Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1745
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Stock.

1670. blühenden Künstler, der nach I. Fouqniereseine Landschaft, und eine andere (mit einem Bett-ler, der von einem Reuter ein Almosen erhalt),ohne andern Namen als den selnigen, frey geetzthabe.

* Stock (Johann van den). Don ihm nenntder Katalog von Krankes eine geetzte Landschaftin Querfol. mit Reutern und Hirschen.

* (I. M-). Derselbe hieß JohannMichael, und war Zeichner und Kupferstecher,beydes aber nur mittelmäßig. Er starb zu Leipzig 177Z. 34 I- alt. Dresdner polte. Anzeiger,Jahrg. 177Z. Nro. 10. Von ihm gestochen w'ssenwir, den RechtSgelehrten A. F. Nivinus nach E.G- Hausmann (1771.) Fol.; den MathematikerG. Heinstus, nach Ebendems. Fol.; den bekann-ten D. S. von Madai, nach eigner Zeichnung, 8°;C. A. Klotz, nach Rosenberg; Blatter zu Lhüm-mels Wilhelmine ; Landschaften, u. s. f. Hinwie-der hat Endner den Leipziger - Professor Joh.Joach. Schwabe 8°. nach ihm geliefert, ^c.

So eben inzwischen finden wir von unserm Künst-ler eine ganz andere als obige Kunde in G ö tb e'swahrhetr und Dichtung ll. 272. u. ff. Dortheißt es nämlich von ihm: »Er war aus Nürn­ berg gebürtig, ein sehr fleißiger, und in seinenArbeiten genauer und ordentlicher Mann. Der-selbe stach, wie Geyser , nach Oeserischen Zeich-nungen größere und kleinere Platten, die zu Ro-manen und Gedichten immer mehr in Schwungkamen. Er radirce sehr sauber, so daß die Ar-beit aus dem Etzwasser beynahe vollendet heraus-kam, und mit dem Grabstichel, den er sehr gutführte, nur Weniges nachzuhelfen blieb. Ermachte einen genauen Ueberschlag, wie lang ihneine Platte beschäftigen würde; und nichts warvermögend, ihn von seiner Arbeit abzurufen, wenner nicht sein täglich vorgesetztes Pensum vollbrachthatte. So saß er an einem breiten Arbeitstischam großen Giebelfenster, in einer sehr ordentlichenund reinlichen Stube, wo ihm Frau und zweyTöchter häusliche Gesellschaft leisteten. Von die-sen lektern ist die eine glücklich verheirathet; unddie andere (s. oben DoraSr.) eine vorzügliche Künst-lerin; sie sind lebenslänglich meine Freundinnengeblieben. Ich attachirte mich sehr an den Mann,der einen herrlichen Humor besaß, und die Gut-mütigkeit selbst war". Göche lernte bey ihmdas Etzen.

(Martin oder Johann Martin), Bild,niß-'und Geschichtsmaler, geb. 1746. zu Hcrr-maunstadk in Siebenbürgen , lernte bey Meytens .Er setzte sich in Preßburg , wo er sehr charakteri-stische Bildnisse malte- Sein Kolorit ist gefällig,wie das seines Meisters, nur abwechselnder undder Natur näher. Einige Altarblätttr von ihmsind eben so wohl gedacht, als ausgeführt; ermalte alle Theile nach der Natur, und keine Falteohne Gliedermann. Er zeichnete braf, und warunerschöflich in Ideen; seine Charakterzeichnungen,die viel Satyrisches hatten, gefielen den Liebha-bern ungemein. Von ihm selbst geetzt kennt maneine Folge Zigeuner-Musikanten. Schade, daßer sich zu frühe einem Gemälde, Handel widmete,^c. Ohne Zweifel ist dieser Künstler derselbe,der anderswo kurz ein geschickter Bildnißmalerheißt, der sich zu Wien gebildet, und um 1780.zu Preßburg gearbeitet habe. Von ihm gezeichnet,und selbst geetzt, kennt man: Abbildungen ver-schiedener Einwohner Ungarns und Sieben­ bürgens . Erste Lolge (6. Bl.) von jemaligen(?) Zigeunern, 8°. Preßb. 776. Sie spielenalle auf Instrumenten, und haben einen Land-schaftsgrund. Dann flüchtig geetzt und kolorirtkennen wir einen Vogel (die Ungarischen Trappen)in einer Landschaft, gehörig zu dem UngarischenMagaz. B- l. St. 4. Preßb. 1781. 8°. In die-ser Zeitschrift findet man auch einige von Jac.Adam geetzte Blätter, mit Volkstrachten nach sei-ner Zeichnung. Auch Quir. Marck hat nach ihm

Stocken. 1745

das Bildniß des Chirurgen I. I. Plenck (ein gu-ter Stich in kl»4°.) geliefert.

