Hofs Thicrmaler) zu Stutt-gart , und Lehrer der freyen Handzeichnung andem mittlern und untern Gymnasium daselbst 1802.und noch i8iu. wirremberg. Hofs undSraarskal. Ohne Zweifel ist er derselbe, der sichin 1810. und 11. zu Rom befand, und von demim: ^lmsiiscü a kiom gedachter Jahre großeLandschaften im griechischen Styl genannt wer-den; namentlich in 1811. eine solche in Ocl,welche mit eben so viel Genialität entworfen, alsschön und fleißig ausgeführt sey. Ob er hinge-gen noch der nämliche Greinkopf sey, den schonL. von LOinkelmann in seinem L 7 . Maler-Lexicon (1796.) ohne Weiteres einen Maler vonStuttgart nennt, welcher herrliche Jagdstücke inWouwermann's Geschmack gefertigt habe, ist unsunbekannt. Ein vielleicht von diesem selbst mitleichter Nadel geetztes Blättchen, drey Pferde ineiner felsigten Gegend, ist: §ter»koz,/ inv. be-zeichnet.