Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1755
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Handzeichnungen Dion. Muilmann's (verauktionirtAmsterdam 1772.) x. 121. finden wir von einemsolchen eine dergl mit Tusche und der Feder ge-fertigt, unter der Rubrik: Vue 6s la 'four 6esLncsgueurs 6e HsranAs, portant surlsXieuvveStalls Herber^ a ^w8ter6sm.

Stork, s. auch Storch.

^ Storklin, s. oben Sroerklein.

Storny (I. I.). Nach der Zeichnung einessolchen soll L. Bellotti 1775. ein Blatt in groß qu.Realfol mit sehr vielen modernen Figuren: -^88em-blse 6»N8 le Ossert. kieniieurenx ceux gu!ecoutent ls Parole 6s Dien st yul la prati^uent,gestochen haben.

Srorr (Georg), ein Goldschmied aus Schwa­ ben ; er verheirathete sich nach Venedig , und lebtein der ersten Halste des XVI. Jahrhunderts.Seifert« Stammtafeln gelehrter Leute,1 . Th. Stammtas. seiner Familie. 6en. 2.

* irrige Benennung für Storer.

s. auch Gtoor.

Storro (Hippolikus). So nenntLsnzi (1^6.terr. IV. 1^ ) einen übrigens in der Kunstge-schichte ganz unbekannten Schüler von AntonCampi.

Stofch (Baron Philipp von), König!. Pol-nischer und Kurfürst!. Sächsischer Rath.Ausder ersten Hälfte des XVlII. Jahrhunderts" (heißtes in der Schrift: winkelmann u. s. Jahrh.S. 27071.)haben auf ein dankbares Andenkender Kunstfreunde, neben Andern, zwey Männergerechten Anspruch, die zwar mit ihren Schrittenzur bessern Kenntniß wenig beygetragen, aberdurch ihr Beyspiel, als warme Liebhaber undthätige Sammler, den Geschmack an Werken be,sonders der alten Kunst sehr befördert haben. Dereine derselben war der Kardinal Alexander Albani;der andere der Baron Gwsch, in seiner Sphäre,gleich jenem, mit Vermögen, Ansehen, Kennt-nissen und »«geheuchelter Kunstliebe begabt, wollteund wirkte er das Gute eifrig, wo sich Gelegen-heit fand, und brachte bey seinem langen Aufent-halt in Rom und Florenz die große und vor-treffliche Sammlung geschnittener Steine zusam-men, welche Friedrich der Große nach des Be-sitzers Tod erstanden und zu Sanssouci aufgestellthat". Des Barons eigene gelehrte Arbeit führtzum Titel: (Ismmse sntiguss csslatee, 8culp-torum nomlnibus in8lgnitas» a6 ipsss Lemmasaut earum ectyp08 6 eliuestse (von Ddam,Ghez>l und picarr) st aeri incisse per Le, ,ra, -6»-» Licait. Lx prsesipuis Lurops- llluseisselegit st commentariis illustraviteieLtore/r etc. 6allice re66i6it /?. L. ste /.rn/iei'5.kol. /Imsterll. 72^,. mit 70. Kupferblattcrn. Derwahre Werth dieses Werkes, sowohl für Text alsKupfer, scheint uns bey Murr : Dlbliotkiegue I.224. u. ff. sehr billig gewürdigt zu seyn, indem er(mit Ausnahme allerley unstatthaften Vermuthun-gen, welche die Geschichte der betreffenden Künst-ler weniger beleuchten als verdunkeln) nicht bloßder Gelehrsamkeit, sondern auch, man möchte sa-gen dem Gefühl des Verfassers in darstellenderBeschreibung der vorkommenden Kunstgcgenständevolle Gerechtigkeit wiederfahren läßt; aber ebenso sehr der Unfähigkeit des noch so berühmten Ver-narb picarr's, den hohen und reinen Charakterder Urbilder, in seinem eignen manierirten Ge-schmacke wieder zu geben. Bald nach Winkel-manns Ankunft in Italien war derselbe mit demKunst- und Alterthumsliebenden deutschen Baronin genaue Bekanntschaft gerathen, konnte beyjeder Gelegenheit die ihm von demselben erwieseneFreundschaft nicht genug rühmen, und wurdedurch dessen in 1757. zu Floren; erfolgten Todsehr betrübt:Denn" (sagt er in eimm seinerBriefe an Berendis)ob derselbe gleich niemalsdas Schöne in der Kunst kennen lernen, weil ihn

