Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1761
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Strange.

von einer Menge Gemälde, welche er in Italien gesammelt hatte *). Noch lesen wir in diese»,freylich nichts minder als bestimmten Notizzen:Er lebte mehrere Jahre hindurch zu Paris , unddort waren seine Kupferstiche, und sind noch im-mer (1792.) in so hohem, wo nicht in noch-herm Werthe als in seinem Vaterlands"; worausman schließen sollte, das es begründet wäre,was das Lex. bloß als Sage giebt: Strangehabe sici, um 1774.Verdrießlichkeiten mit derAkademie wegen" zum zweyten Mal nach Paris begeben. Freylich spricht hinwieder der ebenangezogene flüchtige Nekrolog selbst von seinem er-sten sichern dortigen Aufenthalt auch nicht einWort **).

Strange (Wilhelm). Dem Gantkatalog vonBrandes zufolge, hätte ein solcher, nach Nem-brandt, ein sehr schönesFolioblatt in Schwarzkunstunter dem Titel: ^ )evv Ksbbl aus dem KabinctDevonshire gestochen.

Grranovers ). So nennen auch dieHamburg . Xünstl. Xuclir. 8. 70. einen bravenLandschaftsmaler aus der Mitte des XVII. Jahr-hunderts in Hamburg , der vielleicht Vater desKünstlers dieses Geschlechts im Lex. seyn dürfte.Seine Bilder" (heißt es dort von dem unsrigen),sind reich siaffirt, die Färbung in denselben istgut, und der Pinsel ausführlich (?). Meistensstellte er in seinen Landschaften halbrinnende Bächeam Ausgange von Wäldern vor. Jäger sind mitihren Hunden hier gelagert, oder bahnen sich ei-nen Weg durch hohes Schilf oder verschlungenesGesträuch zu dem kühlenden Quell. Ost hat erauch ein Gebürge, in dessen Vorgrund ein Flußumer einer Brücke durchschäumend über Fclsstückehineilt; Jäger und Hirten mit ihrem Vieh ziehenüber die Brücke, und beleben die Gegend."

* Stran; (C. oder I. G.), der im gedruck-ten Anhange des Lex. und eben so bey Menselohne Vornamen erscheint. Bey letzterm l. (1778^.hieß er ein Künstler zu Berlin , der viele Bild-nisse gemalt habe. Allein Ebendas. II. (1789.)lesen wir:Von diesem im ersten Theil angegebe-nen Maler findet sich nirgendwo Nachricht". Da-gegen nennt ihn eine unsrer Notizzen ausdrücklichI. G. Srranz, Schüler der Rosina Lisieuwsky,der um 1775. zu Berlin gearbeitet, und nach wel-chem P. A. Kilian das Bildniß des Grafen Curt.Christoph von Schwerin gestochen habe. Nocheine andere unserer Nachrichten nennt ihn (undzwar mit Anführung des ebengcdachten Bildnisses)E. Stranz. Zu Berlin lebte er wenigstens noch1788. und sah man von ihm auf der Ausstellungdesselben Jahrs: Christus auf dem Oelberge, halbeFigur, nach Pesne , und das Bildniß des Malersia Foße, nach Rigaud (etwa nach einem Kupfer-stiche?). Oder sollten vielleicht der < 5 . und der I.G. Srranz zwey verschiedene Entia seyn? Nachdem I. G. hat auch I. M. Schuster Bildnissegefertigt.

Straß er.

1761

Serasberger (Wilhelm), ein angehenderKünstler zu Leipzig und Schüler von Berggolddaselbst. Von seiner Hand sah man auf der Dresd­ ner -Ausstellung von 2812. eine Copie nach Wou-wermann.

Gtrasburg (Abraham), ein Wappenstecherund Steinschneider zu Berlin in 1809. Wir ken-nen ihn nur aus der gelegentlichen Anzeige in ei-ner B e r l i n e r-Zeirung.

Str«ßbaux ( ). So nennt der Alma-

nach «les keaux-^rts 180Z. ganz ohne Weitereseinen damals zu Paris lebenden Künstler, unterder Rubrik der Miniatur- und Emailmaler.

