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ee wohl 2I. darunter das Kriegselend. An-dere *) bey dem Grafen von Choseuil; dendem Marquis de Lassay (wohl eine Seltenheit)eine H. Familie; bey H. de voyer d'Argen-son; bey dem Marschall d'Issenghien, beydemFürsten von Monaco (St. Antons Versuchung,ein großes Bild), bey dem H. von Julien,,e(neben andern das Kapitalbild eines Dorftanzcsvon 9" hohen Figuren); bey H. Blonde! deGagny ein ähnliches Meisterstück, den Verlorne»Sohn, worinn der Künstler selbst mit seiner Fa-milie erscheint, und das auf einer öffentlichenVersteigerung (fast sündlich zu hören!) für—29000 Livr. verkauft wurde. (Das Lex. nennteine Kirchweihe aus eben diesem Kabinette, dasin i/bh. um 18,030 Livr. erstanden ward, viel-leicht von einem H. van Helsleutner zu Amster dam , und sodann das nämliche, welches unterdem Namen des Dorffestes in 1801. zu Paris für i 6 , 33 o. neuerdings losgeschlagen wurde); bey
H. pasquier ebenfalls ein großes, Versuchungvon St. Anton (vielleicht jetzt noch in Rouen befindlich); bey H. de la Live de Jully, H.de la Bouexiere, I'Empereur, le Aoir , devaux; zu Rouen bey H. Marie; bey H. pi-geon; zu varis («och 1809.) im Kabinet desKünstlers I. A. von Silvestre, u. s. f. Dannin den Niederlanden: Im Kabinet des PrinzenCarls von Lothringen zu Brüßel Mehreres;in der Dorfkirche zu Meerbeck bey Mecheln einAltarblatt, abermals eine Versuchung St. An-tons**), mit idkO. datirt; zu Genr bey H. I.B. Dubois eine fast 7^ lange und 4^ breiteLandschaft; ebendaselbst, bey dem CanonicusBanr, das köstliche Conversationsbild einer gro-ßen Familie, wo der Künstler in die Tochter desHauses verliebt war, und daher selbst an ihrer Seiteerscheint; ferner bey H. Banr ein schönes Fi-scherstück; Anderes bey H. Carl Brourver; imHaag bey den HH. Braaincainp, van SIm-gelandt, Fagel, Lormier (gar vieles), vanHeleren, Dikker van Zwisten, Acosta, ver-schuldn,ig, van Breinen; zu Dorr bey H. vander Linden van Glingelandr; zu 7 lmsterdanrwieder bey einem H. Braamcainp; dann beyden HH. Leander de la Aeuville und H. Lub-beling; zu Rorerdani bey H. Leers***). — InDeutschlend besitzen von ihm: Die Kaiser!. Gal-lone zu Wien 20. darunter ein Opfer Abrahams mit lebensgroßen Figuren; dann eine Flamän-dische Bauernkirmeß (eine Stadkgesellschaft kommtdazu), worin sich T. selbst mit seiner Familie ge-schildert hat; dann aber besonders die beyden be-rühmten Bilder des Vogelschießens zu Brüßel 0 .
Tenier.
Las Kunstkabinet des Erzherzogs Leopold Wil-helms von Oestreich daselbst (1656.), css i" br.3 ^ 10" doch, jenes besonders mit einer Mengekenntlicher Bildniße^). Dann die Gallerie Lich-renstein 5 . ziemlich unbedente«de. Die Galle-rie zu München ii. darunter: Rebecca, auf derKiste, worinn die Götzen ihres Vaters verborgensind; eine H. Familie. Dann eine Zauberin, be-schwört die Geister in den lächerlichsten Gestal-ten; und ein Kayen- und ein Affenconzert, allediese, so wie die übrigen, kleine Bilder. Gchleis-heim, ebenfalls 8. darunter wieder eine H.Familie; und dann, nach Männlich (der alte Ka-talog von Schleishcim von 1776. schweigt davon)noch r 5 Stk. aus dem Leben Christi, welche, nebstAndern, beweisen, daß unser Künstler sich auchan Höheres wagen durfte. Von seinen Darstel-lungen in der gewohnten Gattung dann sagtMännlich sehr gut: »David empfand vollkom-men das, was er vorstellen wollte; ein jederStrich galt, und leistete was er von ihm federte.Diese sichere Festigkeit giebt seinen Werken einenReitz und eine unnachahmlich geistvolle Leichtig-keit, welche seine oft wiederkehrenden Ideen jedes-mal neu stempelt." — Düßeldorf und Dres den s. oben den Art. David Tenier des Al-ten (Descamps I. c. 167. nennt bey dem Chur -sürsten von