rg6a Thier.
er zu seinem Vergnügen auch folgendes geetzt:Eine ruhende Kuh 1770.; «ine Folge von 5. Blät-tern mit Köpfen von Ziegen und Schaafen; eineLandschaft mit einem ruhenden Schäfer, einerliegenden und einer stehenden Kuh; eine solche miteinem Bauernwagen, der von einem Esel und vierOchsen gezogen wird; eine solche mit einemFlusse, aus welchem ein Ochse säuft, und einemmit Pferden bespannten Wagen, von denen daseine ebenfalls säuft; eine solche mit einem Reiter,zwey Fußgängern und einem Sitzenden. Wirentnehmen diese Nachrichten aus einer handschrift-lichen , von ihm selbst verfaßten, Skizze seinesLebens, ^c.
Thier ( ), Blumenmaler zu Amsterdam ,
s. oben Bernh. Heinr. Thier.
Thierard ( ). So heißt im Almanach
äss lleaux-Tzrts i 8 i 5 . ganz ohne Weiteres, eindamals zu Paris lebender Bildhauer, der im^Iwanack äs Lomwerce 1811. nicht mehr er-scheint.
Thierberg (David), ehmals Hoffourier zuWeißenfels , dann Schreibemeister zu Dresden ,wo er 17Hz. 57. Jahr alt, starb. Er war einsehr geschickter Mann in seiner Kunst. „Nichtweniger besaß er eine sehr große Wissenschaft inder Laquirkunst und Marmorieren in Farben".Dresden polir. Anzeiger Jahrg. 17Ü2. N°.XXV.
Thiere oder Thierre (le), s. Lethierein den gegenwärtigen Zusätzen. Sein Taufnamewar Guillon.
Thierry (Claude), genannt le Nez; einGoldschmied zu Lyon . Er kam dort bey der Ver-folgung der Huguenotte», zu denen er sich be-kannte, in 1572., ungefähr 5 ». bis 60. Jahr alt,ums Leben. Paul Trocius groß. Vilartyr-buch. N. Aufl. Hagcnau 1617. Fol. S. 1527.
— — (E-). Ein solcher erscheint als Ste-
cher mit dem Grabstichel in ff. (18 .) aus Lichtgetretetenen Werke: Llonumens st 'hombeaux
äsl'Italie, mesurss st äessinss par />. O/oc/rar,^rcliitecte, §rsvs 8 ä I'sau korts, st terminespar Z'. Lacour st L. T'/uerrei/. 6 r. in hol.?sria, ei,s2 l'^uteur» kus ä'klckelle 4.Es sollte sechs Lieferungen (zusammen ungefähr40. Bl.) geben, von denen jede Lieferung i 5 . Fr.kostete.
* — — (Johann), geb. zu Lyon 166g.
«ines dortigen Bildhauers Sohn, der ihn schonvon seinem siebenten Jahr an zu seiner Kunstanzog, und ihn dann nach Paris sandte, wo ereiner der beßten Schüler von Anton Coysevox ward.Dort erhielt er schon frühe' den schwierigen Auf-trag, einer Venus zu Marly den Ausdruck —der Bescheidenheit zu geben, welcher ihr man-gelte, so wie überhaupt seine Arbeiten für dieKönigl. Lusthäuser von seinem Geschmacke zeuge»,und Philipp V - vermochten, ihn von dem HerzogRegenten für sich zu verlangen. In 1721. ginger daher mir seinem Kunstgenossen Fremin nachSpanien , und arbeitete daselbst in Marmor,Erzt und Bley Mannigfaltiges, zumal für denPallast und den Garten zu St. Jdelphons. DieBelohnung, die er von dem Könige erhielt, setz-ten ihn in den Stand, wieder ins Vaterland zu-rückzukehren, und dort noch einer Ruhe zu ge-nießen, die er so wohl verdient hatte. Er st.«nverehlicht i/Zg. In seiner Familie soll sich,wie es heißt, von ihm eine Handschrift befinden,welche eine Beschreibung aller seiner Arbeiten inSt Jdelphons enthält. II. 242.
in dem Leben seines Lehrers Toysevop. Nachihm gestochen hat Thomassin in dem bekanntenWerke folgende Bildhauereyen: Diana und Ensdymion; den Triumph des Apoll und den Triumphder Amphitrite; weiter erschien in dem Verlagevon Th- Major eine Folge von 6. Bl., welche
Thiers.
die Statüen enthalt, die sich von ihm in mehr-gedachtem St. Jdelphons befinden.
