Strange. Strange.
Kabinetten in England, I. aus dem Könlgk. Fran, dem Königl. Französ. Museum, nach van D.vck:zösischen, 2. aus dem Hotel Toulouse zu Pas Carl der I. dem sein Stallmeister das Pferdris, und r. aus der Dresdner , Gallerie. Jene hält***'). — Aus dem Kabinet Toulouse , nachneunzehn sind: Nach Rapbael, dessen Brustbild Corrona: Romulus und Remus , und Cäsar ver,einst im Pallast Altoviti zu Florenz , jetzt in dem stößt die Pompeja. Da von diesen ^6. Blatternwürdigsten Besitze des H. Kronprinzen von Bayern ; (nach 18. Meistern) 12. nach Guido sind, so wirddie H. Cäcilie, einst zu Bologna , jetzt zu Paris , man darinn den Liebling unsers Künstlers nichtdes Künstlers letztes oder zweytletztesBlattsi/Z/.); verkennen, der (dieß, als die Hauptsache, seydie Sanftmuth und die Gerechtigkeit im Vatikan , nun zum Beschluß gesagt) freylich in der Rist),(Die Platte der Verklärung desselben von Dorigny tigkcit der Zeichnung, Wahrheit des Ausdruckshatte er, so gut es sich thun ließ, wieder ausge, und Farbe seines ebenfalls mit der Nadel verein,stochen. Heinecke II. *). Nach Correggio ten Grabstichels von jenen fünf Hauptlichtern ihrder sogenannte Tag, einst in Parma , jetzt zu Pa, rer Kunst den ganzen Charakter Keines derselbenris. Nach Tinan die liegende Venus aus der erreichte, und auch seither von Morghen, MüllerGallerte Medicis zu Florenz ; Venus die dem Cu, und Desnoyer's hierin (doch an klarem und an,pido die Augen verbindet, aus der Galt. Farnese zu wüthigem Vortrage kaum) übcrtroffen ward. —Rom ; Venus und Adonis, und die liegende Da, Noch nennt eines unsrer Verzeichnisse von ihm:nae, beyde aus der Gallerte zu Neapel . Nach Eine Beschneidung nach Barbiert, dann (wahr,Guido die bußfertige Magdalena und die Keusch , scheinlich aus frühern Tagen) ein Bildniß desheil Josephs, beyde au^ Barberini zu Rom . Nach Arztes Pilcaire nach I. Medina, und eine Flam,Guercino Christus, der nach der Auferstehung mänderin nach le iJain.seiner Mutter erscheint, aus Nome di Dio zu
Cento; Abraham verabscheidet die Hagar , aus der (So eben lesen wir noch in einem NekrologGallerie Zampieri zu Bologna ; Ahasverus und von ihm in der A. L. Z. 1792. Intel!. N°- nü.Esther, aus Barberini; der Tod der Dido, aus wesentlich Folgendes: »Die ersten AnfangsgründeSpada**). Nach Schidone zwey Schüler: ln- der Kunst lernte er bey einem gewissen Cooperpriml8 venersrs veos (wie schön!), und Amor zu Edinburgh ). Alsdann kam er nach London ,am Fuß eines Baums, beyde aus der Gallerie wurde von dem Graf Bute in Schutz genommen,zu Neapel . Nach Carls Dolci Sappho, die ihre und durch denselben mit dem damaligen PrinzenLeyer der Venus wcchet, aus dem Pallast Corsini von Wales, jetzigen Könige bekannt. Seine An,zu Florenz , für den Stich des Künstlers jüngstes hanglichkeit an dem Entschluß, nach Italien zuoder zweyt, jüngstes Blatt (1787-)- Nach par, reisen, veranlaßte, daß er auf lange Zeit bey demmesano sein Liebchen, aus der Gallerie von Nea, Prinzen und dem Minister in Ungnade fiel, alspel. — Dann die zehn, theils sicher, theils wahr, ihm nämlich (1769.) von dem Königl. Hofmalerscheinlich alle nach Urbildern in England (und Ramsay zugemukhet wurde, die von ihm gemal,schon deswegen doppelt verdienstliche Arbeit für's ten Bildnisse derselben in Kupfer zu stechen, undAusland): Wieder ein Tod von Cleopatra, stehnde er sich mit seinen bereits gemachten ZurüstungenFigur aus dem Kabinet der verwitlibten Prinzessin zur Abreise beharrlich entschuldigte. Diesevon Wales; Ebendieselbe in ganzer Figur aus dem Ungnade dauerte bis 1787. wo ihm die Ehre wi,Kabinet Montriblou; Fortuna auf der Kugel, und: verfuhr in den Ritterstand erhoben zu werden,^moris (der mütterlichen) UrimiUse (diese beyden Mittlerweile hatte er (1775.) sein damals vielaus Strange'« eignem Kabinette); der schlafende Aussetzn erregendes: Lnguir)' inro tke Ulk-, snäCupl'do, aus dem Kabinet Dundas (alle diese nach Lrsblisliem«nt of tke os ^.rtr
