Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1868
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-868 Thomson.

und st. zu Richmond 1748. Grohmannsbiograph. Handwörterbuch u. a. m.

Thomson (I.), Architekt zu London , zeigteauf der dortigen Ausstellung der Akademie 1791.den Aufriß zu einer Kirche.

(P.), Kupferstecher zu London nm

1794. Er hat Bildnisse zu dem Luropean IUa-ZS2M6 gestochen; s. j. B. den Edtv. Jerninghamnach Shee.

(Wilhelm), Professor der Schreiberund Rechenkunst (vermuthlich doch nirgends alsin England). In einer Ankündigung des Hofskupferstichhändlers Peter Risler zu Dresden von

1795. lesen wir, daß bey ihm neu zu habenWare: Der Englische Schveibmeister-Gehülfe,von dem Unsrigen geschrieben, und von H. Aschloyauf 22. Blatt gestochen ; Preiß 3 . Thaler 4. Gro-schen. Dann hatte auch Drechsler einen Eng-lischen Schreibinelster (dasselbe Werk?) 4 -Hefke auf Velinpap. Kl. Fol. Wien 1806. ff. 3 .Thaler, nach ihm gestochen.

oder Th 0 mps 0 n (W.), ein In-

ländischer Maler neuerer Zeit, gebürtig von Dublin ,vorzüglich durch ein theoretisches Werk über dieSchönen Künste bekannt, das er in 1800. aus sei-nem Nachlasse herausgegeben hat, und zumTitel fuhrt: Lnquir^ in to tds elemen-

tar^ principles ok benutz in tde xvorks okXature anä TIrt etc. Fiorillo V. 8 v 3Ober, oder der folgende ohne Namen, der nämlichew- Thomson sey, nach welchem, einer andernunserer Rotizzen zufolge, einer der Warftm's einBildniß der Anna Swan in Echwarzkunst geschabthat, ist uns unbekannt. S. auch den gleich ff. Art.

(W.). Nach einem andern (oder auchdem obigen?) soll W. Dickinson das Bild vonJac. Etephens in Kupfer gebracht haben.

oderTbompso n (W.I.), ein ge-

borner Amerikaner, der sein Vaterland sehr jungverließ, anfangs eine bürgerliche Handthicrungtrieb, sich dann aber mit vielem Beyfalle auf dieMalerei legte, und zu London i8oh. blühte. Mannennt seine Bildnisse sehr ähnlich, zärtlich colorirt,und dabey mit Leichtigkeit, Leben und Geschmackausgeführt. 0/ /v,- i 8 o 5 . p. 27).

Sehr wahrscheinlich ist dieser Künstler mit demobigen W. Thomson oder Thompson Eine unddieselbe Person, und nur der Geburthsort beydem Einen irrig angegeben.

( ) irgendwo mit dem Taufna-

menszuge H., ein Englischer Maler neuester Zeit,wurde" (heißt es bey Fiorillo V. 8 « 3 .)zumAkademiker gewählt, und verspricht einer der er-sten Künstler des Landes zu werden. In einemihm ganz eigenen Styl hat er einen Seemanngemalt, der Schiffbruch gelitten hat. Der Aus-druck in der Miene des Unglücklichen ist bewun-dernswürdig. Er sitzt auf einem hervorragendenFelsenzacken, und sieht in das immer fortarbei-tende Meer hinaus, ob er nicht an dessen fern-stem Saume ein Schiff erblicken werde. Aberschon dämmert es, und sein Herz sinkt ihm. Ebenso schön sind seine römische Amme, welche ebenihren sich sträubenden Säugling ins Bad setzenwill, und seine Scene aus Spenser's Fcenköni-gin, zwey Bilder, die er in den Jahren i 8 o 5 .und 1806. vollendete. Man hält einen unterDach kommenden Liebesgott, den er 1807. gemalthat, für sein beßtes Werk. Der Sturm heultfurchtbar draußen, die Blitze zerreißen den Him-mel im Zickzack, der Kleine ist naß geworden, undfliegt dem das Fenster öffnenden Mädchen sosüßbitteud entgegen, um Schutz und Obdach zusuchen, daß sie unmöglich widerstehen kann".Die Xc>uvellL8 clcs )^rt8 IV. 226. nennen vonihm, von der 07. Ausstellung lebender EnglischerKünstler (1804.) ein Bildniß des Generals Camp-bell, und zwey Gegenstände aus Shakespear .

