Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1833
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Tenier.

1.6 Puw6nr.

I. er re re » t.

I.a Lonvers^tion. ,

p e m m 6 /-LM^ers«-'.

1.3 creäule psitlörs.

7. /. e m y e i' e ?/

^musemeos üamanäs. Oeliceg äes üsmansts.

L. 7 eyrcre.

1.68 Prnnc-Na^ons sisMÄnstg en Ic>§e.

L L / r §. M Le /, rcr

1.68 Lui5llller8 üamaiiäSs.

7 ü. Mer^'o-'.

?arti6 66 6uin§u6tte. 7ks Z6slc>u8 Hu8-bnnö. 1.e l^uborstolre 6a Lk^rnt8t6. Rejouis-831166 Ilamslläö 1/52. *)

7el/stre»'.

I.e Oaretier siamsnck.

7et/rer-, Klan. narre**).

* Partie 6'un Oubaret avec ua Koncertrn8ti<)ue.

7 r t t e r° r.

1.6 Hol kork.

7 a v e » e t.

I.e loaeur 6e lVIu^ette.

D. § o r » i ^ « e.

1.68 Oe1i668 6e 1a lubuZre.

0. §xoo»e»', iVl 622 . Nrnt.

Huatre pa^gana 6ari3 un Labaret.

<A. r- s u t e e >r ***).

1.6 Ricke et ss lemme ezur pe8S 8vn or.

Schon aus diesen 5o Bl. ersteht man sowohldie Einförmigkeit als hinwieder in anderer Rück-ficht die Mannigfaltigkeit der Tenievschen Dar-stellungen, bey welchen die Genauigkeit und Fein-heit des Ausdrucks, ihr immerhin großes Ver-dienst ausmacht****).

Noch bemerken wir, unsern Künstler betreffend,allerlei- Mannigfaltiges.

Tenier. igZZ

Auch d'Argensvllle spricht von Teniers so-genannten Pastiches oder kleinen Kopien, welcheer nach allen Bildern der Brüßler-Gallerie sollgefertigt und, wohlverstanden, will solche imSchloße Blenheim, unweit London , bey der Her-zogin von Malbourough (Marlborough ?) selbstgesehen haben. Dann glaubt eben dieser Kunst-richter, seine Zeichnungen (denen er ebenfalls,für den Geist der Figuren besonders, großen Werthbeylegte) seyen sehr leicht zn kennen; es finde sichnichts Getuschtes, und eben so wenig ein Feder-zug darin. Das Baumwerk bestehe aus bloßenhingeworfenen Strichen, ohne Blätterausdruck.Auch seine Himmel und seine Gründe seyen ganzgleich behandelt, und nur etwas Verschiedenheitin der Toccirung von Gebäuden, von Drapperienu. d. gl. 's). Ueberhaupt sey Alles sehr leicht, mitwenig Schatten, und gleichsam wie mit einemNichts ausgeführt.

Unter neuern Kunstrichtern hat sich keiner mehrüber Tenier's Lob verbreitet, als Taillasson.Da lesen wir (p. 85 9 «.) neben Andern,, wasfolgt:Beym bloßen Namen Teniers entstehtein Lächeln auf den Lippen derer, welche seineWerke kennen; denn diese athmen in der Thateine so offene Fröhlichkeit, daß sie dieselbe jedemmittheilen, der sie ansieht. Genau in der Zeichnung,kann man weder die Gestalt der FlamändischenBauern, noch das Ganze ihrer Personen, undihres Geschmacks sich zu kleiden, nicht beßer, alsEr, schildern. Wie gut hat er nicht ihren eigen-thümlichen Charakter schon in ihren Westen, Ho-sen, Strümpfen, Schuhen, Hüten, in ihren To-backspfeifen und allen Beywerken ausgedrückt,womit sie umgeben sind. Aber ihr Gemüch malter eben so gut, als ihre Leiber, und ihre Leiden-schaften dürften in der That nicht den nämlichenAusdruck haben, wie die von andern Menschen.In seinen Bilder» hört man sie raisouniren, dis-putiren, kannengießern, und sieht, wie die Ge-sundheit ihrer Seele durch die Bicrkrüge unter-halten wird, womit sie umgeben sind. Wenn ersie beym Kartenspiel malte, mit welcher Richtig-keit, mit welchem Feuer hat er den Ausdruck die-ser Art von Spielern aufgefaßt! Eben so gutversteht er, die verschiedenen Stände der Landbe-wohner zn unterscheiden, und fühlte klar die ver-schiedenen Abstufungen vom Bettler bis zum Herrndes Dorfes. Wie vorkreflich hat er nicht in seit»en ländlichen Festen die verschiedene Fröhlichkei-der verschiedenen Personen ausgedrückt! Der

