Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1729
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S t e i n l e.

Steinle ( ), Graveur zu Wien um 1804.

Sein Name erscheint unter den Pranumerailtenzu G. Hiller's (einst als Naturdichter das Ge-spräch des Tages) Gedichten und Selbstbiographie.

Sre >' nine > fter (Friedrich Peter). Ein sol-cher wird 1787. gelegentlich alsKönigl. PreußischerBaukondukteur zu Camcn in der Grafschaft Mark genannt. ^

Steinmetz (Johann), ein berühmter Bau-meister und Bildhauer unter der Regierung derBayerschen Herzoge Sigmund und Albert IV .Lipowsky nennt ihn unter obigem Namen; dannaber auch früher s. v. Hanns, und bemerkt, wohlrichtig, daß Steinmetz bloß seinen gedoppeltenBeruf bezeichnen sollte. Als Baumeister war erder Erbauer der prächtigen Pfarrkirche zu Lands­ hut . Auf seinem Grabsteine (wo?) liest man:«A. O. 1482. starb Hans Steinmetz in <jiezi.ÄU-rentn, Meister der Kirche^zu Hall, und zu Salz­ burg , und zu Oetting, und zu Gtraubing, undzu Landshut . Dem Gott gnädig sey Amen". NachMeidinger indessen hätte er den Bau der scho-nen Pfarrkirche zu Straubing bloß begonnen. AlsBildhauer schnitzte er auch in Holz, wie z. B-für das ehemalige Kloster Legerensee.

Von einem solchen führt

Barrsch in dem Verzeichnisse der Handzeichnun-gen des Prinzen Carl de Ligne S. 181. Vogelmit der Feder, vortrefflich auf Pergament gezeich-net, an. Dann von seinem Bruder Ludwigeben so vortreffliche Zeichnungen von Bataillen imGeschmacke des S. le Clerc. Das Gedrüderpaarblühte 1700. zu Wien . S. auch unten Ludw. Vt.

(I. C.) von einem solchen, in 1822.gezeichnet und geetzt, kennt man ein Querblalt:Prospekt der alten Fleischbrücke zu Nürnberg ,wie solche bis 1092. gestanden, nach einem gleich-zeitigen, in der Will. Plor. Bibl- (?) befindli-chen Gemälde. Meusel's Arch. I. (2) i 55 .

(Ludwig). Und so heißt irgendwo,ganz ohne Weiteres, ein guter Zeichner von Ar-chitektur-Prospekten u. s. f. Ob solcher mit demobenerwähnten Bruder von Johann Eine Personsey, ist uns unbekannt.

Steinmeyer (Carl Christoph), Zimmer-und Baumeister zu Berlin , wo er noch 180 j.damals üb. I. alt, am Leben war.

Sreinmüller (Christian). Derselbe lernteanfangs bey seinem Vater, den Einige selbst füreinen Maler angeben, hernach bey Joh. Krum-mer, Hofmaler zu München . In der Kaiser!.Hofkirche St. Augustin zu Wien sieht man vonihm das Gemälde des Hofaltars mit dem Bild-nisse St. Augustins, das ihm mit 1800. Tbl- be-zahlt wurde. F uhrmann's Beschr. v. U)ienII. (1) 107. Lipvtvsky nennt den Vater unsersKünstlers Johann, und ebenfalls ausdrücklicheinen Maler, der sich in 1616. zu Augspurg an-säßig gemacht, und sagt dann von den, Sohne:«Herzog Wilhelm von Bayern empfahl ihn nachseiner Rückkehr aus Italien der Reichsstadt Augs-burg, worauf er, jedoch mit großem Wider-sprüche der Maler, eine Malergerechkigkeit erhielt,indessen die meiste Zeit zu Wien arbeitete, wo erauch um 1660. gestorben ist."

(Hans), ein künstlicher Possirer in ge-brannter Erde und in Wachs; arbeitete um 1882.zu Augsburg , 'von Sterten S. 488 .

(Johann), s. gleich oben den Art. sei-nes Sohns Christian.

(Martin) Bau- und Maurermeister zuGroßzschocher bey Leipzig, erweiterte 1718 14.die Kirche dieses Ortes, baute auch 1706. nebstI. B. Breitschuh die Mühle daselbst, und fertigteüberhaupt mehrere Bauten in dieser Gegend.