* Tb ierry (Leonhard) ist der eigentliche Namevon Leonhard Flamingo im Lex., dessen auchkünftig noch an seinem Orte gedacht werden wird.Es soll auch nach ihm gestochen worden seyn.
— — (Wilhelm), geb.um 1766. zuBruch-sal, wo sein Vater tzofrath war, lernte etwasechs Jahre unter Kobel in Mannheim , und wurdeein geschickter Landschaftsmaler. Dann stand erzu Homburg vor der Höhe, als Hofmaler, ver-heirathete sich auch dort, trat aber später, in1792. oder 9Z. in gleicher Eigenschaft in Dienstedes Herzogs von Meinungen, zu Meinungen,wo er noch 1802. auch Zeichenmeistcr war. Um1810. ging er nach Carlsruhe , und studirte dortnoch die Baukunst unter Weinbrenner, worauf ersich neuerdings in Dienste eines deutschen Für-sie» (ob wieder von Meinungen?) begab, und sichnun vorzüglich seiner neu erlernten Kunst wied-mele. Dieser geschickte Mann ätzte auch zu demCoburg -Meinungifchen jährlichen gemeinnützigenTaschenbuchs auf 1802., mit flüchtiger Hand,nach eigener Zeichnung, einige (gefärbte) Pro-spekte. Ein Blatt davon, die Liebensteiner-Höhle,hat auch nachgehends Carl Senff mit der Nadelkopirt qu. 4. Zu dem nämlichen Taschenbuche aufi8»Z. ätzte Tblerrp den Henneberg, die Ruinen-es dortigen Schlosses, und das Schloß Maßfeld.
— — ( ), ein Baumeister z» Nanc»
um 1726. In des A- Taliner Histoire äs I.or-raine. 1728. I'ol. III. Vol. findet sich,
nach seiner Zeichnung (in dem zweyten Theile)ein geetztes Blatt.
— — ( ). So heißt im Almanach äesKeaux-/Irts 180s. ein damals zu Paris lebenderBaumeister und zugleich Professor der unentgeld-lichen Zeichenschule zu Paris (dies noch 180g. mit120». Fr. Gehalt), der hingegen im Almanachäs Lommerse 1811. nicht mehr erscheint.
* Thiers (Baron von). Derselbe hieß TrozaeBaron von Thiers, und war ein Neffe des inder Kunstgeschichte berühmten Trozar. Er st. zuParis 1771. Wir haben ein Verzeichniß von 20.Bl. vor uns, die er, nach Boucher, u. s. f. radirthat; dann eine Sammlung von Vignetten, kleinenPhantasien u. s. f., gemeinschaftlich mit d'Azin-courr, Oeeers und LVareler, an die 60. Bl.;ferner: Die Ansicht der Mühle zu Vaudreuil.
— — s. auch oben Lerhiere, oder Le-thiers. Hier fügen wir noch hinzu, daß der-selbe um 1807. das Direktorat der französischen Akademie zu Rom erhielt, und im nämlichenJahre zum correspondirenden Mitglicde der Klasseder schönen Künste des National-Instituts znParis erkiest wurde. Nach Fiorillo III. 627.hielt sich derselbe schon um 1788. (damals wahr-scheinlich als Pensionnair) zu Rom auf. Inspätern Jahren begleitete er Lucian Buonapartenach Spanien . Noch an einer andern Stelle I. c.547. heißt es von ihm und seinem ZeitgenossenGarnier: Dieselben scheinen in schlüpfrigen undunkeuschen Darstellungen unerschöpflich zu seyn.Freudenmädchen, Kupplerinnen, u. dgl. Geschö-pfe und ihre Handlungen sind der Jnnhalt ihrerWerke".
— — ( ). Wohl noch ein Anderer, als
der gleich vorstehnbe ist es, von welchem FiorilloIII. 426. spricht: „Ein gewisser Thiers ausder zweyten Hälfte des XVIII. Jahrhunderts,hat sich durch einige Landschaften, nach denMustern von Gaspar Poußin und Vernet, her-vorgethan. Seine Figuren sind vorzüglich schöngezeichnet". Dieser ist ohne Zweifel der nämliche,der sich in dem letzten Viertheil des verstiichenenJahrhunderts zu Rom aushielt, und welchenauch die Schrift: Lyinkeimann u. s. Jahrh.