Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1735
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. Stephan.

so wie seine beyden Töchter ebenfalls Landschaftmatten *), die (heißt es bey Liporvsky) zu ei-ner Feit gesucht wurden, wo noch mehrere Kunst-liebhaber bestanden, und das — glänzende Ar-muth verrathende Eeschmicrpapierner Tapeten nochnicht gesucht war. In der Folge gab Stephansein Cockmer; auf, und wiedmete sich ganz derKnust. Im Schloße zu Nymphenburg sind sehrschöne Bilder von ihm, welche Thiere und Vogelvorstellen. (Ob vielleicht auch das, irgendwoerwähnte Thierrennen, das in 1779. zu Nymphen-burg gehalten wurde?) Dann für den ehemaligensogenannten Schimmelsaal zu München an derOberdecke (?) den Phaewn, dessen Wagen mitvier weissen Pferden bespannt war, die eine solcheStellung hatten, daß man an jedem Orte desSaals glaubte, sie nehmen die Richtung gegenden Standpunkt der Person (eine Skizze davon> besitzt der Epsegelverleger Sebast. Kircher zu Mün-chen ). Hiernächst sah man in der Abtey Neustiftvon ihm zwey Landschaften, deren eine die Ge-gend des Chiem-Sees, die andere diejenige desKlosters Waltenburg darstellt. Auch ein Zimmerim zweyten Geschoße des Königl. General - Com-nrissariaks vom Jsar-Kreise zu München enthältschöne Landschaftsstücke von ihm. Bey MenselII. (-789.) erscheint er nicht mehr. Nach derNotizz eines unsrer Freunde starb er zu München 178V. Von ihm selbst- nach eigener Erfindunggeetzt, nennt der Katalog von Winkler eine Land-schaft, mit Figuren und Ruinen stafflet, und von1769. datirt, welches auch- gleich vorerwähnterPrivatnotizz zufolge, sein einziges Blakt seyn soll.

Stephan (Meister), warum > 468 . der StadtKöriitz Werkmeister. Lausilzisches MagazinIahrg. 2776. S. 289.

----- — vonLuzarche, erbaute im

XIII. Jahrhundert die Kirche U. L. F. zu Amiens .Er zeigte dabey ein viel aufgeweckteres Genie,als der Baumeister der gleichnamigen Kirche zuParis . Hamburgisches Magazin XXIV.S. 347. Dieser Künstler ist somit kein Andererals der Robert Lusarche des Lcp. welcher, ingegenwärtigen Suplementen, aus Versehen zumzweytenmal, s. v. Leusarche, nach le lsloir,aufgeführt ist.

— — ( ), ein älterer Bruder des oben

angeführten Joh. Adolph Stephans, s. dendortigen.Art.

— — ( ). So hcißt auch irgendwo, ohne

Weiteres, ein Baumeister, der um 2720. in Wien gearbeitet habe.

— — s. oben Andreas Schmelzer.

* — — s. auch Srephanus, unten, u. i.Lex.

Stephan» (Anton), Maler, Nachkömmlingvon perer Stephans des Lex. Derselbe ließsich 1644. zu Prag nieder, und starb dort 2672.Er hinterließ auch einen Sohn, der in Frescomalte und zu Anfange des XVII. Jahrhundertsstarb. H 7 . Brbl. d. schönen Wiffensch. XX.2. S. 249.

— — (Carl), der Sohn eines polnischenHauptmanns, geboren zu Grodno 2784. studieredie Baukunst von i 8 c> 5 . bis 1807. unter ProfessorHölzer zu Dresden . Die dasige Kunstausstellung2806. zeigte von ihm eine Villa mit einer Kuppel;die von 2807. eine Hauptwache.

— — (Christian Michael), s. den gleichfol-genden Art.

Stephanoff. 2735

* Stephans (Georg Hermann). Seine Samm-lung von Vögeln ist in Duodez-Format, immermehrere beyeinander, schwarz auf weissem Grund(?) ausgeführt. Li-a»sto§.

— — (Johann Christian'), ob etwa einSohn des obigen Christian Abrahams? einSteinschneider zu Leipzig , der 2766. znm Chur-fürsilichen tzofsieinschneider ernannt wurde, und2784.«» genanntem Orte starb. Leipz. Adreß-kal. u. Hoskak.