Gtraßburg (Johann von), ein Glocken-giesser, s. Eluingelberger (Johann Christian), inden künftigen Nachträgen.

Gtraßburger (August Friedrich), um 1787.Herzogl. Weimarischer Baumeister zu Eisenach .Die neue Kirche zu Ilmenau , einer Stadt in demWeimarische», wurde von ihm in 1760. erbaut.Heilige Reden, vor und fiep Einweihungder neuerbaueren Rirche zu Ilmenau gehal-ten. (Eisenach 1782. 8N) S. 84. Im Wei­ mar ischen Hofkalend. von 1766. erscheint ernicht mehr.

(Christoph), ein Seidensticker und Vier-telsmeister zu Dresden , um die Mitte des XVII.Jahrhunderts. M. Ellas Eonradi väter-liche Rinder - Leichpredigr. Leipzig 1682. 4°.S. 5 i.

(Johann Erhard, a. h. wohl irrig,Joh. Ernst), ein Herzoglich - Gothaischer Ober-baumeister, (ob vielleicht Vater oder Bruder v. Aug.Friedrich?) führte die Hospithalkirche zu Gotha ,und viele andere Kirchen und Gebäude auf. Auchdie Stadtkirche zu Waltershausen erbauete er von1719-22. Zu seiner Zeit war Andreas Mar-tin Bauverwalter zu Gotha . Um 1781. scheinter gestorben zu seyn. Gorhaisch. Lirchen, undSchulstaak, Th. IH- St. 10. S. 20. und Hof-kalender.

Straßer (Ellas), ein Kupferstecher, vondem wir zwey Blätter in Fol. kennen, die denAusbruch des Etna und des Vesuvs um 1766.darstellen. Beyde Blätter sind (fabrikmäßig)radirt und gefärbt, nach der Zeichnung von Alex.d'Anna, und fanden sich in dem Kunstverlagevon Fietta und Compagnie (zu Augsburg ?).

(Johann Reichard), ein Goldschmiedzu Augsburg in 1689. Jh» erwähnt, ohne Wei-teres, das hochbeehrte Augsburg , oderEinzug beyder Römisch Raiserlicheu Ma-jestäten, von M- I. F. w- (Angsb. 1890. 4°.S. 61.)

^) Ganz anders, und sicher weit richtiger giebt das Ler. den Inhalt dieses Raisvnirenden Verzeichnisses an.

sicher erscheint; was denn einen zweyten Aufenthalt in Paris ziemlich zweifelhaft macht.

Nochals ein

(diese ... ... . > . .. .

Nach Mnratti: Das Te Denn, laudamus I. 260. und Madonna mit dem Kinde und St. Catharmen (sehrgut) I. 2Ü7. Nach Correggio den Tag (den Füßli dem Blatt von Carracci vorzieht) II. 57. und dessenMagdalena (sehr schon) I(. 70. Nach Parmesans dessen Freundin (sehr schön) II 97- Nach Guido:Tod der Cleopatra (s»Ln); das schlafende Jesuskind und den schlummernden Amor (bevde sehr schon); Ve-nus von den Grazien geschmückt (in seiner ersten, etwas harten Maurer); Maria und den verkündigendenEngel; Fortuna . II. r>5. 2g. z6. 42. 44. 52. Nach Aampieri: St. Agnes (zierlich, aber etwas hart) II.Zog. Nach Guercino : Tod der Dido; Esther und Hagar (beyde zierlich, aber etwas hart), und Christusder seiner Mutter erscheint (gut gezeichnet) II. 35». 54- 5>6. Nach Dtiaii: Venus und Cuprdo (die Wir-kung des Helldunkels durch die gesuchte Zierlichkeit verfehlt); die berühmte ruhende Venus aus slorenz (zier-lich); die andre ruhende Schone (besser aezeichnct, aber minder gefühlte Carnativn, als IN Soulmann s Blatt).Ilk. 62. 6z. 65. Endlich nach MiiLiklo: Jesus als Knabe und Hirt (ziemlich hart) IU. 240. Daß dieBeschreibung der Urbilder selbst bey Füßli vortrefflich sind, versteht sich ohnehin.

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