Band 
Zweyter Theil [3].
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1770
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i77« Strutt.

* Serütt (Joseph), Zeichner und Stecher inPunktir- und Tuschmanier, geb- in England um17^8. und blühend zu London 1786. Derselbe istVerfasser eines Lexikons der Kupferstecher, in weischem sich mehrere Blätter von ihm befinden, dienach einigen seltenen Blättern alter Meister mitFleiß gestochen sind. Dasselbe führt zum Titul:s bio^rapkioal Dictiorigr^, containinA an hl-storrcsl accounl ok all tke Ln^ravers kromrke earliest perroä ok tlis art ok LnZravln^ toIlie present time, anä a skort liste ok rüeirruost esteetmeä xvorks. Witli 1e c^pkers»Monogramms anst partioular marks, nse6 lxzreack master öcc. No ^vkicti is presixeä anLssa^ on tke rise ancl progreks ok tke art okLngrsvlng botli on copper snä on Wood.

several courious specimens ok tke per-kormances ok tke most anciont T^rtists. 2 Vol.xr. /,o. London 1782. In der Vorrede rühmter, daß er in diesem Werke über 3 ooc> Künstlerangeführt habe, da Basan nicht mehr als 1000.enthalte. Diese große Zahl macht aber nicht denWerth seiner Arbeit, um so viel minder aus, dalerdenn doch darin alle lebenden Künstler Englandsganz Übergängen hat. Dagegen bemüht er sich,das graueste Alterthum der Kupferstecherkunst auchin England zu finden, und überhaupt dieselbe (umwenigstens andern Nationen die Ehre der Erfin-düng zu rauben) bis auf Tubalcain zurückzuführen.Was hingegen dieß Werk vorzüglich empfiehlt,ist, daß der Verfasser, als Künstler, über das Theo-retische und Praktische seiner Kunst selbst nachge-dacht, und das Charakteristische der Meister richtigvorgetragen hat. I. und IX. in den Vorreden,und IX. 317—18. Dort werden dann von ihmBlätter angeführt, die das Datum von 1779—87.tragen. Vörderst: Candaules , der seine Gemah-lin nackend den Blicken des Gyges aussetzt, nachE. le Sueur *); dann Amerika (Allegorie auf dieZerwürfnisse zwischen England und seinen Colonien),ein großes Blatt nach R. E. Pine; ferner nachT- Stokhard: Zwey Gegenstände aus dem RomanCaroline von Lichtfirld: Der Baron schlagt Wal-siein der Caroline vor, und: Erste UnterredungLindorfs mit Carolinen (diese gemeinschaftlich mitI. Ogborne); dann ebenfalls nach Stotthard: Fünfallegorische Blätter zu dem Englischen Erbauungs-buche: Bunians Pilger, mit den Rubriken: DerSieg, der Schutz, die Flucht, der Schrecken, derTrost. Endlich, ohne andern Namen als den (ei-nigen: Venus, nach ihrer Geburt, von Amorund dem Verlangen »ach Cypern getragen, und:Pandora übergiebt ihre Büchse des Dösen demEpimetheus; diese beyden in roth Kreidenmanier.

Struve (Fr.). Ein solcher soll Karten vondem Wolffenbütkelschen und Schöningschen Di-strikte, in dem Braunschweigischen gelegen, gelie-fert haben.

— — (Johann Joachim). Ein solcher warum ,790. Münzwardein zu Hamburg . Hainb.Graarskal. auf 1792.

* Struyck ( ). Dieser Name hat Aehti-

lichkeit mit perer Strick, dem Lehrmeister vonBeschey.

Stry (Abraham und Jacob), Gebrüder (letzt-er der ältere), werden im Tüb. Morgenbl.1809. S. 898. nach rske»iimch, und späterhin vonAndern um 1812. als noch lebende Maler zu Dort-recht genannt (wo überhaupt jetzt die Kunst inHolland am Meisten zu blühen schien), von wel-chen der erstere in häuslichen Gegenständen, imGeschmacke des Percr de Hooghe, der zweyte(jetzt ungefähr 5 o. I. alt) im Geschmacke des Alb.Kuys sich auszeichne. Ohne Zweifel ist letztrerder nämliche I. van Stry, von dem es ander-wärts heißt, daß Schweyer nach einem solchenein Folioblatt: Landschaft mit Ziegen und Kühen,

*) Im Katalog von Paignon-DijonvalParis .