* Stock (Martin). Die Weisung des Lex.von einem solchen, auf Martin Schoen, fälltweg.

, (V.),/in Niederländischer Dildnißma-ler, der seine schönen, ungemein fleißig ausgear-beiteten Köpfe und Hände in Nelschers Ge-schmacke gemalt hat, und dabey ein zartes Koloritbesaß, das der Natur sehr nahekam. MeuselMisc. XIII. 3 Z.

( ). Ein Künstler dieses Namens

(ob vielleicht Bruder der Demois. Grock?) warin 1798. Scholar bey der Kunstakademie zu Dres­ den und Schüler von Schenau. Dresden zurKenntniß s. Häuser. Auf dem dortigen Salonvon 1800. sah man von ihm ein Bauernstück nachTeniers in Del; eine Frau, welche sich die Händewascht, nach Terburg, und eine Flucht in Egyprten, nach Dietrich, wovon es in den DeutschenKunstblärr. 8°. III. 27. heißt:Der reinlicheFleiß, womit H. Stock zu arbeiten versteht, läßthoffen, daß er es besonders in der Manier derangeführte» ersten beyden Originale zu etwasbringen werde. Das atlaßne Kleid der Fraunach Terburg" (nicht Treburg)war besondersgut gerathen". Kurz darauf kam er bey einerFabrik (?) zu Berlin in Anstellung.

( ), ein Trachantarbeiter und In«

ventions - Devisenmacher zu Dresden . In demDresdn. polit. Anzeig. Jahrg. 1782. NA ll.machte derselbe bekannt, wie er alle Arten vonFiguren, Gruppen und Devisen in Lrachantar,beit, nach eines jeden Verlangen, für die billig,sten Preise verfertige!

( ). Noch ein Andrer dieses Ge-

schlechts heißt bey L. von winkeln,ann , ganzohne Weiteres, ein Maler von schönen Winter-landschaften.

' * Srockamer od. Stokomer (Dakthas.).Der Gantkatalog des Physikus /. L. E. Lropp(Hamburg 1798. 8". G. 69. NA ZZ 4 -) rubrizirt:Das Bildniß von Kalrh. Srockhamer, Mit derJahrszahl ,6c>Z., von vergoldetem Messing, inMedaillon; was aber wohl nur in dem Fall dasBild des Unsrigen seyn kann, wenn sein im Le.r.in 1700. gesetztes Todesjahr unrichtig angegebenseyn sollte.

Stöcker (Joerg), ein Maler zu Ulm , desseneine alte Handschrift, wie folgt/ gedenkt:EtlicheAmtleute oder Diener des Grafen Endrissen vonSunnenberg habe» einer Tafel wegen, die derGraf malen zu lassen vorgehabt hatte, so viel mitihm geredt,daß er,J!ürg, ihnen einMuster oderVisiecbehändiget hätte. Nun bitte er den Grafen, ihmdieß Werk machen zu lassen, weil er allen Fleißankehren werde, daß er sich vor dem Grafen unddem gemeinen Mann Lob und Dank erholen werde,Montag nach St. Jörgentag ,49, " Und wieder:»Jörg Stocker hatte in die Kirche zu Lischingeneine Tafel oder Werk gemacht, woran ihm dieHeiligenpfleger noch 8 u Gulden geblieben waren.Erbitten daher (wohl dessen Erben?) eine Anmah-nung bey Wilhelm von Stohingen. Freytag nachOßwaldi 1-492." Weyermann's r^achr. v,UImer-Gelehreen, S. 487.

( ). So nennt der einzige Katalog

von Paignon-Dijonval einen um 1786. blühen-den Zeichner, nach welchem R, Stanier das Bild-niß der Herzogin von Rutland in punktirter Manier(theils schwarz, theils kolorirt) geetzt habe.

( ), f, oben Schabst.

Srackert (Anton und August), heißen in:Dresden , zur Kenntniß s. Häuser zwendortige Steinschneider 1798. Anron lebte nochdaselbst Dresdner -Adreßkal. d. I.