Band 
Zweyter Theil [4].
Seite
1875
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Throsby.

Throsbp, s. unten Trosby.

Thcyllitsch (Fr.), wird in dem Almanachfür Frexmäurer auf 580 3/4 Berlin S. 84. alsBauinspektor zuOhlau inSchlesien 180Z., rubricirt.

Tbsekrew (Fedor). So heißt bey FiorilloK. S- I. 72. ein Rußischer Künstler (in welcherGattung wird nicht gemeldet), der bey der Aka-demischen Exhibition zu St. Petersburg 1794. nebstmehrern andern den Preiß der ersten oder zwey-ten goldnen Medaillen erhielt.

* Thub reres, s. Taylus.

*Tbudesque (Martin le) ein Beynamevon M. Echoen.

Thuelens (David). Einige schreiben ihn,wahrscheinlich irrig, Tbielens, Bildniß- und Gr-schichtsmaler zu Frankfurt am Main , dort geb.

i»ld ebendaselbst gest. r/n. Geschichtlichessieht man von ihm, so wie von sieben andernseiner Kunstgenüsse», in der dortigen St. Catha-rincn-Kirche; Bildniße dann mehrere, welche allevon einem kecken Pinsel zeugen, warm kolorirt,und von schönem Helldunkel sind, so daß einigederselben an Rembrandt erinnern. Auch malteer mit vielem Beyfall Früchte und Vögel. Nachihm gestochen haben L. Heckenauer, Ph. Kilian(dieser das Bildniß des Gottesgelehrten P. I.Sveuer's, nach dem Urbild auf der Stadtbiblio-theck zu Frankfurt ), E. Nesselthaler, und A. Rein-hardt. Hüsgen A. S. 204 35 . u. 487.

* Thüfei (Johann) s. unten und im Lex.Thufel.

Thüme (Adam Friedrich Traugott, gewöhn-lich Traugott) der Sohn eines Weinschenken,geb. zu Dresden 178Z. und hier zum Bürger auf-genommen i 8 i 3 . Derselbe studirke aufdasiger Akade-mie, unter dem Hvfbaumeisier Hölzer, die Bau-kunst seit 1799., benutzte dabey aber den Unter-richt von Thormeycr und später von Klinsky,dem er vorzüglich auch seine Bildung verdankt.Obwohl er noch nicht das Glück gehabt hat, sichdurch größere Bauten praktisch zu zeigen, so be-trachtet man ihn doch schon als einen der aus-gezeichnetsten und talentvollsten Künstler seines Fa-ches zu Dresden . Seine Risse und architektoni-schen Handzcichiiungcn mit Landschaften (in derLandschaft unterweist ihn Hammer) sind trefflich;in Oel malt er nicht, wohl aber etzt er zuweilenin Kupfer (dies bis jetzt aber nur anonym).Auf den Ausstellungen Dresden's sah man vonihm: In ,8oZ. ein kleines Gartengebäude; i 8 o 5 .den Riß zu einem großen Reithause; 1806. einöffentliches Bad an einem Flusse, Grundriß undperspektivische Ansicht (sehr schön); 1808. eingroßes Lustschloß, Ansicht und Grundriß; 1810.den Begräbnißplatz einer großen Stadt, Ansichtund Grundriß (sehr schön); 1812. ein Garten-wohnhaus. Fälschlich wird er bisweilen Thiemegeschrieben und mit obigen Carl Friedrich Thie-me verwechselt, der sich aber auf den Ausstellun-gen gar nicht gezeigt hat. Thüme hat einigeSchüler gezogen, wovon wir hier den untenfolgenden N)ehner benennen; jetzt lernt Fried-rich Serre aus Danzig bey ihm. Vor einigerZeit wurde er zu der Stelle eines Kön. Sächsi-schen Hofkondukteurs vorgeschlagen; diese Stelleist aber (i 8 i 3 .) noch nicht besetzt worden. Mitt-lerweile ward er , 8 i 4 - bey einer neuen Einrich-tung der Kunstakademie seiner Vaterstadt, als Un-terlehrer für die Ornamente u. dgl. angestellt.

* s. auch Thieme, Thim, Tbpm undTym in gegenwärtigen Zusätzen; Thxm auchin, Lex.

Thümen (Johann Ephraim), Königl. Preu-ßischer Condukteur zu Brandenburg , wo er um1800. lebte.