Stoßberger. 1755

die Seuche der übrigen Antiquitatskramer zu zeitigverdorben, so hatte er doch das größte Kabinekfast in der Welt, ob es gleich wegen der Abgabevon Sachen, die außer Florenz gehen werden,gerichtlich nur 70,000 Scudi taxirt worden. SeinErbe ex 3886 ist ein Muzel aus Berlin , der vor-dem in französischen Diensten gestanden". Aufihn hatte auch des Verstorbenen Freundschaft ge-gen Winkelmann fortgeerbt; und letztrer ver-galt sie ihm reichlich mit der bekannten vortreffli-chen Beschreibung des Stoschischen Kunstnach-lasses, an welcher er im Herbst und Winter 1788.mit solcher Anstrengung arbeitete, daß er einesTags seinem Berendis schrieb: Er sey von die-serfür ihn neuen" Arbeit so geschwächt worden,daß er sogar die Cioccolata nicht mehr verdauenkonnte, und genöthigt wurde, Clystiere zu neh-men. Diese: H>s8criptlon 6en kierrs8 Aravees6u keu karon cie stc. erschien dann zu

Florenz 4° 1760. Eine ausführliche Beurthei-lung derselben findet sich in der ältern Bibliothekder Schönen Wissenschaften und FreyenRünste, Th. VIl. S. 2ho 3 i 8 . und frühereNachrichten über das Groschische Museum,von winkelmann an den Herrn von Hagedorngerichtet, in eben dieser Zeitschrift Th. V. S.22 53 .

Stoß (Chr.stoph) ^ folgenden Veit

(Philipp) § Groß den jünger».

* (Veit). An die Stelle dieses Art.im Lex. setze: Bildhauer, Maler und Kupferste-cher, geb. «zu Krakau r 447 -, und -490. in Nürn­ berg aniaßig, wo er wegen falscher Briefe durchdie Backen gebrannt wurde. Er st. 1343. (s. k.i 5 Z 3 . I. alt), nachdem er in seinem hohenAlter zuvor blind geworden. In der PfarrkircheSt. Lorenz zu Nürnberg hängt oben vom Gewölkherab ein Meisterstück seiner Kunst: Der EnglischeGruß, von ihm in > 5 iS. gefertigt. DoppelmayrTab. III. Auch in der dortigen Salvatorskircheauf dem Altar sieht man von ihm: Christus chmKreuze mit Maria und Johannes (wie wir's ver-stehen, beydes Sculpturen). Murr Mcrkw. S.«22. Für den König von Polen arbeitete (a. b.ausdrücklich malte) er Vieles in Krakau , Polen und Warschau . Indessen scheint er doch, alsBildhauer, sich den meisten Ruhm erworben zuhaben; namentlich auch durch seinen Adam undEva aus Holz, in Lebensgröße, für den Königvon Portugal. Noch nennt auch Sandrarr S.2Z0. von ihm ein Crucifix aus Holz für die St.Sebaldskirche zu Nürnberg , und Murr (Be-schreib. der Marienkirche oder Kaiserkapelle da-selbst, Nürnb. 1804. S. 7. u. 14.), ein vortreff-liches Marienbild in Lebensgröße, von rhoj. da-tier. Als Kupferstecher endlich will Malps vonihm: Ein kleines, gothisch (?) gearbeitetes, mitseinem inv^. et 8c. i 5 j 3 . (?) versehenes Blattkennen, welches einen Tambour und Pfeifer dar-stellt; und Ebenderselbe führt (nach (gandellini)sein Monogramm an, das aber auf nichts minder,als auf den Namen unsers Künstlers zu deutenscheint.

nebst seinen Brudern, Philippund Christoph, verdienen besonders als Schülerdes berühmten Schreibemeisters, Johann Neu-dörffer des ältern, bemerkt zu werde». Sie arbei-teten in den Kanzeleyen der Kaiser Carl V., Fer­ dinand I. und Maximilian II. , und wurden vondiesen ihren Herren in den Adelstand erhoben.Breirkopf's Gesch. der Schreibekunst,herausgeg. v. Roch, S. 5 x. In wie fern un-ser Veit Stoß , den obigen des Lexikons, dernur etwas früher lebte, rückstchklich der Verwandt-schaft vielleicht verwandtschaftlich angehen mochte,ist uns unbekannt.

Sroßberger (Caspar^, ein Maler zu Vils-hofen, wo er auf eine Generalausschreibung desHerzogs Wilhelm V. von Bayern ib 85 . wegen