" - - Stra ck.
unH der Wilhelmstein im Steinhuder - See vönG. H. Tischbein, beyde für's Journal von undfür Deutschland, und die Porta Westphalica beyMinden, lctztre ohne Namen des Stechers. —In einer seit Abfassung dieses Artickels erhaltenenNotiz lesen wir: „Derselbe gab:'MalerischeReisen durch Westphalen (Hannover bey Hahn,erstes Heft r8ui. m. K. — Zweytes Heft mitdrey großen Ansichten 1800.) In den Hannö-verschei, Anz. iLn». No. 26. S. 76h. heißt es,daß bey dem dortigen Intelligenz-Comptoir zuhaben sey: „Der vierte Prospekt der Gegend desForts George und der Festung Hamcln gegenMorgen, vom Professor Strack, schön illumi-nirt, Pr. 1 Rthlr. 12. Gr. Die vorhin bereits her-ausgekommenen 3 Prospekte dieser Gegend 4.Gr." Dann in: Oescription sie XVilhelmsköke(Lsssel i 8 v 5 . 8°. p. 14.), daß auf dem Schlossezu Wilhelinshöhe bey Cassel - 4 - Ansichten derWilhelmehöhe und 2. Prospekte von Neapel undPalermo von. . . Strack in Oehl gemalt, zusehen seyen. Ob sich beydes letztere sicher aufunsern Wilhelm beziehe, und ob derselbe etwaauch selbst in Kupfer atzte, ist uns nicht für sicherbekannt. S. auch den gleich folgenden Art.
Strack (A.), ein Kupferstecher um i/gi-Derselbe stach für das Journal von und für Deutsch-land, einen Prospekt der drey Gleichen in Thü ringen , nach Mirus. Adcluug's verzeich-niß der Landkarten und Topograph. BlätterSachsens S. 244 N°. 95 .
— — ( ), ein Künstler aus Cassel,
ohne Zweifel Sohn oder sonst Anverwandtereines der Obigen dieses Geschlechts, der sichim Jahr 180Z. und noch 180Z. zu Eulin be-fand. Bey der Ausstellung der vereinigten Kunst-freunde zu Weimar im Jahr 1802. sah man vonihm mit Vergnügen zwey Landschaften in Oel;das eine mit Figuren staffln, welche den Ulyssesdarstellte, der sich der Nausikaa und ihren Ge-spielen zeigt. Göche, a>S Raporteur dieser Aus-stellung, nennt solches: Ein reisend fröhliches Bild,dem man noch überdies das Verdienst meisterhaf-ter Leichtigkeit in der Ausführung einräumen müsse:Die Figuren niedlich, und besser als sie sonst inLandschaften vorzukommen pflegen. Nur werdeman an einigen Stellen manierirte Farbentöne ge-wahr. Das zweyte Stück, nach Geßners Idylle,Mykon. An diesem sey die Composikion wenigergut, der Baumschlag hingegen besser, das Colo-rit wahrhafter, obgleich minder lieblich und ab-wechselnd als in dem erster». Auch noch anderswolesen wir von ihm: „Daß die ersten Kabinette inNorden von seinen zierlichen Arbeiten, in Berg -hems Geschmack«, zu besitzen sich bceifertcn."
Strada. 1757
Ohne Zweifel ist es nach diesem Künstler, daßSchumann und Keßler gemeinschaftlich ein Fa-milienstück in einer waldigten Landschaft, ausDossen's Luise gestochen haben, welches das dritteBlatt der Gallerie deutscher Dichter ausmacht,und 1806. im Frauenholzischen Berlgg für 5 Z.3 c> kr. zu Kauf ausgeboten wurde. *)
* Strada (Jacob) Riebe (Gotha und
Gegend, S- 55 .), giebt nur 3 o. Bände in Fol.an, die sich von ihm zu Gotha befinden. Siewurden auf Verlangen eines Grafen Fugger l 65 o.verfertigt, und enthalten 9000. Zeichnungen, de-ren jede einen Goldgulden, oder ungefähr einenDukaten gekostet hatte. Dann gab derselbe t Lpl-tome Thesauri sntigultstum, fi. e. Impp. kam.Orienralium et Occisient. iconum, ex antl-guis numismstlbus quurn fisielissims siellneuta-rum, ex IVInseo Aar. sie Hti-asta Dlantuanl-^ntigusrü. ap. Aac. ste et T'üom.
l 553 . 4 °. mit Holzschn. Eine andereAufl. TiZliri 1557. 8 °. Eine Uebersetzung: Lpi-tome siu Dkresor sie 8 ^ntiquite^ c'ett u siirsetc. sie l'ettusie sie Aac. sie ä't-asta, trssi. p.
Doweart si'Orleans. I^on i 55 Z. 4°. av.
