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gegen ke Sueur betreffend, erzählt man sichmancherley Anekdoten. So z. B. Daß, als derKupferstecher Rarl Sünmoneau eines Tags inder Karkhausc die ofcgenannten Meisterstücke desletztem betrachtete, und den erstem in gleicherAbsicht ankommen sah, er sich in einen Winkelverbarg, um zu vernehmen, was wohl le Sueur'sNebenbuhler dazu sprechen möchte; wo dann dieser,der sich ohne Zeugen zu seyn wähnte, bey jedemBilde ausrief: Ach! wie schön! Wie wohl ge-dacht! Wie bewundernswürdig"! Daß aberdarum le Brun nicht minder bald in Verzweif-lung gerieth, als er an einem schönen Abendmit eigenen Ohren hören mußte, wie etlicheWelsche, welche seine bekannte Gallerie, und hin-wieder le Sueur's Cabinet der Musen in demHotel Lambert zu besichtigen kamen, und denerstem nicht erkannten, von seiner Arbeit urtheil-te», sie sey ein Pfuscherwerk; von le Sueur'shingegen: Diese aber komme einer Italienischenbey*)! Daher denn auch leBrun, als er sei-nen Kunstgegner auf deffen Slerbcbeth zu besu-chen kam, sich beym Weggehen der Aeusserungnicht enthalten konnte: Eustach's Tod werd' ihmeinen starken Dorn aus dem Fuße zieh» — wo-her dann vielleicht das im Finstern schleichendeabscheuliche Gerücht entstand: Daß ein großerMaler unsern Künstler habe vergiften lassen.
Von le Sueur selbst geetzt, kennen wir, gleichdem Lex. einzig eine Madonna, die das Kindstillt, in Halbfiguren. (Andre setzen hinzu: mitdem kleinen Johannes). Heinecke (läse p. 170.)sagt überhaupt: Er habe bisweilen znm Zeitver-treibe geetzt. Dann aber haben nach ihm gear-beitet: Aliamet, Avril, Bened. Carl Claud. undGerard Audran , B. Baron, ein Anonymus inBasan's Verlage, Basan, N. D. de Beauvais ,Douilliard, F. Chauveau, I. Chereau, E. leClerc, C. N- Cochin , I. Coelemans , I. Couvay,P. Daret, L. Desplaceö, M. Dorigny, G. Du-change, C. Dupuis, Cl. Duflos, St. Gantrel,P. A Kilian, I. M. Loje, I. Lubin, R. U.Massard, Millar, I. Seb. Müller, Moyreau,R. Nanteuil, B. Picart, St Picart, F. Poilly,M. Pool, Ravcnet, R. Read, ein Anonymusin Roycrs Verlage, P. van Schuppen, C. Simon-neau, G- Smith, P. Soubeyran, L. Surugue, N.Tardieu und Tronchon. — Von seinen genanntenHauptwerken haben : Das Leben von St. Bruno in22. (mit Titel und Zueignung 2/j.) D>. Chau-veau geetzt, und Simvnneau mit dem Grabstichelvollendet (nach d Argensville solle» drey dieserBlatter von le Clerc seyn; und Ebenderselbewill wissen, daß späterhin Soubeyran und Lio-tard ein Gleiches unternehmen wollten, was abernicht zu Stand gekommen sey). In neuern Ta-gen (1808.), eben dies, in 26. Bl. recht gut,Loje, welche zusammen, mit einem historischenTexte von Vergerat, 260 Livr. kosteten. Endlichmacht ebenfalls die Gallcrie von St. Bruno daszehnte Heft des hluse e b'rsnhais von M. E.R. F. wieder in 26. Dl. im Umrisse, mit treff-lichen Erklärungen aus. — Dann seine Arbeitenim Hotel Lambert, nach B. Picart's Zeichnung,
Sueur.
derselbe, und mehrere andere Künstler (Beauvais,Desplaces, Duchange, Duflos uno Dupuis,M. Pool und Surugue), in einem 17jo. zu Pa ris erschienenen Foliobande, der zugleich le Brun'sWerke in eben diesem Hotel enthalt. St. Paulzu Ephesus dreymal gestochen von B. Audran,St. Picart**) und P. Soubeyran, und nochin ganz neuen Tagen von R. U. Massard. SeineMarter von St. Lorenz von G. Audran (um soviel wichtiger, weil das herrliche Urbild verlorenging***); diejenige von St. Protasius von Eben-demselben; und von St. Gervasiuö und Prola-sius, wieder von St. Picart sowohl als von St.Gantrel: All' dieses sind mehr und minder treff-liche Blatter. Noch nennt man als schön: DasKind Moses aus dem Wasser gezogen (in Eng-land) von Baron (1720.) und von Read punk-tirt (1779.); Darstellung im Tempel, von Duflos;Christus bey Martha und Maria, aus der KircheSt. Germain l'Auxerrois, von B. Audran; Ab-nehmung vom Kreuze, wieder von Duflos; Ale-xander und sein Arzt Philippus (einst in der Gal-lerie Orleans), wieder von B. Audran (selten);der Rath, das Geheimniß, die Tapferkeit undKlugheit, als Eigenschaften eines guten Ministers,von Tardieu. — und endlich des Künstlers eige-nes Bildniß, das sein schönes Gemüth so hell-leuchtend darstellt, herrlich gestochen von vanSchuppen, bey Perrault (klammes illustres),Noch bemerken wir: Den Besuch der Königinvon Saba bey Salomo , von Smith, die Hochrzeitnacht des Tobias, von Ravenct, und die Bey-setzung der Asche des Britannicus von Millar des,wegen, weil wir vermuthen, daß die Urbilder ir-gendwo in England versteckt seyn dürften. Lauf.
