Band 
Zweyter Theil [3].
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1754
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i ?54 Storch.

an den beyden Colonnade» am Schlosse zu Pots­ dam . Hicolar.

* Storch, s. auch Stock im Lex. sowohl alsin gegenwärtigen Zusätzen.

* Georck, s. oben Storch, und Grorkunten sowohl, als bereits im Lex.

Storelli ( ). So heißt im TVmsnacb

<ls Eammerce -8ii. ein damals zu Paris leben-der Flach- und Wagenmaler, der dort ausdrück-lich von dein nachfolgenden Kunstmaler Stsrellyunterscheiden wird.

Seorelly ( ). So heißt nämlich Eben-

daselbst i8n., ohne Weiteres, ein damals zuParis lebender Kunstmaler, der dort ausdrücklichvon dem gleich vorgenannten Flachmalcr Srorelliunterschieden wird. Nähere Nachrichten von die-sem letzter» giebt uns Laudon (pa^ss^es etDablsanx <le Oenro III. 72.), wo er Storelligeschrieben wird. Gebürtig von Turin war der-selbe Schüler von Palmieri, und folgte der breitenund leichten Manier seines Meisters. Dieser letz-tere (heißt es dann beyläufig) hakte sich durch seineLandschaftszeichnungen, in denen man großesGeschicke und crstaunenswürdige Fertigkeit in Füh-rung der Feder und Behandlung des Tuschens be-merkte, großen Ruf erworben. Diese glänzendeManier verführte zu seiner Zeit eine Menge vonLiebhabern; gegenwärtig zieht man ihr Studirteresvor. Bey London l. c. findet sich nach ihm diekleine Abbildung einer malerischen Gegend mit Ge-bäuden. Und ebenfalls bey London (8alc>n 1810.S. 10).) wird Arbeit, welche unser Künstler aufdiesen Salon gegeben, gerühmt. Auch der strenge:?au8ani28 trsn^als p, ^29 5 o. nennt von un-serm Künstler 8. V. Xto,-cllr, als in 1806. ausge-stellt, ein Aquarellgemald: Ansicht des DorfesSt. Maur in Picmont, und beschreibt es, wiefolgt: »Große und schöne Gouache. Die Wir-kung des Schnees hat Wahrheit; nur findet mandarin jene rohen Effekte von Vanloo. Die Lustkönnte leichter seyn".

* Store Nthal( ), wild in H i r sch l 11 g'sHachr. von Gemälde- und Lupferfiichsamin-lunAen IV. 116. unter den Kupferstechern, nie-derländischer Schule, angeführt. Wir vermuthenaber, daß diese nur eine der vielen Unrichtigkeitengedachten Werkes sey, und daß der Maler etwain Sroopendaal zu lesen wäre.

* Gtorer (Christoph, auch Joh. Christoph).Lanzi (Lll. ton IV. 2/,Z.) nennt von ihm einenin gründlichem Geschmacke gemalten St. Martin,im Kabinette des Abb. Bianconi zu Mailand ,bemerkt aber übrigens, daß dieser Künstler später-hin ins Manierirte, und dabey gerne in grobe undgemeine Ideen gegeben. In Deutschland besitzenvon ihm, unsers Wissens, einzig die Gallerie zuSchleisheim: Adam und Eva aus dem ParadieseLCtrieben, und Kains Mord, ganze Figuren, 5 ^in" hoch, 3 ^ 3 " breit; dann eine Sündfluth, 5 ^10" breit, 2^6" hoch; diejenige zu Dommers-felden ein Ecce Homo mittlerer Größe. Fernerdie ehemalige Jesuiter- jetzt Engelskirche zu Eich-städt den St. Franz Tavcr knieend in einem Chor-rocke; »und würde sich ausnehmend schön präsen-tiren, wenn man unsern Heiligen nicht mit einerKrone und einem Schein von vergoldetem Kupfer(auf der Leinwand selbst befestigt) beschenkt hätte".Hirsching's Nachricht, von Gemälde-undBupferstichsamml. VI. 6/j., wo unser Künstlerim Hauptregister (wie einer unsrer Freunde glaubt)irrig als Kupferstecher benennt ist. Indessen nenntwirklich der Katalog von winkler zwey schöne,aber äußerst seltene Blätter, als von ihm selbstgeetzt: Nämlich eine Ruhe in Egypten, und einBacchanal mit einem trunkenen Bacchus und einemliegenden Leopard. Dann nach ihm eine schöngestochene These (das Urtheil Salonions) von Ph.Kilian, und eine andere unserer Quellen: »Einauf Maler-Art gut und leicht geetzles Blatt (büs-

S t 0 r k.