Thormeyer.

Ocmk. London u. Paris IX. Jahrg. III. 153.Auch auf dem Louoner-Salon 1810. sah' manvon ihm wieder eine Litania, von welcher es in-dessen hieß: Es sey keine Vorstellung der Feen-kvnigin; und habe zwar Verdienst als Malerei,sey aber kein Charakterstück. Um 1806. gab (wahr,scheinlich dieser) Thomson, nebst andern seinerberühmtesten Knnstgcnoffen, zu der damals neue-sten, zu Edinburg bey Vallanline erschienenenPrachtausgabe von Shakespeare die Zeichnungen.Tüd. Morgenbl. 1807. S. H72.

Thomson ( ). Ein solcher soll zu dem

Prachtwerke: ^Oabiuet os quacirupells belobnLüurck, was 1794. oder 92. ff. erschien, nachJbbclhon gestochen haben.

. * s. auch oben Thompson und un-

ten und im Lex. Tompson.

Thom Torne (Peter). In einem altenStammbuche treffen wir eine colorirte Zeichnungmit mehrern Figuren, die unterschrieben ist: I)«-linsavit Düonr Darmr. HambnrZius srin-

citiae er^a. 1587.

Thon (Curt Carl und Franz), Glockengießer,s. oben den Art. Jac. Pape.

(Georg) wird im Jahre 1607. zu

Würzburg , als Münzmeister des oasigen Bischofsangeführt. Christian Junkers: Oollect. Henne-derx. Vol. XIII. Fol. S. 16.

Thonauwer (Georg). Nach der Zeichnungeines solchen etzte Match. Merlan den allegorischenKupfertitel zu der von Esaias van Hülsen zu Skutt-gard 1616. qu. Fol. herausgegebenen Repräsenta-tion der Aufzüge und Rittcrspiele, welche beyder fürstlichen Kindtaufe zu Stutkgard vom 10.bis 17. Mär; ibtO. start fanden. Auch in demfast gleichnamigen Werke, was die Solennitatender zu Stutkgard 1609. gefeyerteu HerzoglichenVermählung darstellt, und von dem Maler undRadirer Balth. Kuchler zu Schwabisch -Gcmündi6ri. qu. Fol. ans Licht gestellt wurde, wird sei-ner gedacht; indem Kuchler in der Dedikationbesagt, daß ihn unter andern der Herzogl. Wür-tembergische Conterfeter" Georg Donarver(wie sein Name hier geschrieben ist) zu der Aus-fertigung dieser Arbeit bewogen habe.

Thoni ( ). So heißt im Almanach lls

Oommerce i8rl. ohne Weiteres, ein damals zuParis lebender Bildhauer.

* Thool. So wird irgendwo der Name Dom.van Toll verschrieben. So z. B. im Euppl.unter p. G. Langlois.

Thori (Gottfried), s. unten Tor)-.

Thor mann (Joh. Joachim) zu Schwerin ,Hof-Weber des Herzogs von Mecklenburg . Die-ser in seiner Kunst geschickte Mann wird 1797.genannt.

Thormet (Christoph), Hofmaler des Chur-fürsten Johann Georg II - von Sachsen . Erwurde 1634. z« Memel in Preußen geboren, ver-heirathcte sich 1669. zu Dresden , und st. daselbst1692., wo er in der Frauenkirche begraben liegt.Michael Lrauenk. S. 36 i.

Tbormeyer (Gottlob Friedrich), Architekt,Hofcondukteur zu Dresden , geb. daselbst, und,nach Mensel III. noch dort lebend 1809. (und nochspäter), zeichnete anfangs bey Mietzsch und Fech-helm nach Origiualien des Directors Casanova, undwohnte nachher (1790.) den Vorlesungen des Hof-baumeisters Hölzer über die Architektur und Per-spektive bey, hörte aber vorzüglich letztere. Esbeweisen dieses seine Perspektive und schönen ar-chitektonischen Entwürfe, die er einige Jahre nacheinander ausstellte; wie z. B. eine Brücke mit be-deckten Säulengängen, und (179h.) ein anti-ker Tempel von Korinthischer Ordnung in einerfreyen Landschaft. Daneben zeichnete er noch.