-') Ein sehr schönes Blatt-A'"') Dieß nach Tenier's dem Vater.

2" Holland: äs 6ouiäweegswr genannt, selten.

Noch vermuthen wir, daß ff. geschabte Blatter, welche uns selber nicht zu Gesicht gekommen sind, nachdem Verdienst ihrer Meister zu urtheilen, zu dem Beßren »ach den Tenier's zu zählen sey'». Die Trin-ker, und die Raucher. Die Hölle (tenier's Witsc!i), wo Cerber an Kelten, und eine Frau, die mitihrem Schwerdr ein Heer von Teufeln verjagt; letzteres aus dem Kabinct Reynolds. Alle drey von R.Earlom. Zwey holländische Tabagie», von v. Green. Die gute» Freunde, von I. Greenwood.Dann aber finden wir in ganz neuern Lagen, von den im Französischen Museum befindliche» Bildern,meist gut gestochen, nach dem Vater: Die Verläugnung Perri, nach Marchais Zeichnung, von R. Delau-uay, schön (Latz. VI>); den Alchymist, nach le Fort's Zeichnung, von Peree (CsK. III.); die Neiberbeitze,von Pillement und Poquet, geätzt (Lak. Il ); den Dudelsackpfeifer, nach Galliers Zeichnung, von Helma»,gemein (c»!i. XX.), und endlich das Bildttiß eines alten Mannes, nach Ehery's Zeichnung, von Gandolsy,schön (Latz. VIl.). Hinwieder nach dem Sohn: Den Raucher, nach Touze's Zeichnung, oon Delaunay((.'all. XI.IX.); die beyden Raucher, nach la Gmche's Zeichn»»«, von du Preel (Osli. k.XXl.); den Schee-renschleifer, nach Gianni's Zeichnung, von H. I. Guttenberg (c»ii. UX.); den Kattenspieler, nach Mar-chini's Zeichnung, von Ebendemselben (Lall. l.XVl.); endlich na» einem der Tenier's: Den Gast-hof bey einem Fluße, nach Chais Zeichnung von Godefroy dem Vater (Luli. I.VI.). Und eben so, nachEinem aus ihl»en, in der Gallerie von Filhol Rro. MZ. die Kirche (Kunstervberunq aus dem Äabinetedes Prinzen Statthalters), und Xro. 42Z. die Schcäke, von Garreau. Dann Ebendas. (Lak. l.) dieKöchin, von Goumaz, und schon früher (Cst>. XVIII. oder XIX.) dann, doch auch einmal, das berühmteBild der Werke der Barmherzigkeit, von Chataigner und Niquet. Noch findet sich der Dudelsackpfeiferauch im: dlensles pittoreiHue, von Bakler d'Albe (Lall. VI ).

-f) Dergleichen besaß (noch -Sog.) der Französische Künstler, I. A. von Sykvcstre, über 20. meist landschaft-liche, oder Studien von Figuren; alle mir Dleyweiß, oder weiß und schwarzer Kreide leicht hingeworfen;noch weit mehrere aber (an die zo.) noch ,8>o. der Erbe des großen Kunstdilettanke» Pa'gnon Dijonva! zuParis ; darunter des Künstlers Bildniß, Halbfigur, die mit der Rechten den Mantel hält, und mit derLinken sich aus ein Piedestal stützt. Ucbrigcns Gegenstände von der verschiedensten Art- mehrere Gattungs-fiücke, und in der Manier, wie die obigen, hier denn doch ein Paar Croquis m» der Feder ausgenommen.

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