Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1749
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S t o e p e l.

dreyßigjährigen Krieges machten, daß unser Künst-ler nachdem er 1.4. Jahre zu Giengen den Pinselgeführt hatte, nach Ulm entfloh (auch diese seineFlucht hat er gemalt), wo er dann seine Kunstnoch über 40. Jahre ausübte. Ausserdem daßunsre Quelle bemerkt, er habe gute Bildnisse aufHol; und Leinewand gefertigt, bemerkt dieselbenoch, daß er ilibo.den Laufstein in Kuchen" ge-malt, und 1660. eine Karte vom Ulmer-Gebiete(nach dem Entwürfe Wolfgang Bachmeiers undder Zeichnung Joh. Salzlin's) in Kupfer gestochenhabe. Johann hatte zwey Brüder, die in Kai-serlichen Civildiensten standen, die katoljsche Reli,gion annahmen, und von Ferdinand ll. mit demNamen von Stolz in den Adelstand erhobenwurden. Weyermann's Lstachr. v. Ulmer-Gelehrren S. 35 . 492.

Groepel (Ferdinand). S. den gleich fol-genden Art.

(Ludwig), ein Condukteur in der Ge-gend von Magdeburg isri. Er ist ein Zöglingder Kunst - und Bauhandwerkschule zu Magde­ burg . Eben diese Schule besuchte 1811. auch einFerdinand Sroepel, vielleicht sein Bruder, fürArchitektonik.

Stoeps, s. oben Sraeps.

Troer (Johann Georg). So heißt irgendwoein Künstler, der das Nürnbergische Münzprivile-gium vom Kaiser Friedrich, groß Realfol., inKupfer gestochen habe.

( 3 - F-). Ein solcher zeichnete einBildniß Eman. Swedenborg s nach dem Leben,was Bernigeroth der Sohn in Fol. gestochen hat.Baldinger's Magaz. f. Aerzre 11 . 1780.S. 4^4.

* (Loren;), lebte noch 1621. DieHolzschnitte, von denen das Lexikon spricht, ge-hören zu einem Werke, was i5(i7. in Fol. er-schien, und wovon Scherbel's mathematischeBücherkennrniß B. 1 l. S. 42h. den Titel folgen-dermaßen liefert: Oeometria et sterspecriva.Hier Inn Etliche zerbrochne Geberv, denSchreiner» Inn eingelegter Arbeit dienstlich,auch vil andern Liebhabern zu sondern gefal-len geordnet vnnd gestellt, durch LsrentzSroer Maller Bürger Inn Augsburg, d.HansRogel Formenschneider. Dieser Titelhat eine Einfassung mit geometrischen Körpernünd der nicht Übeln Umschrift: Wer Wollt daJederman Recht thon, Rainer Wirr stchsauch vnderston. Es sind mit dem Titel zwölfBlatter, die einzig auf geometrische Körper undandere sehr bizarre Figuren gehen. Auf jedemBlatt sind unsers Künstlers (doch wohl als Zeich-ners nur) verzogene Namens-Buchstaben U. 8.

, zu lesen. In der Evangel. Ehegerichtssiube zuAugsburg sind von ihm zwey steinerne Tafelnvon ansehnlicher Größe, erhaben und schön geetzt(was heißt das?) mit i 553 . u. 1H64. datirt.

(Thomas), einMünzmeister und Gold-schmied, der zu Anfang des XVII. Jahrhunderts,vielleicht zu Nürnberg , lebte. Seiferr'sStammtafeln gelehrt. Leute, 1 Th. Stammt,der Familie Rörenbeck, bitter. A. unter denPersonalien.

( ). Vlach einem solchen (wohl dem

obigen I. F.) hat Bernigeroth daö Bildniß vonEmanuel Schwedenborg gestochen.

* s. auch Stoerr im Lex. und hierin den Zusätzen.

Sroerklein, richtiger Stoerklin (Carl).So hieß ein Kupferstecher zu Zug in der Schweiz (um welche Zeit ist uns unbekannt), der z. B. einBildniß des St. Bernard Menthon, ohne weitemNamen als den (einigen, geliefert hat.

* (F. A.). Von ihm kennt man z. B.

