Timpf.
noch nicht völlig geendet war. Andere nennennoch von ihm: Einen Orest, und eine Jphige-„ia in Tauris. Er lebte zwischen der 179. u.i8Z. Olympiade. ^lmao. a. liom. 1810. sä.^lov.
Timpf, s. oben Thimpf.
* Timorheus, aus Lroezene, blühete zwi-schen der 90. u. roo. Olympiade- Seine Stameder Diana stand zu Rom im Tempel des Apolloauf dem Palatin . In spätern Tagen (zu CäsarsZeiten) wurde der Kopf derselben von Archesilausund Evander restaurirt. Dann kannte man vonihm Athleten, Jäger, Opfernde, u. s. f. EinBild, das er für die Stadt Troezene fertigte,hielt man für einen Aesculap; die Einwohner hin-gegen behaupteten, baß es ein Hippolytus sey.//'ate/et.
Timrorh (Johann Heinrich), ein Arzt, ver-muthlich in Sachsen . In I. G- Müllers Ver-zeichnis des Curiositäten- und Naturalien - Kabi-nettes von Joh. C. Olearius. Jena 1760. 4°.finden wir rubricirt: Zwanzig Stück sehr künstlichgemalter Kräuter und Blumen von Herrn 0 .Timrorh. Dann in dem Auktionskatalog vonT- Daum. Berlin 1811.: Opas botanicumpictum, in bibliotlrecs extans Oaamiana,klares 20 plsntus - - collegit et sll vivum 6 e-linearlt Ao/r. //e,»'. T'iEotL HIell. L>r. hluzascollectillnis initium kalt 1737. Dieses Werkbestand aus i 5 . Banden, mit botanischen Zeich-nungen auf einzelnen Folioblattern.
T > nckei ( ) pinx. So sollen zwey Blat ter
in Fol.: I.'Oars und la ."elurmoces bezeich-net seyn, die eine Demoiseüe Gronier für denVerlag von Joullain in Kupfer gebracht habe.
* Tincrorerus (Jac.), lat. Name von Jac.Robusti (Tintoret), der sich etwa auf Blätternnach ihm befinden soll.
Tindareus, antiker Bildhauer. /lomMLo.
Tinelli (Carl), von Carrara , ein junger ita-lienischer Baumeister, der, nebst fünf andern sei-ner Kunstgenossen, nach dem Urtheile der beydenAkademien des Königreichs Italien, würdig er-funden ward, als Pensionnair seine Studien inRom fortzusetzen.
* — — (Joseph). Welches apokryphifche
Ens mag wohl ein solcher seyn, den Heinecke(lilöe Aenörale p. 61.) unter denjenigen nennt,nach deren Frescogemalden das Werk: ^rioni
x,loriosi clegli uomiui illustri kiorentini» es-presse co' loro ricrattl, nelle volte llella k.Oslleria lli 1'oscaoa. 6r. in kol. 62. Taf. nachJos. Menabuoni's Zeichnungen gestochen worden.Den gleich folgenden Tiberius T. wird es dochkaum berühren?
* — — (Tiberius ). Lanzi II. 2iZ—iä-
nennt ihn nicht Schüler, sondern bloß Nachah-mer von Leon. Bassano. Als Bildnißmaler dann,glaubt er, daß derselbe seinen eigentlichen Lehrer,I. Contarini, noch übertreffen habe. Don einemsolchen, des berühmten Rechtsgelehrten und Dich-ters Nie. Craßo (des nämlichen, von welchemdas Lex. ein Lobgedicht auf Tinelli anführt),erzählt Ridolsi, daß Pictro di Cortona beymAnblicke desselben geurtheilt: Der Künstler habediesem Bilde zugleich die Seele seines Gegenstands,und seine eigene eingehaucht; Craßo ist in einemmit Luchspelz verbrämten Kleid, mit einem Buchin der Hand dargestellt, worüber er zu redenscheint. Dies Kunstwerk befindet sich gegenwär-tig in der Gallerie zu Söder, wo es sich, unterso viel Trefflichem gleicher Gattung, dennochvorzüglich ausnimmt (/iorillo ll. , 58 .). Mehrandere sah dann Lanzi zu Rom und Venedig ,die man in hohem Werthe hielt, einige unvollen-det, weil dem Besteller ein — Vollendetes zu
Tinti. rZZr
theuer zu stehen kam; mehrere dann Worirte,wo z. Ä- der Venetianische Kavalier den MarcAnton und seine Gemahlin eine Cleopatra dar-stellt. Auch sehr köstlich ausgearbeitete kleine Ka-binetsstücke, bald geistlichen, bald mythologischenJnnhalts, kennt man von ihm; so z. B. eineIris bey den Grafen Vincenkini zu Vicenza , volleinfacher, natürlicher und graziöser Originalität.Compositionen von vielen Figuren giebt es we-nige von ihm; dafür fehlte es ihm, wie rr'szum östcrn bedauerte, an Muße, um nämlichetwas Vorzügliches auch hierin zu liefern. Fio-rillo dann (l. c.) sagt von seinem Styl über-haupt: „Seine Wecke haben einen edeln undgroßen Charakter; die Figuren treten mit schönerRundung hervor; dabey hatte er eine vortrefflicheFührung des Pinselst Nach ihm soll MarcBoschini einen Jac. Pighetti, und Cattini (wohlsehenswerth!) den Paul Sarpi gestochen haben.
