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r8Z6 Tischbein.
und die nicht charchaus gute Haltung" gerüget.Als hierauf des Künstlers Bruder, der ArchitektLudwig Philipp, zu St. Petersburg gestorbenwar, so reiste er 1806. dort hin, malte u. a. dieKaiserliche Familie daselbst und blieb bis 1809.Indessen war die in Empfang genommene Erb-schaft nicht so beträchtlich gewesen, als er ge-glaubt hatte; auch vermuthete er, baß Einigesdavon schon vor seiner Ankunft möge entfremdetworden seyn; dieß gab ihm denn Anlaß zuFinemallegorisch-satyrischen Gemälde: Die getauschteErwartung, was er auf der Dresdner -Ausstellung18,2. zeigte, daS aber wenig Lob davon trug. Umdie Leipziger Akademie selbst (seine letzten Schü-ler, die um 1800. bey ihm lernten, waren Bianrrhi und Gläser), bekümmerte er sich zu wenig,und Schnorr mußte größkentheils seine Stelle ver-treten. Alsdann st. er auf einer Reise, die erin eignen Kunstgeschaften unternommen hatte, beyseiner oberwahnten Tochter Taroline, zu Heidel berg 1812. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehörennoch zwey große Familiengemaldc^ (die Mensel111 . nicht rubricirt*)), daS der Fürstlichen Fami-lie von Nassau-Weilburg, und das der Familievon Arnim. Auf der Dresdner -Ausstellung 1812.hatte er, ausser der obigen ungerakhenen Allego-rie, drey Kinöerköpfe in Pastell (als Studien zu"einem großen Gemälde); dann ein weibliches Bild-niß, und das des Hofralhs Voß zu Heidelberg ,beides in Oel. Ueber seine Kunstcharakieristicklesen wir bloß irgendwo im Allgemeinen: „Erkomponirte mit vielem Verstände Konversations-stücke, und auch ernsthaftere Gegenstände. Nachihm gestochen hat: I. G. Müller: Ua tsnclrsKlees (die erste Frau unsers Tischbein'« mitihrem Sohne; seine zweyte Frau hieß SophiaMüller), gr. Fol. (Pr. 2 fi 45 kr.), den Coadjn-tor von Dahlbcrg und den Arzt I. C. Loder(jedes ä 4 fl. 48 kr.), letztere! zumal ein vorzüg-liches Blatt; dann den Arzt Hufeland zu Wei mar , Fr. Müller der Sohn (äst. 30 kr); E.Morace das Bildniß des erwähnten berühmtenKupferstechers I. G. Müller (2 fl. 24 kr.); CarlPfeiffer (gut punktier) Herder's und Wielands(jedes ä 5 fl. 30 kr.'); Schlottbeck R. Z. Be-ckers (3 fl. 50 kr.); Laureat wieder den ArztLoder 8°. punklirt; Conr. Westermayr wieder Her ders , und des Hofralh Döttigcrs, beyde punktirt,Heinr. Schund zu SehiUer'ö Don Carlos (8°.Leipz. 802. bey Gveschci» das Bildniß der Elisa-beth, angenehm. Noch nemir endlich der LVmk-lersche Gantkatalog: Die schöne Conti, nach Gui-do von dem Unsrigen gemalt, und in punkürterManier gestochen von I. Mangot; la petics klon-tlsuss. artig gestochen von I. I. I. Huber, un-ter Wille; und 'l'r'lOnt cls la rssonnoi-isancs(schöne Frau, die das Bildniß des Prinzen vonWaldeck in der Hand trägt) von Leybolb. In
Tischbein.
Benard's Katalog von PaignonrDijoiwal wirdein großes Blatt von Smith (1790.) in Schwarz-kunst geschabt, angeführt, welches den PrinzenFriedrich Georg Wilhelm von Oralsten und dessenGemahlin Fridcrika Louisa Wilhclnstna darstellt,wo der Künstler Hofmaler des Prinzen von Wal-deck heißt, das aber somit dort irrig Johann Heinrich Tischbein 11. zugeschrieben wird.Deffenrl. Nachr.
