IZZ2 Te liier.
Brandes über Zoo, aber flüchtiger an, letzterer nachder Ordnung der Stecher; dagegen sucht der er-stere solche zu söndern, und giebt dem Werke desVaters ungefähr 70, demjenigen des Sohns weitüber das Doppelte. Indessen gesteht Winklerselber, daß er seines Urtheils, wem jedes zuge-höre, nicht sicher sey*). Wir, unsers Orts, be-gnügen uns indessen, über das Gesamtwert vonbeyden, einige allgemeine Notitzen zu geben, undsodann eine kleine Auswahl aus jener Unzahl vonBlattern anzustellen, welche noch heut zu Tagedie Sammlungen so manches Liebhabers mehrdickleibig als für die Kunst gewichtig machen.Dörderst bemerken wir, daß von denjenigen Bil-dern, welche oben als Hauptwerke der Leniersgenannt sind, in ältern Tagen so gut als keinesdurch den Stich bekannt geworden. So;. B.weder die Werke der Barmherzigkeit aus demKvnigl. Französischen Kabinette, noch das Vogel-schießen zu Brüßel aus der Gallerie zu Wien ,noch der Rathshausplatz zu Antwerpen aus der-jenigen zu Cassel. Von eigentlichen Bildnißenkennen wir einzig, wahrscheinlich nach Centersdein varer, dasjenige des Prinzen Ludwig Bour-bon von Conde, von Lisibetken gestochen; undvon dem Sohn dasjenige eines berühmten Bett-lers, Heinrich Akeltchiau, von Ferrand; danndes Künstlers eigenes und seiner ersten Gattin,von I. B. Michel, und, wenn man will, daskleine, aber schöne Familienconzert aus der Gal-lcrie von Sassoucy, in der Größe des Urbildsvon le Bas gestochen; und ein anderes, Flaman-dische Belustigungen, wieder mit der Tenter-schen Familie, von Ebendemselben, beydes schöneBlätter; dann von L. Surngne, wo Teniers seineFrau wahrsagen laßt. — Von Geschichtlichem,oder mit dergleichen staffirten Landschaftsstücken,kennt man (wie man gewöhnlich glaubt, nach demVarer) «ne Aufopferung Jsaaks, von Alte-monte; und ein Abendmal, schönes Blatt von E.van Pandern. Nach dem Einen und dem An-dren: Die Erscheinung der Hirten, von Galle undChenu; nach dem. varer: Das von den Elternangebetete Jesuskind, wieder von Galle ; nachdem Sohn eine Flucht in Egypten, von Weisbrodtund Daudet, ein sehr feiner Stich; wie die Meh-rern glauben nach Ebendemselben denn doch dasbesonders schöne Blatt: Die Werke der Barmher-zigkeit, und dessen Nebenstück: Der verlorene Sohn;das erste, jenes schon mehrmals genannte, ausdem alten Königl. Französ. Kabinette. Wiedersicher nach dem varer: Die Marter von St. Ste-phan, wieder von E. van Pandern; die Versu-chung von St. Anton, nach Beyden, mehrmals,von verschiedenen Meistern; nach dem varer:Die drey Kirchenvater Cl. Hieronymus, St. Au-gustin und St. Gregor, aus G. Alzenbachs Ver-lag, und i 5 weibliche Heilige (dreye davon nachVrancx) von Galle ; alle Folgende dieser Gattungnach dem Sohne: St. Georg, der eine Prinzes-sin von dem Drachen befreyt, von Sullivans,und St. Franz von Aßis, von le Bas; von My-thologischem und aus dem griechischen Alterthum:Die gerächte Latona, von le Mire, und Achill durch Ulyß erkannt, in Rubens Geschmack ge-malt, ein schönes Blatt von le Bas; die vierJahrszeiten in Figuren, von P. L. Surugue und
") Der reiche Katalog von Paignon-Dijonval nengefähr z«. Vl. gestochen hätten, bloß ff. Boek, varvan Stern, Vaillant, Vvrsiermanu, Willemlens,hinzu: Aizenbach (als Verleger), Delfos, F. Deroyivood, Kaupcrz, C. Küßel, de Lange, Mayr, van
T e n i e r.