Stuarc.

gestochen habe. Abraham dann wird schon 178s.in öffentlichen Blättern als Mitsiifter der zu Be-förderung der Zeichen- und Baukunst in seinerVaterstadt errichteten Gesellschaft: ?rctura ge-nannt.

Sruard (C. G ). So nennt der einzige Ka-talog von Vaignon-Dljonvak einen Englischen Zeichner um 1782., nach welchem I. Hast dassitzende Bildniß von Jsaak Barrn gestochen habe.Ob er etwa mit dem unten folgenden Bildnißma-ler Sruarr, der sich späterhin zu Boston befand,derselbe sey, ist uns unbekannt.

* Sruart (P. Bernhard), geb. in Schott-land , ging als Münch in das Benediktinerklostervon St. Jacob zu Regensburg , wo er sich zueinem geschickten Baumeister bildete. Lkpowsky.

— — (Gabriel), ein um 1810. noch leben-der Maler in England. Nach ihm führt der Ka-talog von A)inkler S. 233 . ein von G. Keating(-788.) für den Boydellschen Verlag schön geschab-tes Blau: Den Schauspieler Kemble im Charak-ter von Shakespears Richard III. an, dessen Ur-bild sich im Kabinette des Esq. John Pybus be-fand. Dann ein andres unsrer Verzeichnisse dieBildnisse der Künstler B. West und W. Woollet,beyde von Caroline Watson, und des Arztes I.Fothergill von V. Green.

* — — (Jacob), der sich bey seinen Lands-leuten den Beynamen Arheman Stuarr erwarb,war nach Einigen der Sohn eines Schotten, derin Creedlane zu London lebte, nach Andern einesarmen Schotten, geb. 1712. Bereits in zarterKindheit bewies er eine große Liebe zur Malerey,und verzierte Fächer und andere geringfügige Dingemit seinem Pinsel, wodurch er auch seine Familieunterstützte. Ungeachtet seiner ungünstigen Lagesuchte er sich immer mehr ohne Lehrmeister zuvervollkommnen, und studirte vorzüglich Anatomie,Geometrie und andere dem Künstler unentbehrlichemathematische Wissenschaften. Auch trieb er spä-terhin alte Sprachen, deren Kenntniß ihm beyseinen Untersuchungen der griechischen Denkmälersehr zu statten kam. So gern er in seiner kraft-vollen Jugend eine Reise nach Rom und Athen unternommen hätte, so hielt ihn dennoch die kind-liche und brüderliche Liebe in England zurück, daihm das Schicksal seiner Mutter, seines Brudersund seiner zweyten Schwester, für deren Unterhalter sorgen mußte, am Herzen lag. Nachdem aberseine Mutter gestorben war, und er seinen Ge-schwistern sichere und vortheilhafte Bedienungenverschafft hatte, nahm er sein geringes Vermögenzusammen, und rüstete sich zu einer Fußreise nachRom. Er ging durch Holland nach Frankreich ,wo er den Mangel an Baarschaft bereueke, undin Paris und andern Städten um Unterstützungzur Fortsetzung seiner Reise bat, die man ihm,als einem wackern Künstler, gerne bewilligte. Nach-dem er in Rom angekommen war, wurde er vonseinen Landsleuten so freundschaftlich aufgenom-men, und mit Geld so reichlich versehen, daß ernach einem Aufenthalte von sieben Jahren, in1798., sein Vorhaben, Griechenland zu besuchen,von allen (Überbleibseln des Alterthums Abrisse zumachen, und solche der Welt in drey Bändenvorzulegen, ankündigen konnte. Darvkins, demman die bekannten Abbildungen der Ruinen vonPalmyra und Balbeck zu verdanken hat, undBouverie, ließen dieses in England bekannt ma-chen. Vorzüglich freuete sich erstrer, Stuarr'sUnternehmen fördern zu können, da er großeReichthümer und eine außerordentliche Liebe zurKunst besaß. In 1761- kam Stuarr zu Corinchan, verwechselte aber diesen Aufenthalt bald mitdem von Athen , wo er bis 1753. blieb. Von daging er nach Thessalonich, und nach ein PaarMonaten nach Smyrna. In 1755. langte er wie-

heißt es, nach tk-L. ke Sueur) einem um 1779. lebenden Maler i»