* i 5 Tischbein (Johann Heinrich 1 .), auchJob. Heinrich der Aeirere genannt, fünfterSohn des Stammvaters und Backers Job.Heinrichs, geb. zu Hayna in Hessen 1722. Der-selbe lernte bey seiner Mutter Bruder, Hinflug,zu Gcmünden an der Wohra , daö Schlosserhand-werk; allein sein überwiegender Hang zu denbildenden Künsten und zugleich auch sein Talent,waren Ursache, daß sein älterer Bruder, der fol-gend« Johann Valentin, ihn im vierzehntenJahre diesem Handwerk entriß, und ihn. beydem Tapetenmaler Ziminerman» in Casscl förm-lich in die Lehre brachte. Er benutzte nichtsdesto weniger obendrein noch den Unterricht desCasielschen Hofmalers van Freesc (nicht Fries,wie es im Lex. beißt, wo er auch noch in zweyterPerson, a!S Frcezen erscheint). Unterstützt vondem edelmüthigen Kunstliebhaber, dem Churmain-zischen Großhoftneister Grafen Stadion, konnteer t743. nach Paris gehen, wo er bis 1798. beyCarl Andr. Vanloo studiere, und sodann nachVenedig , wo er acht Monathe einen Freund undLehrer in.I. B. Piazzetta fand, dessen Unterrichter auch bey seiner Zurückreise von Rom (wo erzwey Jahre verlebt hatte) von neuem benutzte.In 1701. kehrte er ins Vaterland zurück, undwurde 1752. Kabinctsilialer des Landgrafen vonCasscl. Er zeichnete sich in historisch-mythologi-schen Gemälden besonders (und mehr als imBildniß) aus; vorzüglich schätzt man in dieserArt diejenigen Gemälde, welche er vo» 17(12.— 85 .fertigte- Tischbein st. geehrt und geliebt 1789.zu Cassel , als dirigirender Professor der dasigenKunstakademie, mit dein Charakter als Rath,und als Mitglied des Instituts zu Bologna ^").Sein Leben und seine Kunstarbeiken *"*)hatI.F.Engelschall in einer ibciondern lesenswcrthenSchrift: I. H. Tischbein, als Mensch undLünstler dargestellt gr. 8°. Nürnberg 797.,nach dein schon frühcrhin der Pfarrhcrr Goez,und der Rath Tasparson, in öffentlichen Blät-tern ein solches zu leisten versprochen, aber unaus-geführt gelassen, letztere aber denn doch eine Vor-lesung , zum Andenken des Unsrigen, der Engel-schall'schen Biographie beygefügt hakte. An derSpitze derselben findet man sein (1775.) eigen-händig gemaltes, aber von A. Karcher unähn-lich gestochenes Bildniß ^). Srrie der'sHeß.
") Dort findet sich nämlich ein Verzeichniß seiner neuern Bildnisse von >802 — 9. Wir nennen von diesen (nebenden schon vorhin erwähnten) hier nur, von ganzen Figuren in Lebensgröße: Die Frau Gräfin von Fries inWien ; die Familie Löhr (Scizze zn einem Altarbiatr, die Himmelfahrt?); von Knicestücken den Buchhänd-ler Nicolai zu Berlin ; von Brufibilvcni stotzcbue'e. Schiller's Bildniß von ihm stand aus dem schon genann-ten Dresdner -Salon. Auch bey Nlcusel l. c. heißt es davon.: „Wenig ähnlich, und wohl schwerlich mit Fleißgemalt. So sinnreich auch das griechische Kostüm gewählt zu seyn scheint, so schadet der röche Mantel dochaugenscheinlich der Darstellung (?), und dieses Bild steht in jeder Hinsicht demjenigen weit nach, welchessrüher Graf von dem Dichrcr lieferte". Don seine» Ausstellungen auf dem Dresdner -Salon ,s>o. heißtes im Tübing. Morgenbl. >8>o. 70g. „An dem Ocigemälde Perseus und Andromeda wollte vor-
züglich das allznzahme und schläfrige Ungeheuer nicht gefallen; dagegen harre gewiß dieses Meisters kleinerAmor , der hinter einer Gardine bervorlauscht, mancher Dame durch seinen Nest- ein Plätzgen hinter ihrerGardine abgetrotzt". In Deutschen Gallerien sinden wir (welche Schande!) einzig, auf dem Königl. Bayer-schen Schloße ilufcheiin die Bildniße der lctzverstorbnen Königin von Preußen, und ihrer Prinzeßm Schwester.
Seine Freunde Castarfon, Goetze und Engelfchall wollten ihm, unter Leitung der HH. du Ry und Nah!in dem Akademiesaale zn Kassel ein Denkmal errichten (S. die Ankündig. davon im Herbste >795. nnd spä-terhin wieder >79?. !» M euset's N. Misc.- l. >>«>. u. Vll. 956., das aber, unsers Wissens, wahr-scheinlich der damaligen Kriegszeiten wegen, nicht zu Stande kam. Und dann — sechs Jahre nach desKünstler'ö Tod! Wie wenige Edle leben nur so lange im Gedächtniße der Nachwelt! — gelang endlich eSdenn doch dem Obervorsteher Stammfort zu Hayna, ihm in der dortigen Eremitage ein kleines Monumentzu setze», das in einem Rondel besteht, in welchem, zwischen fremden und einheimischen Blumen, ein Kren;sich hebt, mit der Inschrift: Den Manen Tischbein'«.
Die wichtigste» derselben, bis nahe an seinen Tod, finden sich auch summarisch verzeichnet, in Mensel'«D. R. !>. I. und II.
lind doch soll es, E. Vorrede zufolge, nach einer höchst ähnlichen Zeichnung gefertigt seyn.
MW,
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