Tiner ( ). So hieß ein Maler zu Paris
und einer der Conservatoren des Spe;ial-Mu-sums zu Versailles , der mit mehr andern Fran zösischen Künstlern verordnet war, nach Italien auf die vielfältig besprochenen Kunsteroberunge»anszugehn. Am 29. Brum. 1801. feyerten sie zuParis , mit der Administration des Central-Musftums der Künste daselbst das Jahrsfest der Ein-weihung des — geraubten Gotces aus Belvedere.»ouv. <j. H.rrs. 1. 58 . In 180Z. erscheint unserKünstler noch unter der anfangs angeführten Be-nennung; seither haben wir nichts Weiteres vonihm vernommen.
Tingry ( ), Pros. Ob selbst ausübender
Künstler, ist uns unbekannt, gab ein: NeuesHandbuch für Maler und Lackirer, oder Anlei-tung , alle Arten von Firnissen nach den neuestenchymischen Grundsätzen zu machen. Mit Anmerk.von Dr. Eschenbach. 2. Th. 8°. Leipz. 18.. — id'ni.wovon der zweyte Band 1. Th. 8. Gr. kostete.
Tiniinal ( ). Don einem solchen, nach
Morland, geschabt- kennen wir ein kolorirtesschlechtes Blatt in qu. 4 °, was einen Löwenund eine Löwin darstellt, die ihre beyden Jungensäugt. Es erschien in dem Verlage der Augs-burger Kunstakademie.
Tinnay (Johann), Kupferstecher zu London in Schwarzkunst und mit dem Grabstichel. Ersoll neben Änderm auch Folgendes in Kupfer ge-bracht haben: Zwey Zeichenbücher mit Figurennach Wateau u. a. Meistern; die Blätter zu demBuche des Joh. Caff: Das doppelte Mcroscop17)).; einen Plan von London und Wesimünsterauf 25. Blattern (dies gemeinschaftlich mit Jo-hann Piue); das Bildniß der Tänzerin Galle ,unter dem Titel: In 'Urpsickore krsn^sise, nachFenoeuil; und andres nach Scb. le Clerc, I.Ellis und I. Higmore.
Tina di Biagio, von Assisi . So nennt derAlmanach aus Rom 1810. (2Z. Sept.) einenMosaikiste», der um rZtio. geblühet habe, undvon welchem sich Arbeiten in Assist, Spoleto ,und im Dome zu Orvieto befinden.
* Tinri (Camillus), dessen im Lex. unter demArt. von A- Tampanella nur ganz kurz gedachtwird, Kupferstecher, geb. zu Rom um 1788.Derselbe zeichnete sich unter den Künstlern aus,welche für G. Hamiltons 8ckols Italic» gear-beitet hatten. Zu diesem Werke nämlich gehörenvon ihm: Christus auf dem Oelberge, nachLanfranco; die Vermählung von St. Catharina,nach F. Mazzuoli; und die Hochzeit von Me-leager und Atalanta, nach Polydoro Caldara.Noch kennt man von ihm: Zacharias schreibt,den Namen des neugebornen Johannes, nachA. del Sarto (-771. Komas). Rost IV. 222.Dieses letztere Blatt nennt Füßli I. 4 i- in einerlieblichen und kräftigen Manier gestochen, undheißt den Künstler dort irrig Lamillue. Eben-
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