Le-mroi. L-auärs u. a. Dies in älternTagen. Dann in unsern neuern, von einzelnenBlättern: Vörderst für das Prachtwerk des Mu-seum Napoleon: St. Paul der die Kranken heilt,von Pauquet geetzt, und von Massard dem Vatermit dem Grabstichel vollendet; die Vision St.Benedikt's, von G. Guerin, und drey Musen auüdem Salon von Lambert (zwey von P. Audoin,und eine von P. Laurent). Ferner sein Traum derPolyphila, von Bouillon. Dann in de Ligny's:kkistairs äs ^esus Lkrist Xll. ein Noli me län-gere, von L. Petit geetzt, und von N. Courbemit dem Grabstichel vollendet; und: EbendaselbstXV 1 H. Christus, der den Blinden heilt, vonPonce. Bey Filhol N°. 20h. 2hZ. u. 278. dieErscheinung St. Bruno's an den Grafen Roger;bann den Tod von St. Bruno, und eine Erschei-nung Christi an St. Magdalena. Endlich fürTassaert's, oder vielmehr I. u. A. Sauvage's,le Mire's genannt: Lollection äs Netes cl'ex-pression Lak. III. die Demuth (Kopf von St.Bruno, und für Ebenderselben von Gault deSt. Germain herausgegebenes Werk: Des ?as-sions et äs leur expression (Lall. III.) das Er-staunen, nach seiner Messe von St. Martin, unddie Ueberraschuug, nach seiner Marter von Pro-tasius. ^Vo»u. ä. spars.
Sueur (E- L. le). So nennt der einzigeKatalog von iJaignon-Dijonval einen um 177g.
— küchenzettelmäßiq, wie folgt an: »Große Ordonnanz, erhabene Gedanken, einfache, edle und graziöse Stel-lungen, feiner und richtiger Ausdruck, correttc Zeichnung, schlanke Maaße (proporcions suslies?), antikerGeschmack im Faltenwürfe; schwaches Kolorit." Nach eben diesem Schriftsteller wurden auf einer Versteige-rung der Kunstschäyc des H. Potier zu Paris vor kurzen Jahren ein Paar kleine Bilder von le Sueur denndoch nicht in allzu hohen Preisen verkauft; nämlich: Christus, der den Blindgebornen heilt (18" hoch,-4" br.)für 1820. Livr.; »nd vie Allegorie (?) auf einen Staatsminister für -5»o. und bald hernach für 2400. Livres.
— In 1810. war H. Paignon-Dijonval zu Paris noch der — glückliche Besitzer von an die 3». Handzeichnnngendieses berühmten Mannes; unter welchem wir hier nur: Eine Anbetung der Hirten mit Blepstift und leichtgetuscht — Christus vor einer Statüe, die das neue Gesetz vorstellt, in schwarzer Kreide, und die Kinderder Nivbe, mit der Feder in bloßen Umrissen bemerken wollen. Eine ziemliche Anzahl anderer (wie z. V. eineDarstellung im Tempel, St. Sebastian den zwey Engel halten, mittlerweile Irene ihm seine Wunden ver-bindet; St. Bruno im Gebet, uud St. Theresia in Entzückung), befanden sich 1809. in dem Kunstnachlassedes Malers I. A. von Silvestre zu Paris . S. den Katalog des Kabinets von F. 1 L. Kegnault de In llaiide,
A) ()ue!>to s uns coglioneria, ms gusllo kiä äel' inaestoo ltslisno.
v") Picart's Zeichnung zu diesem Stiche besaß noch >810. H. Paignon-Dijonval zu Paris ; und eben so B. Picart'sseine zu dessen Blatte: Eyrus, der ein Grab öffnen laßt, um darin einen Schatz zu finden.
n-ii«-) A,,ch xxn diesem Blatte fand sich Audran's Zeichnung bep H. Paignon-Dijonval.