Tharsis.
Tharsis (I.) S. oben Tarsis.
Tharam, s. oben Tarham.
Thatan (Just Niclaus) s. Darhan in künf-tigen Nachträgen.
Thauleman( )s. oben le Tettier.
Thaulow ( ) ein Dänischer Maler, von
dein wir nur so viel anzuführen wissen, daß sichunter r/ 5 Z. sein Name in demjenigen Buche aufder Dresdener Gallerie befindet, worin sich dieFremden, die solche besuchen, einzuschreiben pflegen.
Thaurer (Carl) ein Münzwaradein in Dien-sten von Chur-Brandenburg, den man im Jahrer 65 Z. nennt.
Thealdi, Mitglied der Akademie der Wissen-schaften und schönen Künste zu Genua (ob selbstausübender Künstler?) st. daselbst 1812. 8Z I. alt.
Theau ( ). Zwey ausdrücklich unterschie-
dene Künstler dieses Namens erscheinen immsnsck äs Commercs 1811. uuter den damalszu Paris lebenden, der eine unter der Rubrickder peintre dreistes, der andere als — Häuser-und Kutschenmaler.
Theau Ion s. unten Theoion.
Thecla s. oben Helena von Rossow.
Thede (Carl Gottl.) Ein solcher war in1800. Münzmeister der neuen Münze zu Berlin .
Tbedeo oder Theseo (Ludwig). Ein sol-cher (Naurinensis) glauben wir (doch nicht mitZuversicht) zeichnete das von Joh. Volpato ge-stochene Blatt zu Fr. Tav. Schuhmacher's Schrift:
t'accista sei Oucsl ?als220 cii lVloäens.
* Tbeerbusch (Anna Dorathea), geb. Li-sieuwsky, s. Lr'sieurvsky im Lex. sowohl alsin gegenwärtigen Zusätzen; dann Terbusch oben.
Theil (Johann Benedict), vermuthlich derVater des jünger» gleiches Namens, war Ma-ler zu Dresden , und st. daselbst 1763. in seinem44 I- Sachs. Rur. Lab. 1762. ?- 072.
* — — (Johann Bernard) s. den gleich
folgenden Art. Joh. Gorrtfried Benedirr T.
* — — oder Theil! ( ) hieß Johann
Gottfried, Benedicr, gewöhnlicher nur JohannBenedict. Bey Hapniann G. 082. heißt erirrig Joh. Bernhard, Prvfcßor bey der Akade mie der bildenden Künste , und ChurfürsilicherHoftheatennaler in Dresden ; geb. daselbst 174^.Er studierte zuerst an der Akademie zu Dayreuth,und kam dann nach Dresden , wo er unter derLeitung seines Vorgängers, des HoftheatermalersMüller, seine Kunst weiter fortsetzte. In 1779.gieug er nach Italien , um die größten theatrali-schen und architektonischen Werke, und noch mehrdie schöne Natur überall selbst aufzusuchen, undsich einige (?) neue Ideen zu sammeln. In 1781.kam er nach Dresden zurück, ließ einige seinerArbeiten auf den akademischen Ausstellungen sehen,und erhielt dafür allgemeinen Beyfall. Seine«Heils getuscht««, theils mit Wasserfarben gemal-ten Landschaften u. s. w. welche größkentheils derH. Kurfürst und der Graf Marcolini besaßen,zeichneten sich schon damals vorzüglich aus. In,782. ward er Profeßor; in 178Z. gierig er wie-der nach Italien , kam nach einem Jahr zurück,und blieb dann in Dresden bis an seinen Tod1797. Zu seinen vorzüglichsten Arbeiten gehören:Der Plafond der Kreuzkapelle in der dortigenKatholischen Kirche; dann verschiedene vortreflicheDekorationen des Hoftheaters. Eine schöneGouache von ihm (das Colitaum in Nom) besaßi8og. der H. Hof- und Landgerichts-AdvokatSchmidt in Kliel. Geatzt hat Theil ein kleines,mit seinem Namen bezeichnetes Architektur-Blatt
Thelecles. 1349
mit drey Bauten in verschiedenem Geschmacke,in der Mitte eine gothische Kirche 1777.
Baur . Mensel II. Letter. Rleebe. Ma-gazin Sachs. Gesch. IV. 697. Mrc.
