Band 
Zweyter Theil [3].
Seite
1798
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1798 Swindere».

siecher ;u Warschau um 1720., welcher Kunst her-abwürdigende Bildnisse geliefert habe.

* Srvi »deren, s. Schwmderen.

Swing (Marc). Eines solchen gedenkt manin einem Gantkataloge auf folgende Art:Dom-beaux äes prinees, von Marc Swing, nachden berühmtesten Meistern herausgegeben, 12 Bl.Kupfer, 2 Bl. Text und ein Titel. Imper. Fol".

Grviril (Joseph), ein um 1809. noch leben-der Maler zu Wien , geb. zu Rothopotschna inBöhme», arbeitete mehrere Jahre bey dem Kais.Städtischen Theater zu Brunn. Gerühmt vonihm werden vorzüglich zwey Bilder in der Kar-thäuserkirche zu Königsseld bey Brunn, an denbeyden Scitenaltärcn, welche St. Peter und St.Magdalena (Reuende beyderley Geschlechts) dar-stellen; dann ein Altarblatt (St.Wenceslaus) imDome zu Brünn , und (von alle dem sehr verschie-ben) die große Kortine an dem dortigenTheater.Mensel N. R. L.

Srvitzer (Christopher). So heißt in Mere'szweytem Theil des: Wn's Lommon wealrK (I^onll.1698.), ganz kurz, ein Maler des XVI. Jahrh,in England, Fiorillo V. 222. (Anm. r.). Daßihn doch nicht etwa ein Bochar der Kunstge-schichte zum Schweißer Tob. Grimmer schaffe!Ein Schrveiner indeß mochte er vielleicht wirk-lich seyn.

* Spadras, der Bildhauer von Sparta,blüheie zwischen der 20. und 20. Olympiade.

a. Fo»r 1810. Xüustl. Xsl. 18. NLr2.

* Spbes ( ). Nach de Geest kennt man

von ihm das Bildniß des Gottesgelehrten Sandius.

Spburg, s. oben Gieburg.

* Spder, Saieer, Sayrer oder Set-ter (Daniel), geb. nach Einigen 16^2., nachAndern i 649 -, immerhin gest. 170h. Derselbelernte zwölf Jahre bey C. Loth, und war besondersein trefflicher Koloriste. Rom und Venedig , letzt-es vornehmlich, waren die Wiegen seiner Kunst;indessen benutzte er auch die großen Beyspiele allerübrigen Schulen Italiens . In den Piemontesi-schen Pallästen und Villen durfte er selbst dieNachbarschaft eines Miel's nicht scheuen. Mußteer immerhin diesem in Grazie und Anmuth wei-chen, so überwand er hingegen denselben und soviele Andre in der Starke und Magie seiner Farbe.Auch bemerkt man in seinen Bildern zu Turin dieincorrekte Zeichnung nicht, die hingegen pascoliin denen zu Rom an ihm rügen will. Besonderssiudirt sind seine Oelarbeiten; wie z. B. im Kö-niglichen Pallaste eine Pieta, die in der Schuleder Carracci gedacht zu seyn scheint. Seine Ku-pole dann im großen Spital zu Turin gehört zuden beßten al Fresco's dieser Stadt. Auch imdortigen Staate trifft man ihn in mehrern Kirchen,bann in vielen Pallästen zu Rom , Venedig undanderwärts an. /.«»sr. terr. III. 220. V.280. In Deutschland besitzen von ihm: DieGallerte zu München den barmherzigen Sama-riter , die Marter von St. Erasmus, und Venus,Bacchus, Ceres und Amor, oder das: vive1'^mour apres le äiner, alle drey in lebensgros-sen ganzen Figuren, von Männlich urtheilt vonihm, seine Zeichnung seyrichtiger als rein".Das erste und dritte der erwähnten Bilder standenehemals zu Schleisheim, und überdieß JosephsKeuschheit, ebenfalls lebensgroß. Dann Dres­ den das kleine Bild eines St. Hieronymus ; die-jenige zu Sanssoucy § v. Seurer.- Adam undEva, lebensgroße Figuren.In der Figur Got-tes des Vaters" (sagt Oesterreich ) herrscht vielAusdruck und Majestät; Alles ist gut gezeichnet;nur das Kolorit ein wenig zu einförmig, pom-mersfelden, s. v. Geyder, hat 9. Cimon imGefängniß von seiner Tochter gesäugt, lebens-große Halbfiguren; Aurora umarmt den Cephalus,und Amor hält die Pferde beym Zügel, liegende

