1746 Stockhamber.
Der hingegen Augusts keine Erwähnung thut,sey es nun/ daß derselbe Dresden verlassen hatte/oder nicht mehr am Leben war.
Stockhamber (A.). Nach einem Malerdieses Namens soll J.A. Pfeffel eine HimmelfahrtMaria in kl. Fol. gestochen haben.
Stockhamer (I. B-), ein Maler, nachdem C. Romstedt ein allegorisches Titelkupfer zuden Funeralien des Herzogs August von Sachsen ,der in i68o. zu Halle in Sachsen starb, und E.Hainzelmann ein solches zu den Funeralien der,in 1686. verstorbenen, Herzogin von Sachsen- Weißenfels , gestochen haben. Vermuthlich warer zu gedachter Zeit Hofmaler an einem der beydengenannten Höfe, und steht vielleicht in irgendeiner Anverwandtschaft mit dem B. Srockamerdes Lex. und dem vorstehenden A. Stockhamber.
Grockhardt, s. unten Sroeckhardr.
Stockhausen, s. den Art. Ewald in dengegenwärtigen Zusätzen.
Stockige ( ). Ein solcher war 1760.
Gräflicher Münzmeister zu Neuwied . Von Reichswegen hob man aber in diesem Jahre diese Münze,als eine Heckenmünze, ganz auf, und zog die der-selben anhangenden Personen in Verhaft. Hirschdeutsch. Münzarch. Lh. VIII. S. 20b.
Srocki ng (Christian). Ein solcher stand1788. als Münzmeister in Diensten des Churfür-sten von Cölln . Lhurcöllntsch. Hofkal.
Stock! in, s. unten Groeklin.
Sr 0 ckmaier (Wilhelm Friedrich). Ein sol-cher war in oder um 1810 Bauverwalter und Bau-kassirer zu Stultgardt; vorher bekleidete er daselbstdie Stelle eines Sekretärs bey dem Oberhofbau-departemcnt.
Stockmann (Hans Georg). So hieß einDrechsler zu Lucka in Sachsen i 654 -
— — (Jacob), geb. zu Hamburg um 1700.,lernte die Landschaftmalerey in Holland unter A.Meyering, und im Thiermalen nahm er steh Carrözum Muster. Nach seiner Rückkehr malte er sehrgute Landschaften mit Thieren staffirt, worin sichdie vorzüglichen Eigenschaften seiner beyden Leh-rer nicht ungefällig vereinigt zeigen. Indessenkönnen diese seine Arbeiten nicht mit denen ver-glichen werden, worin er, nach ernstlichem Stu-dium der Natur, sich eigentlich talentvoll erwies.Er malte nämlich Thierköpfe, auch ganze Schaafe,Lämmer, Ziegen u. s. f. in Lebensgröße, einzelnoder in Anzahl, so lebendig und wahr, daß ihnhierin keiner übertreffen hat. Auch im Kleinenstellte er dergleichen äußerst fleißig und schön dar,so daß seine Bilder von Kennern sehr gesucht wer-den und daher höchst selten sind. Endlich siehtman auch von seiner Hand alte Köpfe wohl sofleißig wie Denners, doch bey Weitem nicht sozart bearbeitet. Dieser Künstler starb zu Ham burg um 1750. Hamburg . Xünstlernacbricbt.8. 66—67.
— — (Jacob Christoph) aus Braunschweig ,kam um 1776. als Dekorateur zu dem Hofcheaterin Gotha , verließ diese Stelle 1778. und ging inanderwärtige Theaterdienste. zJachr. von demeingegangenen Hofrhearer zu Gorha. Gotha 1780. 8°.
— — (JohannChristian), war um 1780. alsMünzwardein in Königlich - Polnischen Diensten.L eng n ich s fflachr. zur Bücher- u. Münz-kunde II. 35 v.
— 7- (Job. Ad.). Der gedruckte Laralog derE. Wolffelrschen Zeichnungen thut einessolchen Künstlers Erwähnung, der aber wohl keinAndrer, als einer der benden ff. I. A. Srock-matin ist,
Stockmak.
St 0 ckmann (Joh. N.), s- unten Srockmar.