leVasseur (die letztem gut); die vier Elemente,die fünf Sinne, und, aus dem Kabinet Vence,das Kriegs-Elend (letzteres schön) alle von leBas. Von Landschaften kennt man nach demvarer ungefähr ein 12. meist von Boel und vanden Wyngaerde gestochen (ein seltenes) von die-sem letztem, mit der Teniers — ewiger Versuchungvon St. Anton staffiirt; nach dem Sohn über 3 o.von le Bas, Delfos, Krafft, Laurent, Major,Treading und le Veau, die meisten und schönstenaber von dem erstgenannten dieser Künstler ge-stochen; wie z. B. die Erndte, das Kugelspiel,Gegend um Dijon, Ansichten von Brügge's undNieuport; dann die alten Bader von Vaucluse ,und die entstehende Morgenröthe, von Q. P.Chedel; ein Seestück mit einem Schiffbruch, vonI. L. Krafft, selten; Teniers Haus, von Major,u. s. f. Rechnen wir nun ungefähr ino Bl. derdrey gleich erwähnten Gattungen von dcmTenler'-schen Gesammlwerke ab, so bleiben nur von demuns namentlich Bekannten noch 200 übrig, wel-che, so gut als laurer Gegenstände aus der Fla-mändischen Dauernwelt, oder gar aus der Welt— eines oder ein Paar einzelner Dörfer enthal-ten. Von diesen nun nennt der in seinem Preißefreylich etwas freygebige Katalog von Brandesals schön**):
A. ^ / rn e » t so.
Oepurt stour 1s Labbat. e^rrives »u 8ab-bat ***).
S. S a r c> n.
Ichs Hurst pluvers.
A. H- L. / e Sa 5 ****).
6uin^ette Hlummanste 1 / 35 . Hs Ob^mlste.Issoces 6s Villa^e ^). * Hu Hemme zalouse.
* Hroisieme Hete Humanste. * Ouatriöme HetsHumanste. * Hinguleme bete ilamnnste. * 81 -xieme Höbe flamunsts. llultieme Hebe Hu-manste. He Hrictrac. He Oenciste. Hete stsVilla^e 1771. Kejouissance Humanste. * HeIVIsrctte eonclu. * He Nareke a faire. * Haliecreutlon Humanste. * Hes ^ccorsts stamansts.
* Hs Henstemain ste k^oee. * ?euse-t- 1 l a laNusi^ue?
FI a r a « -s-s-).
He Moment eritiyue. Hes e^pröts milltalres.He Loneert Humanst. Ha Hecture stiaboli^ue.
A. L e n rr v a >- / e t.
He joueur ste Lornemuse.
H'. 0. (7 « ,r 0 t.
H'amoureux Luveur. Hes Humeurs Lol-lanstais.
H'. Hüe » n.
* He bon ^ccurst.
O er rr / / ä. '
He Kepas Humanst. He Hliirur^isn Humanst.Ha Mena^ers tlamanste. Hes ?Iul8lrs stumansts.
// 0 / / n ch-f-h).
Kejouis5anee sts Hamsuns.
at von Meistern, welche nach Teniers dem Alten un-Bruggen, Gole, Lisebethius, Sarrabat, van Sonner,und Wvngaerde. Der Katalog von winkler thut uo-v, Sarkom, Fürst (als Verleger), Galle , Gviibau, Green-Panderen.
-n») Der strengere wiiiklersche bloß die mit bezeichneten-
«»") Herentanz.
Ewige von dessen Schülern u. s. f. gectzt, und von ihm vollendet; woben wir überhaupt bemerken, daß vondiesem einzigen unermüdeten Künstler, an die 100 nummeri'rte, theils selbst, theils unter.dessen Aufsick-cgefertigte Blätter, »ach den Teniers vorhanden sind.
-j) Ohne Zweifel »ach dem berühmten Bild aus dem Kabinet Gaignat.hf) Oder auch a. Rcbours ( 3 »»ba ex.) bezeichnet.
-j-j-j) Selten.