Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1855
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Theupolus.

gleich nach der Vorrede, ohne Angabe einesKünstlers.

* Theupolus (I. B.) pinx. und F. O-7 /rerr^o/W ssulp.; so soll ein Kupfer bezeichnetseyn, was die H. Rosalia darstellt.

* (I. D.), s. vorstehnden Artikel.

Allein Beydes sind bloß verdorbene Namen vonTtepolo.

Therv (Robert), Englischer Stecher, blühendzu London um 178098. Dieser Künstler hatsich vorzüglich in der Punktir- und AquatintarManier ausgezeichnet, und wenigstens ein Du-tzend Blätter für die Shakespeare's Gallerie vonDoydell geliefert, als namljch:

I. Aus Richard III. (Act. III. Sc. I.) , nachNorthcote, mit gänzlich vernachläßigter Zeich-nuug, und in den Gesichtern hark.

-. Aus Heinrich IV. nach I. Boydell.

I. Aus eben diesem Schauspiel: Heinrichs Einzug zuPserde, wieder nach Northcote.

4. Aus dem ersten Theil von Heinrich Vl. (Act II.Sc. 5.), nach Ebendemselben. Treffliche Be-leuchtung, und edler Charakter des alten Mon-mouth.

5. Aus Heinrich Vlll. Der König, mit dem Abt vonLeiccster, dem Kardinal Woü'ey, u. s. f. (-798.) ,nach R westal; ein ganz vorzügliches Blatt.

t>. Die Prinzessin Jniogcna, bey ihrem Gemahl ver-läumdet, reicht, ihrer Unschuld gewiß, dem Pi-sano, der sie todten soll, das Schwerst selbst dar,nach I. Hoppner.

7. Aus dem Sturm (Act l. Sc. 2.) Fernando undMiranda, nach G. Sinlrke.

8- Aus Makbeth (Act IV. Sc. -.), »ach Reynolds.

9. Aus dem Wintermährchen (Act V. Sc. 7 ), nachHnmiltoii (>79Z.). Treffliche Behandlung, undnicht ohne Wirkung (?).

10. Aus den Weibern von Windsor (Act II. S. >.),nach tV. Peters.- Das Mechanische der Arbeit,in den Stoffen, der Wäsche, den Spitzen, u. s. f.bewundernswerlh; aber iu deu Hauptsachen ver-zeichnet.

11. Aus einem (uns unbekannten) ShakespearschenStücke, im x>v. Hefre der GaUerie, eine Scene,nach H. Füßli.

Uebttdies nennt man von ihm: Die Unschuld,ein kleines Blatt, nach Reynolds; etwas unsUnbekanntes, nach E. Dayer. Ferner (gemein-schaftlich mit Simon, Agborne, Tomkins undLcnox) Shakespeare's sieben Menschenalter, wel-che in Deutschland 55 . st. kosteten. Endlich, nacheigener Zeichnung, zwey Blatter : Die Ost - undWest-Ansicht der Brücke und des Werftes vonKingsion-Upon-Hull (a, b. von New-Dock), vonChew geetzt, und von Fr. Zucker in Aqua tintaausgeführt. Rost IX. 277. Allgein. Runstz.

S. 206. Journal 6. bild. Künste 8. 88. g 5 .97. u. 98., wo nicht nur die Blätter, sondernauch die Urbilder mit einsichtiger Scharfe beur-theilt werden. Noch bemerken wir, daß unserKünstler irgendwo: Historischer Kupferstecher desH. Prinzen von Wales heißt.

Theylingen (I. V.). Nach einem Malerdieses Namens hat C. van Dalen das Bildnißdes Leydenschen Professors Jac. Lriglandiusgestochen.

Tbeysens (I.). Ein solcher soll das Bild-niß eines Joachim Mynsing, nach einem unsUnbekannten gestochen haben.

Thian ( ). So heißt im.^Imsnncft 6s

Eommerce von 1811. ohne Weiteres, ein da-mals zu Paris lebender Häuser- und Kutschen-maler.

* Lbianges (Johann), s. Benezee.

Thihault. rgZZ

Thiarini, s. Tiarini.