Guids). Nach Mararri: Ve llsum laullamus st l^onson geschrieben, welchem er ein früherhinund: Usrce 8orrmum rumpere, jenes aus dem an den Lord Bute gerichtetes Schreiben voran,Kabinet Orford, dieses aus dem Kabinet Chaus setzt, worin er sich über eine unartige Begegnungney. Nach S. Rosa: Laomedon der den Nepr in Ättsehung einiger Gemälde beklagte, dieer wäh,tun und Apollo bekriegt: Nach van Dyk Carl I. rend seines Aufenthalts in Italien zu stechen Wil ,im Königl. Ornate, aus des Künstlers eignem Ka, lens war, und nämlich glaubte, daß diese Begeg,binet, und Henriette Marie seine Gemahlin mit nung ursprünglich in England veranlaßt wäre^'i').ihren beyden Prinzen, aus demjenigen des Kö, Hinwieder wurde durch die neue Schrift bey den»iges. Endlich nach LDeft: Der Engel, der ein Direktoren der Akademie das Verbot veranlaßt,Kind zum Himmel führt, dem noch ein kleineres daß keine Kupferstiche bey ihrer jährlichen Aus,den Arm reicht (Anspielung auf den Tod der bey, stellung sollten zugelassen werde», wo nun Strangeden kurz vorher verstorbnen Englischen Prinzen, glaubte, dieß geschehe in der Absicht, den vondes Künstlers zweyt , oder dritt - letztes Blatt ihm so vortreflich angebauten Kunstzweig zu un,(1786.) — Aus der Dresdner , Gallerie (befand terdrücken, und ihn in dem Lauf seines wachsen,sich Strange dort***)?), nach Correggio : Die den Ruhms zu hemmen. Verschieden von dem:bekannte Magdalena, die im Buche liest. — Aus Lnguir^-f-f-ss-js) ist sein raisonnirendes Vcczeichniß
v) Eine in gedoppeltem Sinn ganz eigene Vertheidigung dieses Blatts, welches, wir es scheint auf dem Salonzu Paris 1765. (als vielleicht Srrange eben durch und nach Haus rettete) findet sich bey Diderot (küssi?p. 406.): „Warum" (sagt er) „sollt' ich ihm vorwerfen, den Geist dieses Blatts verfehlt zu haben? Habendoch Geschicktere als Er dasselbe gethan!"
*2) Der einzige Gandellini nennt noch von ihm, (wahrscheinlich durch Irrthum) ebenfalls nach Guercino ,eine Beschneidung, aus der Kirche der Schwestern Jesu zu Bologna .
Unter dem Blatte steht: ss>. et. sc. »780.
Der wrnkkersche Katalog nennt dieses Blatt nicht, und eben so wenig Carl's I Gemahlin; dafür einenjungen nackten schlummernder Jüngling, in einer Landschaft, ebenfalls nach van Dyck, aus der Gallerie zuNeapel , und den jungen St. Johann in der Wüste, der die Dornenkrone halt, nach Murillo aus dem Ka-vlner Hunter.
f) Dies wird doch wohl Einer der bevden Richarde Cooper bey Rost ix. 154. und -67. seyn, von welche»der erstre etwa 15 Jahre alter, der andre frevlich etwa Jahre jünger als Strange seyn, aber weitder bekanntere, und auch Stecher mit dem Grabstichel, der ältere hingegen bloß Schaber m Schwarzkunst war,und freylich eher ein „gewisser" Cooper heißen mochte.
j"f) Diesem Datum zufolge ist die gewöhnlich IN >758. gesetzte Zeit seiner Abreise nach Welschland unrichtig, wasauch aus den Daten einiger seiner Blatter zu erhellen scheint.
Itt) Dies Schreiben ist wohl das „Pamphlet über die Creaturen-Beförderung eines damals mächtigen Ministers",von welchem Fiorillo l. c. spricht, und das wahrscheinlich wesentlich durch den Vorzug veranlaßt wurde, deneine Jenlang der (Auslander) Dartolozzi vor dem (Cingebornen) Strange erhielt.
ffff) Unverständlich für uns ist es, wenn wir im winkkerschen Katalog lesen, daß Strange seinen Enschluß, dielchonsten Gemälde m Italien z» stechen, bey seiner Rückkehr nach England „durst, sein Enauirv" (e»l-abu-lnt 80» Liignii-y) ausgeführt habe.