So eben erhalten wir über unsern Künstler nochff. was, in verschiedener Rücksicht, zur Berichti-gung des Sbengesagten dienen mag. ObwohlTheil ein Mann von Verdienst war, so hatte ersich doch in Italien (woselbst ihn das Institutzu Bologna zum Honorar-Profeßor ernannte) ei-nen manirirten und verschrobenen Geschmack inder Zeichnung von Architekturen zu eigen gemacht.Nachdem das von Hutin gemahlte Deckenstückder Kreuzkapelle der katholischen Kirche zu Dres den sich abgebröckelt hatte, so malte er, mit Bey-hülfe seiner Schüler, solches von neuem mit re-ligiösen Allegorien. Man erkennt aber solchesfür die schlechteste Malerey in dieser Kirche;Theil erhielt indessen 1000 Thaler dafür. InOel arbeitete er äußerst wenig; dagegen versuchteer sich, gleichsam zur Erholung von der Lhearer-malerey, in Landschaften in Gouache; man kannaber wohl sagen fast mehr als Dilettante, da erdieses Fach nicht gründlich studirt hatte. DasLaubwerk hat zu wenig Charakter; auch sind dieHinter- und Mittelgründe, mehr als die Vorder-gründe zu loben. Der jetzige König von Sach sen ließ mehrere perspektivische Ansichten der Ge-gend von Pjlnitz und Dresden von ihm nach derNatur ausarbeiten. Theil hat einiges selbst ge-ätzt (meistens Umrisse in Fol., die er von seinenSchülern koloriren ließ); so: Zwey Ansichten vonGärten 1777.; das sogenannte Frau Mutter-Hauszu Dresden ; den Königl. Stall mit der Reit-bahn bey der Gemaldegallcrie ebendaselbst; dieZwingerallee ebendaselbst; die von Baldelli erbauteBrücke zu Fossombrone im Herzogthum Urbiuo.Nach ihm hinwieder atzte C. G. Geyser ein arti-ges Blatt qn. Fol., mit dem Abendessen, waszu Turin , wegen der Vermahlung des Prinz An ton von Sachsen mit der Prinzeßin Caroline vonSavoyen, gegeben wurde; bann H. F. Laurin(mittelmäßig) zwey Ansichten von Fano in Ita lien , gr. qu. Fol. Als Mensch war Theil einguter, freundlicher Mann; nur etwas zu genaugegen seine Schüler, von denen er sich fleißig un-terstützen ließ. Dieselben waren: Aug. Lobse;Fricdr. Nagel; Friede. Aug. L«; Gotth. S>e-gerr; Vogel aus Wernigerode ; Wiese (nichtweise, wie Liäbe sagt) aus Meißen ; und Wink-let, der jetzige HofthcakerrMaler zu Dresden .Von ihnen wird künftig an seinem Orte mehr ge-sagt werden. Der ziemlich ungenaue Haymannnennt ihn fälschlich Johann Bernhard Theilund sagt irrig, daß er zweymal (sollte heißen drey-mal) Italien besucht habe.
Th eilig (Johann Matthias). Ein solcherwar Baumeister der Stadt und des Amtes vonStockholm 1729. A. I. von Henel, das Ao.1729. florirende Schweden . Lübeck 4 ". S. 165.
Theil 1 ngen (I. van). Nach einem solchengestochen fand sich ein Bildniß des Jak. Tnglanrdius, im Verlage von C. Allard, ohne Namendes Stechers.
* Thelecles oder Telecles und Theo-dorus von Samos , Bildhauer, Gebrüder. NachDiodor von Sizilien giengen sie auf einige Zeitnach Egypten, um sich in ihrer Kunst zu vervoll-kommnen (?). Daß an der gleichen Statüe desApoll der eine von ihnen seine Hälfte zu Samos ,der andere zu Ephes gefertigt habe, beweist üb-rigens , daß das Ganze steif genug seyn dürfte.Wie sie jedoch dabey verfahren seyn mochten,giebt Winkelmann (über die Nachahmung S.32.) einen Kunstgriff an, deßen sich auch M. An-gelo bediente. Diese Statüe hatte in der rechtenHand eine Feile, und mit drey Fingern der Lin-ken hielt sie einen Wagen, der so klein war, daßeine Fliege den Wagen samt dem Führer mitihrem Flügel bedecken konnte. Von TheleclesDdddddddddd