Stockmann (I. A.). Von einem Kupfer-stecher dieses Namens kennt man ein Bildniß desHusaren-Obersten Menzel, ohne wettern Namen,als den seinigen. S. auch I. W. Srockmar.
— — (J A.), ein Maler zu Augsburg , um
die Mitte des vorigen Jahrhunderts. Wir kennenihn einzig aus sehr schlecht radirten Blättern, dieauf Begebenheiten des siebenjährigen Krieges Be-zug haben, und abgeschmackte Unterschriften ent-halten; dieselben sind, ohne weiters, bezeichnet: >A. pick. Lstk. ? sxcull. V.
S. auch den gleich vorhergehenden Art.
Srockmar (Joh. Leonhard). Ein solcherwar um 1791. und noch 1811. Herzogl. Wcimari-scher Münzmeister und Hofmedailleur zu Eisenach .
— — oder Stockmann (Joh. N ). Voruns liegt ein schlechtes Pildniß Kaiser Joseph I.in , mit dem abbrevirken Namen: Zko/r. )V.§tocL»r. soulp. bezeichnet.
— — (Johann Wolfgang Heinrich), war indie dreyßig Jahre Hofmedailleur des Herzogs vonWeimar gewesen, als er dort zwischen 1777—82.vermuthlich, seines mittlerweile erfolgten Ablei-bens wegen, nicht mehr erscheint. Die Wei mar i sehen Hof- und Adreßkalender nennenihn früherhin wie oben, nachgehends aber nurmit den Vornamen Wolfgang Heinrich. Mankennt von ihm eine Schaumünze von 1726. aufden Regierungsantritt des Herzogs Ernst AugustConstantin von Weimar . Mehrere dergleichen be-nennt Daßdorf in seinem Numismarisch-bistorifchen Leitfaden der Sächsischen Ge-schichte; unter andern S. 343 . ein großes unddabey sehr seltenes Schaustück, an Gewicht fünfLoth zwey Quent. auf Charlotte Amalie , Herzoginvon Meiningen , Vormünderin und Regentin die-ses Landes, von .... Srockmar. Wir sindjedoch noch zweifelhaft, ob dieß der Unsrige sey,da I. G. Lindner in seiner eilften Fortsetzungvon Gchwarzburgischen Münzen (Arnstadl 4°.S. 5 .) von einem Medailleur .... Srockmar,der zu Ilmenau seine Behausung hatte (und denwir kaum für Eine Person mit Johann Wolfg.Heinrich halten, der zu Weimar oder allenfallsauch zu Eisenach einheimisch seyn mochte) sprichtund ihm einige Münzen zutheilt, S» auch dengleich ff. Art.
— — (I. W ). Von einem solchen kenntman um 1780. schlechte Bildnisse, wie z. D. das-jenige des Theologen Heim, ferner (ebenfalls ohnewettern Namen als den seinigen) ein (ganz ver-zeichnetes) der Erfurter -Dichterin Sidonia Hed-voig Zeunemann zu derselben: poetische Ro-sen in Knospen , go. Erfurt 728. Wir glaubenaber, daß seine eigentliche Kunst das Stahlschneisden gewesen, und er vielleicht mit dem vorge-nannten Medailleur, oder dann mit einem derobigen I. A. Grockmann derselbe sey. ^c.
— — (P. F-), Medailleur zu Dresden . Vonihm kennt man, neben Anderm, die Oberlausitzi-sche Huldigungs-Medaille von 1769., wovon zuBautzen die Beschreibung nebst Abbildung erschien.Dann hat er auch noch andere schöne Schaumün-zen gefertigt; so z. B> auf die Vermählung desKurfürsten von Sachsen , Friedrich August; dieHuldigungsmünze der Stadt Leipzig ; die derStadt Freyburg u. s. f. sämmtlich vom 1 .176g.
— — (Theodor), ei» um 1809. noch leben-der Steiypelfchneider zu Gotha , und seit 1781.Herzoglicher Münzwardein. Um 1801. und da-mals schon seit mehrern Jahren (d. h. seit demTode des Münzmeisters L. C. Koch) hatte er derdortigen Münze ganz allein hier vorgestanden.Don ihm kennt man, neben Anderm, eine Schau-münze auf die Eroberung von Mainz in 1793Dann eine andere auf die dortige Universität, mit