Steiß. 1^29

Schwarz Historische Nachrichten zu denGeschichten der Stadt Leipzig S. 52. 187.288.

Steinn, üller ( ), ein Maler zu Han­ nover

, dessen man gelegentlich 179g. erwähnt.Vermuthlich ist er aber dem geringern Sortimentbeyzurechnen, da es zugleich heißt, er treibe auchHandthicrung als Aufkäufer von Lcbensmitteln.

Steinpichler (Franz). Nach der Zeich-nung eines solchen, uns sonst ganz Unbekannten,hat E. Hainzelmann die Cathedralkirche zu Ge-ringen geetzt.

Seeinsky (Franz Anton), geboren zu Leut-meriz 1752. seit 1775. Lehrer der Normalschuleund seit 1784. Professor der Alterthumskunde,Numismatik, Diplomatik und Heraldik an derUniversität zu Prag , wo er 1802. noch lebte.Neben Anderm gab er ohne Namen: Teutscheund larernische Schrifrenmuster, nach denGrundsätzen derprager-LstormalschuIe. Die-selben sind von Joseph Koch gestochen. Irgendwoheißt er auch ein vorzüglicher Miniaturmaler; undsoll (nach letztgenannten Notitzen), ein Bilberka-binel besitzen.

* Sreinweghe ( ). Derselbe schreibt

sich I. P. Sreeinweghe, auch Sreewegbe;beydes auf Copien der Folge von allerhand Kin-dern, die, nach P. v. Avondt, W. Hollar id/16.(nicht i64s- wie es unter Avondr in gegenwae-tigen Zusätzen heißt) geetzt hat. Und zwar er-schienen diese Copien 1648. in Sreeinweghe'sVerlage ohne Namen des Etzerö; daß er lolcheaber auch selbst radirt habe, wie das Lex, meint,davon findet sich hier nirgends eine Anzeige.

Sreißlinger (Johann Andreas), excuö.

Vins. 1787 So find geringe radirte Ge-legcnheitsblattrr bezeichnet; dann auch eine Vor-stellung der Schlacht bey Hochkirch (1728.) nebstbeygedruckler Relation.

Gteiln er ( ). Von einem uns sonst

ganz unbekannten Kupferstecher zu Augsburg um1680. finden wir irgendwo ein Bildniß Carls XI.von Schweden , ohne weitem Namen als den sei-nigen angezeigt.

Steitz (Simon Heinrich), Hofkanditor zuCassel, der ein geschickter Künstler in Tafelauf-sätzen seyn soll, lebte um 1800. ^55.

(Wilhelm Ludwig ), Oberhofgärtner inDiensten des Herzogs von Gotha um 1741. iuwelcher Bestallung er auch, wie es scheint, um1762. verstorben war. Der Guthat sehe Hof-und Adreßkalender von 1741. benennt nachfol-gende als Hofgartner, deren muthmaßlichcs To-des - oder allenfalls auch Dienstentlassungsjahrwir bey jedem einschalten: Johann Nicl. Beyerzu Gotha (um 1720.); Johann Heinrich vsigtzu Altenburg (um 1788.); Heinrich Simon Steinzu Friedrichsiverth (um 1780.); August AndreasE'chhof zu Jchkershaufcn (um 1768.); JohannDaniel Gade zu Tonna (um 1744)- Weiterhinerscheinen in besagter Qualität: Johann ChristophBrüger erst zu Gotha , dann zu Zriedrichswcrth,und endlich zu Molsdorf (um i75c>- bis um 1788.);Johann Daniel Lreckmeyer zu Friedrichswerth (um 176a. bis um 1728.); Johann JeremiaSMüller zu Gotha , dann zu Friedrichsiverth(um 1761. bis um 1777.); Joh. Conrad Sah!,Obcrhofgartner (um 1762. bis um 1787.); Joh.August Elchhof zu Jchtershausen (um 176Z. nochdaselbst 1801.); Christian Heinrich N)ehmeyer zuMolsdorf , dann in zugleicher Bedienung z» Go-lha und Friedrichsthal (um 1762. noch daselbst1801..; Johann Tobias Lreinling zu Reinhards­ brunn (um 1767. bis um 1777.); Georg Fried-rich Hahn (um 1767. bis um 1798-); JohannFriedrich Bechmann zu Friedrichswerth (um,782. noch daselbst 1801.); Carl Ludwig Bech-

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