der Pfalz 4 - und d'Argensvilledes Künstlers eigenes Bildniß in der Halskrause).Salzrhalum besaß von dem unftigey bloß 2.Dann aber, nach Descamps (I. e. 167.) derChurfürst zu Caßel anderwerts (> 754 -) das eigent-liche Kapitalgcmäld unsers Künstlers, welches dasNachhaus zu Antwerpen und den großen Platzvor demselben, und darauf die verschiedenen Hand-werksinnungen und Bruderschaften in ihrem Ce-remonien-Gewände, alle Figuren nach dem Le-ben darstellte. Dasselbe tragt das Datum 164z.gehörte einst den Armbrustschützen zu Antwerpen ,und wurde von denselben, nebst einem Mars undVenus von Rubens , 176«. um 5 ooo holl. Gul-den (einen Spottpreis) verkauft. Was pomrmersfelden von dem unsrigen besitzen mochte,s. wieder oben unter dem Art. von Teniers demvarer. Die Gallerie zu Sanssoucy hat von ihmneben Anderm ein Concert, worinn er sich selbstund seine eigene Familie darstellt, 4 " hoch
und 2" breit auf Holz gemalt, und in einem ed-iern Styl, als man sonst von ihm gewohnt ist,ausgeführt'ff); dann, im Kabinet ebendaselbst,wieder eine St. Antons-Versuchung, worinn derHeilige das Bildniß von Teniers Vater, unddie versuchende Dame dasjenige seiner Frau seynsoll, ein sehr leicht gemaltes, aber zu kalt kolo-rirtcs Bild; ferner eine» Alchymisten, ebenfalls
unserm Künstler in dem Königl. Französ. Kabinett sev, lind schon das Ler. giebt den wahrscheinlichsten Grunddafür, den wir den erwähntem Schriftsteller also ausgedrückt finden: »Als Ludwig XIV. Kammerdiener,Dvntems, einige Teniers in das Kabinet des Königs gestellt hatte, sagte der Monarch, als er solche er-blickt hatte, mir Verachtung: Man schaffe mir diese Klöße (mAgotx) fort — und der ganze Hof gab demauserlesenen Geschmacke des Herrschers Beyfall", dessen Urtheil indessen ursprünglich — wödl kaum das
feinige war. Daß übrigens auch dieses Bild von Candon in seinem ei 'sablsnux cks Lvnrs II.
bli-o. 16. Teniers dem ältern zugeeignet werde, baden wir schon oben vernommen. Dagegen giebt dannEbenderselbe (>. c. I. dlro. 2;.) dem unsrigen einen dort im Kleinen nachgebildeten Greisenköpf, der wahr-scheinlich ein Bildniß, und, so klein (-<>" hock?, 7" br.) er ist, mit größter Sorgfalt ausgearbeitet, uns
von kräftigerer Färbung, als seine gewohnten Arbeiten sey.
2 ) Hier, und bey so vielen folgenden gilt wohl immer das einst; und jetzt, wo? Descamps schrieb 1754.
"») Und wohl sonst noch — siebenmal. Der Gegenstand muß ihm des dabey erscheinenden Herenwerks wegenbesonders lieb geworden seyn. Die von Meerbeck ist wohl diejenige, welche das Tübing. LNorgenbl. >807.S. ioz6. die »berühmteste, im Großen" nennt, welche um diese Zeit zu Paris , nebst einem: Christus,dem Volke gezeigt, im Kleinen, als Kunstervberung ausgestellt wurde.
nnv) Alles wird namentlich bey Descamps l. c. angeführt; wir nennen bloß die Stellen, um etwa hie und dorteines in alten Häuser» noch aufzufinden; und führen von seinen gewohnten Gegenständen der Tabagien u.d. gl. keine einziges ausdrücklich an.
4 ) In beyden erscheint der Künstler selbst; im Vogelschießen wieder auch seine Familie. Diese Bilder rührenursprünglich wohl größten Theils aus der Brüßler-Gallerie der; einige aus dieser letztem kamen jedocheinsweilen nach Prag » und spätherhin in die Gallerie zu Dresden .
44 ) Eine angenehme ländliche Scene, vor des Künstlers Wohnung. Sie zeigt ihn IN einem aschgrauen Kleide,wie er das Violoncello streicht, und seine Fran mit ihrem kleinen Sohne nach Noten singt; sein schon er-wactsner Sohn hält ein Glas Wein auf einem Teller; neben Tenier selbst stehen zwey Weinflaschen in einerkupfernen Wanne. Aus der Hauöthüre endlich kommt sein Vater, der alte David, in einen Mantel gehüllt.
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