— — (Johann Michael, oder Christian Mi-chael). Einen solchen Maler zu Leipzig um 2720.nennen das Florirende Leipzig , und G>'rculs Annal. Auf der Rathsbibliothek zu Leip-zig sieht man eins seiner Gemälde, Lucretia , wiesie sich in Gegenwart ihrer Verwandten ersticht.Mrc.

*— — (Peter), der Landschaftsmaler bey Kai-ser Rudolf II. im Lep. und oben der perer Ste-vens, mit welchen er wohl Einer und derselbeist. Von ihm besitzen, unsers Wissens, in Deutchsland einzig die Kais. Gallerte zu M>en einenWald, mit einer Hjrschjagd; und diejenige vonAalzthalum (einst) die Schlacht der Jsraclitcnmit den Amalekitern, beydes kleine Bilder aufKupfer.

* — — — — Von einem solchen werdenirgendwo ein Blatt: Die Samarikancrin, nach

H. Carracci , dann mehrere Bildnisse angeführt,welche oben hingegen einem ZZ Srefani zugeeig-net sind, mit dem er vielleicht, oder auch mit dem-jenigen perer Greevens, den das Lep nach ZZa-san anfuhrt, Einer und derselbe ist. Dann nenntauch einer unsrer Freunde, nach dem Gantkatalogpon Christ (I. P. 364 ) -8'am. vl/a»-o/or5 Opern

I. latllematicn, stuclio k^üaiäi recoKnica

ete. kol. T^mstelnö. 647. 0. f. rxiieis s wann-?e»rr. ä'tepüsni, ?. Vriess

et sl. II. Vol. mit der beygefügten Bemerkungindessen, daß von diesem Werke eine frühere Auf-lage von 262. . vorhanden sey.

— — ( ) und Dresct), „zwey deutsche

und, wenn wir nicht irren", sagt Goede in seinerReisebeschreibung von England Lh. I. S. 253.„von Augsburg gebürtig, hatten um 2800. zu Lon-don eine Ausstellung ihrer künstlichen Arbeiten inElfenbein eröffnet. Die Feinheit ihrer Arbeitwurde bewundert und verschaffte ihnen zahlreichenZuspruch. Man sah hier Landschaften, Ansich-ten großer Städte, Blumenstücke und Bildnissemit erstaunlichem Fleiße erhaben in Elfenbeinausgearbeitet. Die vorzüglichste» Stücke wareneine Ansicht von Rom, und eine vom Schlossezu Windsor , einen niederländischen Seehafen undein niedliches Basrelief mit der Vorstellung desglorreichen Seegefechts, in welchem das EnglischeLinienschiff, der Glutton, eine ganze französischeEskadre von fünf großen Kriegsschiffen in dieFlucht trieb.

— — ( ), Sohn des obett angeführten

Anron Stephan, , s. dessen Art.

— — ( ) Von einem um 2730. zu Ve-nedig blühenden Maler dieses Namens besaß H.paignon - Dijonval zu Paris (1820.) einen mitTusch bezeichneten alten Mannskopf, etwas imGeschmacke des Piazelta (ies ttlr,ns(?) sont beur-tes äsns ie §ouh äs ?isr:ettL). ( prtalo§«e strLenarcl.

Srepbano diBonneveiU, s. oben theilsBonneviUe, theils Srefano.

— — (D.)> So hieß ein Künstler, von oder Stephanoff ( ), ein Russischer Kupfer-

nach welchem man eine gestochene Darstellung siecher. Don ihm nennt Fiorillo K. S. II. 98.der Stadt Florenz kennt. ein von ihm selbst gezeichnetes, und mit 1782.

:-) Dies sagt Cipowsky ausdrücklich, wogegen die Augsburgische Runstzeltung 1772. S. 8-. und, nachderselben, Meusell. und das Ler- viele Frau und ihre Söhne nad Töchier als Gattin und Kinder von Ste-phan selbst nennt. Wo hier die Unrichtigkeit oder der Misverstand liege» mag?

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