Thibaud,TblbaultundThibaut( ).Unter diesen drey verschiedenen Benennungen führtEiner und derselbe Schriftsteller (Landen Annak.V. N°. 20. VI. ä»- Vlll. 88.) einen Künstlerauf (der aber wahrscheinlich kein anderere, alsder nachfolgende Landschaftsmaler und ArchitektThibault ist), welcher gemeinschaftlich mit demArchitekt Dürand drey Entwürfe: Eines, zumAnhören der Gesetze, u. a. Regierungs-Akten be-stimmten Decadar-Tempels *) und eines öffentli-chen Brunnens und Badehauses , womit sie theilsvon einem Künstler-Jury, theils (1795.) bey einemöffentlichen Concurse, den Preiß davon getragen,und deren Arbeiten überhaupt sich durch reineEinfachheit, und sanft anziehnde Uebereinstim-mung der Theile zum Ganzen von jeher sollenausgezeichnet haben. S. auch unten Tbkebaud,und Thiebaur.

Thibaulr (Johann). Derselbe war Ordens-bruder von der Cvngregation St. Maur. Irgend-wo lesen wir (nicht übereinstimend mit dem Le-xikon), daß er zu Abbeville geboren und zu Paris 1668. gestorben sey; wobey man Felibien undpi'gamol als Gewährsmänner citirt. Seine imLex. erwähnten Arbeiten an dem Grabe des Kö-nigs Joh. Casimir in der Kirche St. Germain des Prez zu Paris , finden sich von Chaufvuriergezeichnet, und von Nie!. Pigns gestochen, inder Geschichte gedachter dieser Abtey.

oder Thibaur ( ), ein braver

Landschaftsmaler der neuern Französischen Schule,von dem man z. B. verschiedene Ansichten derStadt Rom rühmt. Zum'Pariser-Salon vomI. I V. lieferte er vier schöne Bilder: Ansicht derVilla Madonna; die große Stiege von St. Pietroin Moätorio, und ein Kloster in der Gegend desArco di Tito . Fiorillo III. 53 H. I» iLoi. ar-beitete er für Malmaison ölouv. 6. /)rts. l. 18.und i8oZ. für den König von Spanien I. c. Hs.227. und inDetcurnelle's kscusil ä'Lrcbitecture.Eak. IX. Bon ihm sieht man in Landc-i»'ska^sn^es es 'sableaux 6s 6snrs (II. Z/j. IV.25 . st 26.) drey Arbeiten, im Winzigen abgebildet,beschrieben und beurtheilt. Vörversi eine Grotte,im Hintergrund zwey Wasserfälle, im Besitze desberühmten Blumenmalers Redouts. Dort wirder überhaupt für die Vereinigung mehrerer Talentegepriesen. Schon zu Anfang des Jahrhunderts(heißt es hier) stellte er in den Pariser-Salonsschöne Aquarelle, theils nach der Natur, theilsvon eigener Erfindung auf. In neuern Tagenarbeitete er mit gleichem Erfolg in Ocl, und warzugleich ein bedeutender Architekt. Das zweyteund dritte von Tbibault's Bildern bey Landensind zwey äußerst graziöse Aquarelle, Landschaf-ten en Rond, mit italienischen Bauten, beydeim Besitze des Baumeisters Gallimard, Um 1808.kam unser aus) für seine liebenswürdigen Perso-nal-Eigenschaften gerühmte Künstler in 'Bedien-stung als Baumeister bey dem damaligen H. Kö-nige von Holland , und war eines der ersten Mit-glieder des Holländischen National-Jnstituts. ImJahre vorher ward er auch zum correspondirensden Mitglied der Klasse der schönen Künste desNationalinstikuks zu Paris ernannt. S. auchoben Thibarld, dann den gleich ff. Art. und un-ten A- Thiebaud.

( ). So heißt auch im /clmsnacft

6u Eommerce 18t z. ein damals zu Paris leben-der Architekt des Kaiser!. Hospitiums de Quinze-Vingts. Ob er etwa mit dem vorstehnden wiederderselbe sey?

(Oemoiselle). Don ihr rühmte

6) S. diesen Entwurf abgebildet in den cirsnäs krix ä'-lrcliitk-cturs kffrr. VII. Ein Paar andere, nach ebendiesen Künstlern, von dem Ratbhaufe eines Departements-Hauptorts, und eines Tempels der öffentlichenGlückseligkeit geweiht (i. c. Ll-cK. Xlll. n. XV. «nd wieder ein Paar» rcn Schulhäufern.