Thulden. 1875

Thuemmel oder Tuemmel (Christoph),War um die Mitte des XVII. Jahrhunderts Bür-ger und Kunstmaler zu Frcyberg. GrüeblecFrexb. Begrab». 1 Thl. S. 3 io.

(Michael), s. oben Hans Schür-

tig.

Th ärmer (Carl Ludwig), ChurfürstlichcrHofdrechsler zu Dresden , wo er 1783., 69 I.alt, starb. Dresdner Merkwürdigkeiten,Jahrg. 1783. S. 44 -

* Thufel (Johann), eigentlich Tbüfel oderTeufel. Christ legt ihm, auf gut Glück, einigeMonogrammen bey, S. 277. und 278. GedachterSchriftsteller hat seinen Namen entnommen auseinem Buche, betitelt: Nerve Künstliche, Wohl-gerissene, vnd in Holtz geschnittene Figu-ren, dergleichen niemablen gesehen wor-den 2c. Gedruckt zu Frankfurt a. M.In Verlegung vincenrii EreinmeyersAo. lVIVLXX. quer 4 °. In dem Vorberichteheißt es, daß man, weil nicht jeder Künstler seineArbeit mit dem Namen bezeichnet habe, ein Ver-zeichniß der berühmtesten deutschen Künstler, dieseit ,oo und mehr Jahren geblüht hätten, bey-setzen wolle; und unter diesen wird kurzweg einJohann Teufte! genannt.

-s. auch obenTeubel, Teufel, und Teuffel.

Thuilier ( ) So heißt im ^Imanask

6 s Lommsrcs 1811. ein damals in Paris leben-der Kupferstecher.

Thuilliers (Johann). Vergl. oben ArnoldSchund.

Thuinbus (Magdalena Rudolfs), ein ohneArme in Stockholm gebornes Frauenzimmer, wasin der Welt umherzog und sich für Geld sehe»ließ, indem es mit den Füßen allerhand künst-liche Arbeiten fertigen konnte. In der Bracken-hoferschen Kunstkammer zu Strasburg sah man,oder sieht man noch, einen dort ,852. von ihrkünstlich mit der Schecre aus Papier geschnitte-nen Kranz, in welchem ein Adler mit ausgestreck-ten Flügeln, und in dessen Mitte das Siraßbur-ger-Wappen erschien. Dies Kunststück hielt 4 1/2"in der Höhe. /k/sr.

* Thut (T. A), eine Namens-Abkürzung,deren sich der gleich folgende Theodor van Thul-den bisweilen bediente.

* Thulden auch irrig Tulden (Theodorvan). Derselbe soll ein »»gemein liebenswürdi-ger Mann gewesen seyn. Sehr charackteristischist es von diesem Künstler, daß er nicht bloß inAbsicht auf den Gegenstand seiner Bilder, son-dern auch ,'m Grvßenmaaße derselben, nach denEingebungen seiner Laune, das Größte, wie dasKleinste malte. Von ihm heißt es bey ware-let: «Er war edel im Großen, treffend und geist-reich im Kleinen; sein Genie fruchtbar, seine Ge-danken erhaben; die Zeichnung noch minder kor-rekt, als die seines Meisters; auch seine Fär-bung minder schön, aber sein Helldunkel eben soverständig". Noch bemerken wir von ihm, nachDescanips II. 1,2 ,4. vörderst, daß er zuFontainebleau viel nach Primaticcio gezeichnet,und dieses ihm Lust zu einer Reise nach Welsch-land eingeflößt habe, als seine Eltern ihn nachHaus riefen. Die bekannten merkwürdigen Bil-der von ihm in der Mathuriner-Kirche zu Paris ,welche er schon in seinem Drey und Zwanzigstenmalte, sollen in neuern Tagen fast ganz übermaltworden seyn. In Deutschen Gallerien befindensich von ihm: In der Kaiserl. zu Wien eineMadonna mit dem Kind, auf dem Thron, wiesie die Huldigung der Provinzen Flandern , Hen­ negau und Trabant annimmt, in ganzen lebens-großen Figuren (1654.) ^ 2" hoch, 5 ^ 6 " br.Dann eine Heimsuchung Mariae, nicht ganz Le-bensgroß; und endlich: Allegorie auf die Rück-kehr des Friedens, dem alle Stände huldigen;in der Ferne ein mit Leichen überdecktes Schlacht-

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