Sylviu s.

lebensgroße Figuren; Venus und Adonis, alsPendant; ein ruhender Herkules wird nach derBeilegung des Anteus mit Lorbeer gekrönt, undals Pendant : Bacchus schenkt der Venus undCeres Wein in eine Schaale, wieder 9^ hohe undt? breite Bilder; schlafende Venus mit einemSatyr; eine Danae, und nochmals: Venus,Bacchus und Ceres; endlich das Brustbild einesSt. Jacobs (woher hier so Vieles?). Die Gal-lerte zu Salzrhalum einst (s. v. Satter) viere:Adam und Eva vor dem ermordeten Aötl, und eben-falls einen St.Hieronymus ; dann Dädalus , der demSohn die Flügel anheftet, und die Verwandlungder Davhne, lauter lebensgroße Bilder. VonPartikularen besaß noch 1809. das Kablnet desH. Hof- und Landgericht-Assessors Schmidt zuKiel zwey meisterhafte Philosophen - Köpfe. C.dessen Katalog N°. 228. und 29. Auch in Italien ,in der Chiesa nuova (St. Philipp Neri ) zu Rom bewundert man noch heut zu Tage sein Manna inder Wüste, und ein Abendmahl. cke Fonte-rat.Gestochen nach ihm kennt man nur Weniges. Dasvon Caylus und le Sueur geetzte Blatt in derSammlung von Crozat, dessen das Lex. gedenkt,stellt den H. Sebastian dar. Ebenfalls nach seinenZeichnungen, in Tuschmanier geetzt, haben noch über-dies I. A. Schweickart: Salmacis mit dem Her-maphroditen, und Apoll und Marsias , und einUngenannter: Prometheus an den Caucasus ge-schmiedet.

Syder (Hans), ein Schreiner zu Wittenberg ,wo er in vorgerücktem Alter - 588 . starb. Mrc.

Spdorv (von), Premierlieutenantder Konigl.Sächsischen Armee. Von ihm zeigte die Dresd -ner-Auöstellung 1812. sechs Kreidezeichnungen ausSchillers Wallenstein, und desselben Jungfrau vonOrleans .

Gattin eines Hauptmanns inKönigl. Preußischen Diensten. Auf der Berliner-Kunstausstellung von 1789. sah man von ihre,:Hand Stickereyen, mit Allegorien, die sehr bravgenannt wurden.

Gykes ( ). So nennt Fiortllo V. 566 .

einen der vielen unbedeutenden Englischen Bildniß-maler aus der Mitte des XVIII- Jahrhunderts,der zu den mehr und minder sklavischen Nachah-mern von Kncller und Richardson gehörte.

( ). So heißt auch irgendwo ein

Englischer Kupferstecher, der um 17Z0. nach W.Hogarkh, seinem oder Thornhill's Schüler, ge-stochen habe.

Splm (Friedrich Wilhelm), vielleicht einSohn des nachstehenden Joh. Wilhelms, warvon 176667., wo er abdankte, als Königl. Pol-nischer Münzmeistcr angestellt. Lengnch kJachr.zur Bücher- u. Münzkunde II. 1782. S. 867.

-- (Joh. Wilhelm), vielleicht der Vaterdes obigen Friedrich Wilhelms; ein geschickterGold- und Silberarbeiter zu Berlin um 1721.

* SplveIr (A. von), so pflegt sich auch A- vonZylvelr (wie z, B. auf dem Bildnisse des PrinzenWilhelm Heinrichs von Dramen aer. XV.) zu be-zeichnen.

*Splveftre. Alle Künstler dieses Geschlechts,s. ». v. Silvestre.

* Gvlvius kuscensls, vul^o Ao/str<c (Wil-helm). Ein von Recröe Boivin (blühete um dieMitte des XVII. Jahrhunderts in Frankreich )gestochenes Blatt: Die Statüe des Heilandesmit der Weltkugel, in einer Nische, gr. Fol., ist,wie ein Gantkatalog anführt, bezeichnet: <Tr-/rr/r.

exc.

* »- ( ), der Lehrmeister von O. Pilo.

Von diesem Geschichtsmaler findet man viel Schö-nes in dem Königl. Schlosse Brottnjngholm un- ,weit Stockholm .