»838 Terburg.
* Terburez (Heinrich). So findet man bis-weilen den oben angeführten Heinrich Terbrug-gen irrig benannt.
* Terbufch oder Therbusch (Anna Doro thea ) geborn« Lifieurvsky, welche iinLex. sowohl,als in gegenwärtigen Zusätzen unter letzterm Na-men erscheint. Hier holen wir noch nach: Daßauch die Gallerie zu München von ihr ein lebens-großes, 5 ^ 9" hohes und 8 ^ breites Bild besitze,welches eine entkleidete Venus am Putztische inGesellschaft eines Amors und eines Fauns dar-stellt; und daß I. V- Kauperz nach ihr «inschönes Schwarjkunstblatt: Artemisia, auf ihremLager, im Begriffe die Asche ihres Gatten zutrinken, welche die Magd ihr in einer Schaalereicht, geliefert habe.
Tercou, s. unten Terrou.
Terdonensis (Martian), s. unten Torton.
* Tereill. So heißen bisweilen irrig dieKünstler von dem Geschlechte ToreUl.
* Terempel. So heißt im Katalog von paigsnonDijonval der bekannte Abrah. ter Himpel,von welchem dieser Dilettant«: ein Paar Zeichnungenbesaß, worinn der unsrige ein so großer Meister war;die eine eine getuschte Landschaft, die andere einenPferdemarkk, mit der Feder, und in Aquarell colorirt.
* Terenzio, auch Terenzi, und bald ilRondolino, bald Terenzio von Urbino genannt,war aber von Pesaro gebürtig. Der Guiba depesaro nennt ihn einen sehr guten Maler, undaus der Schule des Barocci entsprungen. Dortfand man vier Bilder von ihm, und mehr an-dere in dasiger Nachbarschaft. In Rom bedienteer den Kardinal dclla Rovers oder Montalto;in St. Eilvestro in Capite daselbst sieht manvon ihm eine Madonna mit mehrern Heiligen.Es geschah gegen den Kardinal Peretti, einenNipoien des Papstes , und ebenfalls seinen Gön-ner, daß er eines seiner Bilder für einen Raphaelverkaufte, und darüber vom Hof weggejagtwurde; worauf er, noch jung, verstorben war.
Iü«l. tei' 3 . II. «86—H7. Dieser Schrift-steller zeigt, daß Einige, höchst wahrscheinlichirrig, aus diesem Einen Künstler zwey machten;daß er sich wohl in Rom deswegen von Urbino nannte, weil Urbino die Hauptstadt des Pesare-sischen war; und daß der Guida di Parma sichglaublich irre, wenn er einen Kardinal Roversstatt Montalto, als seinen Gönner nennt. Imxex. heißt übrigens bekanntlich dieser letztere (nicht,wie bey Eanzi, ein Kardinal Peretti) der durchTerenzio's Pasticci Geprellte.
Terkanach (Thomas). So nennt Papillon(aber auf sehr unsichere Angaben hin) einen Form-schneider, der, nebst perer Toskpergenn, dieschönen Lettern zu dem in «487. zu Main ; beyFuß und Schöffer erschienenen prächtigen Psalte-rium (dem ersten gedruckten Werke, mit einerJahrszahl und mit dem Namen des Druckers)geschnitten hat.
Terle (Christian) und Gottfried Beer, er-bauten die Kirche zu Skrelln, einem Dorfe indem Bezirke von Leipzig . Dieselbe wurde um1747. beendet. I. G. Gchroer Einweihunggedachter Lirche. 40 Torgau S. 48 . Note y.
Terli» (Anton). Nach einem solchen hat I.F. Cars das Bildniß von Franz St. Priest, Mar-quis von St. Etienne gestochen, welches (wohlirrig) mit 1682. bezeichnet seyn soll.
Terliiiden (Franz Moritz) ein Baumeisterzu Dillcnburg um 178Z. Sein Name giebt derrZiederrheinisch-LVestphalischeLreis-Ralenderauf r/8ö. 12".
Terreni.