Noch finden wir angezeigt: Rünstliche Ab-rP, allerhand Wasser - Wind - Roß - undHand-Mühlen, beneben schönen und nütz-lichen Poinpen, auch andern Maschinen, da-mit das Wasser >n die Höhe zu erheben,auch lustige Brunnen - und Wasserwerk :c.durch Jac. de Srrada a Rosberg. Anden Tag gegeben durch <L>crav de Stradaa Rosberg Franks, am M. 16-7. Fol. mitKupf. Eine andre Aufl. Cölln rt> 23 . Fol. Fä-cher, der übrigens letzteres Werk nicht kennt,sagt gleichförmig mit dem Lcz., daß Jacob derVater von Mantua , und Gctav der Sohn, An-tiquarius svaiser Nudolph H. von Noßbcrg gebür-tig gewesen sey.
* — — (Vespasian ). Lanzi (Lsi her?:.
II. 142.) nennt ihn kurz einen guten Frescante;und laßt dagegen einer andern Kunst, die er übte,nämlich auf — Leder zu malen, die geringe Ehrewiederfahren, die ihr gebühret. Malpö rühmtden Geist und die Leichtigkeit der Bilder diesesKünstlers, die für seine kurze Lebensdauer sehrzahlreich seyn sollen. Eben so die gute Ordonanz,und den Geschmack, der leider nur wenigen, vonihm selbst geetzten Blätter, die er bisweilen mitV«8. andere aber bloß mit V. K. I. (inv.) ff.bezeichnete. Mehrere, wie z. B. Rost III. 5 i 5 .setzen seine Geburt in 1691. und seinen Tod in1624. an, was ihm freylich nur 33 . (statt 36 . I.)geben würde **). Die von ihm bekannten Erar-beiten sind: Zwey Verkündigungen; mehrere Ma-
-) So eben erhalten wir noch von einem unserer Freunde folgende (aus Strieder's Heß. Gelehrtentzesch.XVI. -i. v. Tischbein gezogene) Notizzc» über die beyden Gebrüder Anton Wilhelm »nd studrvig Pbuipp,von welchen letztrer nun offenbar kein Anderer, als der von uns eben (ohne Taufnamen) angeführte Künstlervon Cassel ist. Dieselben waren Söhne eines Hofpitalbeckers zu Hayna in Hessen , der eine Tochter des BäckersJohann Heinrich Tischbeins von Cassel (des Stammvaters der berühmte» ÄünjUer - Familie dieses Ge-schlechts) zur Frau hatte. Bevde waren zu Hayna geboren, Anton Wilhelm (gewöhnlich wilbelm) -75«.und studrv. Philipp, (gewöhnlich Philipp) 1761. Erstrer wurde, wie wir schon vernommen, Professor undHofmaler zu Bückebura. Ob er noch lebe» oder noch dort sich aufhalte, wird nicht gesagt. Von lludwigPbilipp dann heißt es, daß er die Malerey bey Johann Anton Tischbein gelernt, und eine Tochter vonJoh. Ine. Tischbein znr Frau hatte. Dieser hielt sich (wie wir schon vernommen) noch i» igog. in Ol denburg auf, um l«i>. aber übte er seine Kunst wieder in Kassel . Auch vermuthen wir nunmehr, daß allesLandschaftliche, was in einem der obigen Art. Wilhelmen zugetheilt wird, vielmehr studwige» zngehöre.Bon diesem stubw. Strack heißt es in dem:-Verzeichnis; der Gemäldesammlung des Hof-und lland-gerichts-Advokaten Schmidt'« zu Riel: «Mall schöne Landschaften, wobey er seine in Italien " (dieserfahre» wir somit hier zuerst) «entworfene Studien zu Rathe zieht, geistreich angeordnet und gut colorirt.Seine Hintergründe sind vorzüglich." Bon ihm besaß der ebenerwähnle Dilctkante (l«c> 9 -): Den Haftn unddie Stadt Palermo ; dann eine gebirgigte Landschaft mit Ruinen, Wasser und Wasserfallen; im Hintergrundfürtrestiche, im Dunst liegende Berge"
nry Das Geburtsjahr von Strada in -59-- (bemerkt einer unsrer Freunde) ist ganz irrig angegeben. AufdemKönigl. Kupferstich««!»!! zu Dresden hesindet sich nämlich, von ihm eigenhändig radirt, eine St. Catharinain groß 4., worauf der Verleger sich »»giebt: rVnno l)»,nlni 1595. luü»L. OrMnsti » ps^uino kor. (DiesesBlatt ist zu unterscheide» von dem, wo die H. Catharina das Jesuskind anbetet). An gedachtem Orte findensich noch folgende beyde von ihm in 4. gut radirtc Blätter (geringere nicht zu rechnen): Eine H. Familie mitdem Johannes in einer felsigen Landschaft, bey Scip. Cornel. verlegt; und der schon oben angeführte LeichnamChristi, den Engel ins Grab legen, lluns. über seine Blätter den Katalog von Paignon-Dijonval. Dortwird vollends Gtrada's Geburt in IZ5>. und sein Tod denn doch in 1624. gesetzt. Wer wird uns alle dieleWidersprüche lösen helfen? — Noch in >8:o. besaß der gleich vorerwähnte H. paignon» Dijonval von un-serm Künstler ein Paar artige Handzeichnungen, die eine a la Sanguine, die andre geruschr: Die H. Jung-frau auf den Wolken; und Heilig? vor der Madonna auf dkn Knieen.
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