sende Magdalena, in der Luft zwey Engel, welchedas Kreuz tragen) ausdrücklich mit: Ac>ü. O/rr-i-8to/,/r inv. et 8colp8lt bezeichnet. Hack

ihm gestochen dann haben ferners B. Kilian eineMadonna in der Höhe, St. Franz Taver undSt. Ignatz unten, auf den Knieen (wohl dascbenbenannte Bild); Cäsar Bonacina die befreykeAndromeda. Dann Ungenannte: Einen erhöhe-ten Christus zur Rechten des Vaters (a. h. einenChrist am Kreuz, dem die Seite geöffnet wird,von M. Küßel), und: Einen alten Silen mitseinem Weibe, Satyren und Kindern. Küßelnoch: Einen von Genien erbauten Pallast, undOrpheus , der die Thiere zähmt (oben ein Engel-Conzert, und unten die Strafen des Tartarus).

Storer (Iac.). So heißt irgendwo ein Künst-ler, der, nach eigner Zeichnung, die Blätter indie Beschreibung der Forthill-Abtey in Wiltshire gestochen hat, und aber mit dem bald folgendenohne Namen wahrscheinlich Eine Person ist.

(Johann Carl). So nennt derEinzige Basan (. 8ec.) einen Kupferstecher,geb. zu Wien , der einen Leichcnzug von M. A.von Oestreich (?) geliefert hat.

( ). So heißt auch ein Englischer

Künstler neuerer Zeit, der von Fiorillo V. 829.unter die bedeutender» von denjenigen gezahlt wird,die sich um 1801. mit verschiedenen Gelehrten ihrerNation vereinigten, um die Naturschönhritcn ihresVaterlands zu schildern und zu beschreiben, undzu dem Ende eigene Reisen durch Großbritannien unternahmen. Zu den Resultaten derselben gehört,neben andern, das Werk: Ueautie8 okLn^lsnclsoll ^Vale8, c>r rlelineation8 rcipoArapbicsl,Instoriaril and cle8criptive. 4 ". Iüorillo V. 829.Wohl ist auch der Unsrige derselbe, der schon 179-,.u ff. I. (s. DOied emann's Arch. f. Zoologieund Zooromte B. I. St. 1. r8oo.) nebst ander»Künstlern, nach der Zeichnung von Ibberson(wahrscheinlich Ibbelson) zu dem Prachlwerke:^ Labinet ot' ()ua6rup6il8 l>^ AM» Oüro'»gestochen hat. S. oben auch Jacob Erorer.

* Stock (Abraham). pi'Ikmgtonsetzt, manweiß nicht aus welcher Quelle, seinen Tod in 17( 8.,und der Katalog von l)aigncm>DijorivaI in 1680.So viel scheint gewiß zu seyn, daß derselbe inder zweyten Hälfte des XVII. Jahrhunderts ge»blühet habe. In Deutschen Gallerie» finden sichvon ihm in derjenigen zu München eine Marinemittlerer Größe; zu Dresden eben so eine anderemit der Stadt Amsterdam im Hintergründe, diedas Datum 1689. trägt; zu Salzrhalum einstein ganz kleiner Sceprospekt mit vielen Bautenund Figuren. Dreye besaß noch 1809. H. Hof-und Landgerichks-Assessor Schmidt zu Kiel : Einenitalienischen Eeehaven, von seiner beßken Zeit;eine Marine, hinten die Stadt Amsterdam , ebenso gut, und einen italienischen Eeehaven S.dessen Katalog N°. /,9a. 5 «> 8 . 876 Barrsch IV.387 92. kennt sechs einzige Blätter von ihm;der Gantkatalog von Marseeven, vielleicht un-zuverläßig, achte. Jene sind bloße Croquis, mitfiüchtiger, geistreicher Nadel geetzt, und von aller-äußerster Seltenheit. Barrsch'rubrizirt solche:Der Asiater, das Schiff, die drey Papelbäume,die Pferdstatüe, das User (welches Einige irrigdem L. Dakhuizeu zuschreibe») und der Meersport.Alle ohne Datum, die mehrern mit -V 8. bezeich-net. Noch wird dort bemerkt, daß ein Gemälde-katalog von I, Gildemeester (S- gu.) einen A.Stock den jüngern nenne. Ob darunter derUnsrige zu verstehen , oder beyde Ein und Derselbeseyen, möge ungewiß seyn; sicher hingegen wärendie genannten Blätter von Einer Hand. Hinwie-der haben auch nach ihm gestochen le Veau undM. D. Sallieth, jeder ein Secstück. Das imLex. angeführte Blatt nach ihm ist bloß mit: ietlirexlt bezeichnet.

(Johann). In dem Gantkataloge der