Terner oder Törner (C. I.), ein Thier-und Landschaftsmaler von Braunschweig , derum 1768. auf der Akademie zu Dresden studierte,Schüler von I. G. Wagner. Derselbe arbeiteteoft sehr gut in Gouache, in der Manier seinesMeisters. Von seinen Arbeiten trifft man in denSammlungen der Liebhaber. Er hat Verschiede-nes geetzt. Wir kennen in dieser Art von ihm:Landschaft mit einem kleinen Wasserfalle, einkleines Blatt ohne Bezeichnung, sehr mittelmäßig;bergigte Landschaft mit einem Flusse und der Ue-bcrschrift: Anrerrrer (sie!) neuer Versuch,von 1788.; Landschaft mit'einem Manne und einemPferde, was einen Wagen zieht, auf blau Papierund gehöht, auch von 1768. Anderwärts benenntman noch: Das Bildniß des Bischofs, Heinrichsvon Hildesheim ; die Büste eines Frauenkopfs,ein kleines Blatt; Landschaft mit zwey Schaafen178g. Eine solche, wo ein Bauer seinen Maul-esel beladet 1770. kl. qn. Fol; einige BlätterThierstücke. M§c. Noch spätere landschaftlicheBlätter von ihm (1771. u. «772.) führe dcrMink-lersche Gaurkaraiog, ohne Bemerkung ihres in-nern Gehaltes an.
Terniolo (Niclaus), ein Theater- und De-korationsmaler, den L?)arolles S. 98. benen-nen soll.
Terracaue (Fra Pietro di>, ein Künstler,und zwar wie wir vermuthen Bildhauer, der beyder Baute des Doms zu Orvieko in tZZu. vor-kömmt. 8torla sei Ouorno cli Orvieto. stoin.179«. ?- 278
Terraccina (Vanne di); ein Bildhauer,der an dem Dome zu Lrvieko «2gZ. beschäftigtwar. 8tor«a clel Ouomo ist Orvieto . Holn.169«. p. 28Z. Z81.
Terra« (Abbe). Dieser Französische Finanz-minister, schrecklichen Andenkens! wird von Gaultde Sr. Germain unter diejenigen Kunstdilek-tanten des XVIII. Jahrh, gezahlt, welche selbstSammlungen besassen.
Terrapiett 0 ( ). Ein von einem solchen
gezeichneter Grundriß der Citadelle von Tournay ,findet sich in: Loi'our//r Neatro llella Ouerrn.Xapoli 1708. qu. gr. 40.
Terrasson (Anton). Ein solcher kam we-gen Verdacht, als ob er die Zeichnungen undMnstec der Manufaktur zu Lyon in die Fremdebringen wollte, 1702. in die Pastille. Er wurdehier übrigens gut gehalten, speiste täglich andem Tische des Gouverneurs, starb aber in sei-nem Verhafte 12. Jahre später. Die enthüllteBastille. Lübeck 1789. S. 8j. Wir vermuthen,daß er selbst ausübender Künstler gewesen.
— — s. auch oben Terasson.
Terreni (Anton) ein italiänischer Zeichner lindKupferstecher , lieferte mit Jos. Pera die mittel-mäßigen Blätter in Aqua tiuta zu dem Pracht-werke des Via^Llo pittorico äella st'oscana desAbbate Fvntanini (III. Vol.) hol. 801— 3 .
* — — (G. M-). Von ihm gestochen
kennt inan, neben dem im Lex. Genannten. eineMaria mit dem Kinde, nach eigener Zeichnung,ein Folioblatt; dann ein kleines Blätkchen, dasKind in den Windeln, mit einem Kranze vonBlumen und Palmblattern umgeben. Oamckei-/mi. S. auch den gleich ff. Art.
— — (Josch). So heißt bey Fiorillo I.4 ^ 7 - ein Künstler zu Florenz , welcher, nebst mehrAndern, in der letzter«« Hälfte des XVIII. Jahrh,den Auftrag erhielt, verschiedene EroßherzoglicheVillen u. s. f. mit seinen Gemälden zu zieren,
in der Absicht gemalt
*) So nennt man solche Bilder, die in dein Stvl eines andern Meisters ausdrücklichsind, um solche unter dessen Namen zu verkaufen.