Stoettrup. »749

die Bildnisse des Bürgermeister Jvs. Fürsicnbergervon Mühlhausen , nach Liebach; des Bürgermei-ster A. Burkhards von Basel nach einem I. B.;des dortigen Französischen Pfarrherrn P. Roquenach einem P. C. und Kais. Karl VI. (dieß ohneweitere Namen als den (einigen).

* Stoerklein (Johann), Kupferstecher zuAugsburg . Derselbe hat auch nach C. Eisen undnach Lunker geetzt. Dann eine Allegorie nachGuibal. Einige nennen ihn, wohl irrig, Joseph,und Basan(Lcl. sec.) ebenfalls irrig, Stoeklin.

* (Johann Heinrich), ist mit dem, auchschon im Lex. angeführten I.H. Staerklin EinePerson. Nach Mensel II. soll letztrer sein rich-tiger Name seyn.

(Joseph), s. gleich oben JohannStoerklin.

* s. auch Staerklin. Beyde haltenwir nur für Eine Familie; schrieben sich auch ein-zelne Mitglieder derselben verschieden in Staerklinund Grörcklin, so ist eine solche Unachtsamkeitin der Kunstgeschichte, leider! so wenig neu, alsselten.

Stoermer (Wolfgang), Formschneider, s.unren Stürmer.

* Stoerr (Lorenz). So nennt H. AchillRfhiner von Basel (176Z.) einen Künstler vonAugsburg , der um i 5 ? 5 . blühete, und kannte vondemselben, zwar nur mit einer Cbiffer (einem ver-schlungenen b. 8. und 76.) signirt, eine artige,mit der Feder schraffirte Zeichnung. Wohl indes-sen ist dieser Stoerr kein anderer, als der imLex. genannte Formschneider Loren; Sroer.

* hieß Johann Wilhelm,nannte sich bisweilen auch Sroer, und arbeiteteum 17Z2. zu Dresden , wo er mittelmäßige Bild,nisse (als das des Theologen P. C. Hilscher inFol., des englischen Bischofs William Beveridgenach Richter in Oktavs , des Pros. I. 8. Boye,schlecht, u. s. f.) u m. a. gestochen. Um 172h.uno noch 17Z4. befand er sich zu Nürnberg , undlieferte damals viele Blätter zu Schramm'»Brückenschauplatze. Sein Beßres noch mageine Wcsiphalische Friedensfeyer (wie solche zuNürnberg begangen wurde) nach einem Gemäldevon B. Witkig, und der Zeichnung von G. D.Heumann seyn.

* Stoeß (Franz), wird irgendwo auch Stoßgenannt. Ake.

Stoettrup (Andreas), ein um 1809. nochlebender Maler und Kupferstecher zu Hamburg ,geb. daselbst 1764., übte sich in frühester Jugendim Zeichnen, und studirte von 1771 1774. i»Koppenhagen in der dortigen Kunstakademie; dännkam er zurück nach Hamburg , und nahm dort(wie es scheint) seinen festen Aufenthalt. Vonihm, als Maler, kennt man Bildnisse in Oel undMiniatur; bann Zeichnungen en Crayon. AlsKupferstecher ebenfalls Bildnisse in punktirter,besonders in der sogenannten Englischen Kreiden-manier; so z. B. Juels, nach Kniep; dann dassehr mittelmäßige des Eonsistorialrath I. G.Schlichthorst's in Bremen (1780). Ferner eineErato vor I. H. Scholz'ens lyrischen Gedichten1804. Auch besaß er die Kunst, Zeichnungen wirgetuscht in Kupfer zu bringen. Ueberhaupt warStechen, mehr als Malen, seine Licblingsarbeit.Gestochen nach ihm kennen wir einzig von I. C.Fritsch das Bildniß des Hamburger-Pastors E. h.Sturm, nach seiner in 1784. gefertigten Zeich-nung. In 1783. gab er enie kleine Schrift:Vkützliches Handbuch für Anfänger der Zei-chenkunst, Scharren und Lichr betreffend,und in neuern Tagen (1808. 4° Hamburg , beyVollmar, 4 Er.) den Riemen Blumenzeichner.Meusel's lJ. R L. Hamburg . Xünstler-8 . 112 13 .

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